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Bolsonaro im Regenwald in Brasilien.

Bild: Keystone/watson

Waldbrände im Amazonas: Bolsonaro krebst zurück – und greift Macron gleichzeitig heftig an



Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat eingeräumt, dass die massiven Waldbrände im Amazonas möglicherweise illegal von Landwirten gelegt wurden. Zugleich verwahrte er sich aber gegen internationale Einmischung.

Die Länder, die Geld an Brasilien zahlten, schickten es nicht aus Grosszügigkeit, sagte er in einer Facebook-Sendung: «Sie schicken es mit dem Ziel, unsere Souveränität zu beschneiden.» Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Uno-Generalsekretär Antonio Guterres hatten zuvor auf Twitter ihre Sorgen wegen der Feuer zum Ausbruch gebracht, die in diesem Jahr so gross sind wie nie zuvor.

Bolsonaro kritisierte Macron wegen dessen Äusserungen zu den Amazonas-Waldbränden scharf. Er warf Macron am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter eine «kolonialistische Mentalität» vor. Macron wolle beim G7-Gipfel in Biarritz über die Feuer sprechen, ohne dass die Länder der Amazonas-Region dabei seien.

Der ultrarechte Präsident beschuldigte Macron zudem, eine «innere» Angelegenheit Brasiliens und anderer Staaten im Amazonasgebiet «instrumentalisieren» zu wollen, um «persönlichen politischen Profit» daraus zu schlagen. Macrons «sensationsgieriger Ton» trage nicht zur Lösung des Problems bei, schrieb Bolsonaro.

Thunberg-Bewegung ruft zu Demos auf

Zudem warf er Macron vor, für seinen Tweet ein falsches Bild verwendet zu haben. Tatsächlich zeigt das Foto nicht die aktuellen Brände und ist schon Jahre alt. Es stammt vom US-Fotografen Loren McIntyre, der bereits 2003 starb. In der aktuellen Debatte über die Brände wird das Bild häufig gepostet, zuletzt auch von Hollywoodstar und Umweltaktivist Leonardo DiCaprio.

Die Klimaschutzbewegung «Fridays for Future» rief für Freitag zu Demonstrationen vor brasilianischen Botschaften und Konsulaten unter dem Motto «SOS Amazonas» auf. Die von der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg initiierte Bewegung warf Bolsonaro vor, mit seiner Umweltpolitik zu den Feuern beizutragen. Dessen Regierung sehe den Amazonas-Regenwald lediglich als «Milchkuh».

Staatsanwälte ermitteln

Der französische Präsident Macron hatte die schweren Waldbrände im Amazonasgebiet am Donnerstag als «internationale Krise» bezeichnet. Er kündigte an, mit den anderen G7-Mitgliedern beim Gipfel in Biarritz am Wochenende «über diesen Notfall» zu sprechen. Brasilien ist bei dem Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben wichtigsten Industriestaaten nicht dabei.

Brasilianische Staatsanwälte wollen wegen der Brände Ermittlungen einleiten. Angesichts der zunehmenden Zerstörung des Urwaldes gehe es darum zu untersuchen, ob der Umweltschutz vernachlässigt worden sei, teilte die Strafverfolgungsbehörde mit. Weltweit kritisieren Umweltschützer die Abholzung des Regenwaldes, der auch als «Lunge der Welt» bezeichnet wird.

Ecuadors Staatschef Lenín Moreno bot Bolsonaro derweil an, Feuerwehrleute zu entsenden, um die Waldbrände zu bekämpfen.

Präsident Bolsonaro hatte zuletzt nahe gelegt, Umweltschützer hätten die Brände gelegt, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und seine Regierung in ein schlechtes Licht zu rücken. Naturschützer hingegen gehen davon aus, dass Farmer mit den Feuern neue Weideflächen erschliessen. Sie könnten sich von Bolsonaro ermutigt fühlen, der sich für den Regenwald vor allem wegen dessen ungenutzten wirtschaftlichen Potenzials interessiert.

