International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Charlie Hebdo hört mit Mohammed-Karikaturen auf

Das französische Satiremagazin Charlie Hebdo will den muslimischen Propheten Mohammed in Zukunft nicht mehr karikieren. Das sagte der Herausgeber Laurent Sourisseau in einem Interview mit dem «Stern». «Wir haben Mohammed gezeichnet, um das Prinzip zu verteidigen, dass man zeichnen darf, was man will», so der Sourisseau.

epa04831387 'Charlie Hebdo' magazine publishing director Laurent Sourisseau 'Riss', gives a conference titled 'Charlie Hebdo: how to keep humor after the massacre' during the the 10th Investigative Journalism International Congress, in Sao Paulo, Brazil, on 04 July 2015.  EPA/Carlos Villalba R

Das war's vorerst mit Mohammed: Laurent Sourisseau. Bild: EPA/EFE

«Wir haben das Recht auf Karikatur verteidigt. Nun sind andere dran», sagt Riss, wie der Herausgeber auch genannt wird. Die Redaktion habe den Propheten nicht aus persönlichem Interesse karikiert, sondern für die französische Gesellschaft. «Es ist ein wenig seltsam: Man erwartet von uns, dass wir eine Freiheit ausüben, die im Grunde niemand mehr zu nutzen wagt. Dabei haben wir unseren Job gemacht.»

Das Magazin sei nicht vom Islam besessen, betont Riss: «Die Fehler, für die man den Islam kritisiert, kann man anderen Religionen auch vorwerfen.»

Riss nahm am 7. Januar an der Redaktionskonferenz teil, als Attentäter die Redaktion stürmten und das Feuer eröffneten – beim Angriff wurde seine Schulter zertrümmert. Die Attentäter ermordeten zwölf Menschen, darunter der damalige Herausgeber der Zeitschrift, Stéphane Charbonnier, und mehrere prominente Karikaturisten. (rey)

Das Attentat vom 7. Januar



Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

19
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVRN5774 19.07.2015 14:08
    Highlight Highlight "Meinungsfreiheit"!! Ich lach mich tot. Darf ich auf der Strasse Leute beleidigen? Ich meine ich sag doch nur meine Meinung über diese Person. Ich darf doch frei äussern wie ich diese Person finde!!!! Klingt das blöd? Ja, genauso wie dieser Hebdomist. Andere Menschen und das was ihnen wichtig ist, in den Dreck zu ziehen, ist für mich keine Meinungsfreiheit, sondern einfach nur unterste Niveau. Was die Terroristen getan haben, war ebenfalls unterste Niveau.
  • Mia_san_mia 19.07.2015 11:15
    Highlight Highlight Die haben damit noch weiter gemacht?? Dann wurde mal Zeit, dass sie aufhören. Solche Karikaturen brauchts nicht, das ist nur sinnlose Provokation und das bei jeder Relegion. Ist ja klar, dass mal etwas passierte, da besonders die Moslems bei diesem Thema nicht zu Spässen aufgelegt sind...
    • Maria B. 19.07.2015 11:56
      Highlight Highlight Ich gebe Ihnen recht, Thomas! Nichts gegen Meinungsfreiheit, sie ist ein hohes Gut. Aber, wo sie sich oft nur noch als blasphemische Beleidigung gegen eine ebenso grosse wie empfindlich reagierende Glaubensrichtung präsentiert, sind die Risiken dabei entschieden grösser als der mutmsssliche Lustgewinn. Vielleicht ist dies auch eine neue Erkenntnis bei diesem französischen Nischenblatt, das unlängst einen derartigen personellen Aderlass zu verzeichnen hatte und nun das aufgibt, was viele besonnenere Zeitgenossen längst angemahnt haben. Allen "Je suis Charlie" zum Trotz.
    • Jol Bear 19.07.2015 12:51
      Highlight Highlight @MariaB: wenn nur das gezeichnet, geschrieben und gesagt werden darf, was ein "vertretbares Risiko" darstellt, dann bedeutet das eine Freipass für Gewalt und Terror zur Steuerung und Bestimmung dieses Risikos, kurz Kapitulation. Sollte Westeuropa weiterhin der Freiheit des Denkens und Äusserns verpflichtet blieben, dann müssen auch diese Karikaturen möglich sein. Wie gesagt, wir reden hier von einem aufgeklärten freien Land mit eine liberalen Gesellschaft, nicht von Diktaturen oder streng religiös organisierten Gesellschaften.
    • MM 19.07.2015 12:59
      Highlight Highlight Jawohl. Und Frauen sollten sich nicht so aufreizend kleiden. Sind schliesslich selber schuld, wenn sie vergewaltigt werden. Hallo?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • zombie1969 19.07.2015 11:11
    Highlight Highlight Es vergeht keine Woche, in der nicht Karikaturen über den Papst, die Kirche oder Jesus in irgendeinem Medium zu sehen sind. Es gibt aber keine Todesfatwas. Keine Leute, die Journalisten deswegen massakrieren.Vielleicht ein paar Klagen von tiefreligiösen Christen, die aber in der Regel unnütz sind.
    Die Tatsache, dass so viele Moslems sich permanent von Karikaturen beleidigt fühlen, ist nichts anderes als die klare Botschaft: Wir sind noch nicht angekommen im aufgeklärten europäischen Denken. Wir sind noch nicht bereit für den offenen Dialog in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts.

