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Das sind die letzten Aufnahmen von Tatiane Spitzner.  Bild: screenshot youtube/Tribuna do Paraná

Mann prügelt seine Frau zu Tode – dieses Video schockt Brasilien

09.08.18, 06:19 09.08.18, 10:20


Es sind grausame Szenen, die von Sicherheitskameras in Brasilien aufgenommen wurden. Ein Mann schlägt und tritt in einer Garage immer wieder auf seine Frau ein. Sie versucht zu fliehen, doch er zwingt sie, in den Aufzug zu steigen. Dort geht die Tortur weiter. Es sind die letzten Bilder von Tatiane Spitzner.

Weniger als 20 Minuten später taucht Luís Felipe Manvailer wieder vor den Kameras auf – und zwar alleine. Er trägt den blutüberströmten, leblosen Körper seiner Frau vor dem Wohnhaus weg. Sie sei vom Balkon gesprungen, wird er bei der Vernehmung zu Protokoll geben. Selbstmord. Später ist noch zu sehen, wie er Blutflecken an den Wänden des Lifts beseitigen. 

Das Video der Sicherheitskamera

Video: YouTube/Tribuna do Paraná

Nicht zu sehen ist der Kampf, der sich in der Wohnung abspielte. Während 15 Minuten hörten die Nachbarn die Hilfeschreie der Frau, bevor sie für immer verstummte.  

Luís Felipe Manvailer wurde nach der Tat am 22. Juli umgehend verhaftet. Er wird sich vor Gericht wegen Mordes an seiner Ehefrau verantworten müssen.*

Landesweite Empörung

Die Aufnahmen wurden in der beliebten Fernsehsendung «Fantástico» ausgestrahlt. Sie lösten eine landesweite Debatte über häusliche Gewalt aus. In Brasilien ist rund jede dritte Frau davon betroffen. In mehr als 50 Prozent der Fälle sind die Täter aktuelle oder ehemalige Partner, wie The New York Times schreibt.

Maria Laura Canineu von Human Rights Watch in Brasilien kommentierte, dass diese Aufnahmen die Realität wiederspiegeln. Brasilien müsse «lernen, dass die meisten dieser Fälle vermeidbar sind». Es komme selten vor, dass beim ersten Streit ein Mord geschehe.

Meist fange es mit verbalen Streitigkeiten an. Das Ausmass an Gewalt nehme erst allmählich zu. Und genau hier müsse man früh eingreifen. Übergriffe werden aber nicht, oder nur sehr selten, gemeldet. 

Der Mord an Tatiane Spitzner bestätigt Canineus Aussagen. Ermittlungen ergaben nämlich, dass der Täter vorher nie aktenkundig in Erscheinung getreten war. Jedoch berichte eine Freundin, dass die Getötete oft Blutergüsse an den Armen hatte. Zudem soll sie ihr per WhatsApp offenbart haben, dass ihr Ehemann sie «zu Tode hasse», wie The New York Times weiter schreibt. Nie aber habe sie eine Anzeige eingereicht.

«In Brazil, we have a very good law. The problem is that it’s not being implemented.»

«Wir haben gute Gesetze in Brasilien. Das Problem ist aber, dass diese nicht umgesetzt werden.» Maria Laura Canineu, Human Rights Watch

Studentin wird in Paris auf offener Strasse geschlagen

Video: watson/Angelina Graf

Nur ein Viertel der betroffenen Frauen wendet sich an die Polizei. Stigmatisierung, wirtschaftliche Abhängigkeit oder Sorge um die eigenen Kinder nennt Maria Laura Canineu als mögliche Gründe. Hauptsächlich sind die Bürger der Überzeugung, dass der Staat nichts unternehmen werde. Und es sei tatsächlich so, dass Täter von häuslicher Gewalt oft keine Konsequenzen fürchten müssen.

Der Polizei mangelt es an Ausbildung und Ressourcen, wird Canineu von The New York Times weiter zitiert. Opfer werden  zwar auch ermutigt, sich zu speziellen Polizeistationen für Frauen zu begeben. Leider gebe es davon aber nur sehr wenige und diese haben sehr eingeschränkte Öffnungszeiten.

Und es komme auch vor, dass Frauen von der Polizei nicht ernst genommen werden. Das zeigt der Fall von einer 24-jährigen Putzfrau. Als sie die Todesdrohungen ihres Ex-Freundes meldete, wurde sie ausgelacht und verspottet. 