Neue Flächen für Agrarindustrie

In Brasilien wüten derzeit die schwersten Waldbrände seit Jahren. Seit Januar nahmen die Feuer und Brandrodungen im grössten Land Südamerikas im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 83 Prozent zu, wie die Zeitung «Folha de S. Paulo» berichtete. Insgesamt wurden demnach 72'843 Brände registriert. In den meisten Fällen waren Flächen in Privatbesitz betroffen, aber auch in Naturschutzgebieten und indigenen Ländereien brechen immer wieder Feuer aus.

Unter dem ultrarechten brasilianischen Präsidenten Bolsonaro hat sich die Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes massiv beschleunigt. Allein im Juli war die Fläche des zerstörten Waldes nach offiziellen Angaben um fast das Vierfache höher als im gleichen Monat des Vorjahres. Bolsonaro ist Klimaskeptiker und Freund der Agrarindustrie, die neue Flächen für den Anbau von Soja und die Rinderzucht benötigt. (sda/afp/reu/dpa)

Grösste Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alexander Stebler 24.08.2019 10:03
    Highlight Highlight Wichtig ist zu erkennen, dass dies alles mit unserem Konsum zu tun hat. Wann erwachen wir endlich? Auch die Nutztiere in Europa fressen zu einem grossen Teil Soja aus Brasilien. Anders wären diese Mengen gar nicht produzierbar. Und wenn sie einheimisches Kraftfutter fressen, steht dieses auch in der direkten Konkurrenz zur Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln für den Menschen.
    Die Schweizer Bauern importieren über 200'000 Tonnen Soja und rund 5000 Tonnen Palmöl. Jährlich!
  • Dr Chütlybuur 24.08.2019 00:25
    Highlight Highlight Tage mit tödlicher Hitze.
    Da geht ganz viel Brasilien verlohren.

    https://encrypted-tbn0.gstatic.com/images?q=tbn:ANd9GcSVHrgIiPVEt68kD8Bl1iIn54FEIVTOti4m4lBYxulSObTKW6GdIw

    Bravo Mr. Bolsonaro. Wie wird die Geschicht über Sie schreiben?

    Was ist an der Hitze den so gefährlich? Daß der menschliche Körper bei ca.40°C und einer Luftfeuchtigkeit von ca.80% nicht mehr schwitzen kann. Ergebnis ist altersunabhängig flatline.
  • Nicosinho 23.08.2019 13:42
    Highlight Highlight was für ein Neandertaler dieser Bolsonaro....
  • Pipo Pipo (1) 23.08.2019 13:37
    Highlight Highlight Das haben wir der rechten Wirtschaftselite zu verdanken. Diese wollten ja unbedingt eine Deregulierung der Umwelt-Gesetze in Brasilien haben, damit der Amazonas ausgeplündert werden kann. Hätten all die Think-Tanks und die Geheimdienste nicht nachgeholfen, wäre Bolsonaro nie an die Macht gekommen!
  • Arneis 23.08.2019 13:27
    Highlight Highlight Trump ist bis heute, trotz besserem Wissen, nicht angeklagt. Warum sollte sich so gesehen Bolsonaro um irgendwas kümmern? Mir passiert ja nichts.
  • Herr Kules 23.08.2019 13:19
    Highlight Highlight "Es geht darum, zu untersuchen, ob der Umweltschutz vernachlässigt wurde"

    Ich lass das einfach mal so stehen.
  • simiimi 23.08.2019 13:00
    Highlight Highlight Unsere Politiker sollten sich ein Vorbild an Bolsonaro nehmen: Als einer der ganz wenigen Vertreter seiner Zunft, verfällt er angesichts einiger quengelnder Kinder nicht in Klimahysterie, und wirft deswegen seine Wahlversprechungen über Bord. Es gibt zwar nicht viele Politiker von seinem Schlag, mit ihm und Trump sind es zumindest zwei mit grossem Einfluss.
    • Magnum 23.08.2019 14:21
      Highlight Highlight Genau: Wir sollten alle wieder nach der Devise "nach uns die Sintflut, was kratzt es uns, ob dieser Planet in 50 Jahren bewohnbar ist" leben, denn das verspricht viel mehr Spass und Genuss. Scheisst auf die quengelnden Kinder, die sich Sorgen um das Klima machen. Betreibt Raubbau, konsumiert wie irr und macht über jene lustig, welche vor den Konsequenzen dieses Handelns warnen. Denn Moral und Anstand kann man im Unterschied zu einem geilen Steak nicht fressen.

