International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Änis Ben-Hatira (links) spielte zuletzt bei Darmstadt. screenshot: Facebook / Änis ben-hatira

Razzia bei Fussballprofi wegen Salafismus-Unterstützung: «Ich habe nichts zu verstecken»

Im Rahmen einer Razzia gegen ein mutmassliches Salafistennetzwerk ist auch die Wohnung des Fussball-Profis Änis Ben-Hatira in Berlin durchsucht worden.

Robert Hiersemann / t-online



Rund 800 Polizisten sind am Mittwoch mit einer Razzia in neun Bundesländern gegen ein mutmassliches deutschlandweit aktives Salafistennetzwerk vorgegangen. Im Mittelpunkt der Aktion standen die in Nordrhein-Westfalen ansässigen Vereine Ansaar International und WWR Help, wie das Bundesinnenministerium in Berlin mitteilte. Hintergrund war demnach der Verdacht, dass das Netzwerk die radikalislamische Palästinensergruppe Hamas finanziell und propagandistisch unterstützt.

Die Beamten durchsuchten am Morgen zeitgleich rund 90 Objekte in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein.

Ein Ziel: Die Wohnung von Fussball-Profi Änis Ben-Hatira, der mittlerweile in Ungarn für Honved Budapest spielt. Zuvor war er unter anderem für Hertha BSC, den Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und den SV Darmstadt 98 aktiv. «Bild» hatte zuerst darüber berichtet.

«Nächstes Mal öffne ich gerne selber die Tür»

t-online.de erreichte Ben-Hatira am Mittwoch telefonisch. «Ich habe es selbst erst aus den Medien erfahren. Natürlich war ich sehr überrascht. Ich finde es stillos, dass man mich jetzt wieder mit irgendwelchen Sachen in Verbindung bringt, von denen ich mich ganz klar distanziert habe – von jeglicher Form der Radikalisierung und des Terrorismus

Ben-Hatira weiter: «Ich habe nichts zu verstecken und nichts zu verbergen. Jeder ist bei mir willkommen. Das nächste mal können sie ruhig warten, bis ich in Berlin bin. Dann öffne ich gerne selber die Tür.»

Deutliche Worte von Seehofer

Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler geriet mutmasslich ins Visier der Ermittler, weil er 2017 für mehrere Hilfsprojekte mit dem Verein «Ansaar International» zusammengearbeitet hat. Sein damaliger Arbeitgeber Darmstadt 98 trennte sich daraufhin von ihm.

Bei der Razzia sollen deutschlandweit PCs und andere technische Geräte beschlagnahmt worden sein. Dem Bundesinnenministerium zufolge besteht der dringende Verdacht, dass sich das mutmassliche Netzwerk gegen den Gedanken der Völkerverständigung gemäss dem Grundgesetz richtet. Die beteiligten Organisationen seien nach aktuellem Ermittlungsstand dem «extremistischen Milieu zuzurechnen».

«Wer unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe die Hamas unterstützt, missachtet fundamentale Wertentscheidungen unserer Verfassung», erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). «Dadurch wird auch das Engagement der vielen Hilfsorganisationen diskreditiert, die sich unter schwierigen Rahmenbedingungen zur Neutralität verpflichtet haben.»

(mit Material der Nachrichtenagentur AFP)

«Historisches Verbrechen»

abspielen

Video: watson/Nico Franzoni

Die Tricks der Terroristen

Das könnte dich auch interessieren:

Nach Maurers Englisch-Desaster: Jetzt nimmt ihn Martullo in die Mangel (You Dreamer!😂)

Link zum Artikel

13 Cartoons, die unsere Gesellschaft auf den Punkt bringen

Link zum Artikel

Super-GAU für Huawei? Das müssen Handy- und PC-User jetzt wissen

Link zum Artikel

Perlen aus dem Archiv: So (bizarr) wurde 1991 über den Frauenstreik berichtet

Link zum Artikel

Strache-Rücktritt: Europas Nationalisten haben einen wichtigen General verloren

Link zum Artikel

Steakhouse serviert versehentlich 6000-Franken-Wein – die Reaktionen sind köstlich

Link zum Artikel

Das Huber-Quiz: Dani ist zurück aus den Ferien. Ist er? IST ER?

Link zum Artikel

Instagram vs. Realität – 14 Vorher-nachher-Bilder mit lächerlich grossem Unterschied

Link zum Artikel

8 Gerichte, die durch die Beigabe von Speck unwiderlegbar verbessert werden

präsentiert vonMarkenlogo
Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 11.04.2019 06:58
    Highlight Highlight Sooo unschuldig wird er wohl nicht sein, sonst hätte auch die Wohnung von Olli Kahn oder Berti Vogts grundlos durchsucht werden können.
  • Magenta 11.04.2019 06:24
    Highlight Highlight Wo Rauch ist, ist auch Feuer.
    • Chili5000 11.04.2019 08:11
      Highlight Highlight Wo Computer beschlagnahmt wurden und offenslichtlich keine Beweise gefunden wurden ist es weder Feuer noch sonst was. Wohl eher Schall und Rauch. Ich hätte Anzeige erstattet...

Diese 7 Dinge haben fast alle Dschihadisten aus der Schweiz gemeinsam

Eine Fedpol-Analyse zeigt, welche Gemeinsamkeiten die Islamisten haben, die aus der Schweiz in ein Konfliktgebiet gereist sind.

Die Schweiz hat 92 Dschihadisten. So viele Personen sind bisher in ein Konfliktgebiet ausgereist, die meisten nach Syrien oder in den Irak. Nicht alle sind Kämpfer. Einige unterstützten die Terrororganisationen IS oder al-Kaida auf andere Weise: Frauen als Nachwuchsproduzentinnen, Männer als Fahrer. 31 Dschihadisten wurden getötet und 16 sind inzwischen in die Schweiz zurückgekehrt. 45 befinden sich derzeit also noch immer in Konfliktgebieten. Ein Drittel hat die Schweizer Staatsangehörigkeit.

Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel