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Notrufsignal im Sand: Verirrter Brite nach zwei Tagen aus Wildnis gerettet

Geoff Keys war in einem australischen Nationalpark unterwegs und dachte, er kenne da eine Abkürzung. Stattdessen irrte er zwei Tage lang umher – bis eine Botschaft im Sand die Rettungskräfte auf seine Spur brachte.



epa04894026 An undated handout photograph made available by Australia's Queensland Police on 23 August 2015 showing an SOS Signal with the word ?HELP 2807? and a diagram of an arrow pointing down stream, indicating a date and direction of travel. A British missing man, Geoff Keys, was found after he was reported missing in the Jardine National Park in north Queensland, after a two day land search and rescue mission by the Queensland emergency services in July 2015. EPA/QUEENSLAND POLICE MEDIA / HANDOUT BEST QUALITY AVAILABLE; AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++

Bild: QUEENSLAND POLICE MEDIA

Ein Artikel von

Spiegel Online

Für den Briten Geoff Keys sollte es ein netter Ausflug im australischen Jardine Nationalpark in Queensland werden. Der 63-Jährige wollte ein bisschen im Fluss schwimmen. Die Natur geniessen. Das klappte soweit auch ganz gut. Bis es dunkel wurde und Keys beschloss, für den Rückweg eine Abkürzung zu nehmen.

Er wollte nicht denselben, langen Weg zurück nehmen, sondern die kurze Strecke durch die Wildnis: mit Shorts bekleidet, einem T-Shirt, ohne Schuhe oder Lebensmittel. «Ich war überzeugt, dass der Weg ganz in der Nähe war», zitiert der Telegraph den Mann. Doch der Weg war nicht in der Nähe – und Keys galt zwei Tage lang als vermisst.

Seine Freunde, mit denen er im rund 2370 Quadratkilometer grossen Nationalpark unterwegs war, bemerkten Keys' Fehlen und schlugen Alarm. Einsatzkräfte suchten mit Helikoptern nach dem Mann, insgesamt soll die Aktion nach Informationen des britischen Mirror etwa 375'000 Pfund gekostet haben, umgerechnet mehr als 515'000 Euro.

Am Ende half Keys sich mit einem Trick, der aus unzähligen Schiffsunglücksfilmen bekannt ist: Er zeichnete einen Notruf in den Sand, der auch von weit oben gut erkennbar war. «HELP 2807» war da zu lesen, die Ziffern waren ein Hinweis auf das Datum seines Verschwindens. Dazu malte Keys noch einen Pfeil an den Strand, der auf die Stelle zeigte, an der er sich aufhielt. Wenige Stunden später sah eine Suchmannschaft im Helikopter den Notruf.

Er fühle sich «dämlich, aber glücklich», schrieb Keys nach seiner Rettung in einem Blog-Eintrag. Demnach erlitt er lediglich Verletzungen an den Füssen. «Es tut mir leid, dass ich meinen Freunden und meiner Familie Sorgen bereitet habe. Bitte glaubt mir: Das mache ich nicht noch einmal.»

Ruhig soll es im Leben von Keys dennoch nicht werden. In naher Zukunft wolle er wieder losziehen, sagte er. Nach Asien. In den Nahen Osten. Nach Afrika. In die USA.

aar

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