      Ich hingegen kann gar nicht so viel fressen, wie ich angesichts dieses dümmlichen Kommentars kotzen möchte.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 23.08.2019 18:46
      Highlight Highlight Nö, er zerstört lieber gezielt die Umwelt, um seiner Klientel noch etwas mehr Einnahmen zu bieten.
      Die indigene Bevölkerung ist ihm egal.
      Und von wegen Beispiel nehmen, Politiker, welche faschistische Diktaturen verherrlichen, gehören ohne wenn und aber aus ihrem Amt entfernt.
      Denn sie wollen die Demokratie nicht und sie ist ihnen ein Dorn im Auge.
  • Magnum 23.08.2019 12:02
    Highlight Highlight Die Bedrohung der Regenwälder wird wesentlich durch globale Produktionskreisläufe mitverursacht. Insofern ist dies ein globales Problem und KEINE innere Angelegenheit Brasiliens. Gleichwohl müssen die Amazonas-Anrainer mit einbezogen werden.

    Derjenige, der eine koloniale Gesinnung zeigt, ist in dieser Angelegenheit aber Bolsonaro: Er will den Regenwald intensiver wirtschaftlich nutzen, und seine Anhänger dringen in die letzten Rückzugsgebiete indigener Völker vor, um sich an den Reichtümern ihres Lebensraums zu bedienen. Das ist nichts anderes als Binnenkolonialismus.
  • giramor 23.08.2019 11:42
    Highlight Highlight Traurig! Abgesehen davon das unser Ökosystem stark betroffen ist (Was es zu einer Angelegenheit macht die uns alle betrifft!). Was geschieht mit dem zuhause von vielen vielen Einheimischen des Amazonas? Wohin gehen die? Was geschieht mit ihnen? All das weil gewisse Menschen zu gierig sind? Ihre Essens Vorräte einfach abgebrannt. und was ist mit all den Tieren die ebenfalls ihr zuhause verlieren?Der Amazonas ein wunderschönes Geschenk von der Natur und wir haben einen Mann der keine Verantwortung übernimmt und schon gar keinen Respekt gegenüber seinen Mitmenschen, seinem Land oder Natur zeigt
  • Boogie 23.08.2019 11:35
    Highlight Highlight Ich kann es kaum glauben, dass wir uns nach Trump nun auch noch mit Bolsonaro aka Trum Nr. 2 rumschlagen müssen.
  • Prügelknabe 23.08.2019 11:15
    Highlight Highlight Der Regenwald wenn es nach Bolsonaro geht:

    Benutzer Bild
  • DangerousMind 23.08.2019 10:53
    Highlight Highlight Ich halte dafür, dass ein Staat wie Brasilien zwar Eigentümer (eines Teils) der ökologisch wichtigen Wälder sind, da das Interesse am Erhalt derselben jedoch global ist, müssen alle Mitspracherecht haben, wenns um die Art der Nutzung und des Schutzes geht. Ebenso dessen Finanzierung.
    Staaten sollten mit mindestens teilweisem Souveränitätsentzug bestraft werden, wenn sie durch ihr Handeln die Zukunft der gesamten Erde schädigen. Bleibt aber die Frage, wer dann die Führung eines solchen Landes(teils) übernehmen darf und soll. Ich plädiere für Wissenschaftler...
    • Puki 23.08.2019 11:11
      Highlight Highlight Wer bestimmt das? Geht es "nur" um die Waldzerstörung oder andere Themen? Wie gross ist denn der Ressourcenverbrauch eines durchschnittlichen Europäers und die eines Bewohners eines dieser Amazonasländer?
      Darf dann Brasilien im Gegenzug auch einen Baustopp in den Alpen verlangen und dass das Mittelland wieder aufgeforstet wird?
  • roger.schmid 23.08.2019 10:49
    Highlight Highlight Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!

