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Mann läuft mit Messer in Sydney Amok – dann schreiten mutige Passanten ein



epa07770604 A woman is taken to an ambulance by paramedics in Sydney, Australia, 13 August 2019. According to media reports a police operation is underway in Sydney's CBD after a person wearing a balaclava stabbed multiple people. Allegedly a man was apprehended in relation to the attacks at Wynyard Station.  EPA/DEAN LEWINS  AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Bild: EPA

Im Zentrum Sydneys hat ein Mann am Dienstag auf offener Strasse auf eine Frau eingestochen und versucht, weitere Menschen zu attackieren. Passanten überwältigten den Angreifer im belebten Zentrum der Stadt. Den Ermittlern zufolge ist er psychisch krank.

In Fernsehberichten war zu sehen, wie der Mann mit einem Messer auf ein Auto sprang und «Allahu Akbar» sowie «Erschiesst mich» rief. Eine 41-Jährige wurde bei dem Messerangriff verletzt. Ihr Zustand ist der Polizei zufolge stabil. Weitere Passanten wurden demnach nicht verletzt.

Von Passanten niedergerungen

Die Augenzeugin Megan Hayley sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Mann habe kurz nach Mittag mit einem grossen Küchenmesser in einem geschäftigen Büroviertel mehrere Menschen verfolgt. «Fünf oder sechs» Passanten hätten versucht, ihn aufzuhalten. Vor zwei beliebten Cafés im Herzen der Innenstadt sei es ihnen dann gelungen, den Angreifer auf den Boden zu drücken.

Vier der Verfolger waren Mitarbeiter eines Start-ups für Personalberatung, die die Ereignisse von ihrem Büro im vierten Stock eines nahen Gebäudes aus verfolgt hatten. «Wir haben das Fenster geöffnet und gesehen, wie der Typ ein Messer schwingt und auf die Motorhaube (eines Autos) springt», sagte Paul O'Shaughnessy, ein früherer Profi-Footballspieler, der AFP.

In der Annahme, dass es sich um einen Anschlag handelt, rannten die Männer auf die Strasse und verfolgten den Angreifer. «Alle waren in Panik, niemand wusste wirklich, was los war», erzählte O'Shaughnessys Kollege Alex Roberts.

Mit Stühlen und einer Plastikkiste gelang es ihnen, den Mann niederzuringen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Die Polizei lobte die Zivilcourage der Bürger. «Diese Menschen sind Helden», sagte Polizeisprecher Wood.

Auch Premierminister Scott Morrison zollte den Männern für ihr «mutiges Handeln» Respekt. Der Angreifer befinde sich nun in Polizeigewahrsam, schrieb Morrison im Onlinedienst Twitter. «Unsere Gedanken sind bei all jenen, die von diesem gewaltsamen Angriff betroffen sind.»

Frau in Wohnung getötet

Die Polizei geht nach eigenen Angaben davon aus, dass der 21-jährige Verdächtige zuvor in einer Wohneinheit eine junge Frau tötete. Trotz der Rufe des Mannes sei nicht klar, ob es für die Tat ein politisches Motiv gebe Es sei nichts über Verbindungen des Verdächtigen zu terroristischen Vereinigungen bekannt, sagte der Polizeipräsident des Bundesstaats New South Wales.