    • sentir 19.07.2015 11:51
      Highlight Highlight ""im aufgeklärten europäischen Denken. Wir sind noch nicht bereit für den offenen Dialog in einer Demokratie des 21. Jahrhunderts.""
      das schreibst gerade du, der gestern noch kommentiert hat, dass die Israelis den Iran bombardieren sollten??!!!!!
      Wo bist du denn angekommen? In der warmen Stube? Mal so, mal so: Hauptsache du hast geschrieben
    • poga 19.07.2015 14:29
      Highlight Highlight @ sentir macht das zombies Aussage falsch?
    • Mia_san_mia 19.07.2015 16:54
      Highlight Highlight Gratuliere Zombie1969: Genau so ist es leider und das gefährliche ist, dass es viele nicht einsehen...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baba 19.07.2015 09:07
    Highlight Highlight So haben diese Barbaren (die Attentäter vom 7. Januar) also ihr Ziel letztendlich doch noch erreicht 😟, das Gewehr hat die Feder bezwungen...
    • Mia_san_mia 19.07.2015 11:16
      Highlight Highlight Wenn die Feder so sinnlos provoziert ist leider klar, dass irgendwann was passiert...
    • roymungsverkauf 19.07.2015 13:08
      Highlight Highlight Thomas, wenn auf eine provokante Karikatur mit Terror geantwortet wird und das für dich auch noch eine logische Abfolge ist, dann fragt man sich doch wo wir leben. Vermutlich noch im tiefen Mittelalter. Und es ist schon sehr fragwürdig, dass ein nicht unerheblicher Teil von Muslimen sich über ein paar lächerliche Karikaturen empört, aber zu den Taten eines IS nur schweigt oder nicht daran denkt aufzustehen.
    • Eric Zumbrunnen 19.07.2015 13:15
      Highlight Highlight Lieber Thomas, an Menschen wie Ihnen klebt das Blut von muslimischen gesteinigten Frauen. Obwohl Sie ja im Prinzip schon recht haben: Bei dieser Sekte aus der Steinzeit ist leider klar, dass es irgendwann mal klappt. Die haben uns schon lange den Krieg erklärt, aber unsere feigen westlichen Regierungen weigern sich es zu akzeptieren.
    Weitere Antworten anzeigen

Terroranschlag in Ottawa

«Wir hörten Schreie und Schüsse» – 14 Schweizer Schüler waren während der Schiesserei im Parlament eingeschlossen

Nicht nur Kanadier waren von dem Anschlag in Ottawa betroffen: 14 Schweizer Schüler befanden sich während des Amoklaufs von Michael Zehaf-Bibeau in Ottawa – und zwar im Herzen des Geschehens.

Wie die welsche Zeitung «La Liberté» berichtet, hielten sich die Schüler aus Bulle (Fr) anlässlich eines zweiwöchigen Schulausflugs in der kanadischen Hauptstadt auf und besichtigten das Parlamentsgebäude, als die ersten Schüsse fielen. «Wir dachten erst, dass etwas zu Boden gefallen sei», schildert ein Schüler die Ereignisse. «Aber dann merkten wir schnell, dass etwas Schlimmeres vorgefallen war. Wir hörten Schreie und erneute Schüsse».

Ein Sicherheitsbeamte wies die verängstigten Schüler …

Artikel lesen
Link zum Artikel