    https://act.campax.org/petitions/kein-schweizer-freihandelsabkommen-mit-amazonas-zerstorer-bolsonaro
  • bossanova 23.08.2019 10:44
    Highlight Highlight Macron‘s Photo zum brennenden Regenwald stammt von einen Photografen der 2003 gestorben ist.
    peinlich Macron peinlich so wird dem Regenwald nicht geholfen
    #actforamazonia #dontprayforamazonia
    Benutzer Bild
    • Magnum44 23.08.2019 11:19
      Highlight Highlight Natürlich schon elementar, ob das Bild des brennenden Waldes aus 2003 oder 2019 stammt.
    • Magnum 23.08.2019 12:05
      Highlight Highlight Das steht so auch im Artikel, @brasil urgente. Gibt es abgesehen von der Bildwahl noch weitere Angriffsflächen gegen Macron? Und wie schaut es mit den Angriffsflächen bei einem evangelikalen, krass homophoben Verklärer des Militärregimes aus, der deutlich gemacht hat, dass für ihn (und unter ihm...) im Amazonas die wirtschaftliche Ausbeutung klar Priorität vor dem Schutz hat?
    • El Vals del Obrero 23.08.2019 12:11
      Highlight Highlight Das stimmt ja sicher, aber das Problem ist deswegen trotzdem nicht gelöst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DangerousMind 23.08.2019 10:43
    Highlight Highlight Macron mit Kolonialistenmentalität: Ja, Tatsache, man schaue auf die Geschichte Frankreichs. Und Einmischung in andere Länder Angelegenheiten: Ja... Auch nichts Neues, machen alle Grossländer oder 'Gebilde' wie die NATO, die sich der eigenen Definition von höherem Interesse verschreiben.
    Alles Vorwürfe die aber eigentlich 'nur' geschichtliche Tatsachen sind. Armselig, zeugt von kompletter Unkenntnis der Zeit vor Bolsonaro...
  • Delg. 23.08.2019 10:06
    Highlight Highlight Bolsonaro = Mister Burns
  • paule 23.08.2019 10:06
    Highlight Highlight Dummes Volk bekommt Dumme Staatschefs und die machen dann das Dümmste was sie können, Hauptsache Macht ausgeübt und nach Ami-Methode möglichst schnell Geld verdient.
    • Chatzegrat Godi 23.08.2019 13:17
      Highlight Highlight Wir haben auch halbschlaue Politiker - dem Volk in erster Linie die Schuld zu geben ist etwas weit hergeholt!
    • Kruk 23.08.2019 13:18
      Highlight Highlight Das ist nicht gerade nett gegenüber den Brasilianern und Amerikanern die anders gewählt haben.
      Und sowieso, die schuld der Dummen ist es nicht, dass es kriminelle Regierungen gibt.
  • Der Tom 23.08.2019 09:37
    Highlight Highlight Bolsonaro ist ein verrückter der vor Gericht gehört! aber den einen Spruch von ihm fand ich gut. Er soll angeblich gesagt haben: Frau Merkel nehmen Sie diese Kohle und forsten Sie Deutschland wieder auf! Es gibt noch andere Länder die Wald zerstören! Alle sollten aufhören und aufforsten! Jetzt!
  • Silent_Revolution 23.08.2019 09:26
    Highlight Highlight Was bei der Amazonasproblematik stets ignoriert wird, ist der immense Anteil an Brandrodungen für den Drogenanbau (hauptsächlich Kokain), speziell in Peru und Kolumbien, aber auch in Brasilien.