Im Besitz des Mannes sei jedoch ein USB-Stick mit Details zu den rechtsextremen Attacken mit dutzenden Toten in den USA und Neuseeland gefunden worden. Seine Kollegen würden die Ermittlungen «sehr unvoreingenommen» führen, sagte Polizeisprecher Gavin Wood. (aeg/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • ingmarbergman 13.08.2019 16:41
    Highlight Highlight Jeder der immer behauptet, dass beim Verbot von Schusswaffen die Menschen halt mit Messern töten, soll sich dieses Beispiel ansehen.
    Die Absicht war dir gleiche, aber weil die gefährliche Distanz eine Armlänge war, gab es eine realistische Chance, sich zu wehren.
    • Mitel 13.08.2019 17:56
      Highlight Highlight Er hat also keine Schusswaffe verwendet weil dies verboten war ? Vielleicht hätte man im sagen sollen, dass es verboten ist Menschen mit einem Messer anzugreifen 🤔
    • ands 14.08.2019 17:39
      Highlight Highlight @ Mitel: Verbote erschweren den Zugang zu Schusswaffen.
  • Blitzsammler 13.08.2019 16:14
    Highlight Highlight Die Australier wissen, wie's geht
    Benutzer Bild
  • ostpol76 13.08.2019 15:50
    Highlight Highlight Sollte man vielleicht den Amerikanern zeigen, dass nicht jeder Bürger eine Schusswaffe braucht um sich zu verteidigen.
  • who cares? 13.08.2019 15:07
    Highlight Highlight Da denkt man, man braucht einen Good Guy with a Gun, und dann tut's auch ein einfacher Good Guy with a Chair! Netter Nebeneffekt ist, dass man nicht mit dem Täter verwechselt wird.

    Ausserdem die Bilanz: eine Verletzte (stabil), Amokläufer lebend gefasst. Wie hätte das wohl mit Schusswaffen ausgesehen?
  • elias776 13.08.2019 14:57
    Highlight Highlight Stellt euch vor, die Waffengesetzte in Australien wären immer noch so lasch wie in den USA und er hätte irgendein Maschinengewehr oder Pistole gehabt....
    • Count Suduku 13.08.2019 18:01
      Highlight Highlight Die Verbrechensrate im Zusammenhang mit legal erworbenen Maschinengewehren ist bis auf Kriegsgebiete zu vernachlässigen.
    • ands 14.08.2019 17:41
      Highlight Highlight @ Eugen (der echte): Der bewaffnete Passant schiesst also auf alle, die ebenfalls eine Waffe tragen? Oder wie erkennt er vor dem ersten Schuss, welcher Typ mit Waffe ein "bewaffneter Passant" und welcher "Terrorist" ist?
  • Chrigi-B 13.08.2019 14:47
    Highlight Highlight Da herrscht definitiv ein Sicherheitsproblem.

    Der ist ja mehrere Minuten unterwegs und keine Polizei weit und breit....

    • G.Oreb 13.08.2019 18:06
      Highlight Highlight Naja mehrere Minuten. Es gibt nicht in jedem viertel zu jeder Zeit einen Polizisten, das video ist 1.5min lang, auch wenns 3x so lange dauert ist das meiner Meinung nach „schnell“ die Polizei muss ja erstmal dort hinfahren. Auch in der Schweiz ist die Polizei nicht in 2min an jedem Ort, auch in Zürich nicht.
    • Chrigi-B 13.08.2019 20:51
      Highlight Highlight Ähm, dies Männer haben ihn aus dem Büro beobachtet, im 4.ten Stock, und haben von dort die Verfolgung aufgenommen. Es gibt auch Videos die mehr als 2 min lang sind. Dort sieht man, dass Passanten den Täter nochmals über mehrere Minuten am Boden festhalten.

      In der Stadt Zürich ist die Polizei sicherlich innerhalb 2-3 Minuten an jedem Ort. Soviel ich weiss, hat es in jedem Stadtteil designierte Streifen die unterwegs sind.
  • TheNormalGuy 13.08.2019 13:31
    Highlight Highlight Ich bin völlig baff, wie wirksam die Stühle sind um ihn festzuhalten. Er hat keine Chance zu entkommen.
    • schäffchoch 13.08.2019 14:02
      Highlight Highlight Messerstecher hassen diesen Trick
    • MrFaeh 13.08.2019 14:32
      Highlight Highlight Die einfachsten Mittel sind oftmals die Effektivsten. Schön, dass es noch Menschen mit Zivilcourage gibt.
    • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 13.08.2019 14:43
      Highlight Highlight Ohne meinen Stuhl verlasse ich gar nicht erst das Haus!
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