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FILE - This July 3, 2014 file photo shows bullet holes and splattered blood on the wall of an an unfinished warehouse, where 22 bodies of suspected criminals were found after an alleged gun battle with soldiers, on the outskirts of San Pedro Limon in Mexico state's municipality of Tlatlaya, Mexico. Seven soldiers were accused of homicide, but the charges were thrown out by civilian courts due to lack of evidence and in August of 2017 a judge ordered an investigation into whether army commanders played any role in the killings. (AP Photo/Rebecca Blackwell, File)

Bild: AP/AP

Mexikos Horror in Zahlen: 2371 Morde in einem Monat

Allein im Oktober sind in Mexiko 2764 Menschen ermordet worden – ein trauriger Rekord. Sicherheitsbehörden und Regierung sind mit der Situation überfordert.



Angesichts interner Verteilungskämpfe zwischen den Drogenkartellen eskaliert die Gewalt in Mexiko. Seit Jahresbeginn wurden in dem lateinamerikanischen Land 23'968 Personen getötet, wie das Innenministerium am Dienstag mitteilte. Somit ist 2017 schon jetzt das blutigste Jahr in der jüngeren Geschichte – und in der Statistik fehlen noch zwei Monate.

Rekordmonat Oktober

Allein im Oktober wurden 2764 Menschen getötet, so viel wie noch nie in einem Monat seit Beginn der systematischen Erhebung vor 20 Jahren. Dies ergibt für Oktober im Durchschnitt 89 Tote jeden Tag.

Die Zahlen übersteigen sogar jene der blutigsten Periode im Drogenkrieg während der Amtszeit von Präsident Felipe Calderón (2006-2012), der Tausende Soldaten und Polizisten in den Kampf gegen die Verbrechersyndikate schickte. Das bislang gewalttätigste Jahr war 2011 mit 22'852 Tötungsdelikten.

epa04525184 Handout photo released by COP20 on, 11 December 2014, showing former Mexican President Felipe Calderón, during a plenary session at the 20th UN Climate Change Conference COP20 held in the city of Lima, Peru, 11 December 2014.  EPA/COP20 / HANDOUT HO EDITORIAL USE ONLY

Felipe Calderón. Bild: EPA/EFE/COP20

Auslöser

Zahlreiche Festnahmen und Tötungen mächtiger Kartellbosse hatten zuletzt Machtkämpfe innerhalb der Verbrechersyndikate entfacht. Ausserdem konkurrieren zunehmend auch kleinere Banden um Geschäftsanteile und Einflusszonen. Neben dem Drogenhandel sind die Kartelle auch in Schutzgelderpressung, Menschenhandel und Benzindiebstahl verwickelt. 

Wie weiter?

Für den aktuellen Präsidenten Enrique Peña Nieto hatte der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Verbesserung der Sicherheitslage nie oberste Priorität. Vielmehr wollte er als grosser Wirtschaftsankurbler in die Geschichte Mexikos eingehen. Dies hat nun zur Folge, dass Nieto das blutigste Jahr der jüngeren Geschichte zu verantworten hat.

Enrique Peña Nieto

In einem halben Jahr wird in Mexiko gewählt, die ersten Präsidentschaftskandidaten bringen sich schon in Stellung.

(nfr/sda/dpa)

Kolumbien: Kampf dem Drogenkrieg - mit Kaffee gegen Koka

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Video: srf

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kii 22.11.2017 17:54
    Highlight Highlight Und solche Länder meinen, mit mit Gewalt gegen die Kartelle etwas zu erreichen.

    Gute Doku dazu.
    Play Icon
  • pedrinho 22.11.2017 14:07
    Highlight Highlight wird nur noch uebertroffen von brasilien

    http://www.nocaute.blog.br/brasil/numero-de-assassinatos-no-brasil-volta-crescer-em-2017.html

    leider !

    ich denke, wenn man die "weichen" drogen endlich freigeben wuerde, koennte es bessern, hier wie dort.
  • Basswow 22.11.2017 13:46
    Highlight Highlight Drogen legalisieren.
  • m:k: 22.11.2017 13:42
    Highlight Highlight Der Krieg gegen die Drogen ist längst verloren. Wahrscheinlich führt schlussendlich nichts an einer Legalisierung vorbei um dieses schreckliche Leid zu verhindern oder zumindest einzudämmen.
  • Toerpe Zwerg 22.11.2017 13:42
    Highlight Highlight Als Besucher in diesem grossartigen Land bekommt man von dieser Gewalt nichts mit. Auch die normale Bevölkerung bleibt weitgehend verschont.

    Mexico ist für Reisende ein sicheres Land und kann auch individuell ohne besondere Risiken bereist werden. Der Drogenkrieg spielt sich unter den Banden ab.

    Es gibt nur eine Lösung: Legalisierung der Rauschmittel weltweit und besonders in den USA. Diese Entwicklung ist im Gange. Die Kartelle werden dadurch nicht verschwinden, aber das Geschäft mit den grössten Margen würde wegbrechen und ihre Macht entsprechend schrumpfen.

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