    Durch die illegale Situation ziehen die Banden ständig weiter, um nicht entdeckt zu werden. Sie setzen auf Monokulturen, was den Böden zusetzt, kippen überschüssige Chemikalien in den Amazonas und die Behörden aller Welt führen mit umweltschädlichen Methoden (bsp Eradikation) einen sinnlosen Krieg gegen die Umwelt. Drogen werden derweil überproduziert um trotz der Verfolgung den Markt zu sättigen.
  • Leckerbissen 23.08.2019 09:22
    Highlight Highlight Ich bin weder Ökofreak noch unterstütze ich die Klimabewegung - ich stehe da eher kritisch gegenüber. ABER was ich da sehe, wie die Bäume lichterloh brennen, Tiere verrecken und ein Staatschef mit dieser Ignoranz auftritt - das schmerzt extrem. Südostasiatischer Regenwald verschwindet, Amazonas verschwindet, der Regenwald im Kongo wächst auch nicht..echt tragisch. Ein Besuch des Taman Negara in Malaysia vor einigen Jahren hat mich auf dieses Thema sensibilisiert. Aber im Reservoir wird einem auch schöne Welt vorgegaukelt und am Flussufer vis a vis wird auch abgeholzt. Schlimm
  • joerckel 23.08.2019 09:09
    Highlight Highlight Der Trump Brasiliens hat, wie sie Vorbild, bis heute nichts gelernt und genießt es zu dem offenbar, weiterhin sein denkbar schlechten Image weiter auszubauen. Wie Trump eben
  • Quecksalber 23.08.2019 09:08
    Highlight Highlight Ich mag plötzlich kein Fleisch mehr essen, vor allem nicht, wenn ich die Herkunft nicht kenne.
  • Jacques #23 23.08.2019 08:55
    Highlight Highlight Und unsere SVP ist froh, dass man endlich nicht mehr über das Klima spricht... Unwählbar!
    • Yummy 23.08.2019 11:49
      Highlight Highlight Klimahype ≠ Umweltschutz
    • Chatzegrat Godi 23.08.2019 13:18
      Highlight Highlight das ist zu einem Teil so, aber was da in Brasilien abgeht ist doch noch eine extremere Stufe.
  • blueberry muffin 23.08.2019 08:52
    Highlight Highlight Bolsonaros hat ja schon vor seiner Wahl gesagt: "Warum sollten wir die Welt beschützen für die andern".

    Babyboomer in a nutshell.
  • beaetel 23.08.2019 08:46
    Highlight Highlight Da Europa schon seine Urwälder abgeholzt hat, und nach Palmöl wie Soya für ihren „Biodiesel“ und ihr täglich Fleisch gieren, gibt es eigentlich nur eine Möglichkeit diesem Treiben ein Ende zu setzen. Verzicht auf Fleisch oder dafür sorgen, dass dieses nur mit einheimischem Gras gefüttert worden war. Politisch sollte man die Einfuhr von Kraftfutter europaweit verbieten. Ebenso der Import von Fleisch aus Südamerika. Dann rentiert es schnell nicht mehr, unsere Lungen zu verbrennen. An die Intelligenz kann man ja bei den Verursachern nicht appellieren, da scheinbar nur Geld im Kopf ...
    • rodolofo 23.08.2019 09:35
      Highlight Highlight 1. Wir haben in der Schweiz einen vorbildlichen Wald-Schutz (den man allerdings weiter verbessern müsste, denn die Pflege der Wälder wird in den Zeiten des Klimawandels immer schwieriger und aufwendiger, da traditionelle Baumarten nicht mehr "funktionieren", neue Baumarten gesucht und ausprobiert werden müssen und invasive "Neophyten" sich breit machen)!
      2. Abholzungen wirken sich im heftigen tropischen- und subtropischen Klima ungleich katastrophaler auf die Natur und auf das Weltklima aus, als im gemässigten-, oder mediterranen Klima!
      3. Es ist erlaubt, aus Fehlern klüger zu werden...
    • Hans Jürg 23.08.2019 10:56
      Highlight Highlight "Zwischen 1985 und 2013 hat sich das Waldareal in der Schweiz insgesamt um knapp 115‘000 ha oder im Durchschnitt 4‘105 ha pro Jahr ausgedehnt. Davon betroffen sind zu fast 90 % die Regionen der Alpen und Alpensüdseite, wo viele Bergbauern die Bewirtschaftung von Alpweiden und wenig produktiven Vegetationsflächen bereits vor Jahren aufgegeben haben."

      Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU

      Also zumindest die Schweiz kann sich wenigstens bezüglich Wald also nicht vorwerfen lassen, wir würden nicht auch vor der eigenen Haustüre kehren.
  • Nik G. 23.08.2019 08:21
    Highlight Highlight Dann sollen alle Staaten sofort die Hilfszahlungen einstellen! Mal schauen was dann dieser "nette Mensch" macht.
    • Puki 23.08.2019 09:10
      Highlight Highlight Welche Hilfszahlungen? Du weisst aber schon, dass Brasilien die 9. Grösste Volkswirtschaft der Welt ist... die Staaten sollten einfach keine Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten abschliessen ohne verbindliche Umweltschutzziele oder noch besser, einfach dafür sorgen, dass kein Fleisch oder Soja aus diesen Ländern mehr importiert werden darf. Aber warte mal, dann betrifft es ja uns selber. Nee, einfach weiter die Schuld den Anderen geben und nichts ändern
  • bossanova 23.08.2019 08:14
    Highlight Highlight Bolsonaro war über 20 Jahre Hinterbänkler im brasilianischen Parlament war vorher untergeordneter Berufsmilitär und ist Evangelikaler.
    Er hat keinerlei Qualifikation ausser einer grossen Klappe um das Präsidentenamt auszuführen und ein bescheidenes Allgemeinweissen.
    Er wurde nur gewählt weil Lula aus Gründen nicht zur Wahl zugelassen wurde und die Linke sonst niemanden zu bieten hatte.
  • hämpii 23.08.2019 08:12
    Highlight Highlight Und wenn es dann einmal zu spät ist um noch etwas ändern zu können werden alle mit dem Finger auf jemand anderen zeigen und sägen "der ist Schuld, ich wollte ja etwas dagegen tun..."
  • banda69 23.08.2019 08:11
    Highlight Highlight Und was meint unser aller SVP Bundesrat Ueli Maurer zu Bolsonaro?

    "Es ist nicht unsere Aufgabe, andere Länder zu kritisieren".

    Wie immer bei der SVP. Geld kommt vor Mensch und Umwelt.


    Quelle: www.watson.ch/wirtschaft/kommentar/228794559-wir-muessen-ueli-maurer-dankbar-sein-er-entlarvt-die-heuchelei-am-wef

    Benutzer Bild
  • Zeit_Genosse 23.08.2019 07:50
    Highlight Highlight Gestern mit jemandem Gesprochen aus dem Land. Die europäische Umweltmentalität wird dort kaum verstanden. Dort bekämpft man die Natur als etwas wildes das gezähmt und genutzt werden soll. So erklärt sich, dass im Amazonasland die Leute die Feuer nicht als Weltproblem, sondern als regionale Chance sehen.
    • bytheway 23.08.2019 08:20
      Highlight Highlight Und du glaubst tatsächlich, dies sei die allgemeine Meinung in Brasilien?
    • blueberry muffin 23.08.2019 08:55
      Highlight Highlight "Wie, meine Kinder sterben auch am Klimawandel? Egal, cash now".

      Fairerweise, nicht anders als die Rechten hier. Darum brauchts wohl auch Kugeln statt Worte, hier dort und überall. Eine lebenswerte Welt für unsere Kinder muss erkämpft werden.
    • beaetel 23.08.2019 08:57
      Highlight Highlight Die Natur wird und wurde bei uns auch als etwas zu bändigen betrachtet. Jedes Jahr wird in D eine Fläche so gross wie München denaturiert und Nadelbäume, die in den hohen Norden gehören angepflanzt, anstatt Laubwälder, Nadelplantagen! Fände der Umweltschutz bei uns eine Mehrheit, wären die Grünen schon lange in der Mehrheit. Naturschutz wird aber von der Mehrheit immer noch als Splin einer komischen kleinen Gruppe angeschaut. Im Herbst sind Wahlen, dann werden wir sehen, wie grün unsere Bevölkerung angehaucht ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dark Circle 23.08.2019 07:49
    Highlight Highlight Hat Bolsonaro nicht schon vor Amtsantritt einmal gesagt, der Regenwald sei ihm nicht so wichtig und dass er lieber mehr wirtschaftliche Nutzflächen hätte? Ein Schelm wer böses denkt....
  • Kateforever 23.08.2019 07:42
    Highlight Highlight Ich bin erschüttert.

    Bolsonaro ist Klimaskeptiker und Freund der Agrarindustrie, die neue Flächen für den Anbau von Soja und die Rinderzucht benötigt. (sda/afp/reu/dpa)

    AN ALLE!!! Wir sind schuld! Isst endlich wieder das, was eure Region anbietet! Wenn ihr Fleisch mögt, geht zum Metzger welcher das Fleisch vom Bauer in der Region nimmt und wenn ihr Fleischlos/Vegan leben möchtet, es gibt genug Alternativen zu Soja.