Im weltweiten Vergleich weist Brasilien mit 4,4 Morden auf 100'000 Frauen die siebthöchste Frauenmordrate auf. Diejenige der USA ist nur halb so hoch. 

Weckruf auf Social Media

Die Schwester der Verstorbenen hat auf Instagram eine Seite namens «TodosPorTatiane» eingerichtet. Darauf warnt sie: «Gewalt hinterlässt Spuren. Sie zu ignorieren führt zu Femizid». Insgesamt folgen ihr mehr als 112'000 Menschen.

Nachdem der schreckliche Vorfall im Fernsehen gezeigt wurde, verbreiteten sich grosses Entsetzten und Betroffenheit über Twitter. Unter dem Hashtag #metaAcolher forderten aufgebrachte Brasilianer die Leute auf, bei häuslicher Gewalt die Augen nicht zu verschliessen. Die Debatte hat sich mittlerweile weit über die Landesgrenze ausgeweitet. (vom)

* In einer früheren Version des Artikels stand, dass dem Ehemann nur 5 Jahre Gefängnis drohen. Das war nicht korrekt. 

Aktuelle Polizeibilder

Ein BH, der vor sexuellen Übergriffen schützt

Video: srf

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74
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74Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fabian Studer 09.08.2018 11:34
    Highlight Alles was ich lese ist Gewalt gegen Frauen, Hilfe für Frauen, spezielle Polizeistellen für Frauen, Frauenmordrate... Alles sehr gendernormativ und ausschliessend gegenüber nicht Frauen.

    Gerade von watson hätte ich mehr erwartet aber scheinbar stört es nicht dass Gewalt gegen Männer häufiger und gesellschaftlich akzeptierter ist.
    20 69 Melden
    • Nikolai G. 09.08.2018 12:04
      Highlight Deine Aussage Gewalt gegen Männer ist schon eher schwierig. Gewalt von Männer gegen Männer ist sicher höher. Aber die Gewalt von Männer gegen Frauen sehr warscheinlich auch gegenüber der Gewalt von Frauen gegenüber Männer.
      Es ist nicht akzeptiert sondern man(n) spricht weniger darüber, weil Männer sich weniger Männlich fühlen wenn sie angegegriffen werden. Schlussendlich das Problem von zuvielen Machos.
      17 5 Melden
    • Obey 09.08.2018 12:30
      Highlight Woher nehmt ihr nur all diese Unzulänglichkeiten, dass ihr in einem Artikel über Frauenmorde gleich whataboutism betreiben müsst? Es geht nicht um dich Fabian und deine Minderwertigkeitskomplexe. Es geht um Morde an Frauen in Lateinamerika ffs?! Gewalt an Männern is häufiger und akzeptierter? Wohl die Gewalt Männer gegen Männer, kaum Frauen gegen Männer. Und der gemeinsame Nenner sind wieder wir Männer. Wenn du das Opfer von Gewalt wurdest geh zur Polizei. Ich hoffe die nehmen dich ernster als die Frauen welche ausgelacht wurden auf dem Posten.
      32 6 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 09.08.2018 12:42
      Highlight @Fabian Studer

      Extra für Sie:
      8 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 09.08.2018 10:16
    Highlight Schrecklich, von so etwas zu hören!

    Überraschen tut es mich aber nicht. Die Karibik und Lateinamerika sind die gefährlichsten Regionen für Frauen weltweit:

    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/lateinamerika-und-karibik-laut-uno-bericht-gefaehrlichste-regionen-fuer-frauen-a-1179940.html

    Das sind übrigens alles sogenannte aufgeklärte, christliche Länder. Der angeblich so bösen und frauenverachtende Islam existiert dort kaum. Soviel zum Weltbild einiger hier.
    70 28 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 11:12
      Highlight Sie vermischen da was, die guten Christen leben im Bible Belt und Europa, in Südamerika sind die Bad hombres, drugdealer and mexican rapists
      ;-)

