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Presidential frontrunner Jair Bolsonaro, of the Social Liberal Party, flashes thumbs up to supporters after voting at a polling station in Rio de Janeiro, Brazil, Sunday, Oct. 7, 2018. Brazilians choose among 13 candidates for president Sunday in one of the most unpredictable and divisive elections in decades. If no one gets a majority in the first round, the top two candidates will compete in a runoff. (AP Photo/Leo Correa)

In der ersten Runde vom Sonntag hat Jair Bolsonaro 46 Prozent der Stimmen erhalten. Bild: AP/AP

Rechtsextremer Kandidat vor Stichwahl in Brasilien vorn

In Brasilien liegt der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro vor der Stichwahl Ende Oktober deutlich vor seinem Rivalen. Das geht aus einer neuen Umfrage hervor.



Demnach kommt Bolsonaro auf rund 58 Prozent der Stimmen, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage unter mehr als 3000 Personen ergab. Für seinen sozialistischen Konkurrenten Fernando Haddad von der linken Arbeiterpartei wollen demnach nur 42 Prozent der brasilianischen Wähler stimmen.

In der ersten Runde vom Sonntag hatte Bolsonaro 46 Prozent der Stimmen erhalten und damit die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt. Die Stichwahl am 28. Oktober gilt als Bewährungsprobe für die Demokratie in der grössten Volkswirtschaft Lateinamerikas, die von Politskandalen und wirtschaftlicher Misere gezeichnet ist.

Bolsonaro muss sich bis zur zweiten Wahlrunde am 28. Oktober schonen. Er war bei einer Kundgebung Anfang September von einem geistig verwirrten Mann mit einem Messer verletzt worden und lag wochenlang in einem Spital. «Er hat 15 Kilogramm Muskelmasse verloren und ist noch immer schwach», zitierte das Nachrichtenportal Globo am Mittwoch seinen Arzt Leandro Echenique.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Bolsonaro keine öffentlichen Termine wahrgenommen und seinen Wahlkampf vor allem über die sozialen Medien bestritten. (sda/reu/dpa)

Bolsonaro könnte Brasiliens Präsident werden

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Video: srf

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • swisskiss 11.10.2018 20:14
    Highlight Highlight Da kriegt der Begriff "Stichwahl" gleich eine neue Bedeutung. Ob der Ausgang der Wahl auch auf Messers Schneide steht?
  • rodolofo 11.10.2018 10:12
    Highlight Highlight Die Auflehnung der bedrohten Art "Super-Macho" gegen die Gesetze der Evolution hat nun auch Brasilien erfasst.
    Schafft ein, zwei, drei, viele Russlands!
  • TheBeatGoesOn 11.10.2018 10:12
    • 1833lst 11.10.2018 18:30
      Highlight Highlight Danke fürs Teilen
    • gupa 12.10.2018 07:07
      Highlight Highlight Sehr spannend, danke! (und danke Watson dass ihr solche "Konkurrenzlinks" zulässt)
  • gupa 11.10.2018 10:08
    Highlight Highlight Interessanterweise sind in Brasilien sehr viele gebildete, urbane Mitglieder der Mittel- und Oberschicht für Bolsonaro, im Gegensatz etwa zu den Trumpwählern. Sie sind frustriert von der Korruption der regierenden PT und der Kriminalität der sie ausgesetzt sind. Bolsonaro verspricht "Change". Irgendwie scheint es keine Alternative zu geben. Wäre mal ein interessantes Thema für einen Artikel Herr Blunschi?
    • Herr Ole 11.10.2018 10:29
      Highlight Highlight Die PT regiert momentan nicht. Und Temer ist, wie man sieht, kein bisschen weniger korrupt als Dilma oder Lula waren. Es profitieren einfach andere Leute...
    • Gretzky 11.10.2018 11:28
      Highlight Highlight Ich bin zu einem Viertel Brasilianer und habe auch zwei Jahre da gelebt. Tatsache ist, dass in Brasilien ein verkappter Rassismus leider weit verbreitet ist! Ich bin immer wieder erschrocken über das Weltbild, welches viele Brasilianer haben! Bezeichnend ist, dass selbst dunkelhäutige Menschen sich oftmals rassistisch äussern! Weisse gelten per se, als besser, intelligenter und schöner! Diese "Klischees" sind tief in der brasilianischen Kultur verankert. Es ist m.E., neben der allgegenwärtigen Korruption, einer der Hauptgründe, weshalb Brasilien einfach nicht vorwärts kommt.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.10.2018 07:13
    Highlight Highlight Als Phänomen sehr interessant, vor allem die Art und weise wie er Wahlkampf über die sozialen Medien führt auch während er im Spital ist.
    • Salvador Al Daliente 11.10.2018 09:23
      Highlight Highlight Wo du ein Phänomen siehst, sehe ich nur abgedroschene und menschenfängerische Parolen und dummes Geschwätz eines Ewiggestrigen.
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 11.10.2018 13:34
      Highlight Highlight Nur wer versteht, wie die Rechten zB ihren Wahlkampf orchestrieren, über welche Kanäle sie agieren und wie sie ihre Botschaft transportieren kann auch gegen sie bestehen.
      Man kann sich natürlich auch in seinen intelectuellen Safespace zurückziehen und denken, nein damit wil ich mich nicht auseinadersetzten, nur wird man dann auch nicht bestehen können. Man kann den Rechten einiges vorwerfen, sie wissen jedoch einfach, wie man erfolgreich Wahlkampf betreibt.

Schweizer sind nicht mehr die Reichsten der Welt

Die Einwohner der Schweiz sind weltweit nicht mehr am reichsten. Sie wurden abgelöst von den US-Amerikanern. Erstmals sind 2018 die Vermögen sowohl in den Industrie- als auch in den Schwellenländern zurückgegangen.

Im Schnitt besitzt jede Person in der Schweiz netto ein Vermögen von 173'800 Euro. Das sind 1.5 Prozent weniger als im Vorjahr, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten «Global Wealth Report» des Versicherers Allianz hervorgeht. 2018 wurde noch ein Plus von 7.6 Prozent erzielt.

Von den …

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