International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Waldvernichtung in Brasilien in einem Jahr nahezu verdoppelt



Die Vernichtung der Regenwälder im brasilianischen Amazonasgebiet hat sich nach Behördenangaben binnen eines Jahres nahezu verdoppelt. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden bereits 6404 Quadratkilometer Wald zerstört.

Dies teilt das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) am Sonntag (Ortszeit) mit. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 3367 Quadratkilometer gewesen. Das bedeutet einen Anstieg um rund 90 Prozent.

Land recently burned and deforested by cattle farmers stands empty near Canutama in Amazonas state, Brazil, Monday, Sept. 2, 2019. The Brazilian Amazon saw 30,901 fires in August, the highest for the month since 2010, according to Brazil’s National Institute for Space Research, drawing international criticism over the government’s approach to environmental issues and its pro-business agenda. (AP Photo/Andre Penner)

Die Abholzung im Amazonasgebiet hat sich innert eines Jahres fast verdoppelt. Bild: AP

Allein im August wurden Satellitendaten zufolge 1700 Quadratkilometer Amazonas-Regenwald vernichtet – mehr als dreimal so viel wie im August 2018. Die Experten gehen davon aus, dass bis zum Jahresende insgesamt 10'000 Quadratkilometer Wald zerstört werden.

Ausweitung der Anbaufläche

Der ultrarechte brasilianische Staatspräsident Jair Bolsonaro ist eng mit der Agrarlobby verbündet und hat Umweltschutzauflagen gelockert. Brasilianische Bauern durften zuletzt nicht mehr fünf, sondern 20 Hektar Fläche abbrennen. Die Behörden, die illegale Rodungen verhindern sollen, wurden unter Bolsonaro geschwächt. Immer grössere Waldflächen werden daher gerodet und anschliessend abgebrannt, um Platz für die Landwirtschaft und Viehzucht zu erhalten.

Von Januar bis Ende August wurden in Brasilien nach Angaben von Inpe insgesamt 88'816 Feuer registriert, davon mehr als die Hälfte im Amazonasbecken. Das ist die höchste Zahl seit 2010, als im gesamten Jahr mehr als 132'000 Waldbrände gezählt worden waren. Experten befürchten, dass die Zahl der Brände im Amazonasgebiet in diesem Monat noch deutlich zunehmen wird. Demnach liegt der Höhepunkt der Rodungen im Juli, die der anschliessenden Brände im September. (mim/sda/afp)

Brände im Amazonas-Gebiet

1.35 Millionen Hektare abgeholzt

Play Icon

Das könnte dich auch interessieren:

CVP fährt grosse Negativ-Kampagne gegen andere Parteien – die Reaktionen sind heftig

Link zum Artikel

Wo du in dieser Saison Champions League und Europa League sehen kannst

Link zum Artikel

Migros Aare baut rund 300 Arbeitsplätze ab

Link zum Artikel

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

YB droht Bickel mit Gericht, nachdem er als Sportchef 40 Mio. verlochte

Link zum Artikel

Warum wir bald wieder über den Schweizer Pass reden werden

Link zum Artikel

«Ich hatte Sex mit dem Ex meiner besten Freundin…»

Link zum Artikel

Die amerikanische Agentin, die Frankreichs Résistance aufbaute

Link zum Artikel

Matheproblem um die Zahl 42 geknackt

Link zum Artikel

Wie gut kennst du dich in der Schweiz aus? Diese 11 Rätsel zeigen es dir

Link zum Artikel

«In der Schweiz gibt es zu viel Old Money und zu wenig Smart Money»

Link zum Artikel

So schneiden die Politiker im Franz-Test ab – wärst du besser?