    Unser Konsumverhalten führt zu solchen Katastrophen!
    • MarGo 23.08.2019 08:01
      Highlight Highlight Mit ziemlicher Sicherheit wird auch das Vieh des "Metzgers des Vertrauens" mit Kraftfutter gefüttert - also Soja-Schrot... Das nachzuverfolgen halte ich für sehr schwer, aber nicht unmöglich.

      Soja für den Direktverzehr (für den Menschen) kommt nicht aus dem Regenwald.... warum glauben das denn alle?? Du wirst in Europa keinen Tofu finden, der nicht aus gentechfreiem, europäischen Soja hergestellt wird... meist noch Bio (Österreich, Frankreich, sogar in der Schweiz)
      Regenwaldsoja geht in die Ölgewinnung / Futtermittelindustrie....
    • Dschutsch 23.08.2019 08:03
      Highlight Highlight Kann ich nur zustimmen!
    • Kateforever 23.08.2019 08:36
      Highlight Highlight Damit hast du wohl recht. Aber die Welt besteht nicht nur aus Europa.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mira Bond 23.08.2019 07:31
    Highlight Highlight Das ist doch keine innere Angelegenheit; der Amazonas geht uns mit seiner Auswirkung auf das weltweite Ökosystem alle etwas an. Von Einmischung kann da wohl nicht die Rede sein!
    • Petitsuisse 23.08.2019 07:54
      Highlight Highlight Stimmt, aber so einem wie Bolsonaro dermassen in die Parade zu fahren ist einfach nur dumm. Da könnte man von Macron mehr Fingerspitzengefühl erwarten Oder es steckt was anderes dahinter.
    • Puki 23.08.2019 08:10
      Highlight Highlight Einfach zu sagen, wenn man die eigenen Wälder schon vor langer Zeit abgeholzt hat. Brasilien könnte ja auch sagen, England oder Spanien sollen ihre Wälder wieder aufforsten. Was wäre wohl die Antwort? Ausserdem, wer kauft denn die "Produkte", die darauf angepflanzt werden und darauf weiden? Was denkst du was der Grund ist für die Brandrodungen? Einfach nur ein Spinner, der den Wald hasst und darum grundlos abfackelt?
    • iHero 23.08.2019 08:59
      Highlight Highlight ^ This!

      Nur weil der Amazonas zufällig in seinem Land liegt, kann er nicht erwarten, dass die Welt schweigend zusieht. Erst recht nicht, wenn er auch noch zugibt, dass der Grund von ihm selbst geduldete ILLEGALE Brandrodungen sind.

      Solche Menschen haben an der Macht nichts zu suchen.
  • Nilda84 23.08.2019 07:06
    Highlight Highlight Mein Herz blutet... Mein schönes Land... 💔
  • dommen 23.08.2019 06:52
    Highlight Highlight Sehr gut, es tut sich u.a etwas, weil die ganze Welt live zuschaut und so Druck zum Handeln entsteht. "Damals" in den nostalgisch verklärten 80er/90ern wäre das im dieser Form nämlich noch nicht möglich gewesen.
    • blueberry muffin 23.08.2019 08:58
      Highlight Highlight Die Medien berichten auch nur drüber wegen Twitter. Otto normal Bürger hat viel mehr Einfluss als er glaubt.
  • Töfflifahrer 23.08.2019 06:33
    Highlight Highlight Zu Bolsonato fällt mir bloss ein, wahnsinnige können Präsident und Ministerpräsident werden, Trio: Trump, Johnson, Bolsonaro und 🤷‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️🤦‍♂️
    • Mira Bond 23.08.2019 07:31
      Highlight Highlight Erdogan?
    • eigiman 23.08.2019 07:37
      Highlight Highlight Putin?
    • büropflanze 23.08.2019 08:04
      Highlight Highlight Orban
    Weitere Antworten anzeigen
  • _kokolorix 23.08.2019 06:31
    Highlight Highlight Aber Bolsonaros haltlose Beschuldigungen von Linken, NGOs und Indigenen sind natürlich eine substantielle Massnahme um das Problem zu lösen.
    Ach nee, alles klar...

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