      Achtung, Kommentar könnte Sarkasmus enthalten.
      23 4 Melden
    • Pisti 09.08.2018 12:29
      Highlight Leider falsch! Es gibt auch für Männer keine gefährlicheren Gegenden als Mittel- und Südamerika.
      Das Frauen systematisch unterdrückt werden gibt es nur im Islam.
      5 29 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 10:09
    Highlight Im Wissen das es Blitze hageln wird, man könnte sich jetzt fragen, ob es nicht die Persönlichkeitsrechte von allen beteiligten Verletzt, das Video unzensiert zu veröffnetlichn, sowohl die Rechte des Opfers als auch des vermeintlichen Täters.
    12 25 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 11:26
      Highlight Nachtrag: Vermeintlich bezüglich des Todes der Frau, die Gewalt ihr gegenüber durch ihn vor ihrem Tod ist wohl im Video offensichtlich
      7 2 Melden
  • Gummibär 09.08.2018 09:56
    Highlight Zum Nachdenken: Die Gesetzte darüber, was mit aggressiven Hunden zu geschehen hat, sind in den meisten Fällen strenger als diejenigen, welche für aggressive Menschen zur Anwendung kommen ....
    36 18 Melden
  • Pisti 09.08.2018 09:43
    Highlight 5 Jahre für Mord? Auch wenn Brasilien lange sozialistisch war, kann ich mir das nicht vorstellen.
    10 24 Melden
  • Don Huber 09.08.2018 09:39
    Highlight Ein Mann der eine Frau schlägt ist einfach das grösste Weichei. Dieser *ç"(%"
    44 7 Melden
  • Judge Dredd 09.08.2018 09:17
    Highlight Was geht blos im Kopf solcher Täter vor? Das Anwenden von Gewalt ist wohl häufig der Ausdruck einer (geistig) überforderten Person. Wie krank muss man sein, eine körperlich unterlegene Person, welche die Gewalt nicht erwiedert, sondern nur vor dieser fliehen will, 15 Minuten in derartiger Weise zu malträtieren, bis sie stirbt?
    Etwas salop gesagt, sorry, der ist doch hochgradig gestört! Nachdem er die Gefängnisstrafe verbüsst hat, sollte erst geprüft werden, ob der wieder auf die Menschheit losgelassen werden kann. In der Schweiz wärs die Verwahrung, ich weiss nicht, ob Brasilien sowas kennt.
    33 4 Melden
    • rodolofo 09.08.2018 14:31
      Highlight Das kann nur einer verstehen, der selber ein solches abgrundtiefes Scheusal ist...
      Wie man zu einem so abgrundtiefen Scheusal wird?
      Nun, das kann wohl nur verstehen, wer selber zusammen mit abgrundtiefen Scheusalen aufgewachsen ist.
      Da wird offenbar etwas weitergegeben, von Generation zu Generation:
      Das Programm "Abgrundtiefes Scheusal"...
      6 0 Melden
  • lilie 09.08.2018 08:58
    Highlight Ich hätte gerne geschrieben, dass ich es verstörend finde, dass ein solches Video veröffentlicht wird. Wenn ich aber lese, dass jede dritte Frau in Brasilien von häuslicher Gewalt betroffen ist und Frauen, die sich in solchen Fällen an die Polizei wenden, nicht ernst genommen werden, muss ich vermuten, dass es solch entsetzliche Videos braucht, um das Ausmass des Problems ins Bewusstsein der Leute zu bringen. Wirklich beunruhigend.
    122 7 Melden
    • tostaky 09.08.2018 10:04
      Highlight Deine Argumentation für Brasilien kann ich vollkommen nachvollziehen. Ich zweifle aber an den Motiven der Watson-Redaktion, dieses Video in der Schweiz zu veröffentlichen.
      8 15 Melden
    • lilie 09.08.2018 15:46
      Highlight @tostaky: Ich verstehe, was du meinst. Natürlich muss man überlegen, ob es korrekt ist, so etwas hier zu posten. Da uns aber auch wichtige Themen in anderen Ländern sowie im Internet etwas angehen, finde ich es gerechtfertigt.

      Persönlich hätte ich es aber geschätzt, wenn das Video noch zusätzlich mit einem Warnhinweis versehen worden wäre. Trotzdem bleibt es immer noch jedem selber überlassen, ob er es sich anschauen will oder nur den Text liest.

      In Brasilien wurde das Video im Fernsehen gezeigt. Das finde ich bedenklicher (umgekehrt aber eben in Brasilien gerechtfertigter).
      5 0 Melden
  • Ril 09.08.2018 08:51
    Highlight Es hat in diesen 15 Minuten niemand Hilfe geholt, weil es nicht das erste Mal war.
    62 5 Melden
    • ~°kvinne°~ 09.08.2018 09:24
      Highlight Umso schlimmer!
      25 3 Melden
    • Jascha29 09.08.2018 09:57
      Highlight Ja und? Wenn es nicht das erste Mal ist, muss man der armen Frau nicht helfen, oder was soll diese Aussage bedeuten?
      14 20 Melden
    • Enzasa 09.08.2018 19:57
      Highlight Man mischt sich nicht in „Ehestreitigkeiten“ ein. Das ist die private Sache des Paares.

      Finde ich persönlich sehr schlimm und ist auch nicht meine Meinung
      3 2 Melden
  • who cares? 09.08.2018 08:41
    Highlight Unter diesem Artikel sind folgende Kommentare unangebracht:
    - Das Relativieren von Sexismus in unseren Breitengraden. Auch bei uns gibt es häusliche Gewalt. Ausserdem sind mildere Formen von Sexismus deswegen nicht plötzlich weniger schlimm.
    - "Auch Männer werden Opfer..." Ja, ist so, aber vor allem in Brasilien noch extremer wie bei uns, sind die Frauen die Opfer. Und das ist nicht Zufall oder, sondern gesellschaftlich systemisch. Darum ist die folglich enstandene Kampagne gegen Femizid und nicht allgemein häusliche Gewalt.
    72 21 Melden
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 09.08.2018 10:07
      Highlight @who cares
      Unterschreibe alles was sie gesagt haben, nur haben sie selber nicht gerade in der zweite Aussage relativiert, was man laut Aussage 1. gerade nicht tun soll ;-)
      17 3 Melden
    • who cares? 09.08.2018 11:29
      Highlight Ich denke nicht, dass ich die häusliche Gewalt an Männern in unserer Region oder Brasilien relativiere.

      In Brasilien wird mit der Kampagne gegen Femizid spezifisch gegen die gesellschaftlich verankerte Gewalt gegen Frauen vorgegangen. Das heisst nicht, dass häusliche Gewalt gegen Männer okay ist. Jedoch hat diese nicht denselben Ursprung. Darum macht es Sinn, die spezifisch in der Macho"-Kultur verankerten Gewalt separat von häuslicher Gewalt verursacht durch andere Gründen zu behandeln.
      9 1 Melden
  • rodolofo 09.08.2018 08:34
    Highlight Auch sehr aufschlussreich ist dieser Dok.-Film:
    http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=74922
    Weltweit herrscht immer noch das Patriarchat.
    Leider und auch wesentlich zum Leidwesen der Männer selber!
    Es gibt nämlich für mich als Mann nichts wundervolleres, als Frauen und Mädchen, die ihr Wesen wirklich ausleben und entfalten können!
    So stelle ich fest, dass es da, wo ich jetzt lebe und arbeite, am Schönsten ist!
    Die Brutalo-Realität all dieser Macho-Vollidioten weltweit kommt zwar ständig am Fernsehen, aber sie könnte mir eigentlich gestohlen bleiben.
    54 12 Melden
  • carmse 09.08.2018 08:20
    Highlight Mir fehlen die Worte...

    Zum Glück ist dieser Unmensch zu dumm, um die Sicherheitskameras zu bemerken. Die Bilder sind verstörend, die Tat unfassbar und der Tod von dieser jungen Frau völlig sinnlos, so wurde aber wenigstens dieser Abschaum schnell überführt und eine öffentliche Debatte zu einem Thema, was in Brasilien leider bei vielen zum Alltag gehört, losgetreten.

    Unbegreiflich finde ich auch, dass die Nachbarn nicht in irgendeiner Art und Weise eingegriffen haben und dass dieses Scheusal für den Mord nur 5 Jahre kassiert...

    Ruhe in Frieden Tatiane...
    38 5 Melden
  • Kronrod 09.08.2018 08:14
    Highlight Während wir uns schon über vergleichsweise milden Sexismus und Rassismus masslos empören, vergessen wir oft, dass wir vergleichsweise weit sind und es gerade in der südlichen Hemisphäre diesbezüglich noch sehr grossen Aufholbedarf gibt.
    53 69 Melden
    • NotWhatYouExpect 09.08.2018 08:40
      Highlight Ja wir sind sicher schon weit, wenn man sich die schlechteren anschaut.

      Aber wir sollten nie aufhören uns zu Verbessern und uns mit den besten vergleichen.
      69 6 Melden
    • wasps 09.08.2018 08:48
      Highlight Milder Sexismus, milder Rassismus? Abgesehen, dass das absoltuer Schwachsinn ist, stellt sich natürlich immer die Frage der Perspektive. Sie haben mit Sexismus und Rassimus anscheinend wenig Probleme, die Betroffenen sehen das anders!
      57 14 Melden
    • Bauernbrot (mit ganzen Bauern) 09.08.2018 08:58
      Highlight Es gibt leute die heulen los wenn sie sich das Bein brechen, aber andere haben Ebola.

      In etwa so hört sich Ihr Kommentar an.
      51 10 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • PhilippS 09.08.2018 08:09
    Highlight Die Nachbarn hören die Frau 15 Minuten (!!) um Hilfe schreien...!!!

    Und niemand schreitet ein oder ruft wenigstens die Polizei? Diese Gesellschaft hat wohl noch ordentlich was zu lernen...
    240 4 Melden
    • KarlWeber 09.08.2018 09:03
      Highlight Also A: Steht dass er unmittelbar nach der Tat verhaftet wurde, die Polizei war also alamiert aber wohl zu langsam.
      Und B: Wenn sie Schreie aus der Wohnung ihres Nachbaren hören, dessen Türe abgeschlossen ist, wie wollen Sie denn in diesem Fall einschreiten ???
      22 6 Melden
    • Bodicore 09.08.2018 10:09
      Highlight Es müsste schon eine Panzertüre sein wenn nach dem Sturmklingeln keiner aufmacht.

      Ich weis ja nicht wie es da drüben ist.
      Aber in der Schweiz gibt es Notstand, was mich zum eintreten der Türe berechtigt und Notwehrhilfe die mich berechtigt den Typen ausser Gefecht zu setzen. Natürlich alles im Rahmen des nötigen um nicht eine Klage wegen notwehrexzess zu bekomnen :)
      5 11 Melden
    • PhilippS 09.08.2018 10:47
      Highlight Mit grosser Wahrscheinlichkeit hätte einfaches klingeln und/oder poltern an der Türe schon den Unterschied gemacht... Ein Täter will keine Aufmerksamkeit - normalerweise.
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • René Gruber 09.08.2018 07:51
    Highlight «Gewalt hinterlässt Spuren. Sie zu ignorieren führt zu Femizid». Falsch es sollte wenn schön Homozid heissen. Auch Männer können Gewaltopfer sein, auch wenn prozentual sicher weniger vertreten!
    48 96 Melden
  • Against all odds 09.08.2018 07:45
    Highlight 15 Minuten lang hörten die Nachbarn Hilferufe...!? Und haben nichts unternommen?
    367 6 Melden
    • loquito 09.08.2018 09:44
      Highlight Krank... Bereits an der Haustüre läuten kann leben retten. Sage ich aus Erfahrung... 2X bei Nachbarn geläutet und gefragt ob alles in Ordnung sei. Sobald der Gewalttäter merkt, dass er gehört wird beruhigt er sich oser haut ab...
      15 2 Melden
    • victoriaaaaa 09.08.2018 10:03
      Highlight Das gibt es wirklich, es gab schon andere Fälle in denen z.t. über 30 Leute die ermordung eines Menschen gehört haben und nichts unternommen haben. 1.einmal gibt es vermutlich eine art von verantwortungsdiffusion:weil die zeugen wie
      ssen, das auxh andere sie hören fühlen sie sich nicht verantwortlich; 2.kann man sich in dem moment natürlich auch einreden, das man sich das nur einbilde; und 3. denke ich dass in Brasilien die beziehung zw. bürgern und polizei misstrauischer ist als z.B. in der Schweiz
      10 0 Melden
  • TheDude10 09.08.2018 07:44
    Highlight Warum sind die Nachbarn nicht eingeschritten, wenn Sie nach Hilfe schrie?
    60 2 Melden
    • Scaros_2 09.08.2018 08:21
      Highlight Was wenn eine waffe im spiel ist und er dich auch über den haufen schiesst?
      9 21 Melden
    • TheDude10 09.08.2018 09:59
      Highlight @Scaros dann verständigt man die Polizei. Oder holt seine eigene Waffe.
      6 7 Melden
    • Bodicore 09.08.2018 10:13
      Highlight Das Risiko wäre ich beteit zu tragen.
      8 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DocShi 09.08.2018 07:37
    Highlight Hoffen wir dass dieser traurige Tod der Frau tatsächlich etwas bewirkt. Dann wäre er nicht ganz umsonst.
    Ich entschuldige mich dass das etwas pietätlos rüberkommt. Ich hoffe aber dass Ihr versteht was ich meine.
    47 4 Melden
  • thelastpanda 09.08.2018 07:34
    Highlight Tragische Geschichte. Mir stellen sich dazu zwei Fragen: 1. Hat keiner der Nachbarn die Polizei gerufen? Sie haben sie ja gehört, wie sie um Hilfe gerufen hat. 2. Femizid: brauchen wir wirklich ein eigenes Wort für den Mord an Frauen? (und das frage ich als Frau)
    59 19 Melden
  • Papaya2 09.08.2018 07:29
    Highlight "Während 15 Minuten hörten die Nachbarn die Hilfeschreie der Frau, bevor sie für immer verstummte."

