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Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro kündigt radikalen Neuanfang an



epa07204967 Brazilian President-elect Jair Bolsonaro (C) poses in a Palmeiras Club jersey,  after the victory against Vitoria in the Brazilian Serie A soccer match between Palmeiras and Vitoria in Sao Paulo, Brazil, 02 December 2018. Palmeiras won the league for the tenth time. Bolsonaro will assume the Brazilian Presidency next 01 January.  EPA/SEBASTIAO MOREIRA

Bild: EPA/EFE

Brasiliens neuer Präsident Jair Bolsonaro hat zum Amtsantritt einen radikalen Neuanfang in der Politik seines Landes angekündigt. Er wolle die Regierung «säubern» und Schluss machen mit einer Politik, die «Korruption und Ineffizienz nach Brasilien gebracht hat».

Er wolle den Regierungsapparat stutzen und eine «grösstmögliche Entbürokratisierung» durchsetzen, sagte der ultrarechte Politiker am Silvesterabend (Ortszeit) in einem Interview mit Record TV.

Bolsonaros Amtszeit beginnt laut Verfassung mit dem 1. Januar. Er soll am Dienstagmittag (Ortszeit, ab 18.00 Uhr MEZ) in einer Zeremonie förmlich ins Amt eingeführt werden. Zu der Feier auf der Esplanada dos Ministérios in der Hauptstadt Brasília werden bis zu 500'000 Menschen erwartet.

A supporter shows a T-shirt with the name of the Brazil's President-elect Jair Bolsonaro, prior to Bolsonaro's Tuesday's inauguration ceremony, in Brasília, Brazil, Monday, Dec. 31, 2018. The Secretary of Public Security in Brasilia said that they are expecting as many as 500,000 people to attend the ceremony. (AP Photo/Raimundo Pacco)

Bild: AP/AP

Der ehemalige Fallschirmjäger und langjährige Abgeordnete Bolsonaro hatte im Oktober die Präsidentschaftswahl gewonnen und geniesst auch jetzt noch hohe Zustimmungswerte. Gegner prangern seine rassistischen, frauen- und schwulenfeindlichen Äusserungen an sowie sein unverblümtes Lob für die Militärdiktatur der Jahre 1964 bis 1985.

Bolsonaros Anhänger sehen in ihm hingegen eine Art Retter des Vaterlandes. Angesichts grassierender Korruption und Kriminalität in Brasilien war es dem Hauptmann der Reserve gelungen, mit dem Image des hart durchgreifenden Saubermanns zu punkten.

Kurz vor Amtsübernahme kündigte er an, die Bestimmungen zum Waffenkauf lockern zu wollen. Dies solle «guten Bürgern» ermöglichen, sich gegen Kriminelle zur Wehr zu setzen. Zudem kündigte er an, die Lehrpläne von Schulen und Universitäten von «marxistischem Müll» zu befreien.

Zu Bolsonaros Amtseinführung werden als ausländische Gäste unter anderem Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu, Chiles Präsident Sebastián Piñera und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban erwartet. US-Präsident Donald Trump lässt sich von Aussenminister Mike Pompeo vertreten. (aeg/sda/afp)

Er wollte doch nur ein Tattoo von Angelina Jolie

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Video: watson/nfr

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    Alle Leser-Kommentare
  • _kokolorix 01.01.2019 15:25
    Highlight Highlight Das entbürokratisieren wird ein heilloses Chaos zur Folge haben. Ein Umfeld, wie geschaffen für mafiöse Strukturen.
    Die Freigabe für Waffenerwerb wird zu noch mehr Gewalt führen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass in ein paar Jahren von Brasilien nur noch als 'Failed State' berichtet wird.
    Tragisch nur, dass dies einen der letzten, grossen Regenwälder dieser Erde vernichten wird. Für die Klimastabilität wäre es sehr wichtig diesen zu erhalten.
    Tragisch auch für die Ur-Brasilianer, welche de Fakto zum Ausrotten freigegeben werden.
    Tragisch für den Rest der Welt, der ein weiteres Desaster erbt
  • Oh Dae-su 01.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Solche Säuberungen kennt man ja auch aus anderen Ländern. Da sind dann zufälligerweise immer nur die Leute korrupt, die dem Machthaber nicht genehm sind. Mal schauen, ob es in Brasilien anders laufen wird ;)
    • Juliet Bravo 01.01.2019 14:43
      Highlight Highlight Jair Messias Bolsonaro, der selbsternannte Kämpfer gegen Korruption, steht mittlerweile selber im Verdacht. Da gibts Zahlungen, die via seinen Chauffeur an seine Frau geflossen sind.
  • loquito 01.01.2019 13:46
    Highlight Highlight Warum berichten die Medien heir nicht von Mexiko und AMLO, der wirklich etwas macht. EIGENER Lohn gesenkt, Gelder für Bildung und Gesundheit der Ärmsten erhöht und Hacienda angewiesen auch die Oligarchie zu besteuern. Internationale Verträge mit Wirtschaft geschlossen (auch mit Nestle). Mindestlohn angehoben. Lässt Rechtsexperten konkrete juristische Mechanismen (ähnlich der CH) ausarbeiten um Korruption mindestens zu erschweren etc. Alles in 30 Tagen. Aber da er weder ein Ultrasozialist noch ein Rechtspopulist ist scheint es nicht u interessieren. ..
    • Paedu87 01.01.2019 14:54
      Highlight Highlight Dieso politische Strömung braucht zuallererst einen Namen. Dann ein Netzwerk und dann Geldgeber und prominenten Support.
      Man kann dann deren Erfolge "vermarkten" die erfolgreichen Wahlkampagnen kopieren und verfeinern und eine überzeugte Basis schaffen. Quasi das, was die Ultrarechten schon lange tun...

      Ah und der Typ ist nicht Links. Links ist nicht mehr Mehrheitsfähig weil wenn moderat nicht glaubwürdig und zu schwammig und wenn extrem Links dann kommunistisch gleich einem gescheiterten Konzept nachtrauernd. Ausserdem sind die Sündenböcke der Linken die bewunderten der Neuzeit...
    • JasCar 01.01.2019 17:41
      Highlight Highlight Stille Schaffer sind meist effizienter als die, welche laut rausposaunen, was sie alles tun WOLLEN.
      Aber eben, es hat sich zwar viel verändert, aber es wird nicht an die grosse Glocke gehängt. Chapeau!
  • Chriguchris 01.01.2019 13:23
    Highlight Highlight Wunderts?
    War doch klar bei jemandem der eine Militärdiktatur verherrlicht....
  • MilfLover 01.01.2019 13:12
    Highlight Highlight Super, noch ein irrer auf der Politbühne.

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