Link zum Artikel

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • malu 64 10.09.2019 02:16
    Highlight Highlight Im Prinzip ist es das Problem Brasiliens. Aber wenn an der Lunge aller Lebewesen herumgeschnipselt wird und komplexe Ökosysteme, mit einer einzigartigen Flora und Fauna zerstört werden, sollten wir unbedingt etwas unternehmen. Aber wie können wir etwas bewirken?
  • Tjuck 09.09.2019 15:21
    Highlight Highlight Aber der Praktikant von Watson widersprach kürzlich in einem Artikel auf Watson diesem Szenarium, indem er darauf hinwies, dass die ANZAHL (es kommt zwar auf die Fläche an, nicht auf die Anzahl) der Brände gegenüber dem Schnitt der letzten 10 Jahre um "bloss" 8% zugenommen hätte. Und dass diese Zunahme gar keine Zunahme sei (?!). Und der durchschnittliche Watson-Leser dankte ihm für seine "wohltuende Objektivität", und dass er nicht in die allerorten losbrechende Klimahysterie verfalle.
    • Milan Marquard 10.09.2019 00:03
      Highlight Highlight @Tjuck: Abholzung ist nicht dasselbe wie Waldbrand.
  • wolge 09.09.2019 13:54
    Highlight Highlight Was Bolsonaro hier betreibt ist meines Erachtens nicht nur Umweltzerstörung und Artenausrottung sondern langfristig auch ein Völkermord...
  • El Tirador 09.09.2019 12:28
    Highlight Highlight Diese bösen Umweltschützer sind also neu doppelt so effizient Bäume anzuzünden, nur damit sie mehr Kohle kriegen.
    Und morgen werden sie dann doppelt so viele Elefanten schiessen, wie bisher.

    *Ironie off
  • Auric 09.09.2019 08:33
    Highlight Highlight Der amtierende Umweltminister Brasiliens kann das nicht bestätigen
    Nach ihm sind auch die Brände diese Jahr nur stärker als die letzten beiden Jahre weil es diese Jahr wesentlich trockener war, vom Regenwald den die Portugiesen vor 500 Jahren vorgefunden haben stehen auch noch 84%, das kann man von den Europäischen Wäldern nicht behaupten.
    Was er aber auch noch gesagt hat ist das die neue Regierung die staatlichen Zuschüsse an all die vielen NGOs gestrichen hat, und das erklärt natürlich warum Brasilien zur Zeit von allen westlichen Medien in den Dreck gezogen wird
    Play Icon
    • Doppelpass 09.09.2019 10:07
      Highlight Highlight Der amtierende Umweltminister kann nicht bestätigen...
      ...klar kann er das nicht. Würde er das tun, wäre er sehr bald nicht mehr amtierend.
    • Lamino 420 09.09.2019 11:39
      Highlight Highlight Der Stopp der Zuschüsse zeigt eigentlich, wie egal es der Regierung ist.
    • Auric 09.09.2019 14:36
      Highlight Highlight @Lamino:

      Hast recht, man sollte den Staat auf das absolute minimum reduzieren und alles an die globalen NGOs und Medienanstalten deligieren.

      Die Hohenpriester des Ökoloigismus werden es dann richten. (oder uns hinrichten...)

Ein Paar in Brasilien pflanzte 20 Jahre lang Bäume – und lebt jetzt in einem Wald

Es ist eines der grössten Aufforstungsprojekte der Welt: Das Ehepaar Salgado pflanzte in 20 Jahren einen 68 Millionen Quadratmeter grossen Wald. Sie haben bewiesen, dass der Klimawandel nicht nur gestoppt, sondern auch rückgängig gemacht werden kann.

Anfang der 90er-Jahre wurde der brasilianische Fotografjournalist Sebastiao Ribeiro Salgado nach Ruanda geschickt, um über den schrecklichen Völkermord zu berichten. Das vor Ort Erlebte traumatisierte ihn schwer. 1994 kehrte Salgado in seine Heimat zurück. Er hoffte zu Hause in Minas Gerais, wo er von einem üppigen Wald umgeben aufgewachsen war, Ruhe und Erholung zu finden.

Statt des Waldes aber fand er kilometerweit staubiges und karges Land vor. In wenigen Jahren fand in seiner Heimatstadt …

Artikel lesen
Link zum Artikel