    Und keiner umternahm etwas...
    25 1 Melden
  • wasps 09.08.2018 07:01
    Highlight Unglaublich! Ich empfehle jeder Frau, bei der geringsten Gewaltanwendung durch den Partner die Beziehung subito zu beenden. Und an die prügelnden Partner: go to hell!
    291 7 Melden
    • DerSimu 09.08.2018 08:25
      Highlight Ich empfehle das männern auch. Es sind nicht immer die frauen die opfer.

      Just sayin'
      23 71 Melden
    • Yakari 09.08.2018 09:09
      Highlight Jedem Menschen, nicht nur jeder Frau.
      45 6 Melden
    • Ratson 2.0 09.08.2018 10:04
      Highlight Naja ich finde es nicht optimal wenn man einfach wegläuft und der Nächsten das Problem hinterlässt. Besser finde ich es, wenn man versucht zu ergründen wieso den die Gewalt entsteht. Schliesslis ist es der Partner den man eigentlich liebt. Es gibt dann Momente in denen man Zugänglich ist und mit anderen Emotionen über dieses Thema sprechen kann. Aber wenn das nichts bringt, und evt. Therapie auch nicht. Ja dann kann man gehen. Find ich.
      1 15 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerSimu 09.08.2018 06:57
    Highlight "Er wird sich vor Gericht wegen Mordes an seiner Ehefrau verantworten müssen. Ihm drohen fünf Jahre Haft."

    Ehm... bitte was..?
    101 101 Melden
    • DerSimu 09.08.2018 09:21
      Highlight Ah, jetzt wurde es geändert. Wie lange kann er den nun in den Knast kommen? Hoffe doch sehr, dass es mehr, als 5 Jahre werden.
      9 6 Melden
    • MeineMeinung 09.08.2018 09:28
      Highlight Wenn du damit sagen willst "Nur 5 Jahre Haft?!?!"
      Dann ja
      Ehm... bitte was..?
      8 0 Melden
    • DerSimu 09.08.2018 10:42
      Highlight @MeineMeinung

      Ja, natürlich, was auch sonst 😳
      5 0 Melden
  • sihtalrebel 09.08.2018 06:48
    Highlight "Er wird sich vor Gericht wegen Mordes an seiner Ehefrau verantworten müssen. Ihm drohen fünf Jahre Haft." Ich hoffe die 5 Jahre sind ein Typo.

    38 2 Melden
    • Martin Lüscher 09.08.2018 08:29
      Highlight @sihtalrebel: Das war tatsächlich nicht korrekt. Ist korrigiert.
      29 1 Melden
  • Beat Galli 09.08.2018 06:30
    Highlight Nicht schlecht. 5 Jahre. Eine gerechte Strafe für Mord.?
    27 2 Melden

Femizid in Lateinamerika – wie die tödliche Machokultur Frauen umbringt

Ein brutales Video schockiert Brasilien. Die Aufnahmen von Sicherheitskameras zeigen Luís Felipe Manvailer, wie er seine Frau Tatiane Spitzner schlägt und von der Garage in den Lift zerrt. In der Wohnung, ausserhalb des Sichtbereichs der Kameras, prügelt Manvailer weiter. Spitzner stirbt. 

Die Ausstrahlung des Videos in einer Fernsehsendung hat der brasilianischen Öffentlichkeit drastisch vor Augen geführt, dass Gewalt gegen Frauen ein tödliches Problem ist. Und es ist nicht ein …

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