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Zugunglück in Bayern: Das Stellwerk setzte noch einen Notruf ab – er kam kurz vor dem Crash an

Nach Informationen des «Spiegel» versuchte ein Fahrdienstleiter in Bad Aibling, den Zusammenstoss der zwei Züge im letzten Moment zu verhindern. Er setzte zwei Notrufe ab.

12.02.16, 15:07 12.02.16, 15:36


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Ein Fahrdienstleiter im Stellwerk von Bad Aibling versuchte am Dienstag, die aufeinander zu rasenden Züge per Notruf zu stoppen. Er setzte kurz hintereinander über Sprechfunk zwei Notrufe an die Züge ab. Dafür benutzte er ein spezielles Mobilfunknetz der Bahn mit einer Notruffunktion. 

Der erste Notruf erreichte die Lokführer wohl kurz vor dem Crash, der zweite erfolgte offenbar, als sich die Züge bereits ineinander verkeilt hatten. Laut einem Sprecher des Eisenbahn-Bundesamtes wird der Zugfunkverkehr zwischen dem Stellwerk und den Triebwagenführern ausgewertet und ist Bestandteil der Ermittlungen.

Rescue workers stand by the wreaths placed in front of two crashed trains near Bad Aibling in southwestern Germany, February 10, 2016. Ten people were killed and at least 81 injured on Tuesday when two passenger trains collided head-on at high speed in remote countryside in southern Germany. One passenger was still missing, police said, and 18 of those injured were in a serious condition. REUTERS/Lukas Barth

Kränze am Unfallort in Bad Aibling.
Bild: LUKAS BARTH/REUTERS

Bei dem Zusammenstoss am Dienstagmorgen waren mehrere Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt. Eine Sonderkommission der Kriminalpolizei soll die Ursache des Unglücks ermitteln. Eine Theorie hat sich in den ersten Tagen verdichtet: Demnach soll der Fahrdienstleister beiden Zügen kurz hintereinander gestattet haben, die eingleisige Strecke zu befahren.

Wichtige Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler von den Blackboxes, die während der Fahrt Informationen aufzeichnen. Am Freitag teilte die Polizei mit, mittlerweile sei auch die dritte Blackbox in den Trümmern gefunden worden.

ATTENTION EDITORS - VISUAL COVERAGE OF SCENES OF INJURY OR DEATHMembers of emergency services remove a body from the carriage at the site of two crashed trains near Bad Aibling in southwestern Germany, February 9, 2016. Several people died after two trains collided in the southern German state of Bavaria on Tuesday, a police spokesman said, adding about 100 people were also injured.   REUTERS/Josef Reisner        EDITORIAL USE ONLY. NO RESALES. NO ARCHIVE

Die ineinander verkeilten Waggons.
Bild: STRINGER/REUTERS

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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