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German chancellor Angela Merkel poses for a group photo with soldiers during a visit of the German Army medical service in Leer, northern Germany, Monday, Dec. 7, 2015. Germany's parliament voted last week to send military support in the fight against Islamic State militants in Syria. (AP Photo/Martin Meissner)

Merkel mit Soldaten der Bundeswehr in Deutschland.
Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Bundeswehr in Syrien: Merkel erteilt USA eine Absage

Deutschland beteiligt sich in Syrien am Kampf gegen den «IS» – doch den USA reicht das nach «Spiegel»-Informationen nicht. Der Bitte nach mehr militärischem Engagement hat Kanzlerin Merkel nun eine Absage erteilt: «Ich glaube, dass Deutschland seinen Teil leistet.»   

14.12.15, 04:15 14.12.15, 10:50


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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat US-Forderungen nach einem stärkeren militärischen Engagement Deutschlands im Kampf gegen die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») zurückgewiesen. «Ich glaube, dass Deutschland seinen Teil leistet und dass wir jetzt nicht über neue Fragen sprechen müssen in diesem Zusammenhang in diesen Tagen», sagte Merkel am Sonntagabend in einem ZDF-Interview.

Die Frage war durch einen Bericht des «Spiegel» aufgekommen: Demnach bat US-Verteidigungsminister Ashton Carter um weitere Unterstützung der Bundeswehr über den bisher beschlossenen Militäreinsatz hinaus. Eine konkrete Wunschliste enthalte der Brief an Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen aber nicht.

BERLIN, GERMANY - JUNE 22:  U.S. Secretary of Defense Ashton Carter and German Defense Minister Ursula von der Leyen review a guard of honour upon Carter's arrival at the Defense Ministry for bilateral talks on June 22, 2015 in Berlin, Germany. Carter is visiting Germany, Belgium and Estonia and is scheduled to meet a German-Dutch rapid reaction force later today.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Von der Leyen mit Carter im Juni 2015.
Bild: Getty Images Europe

Das Schreiben sei in ähnlicher Form offenbar an mehrere Partner gegangen. Damit versuchen die USA aus Sicht der Bundesregierung, eine stärkere Teilnahme an den Luftschlägen in Syrien und dem Irak zu erreichen.

Berlin unter Druck

Am Donnerstag waren die ersten beiden deutschen «Tornados» auf dem türkischen Stützpunkt Incirlik gelandet. Von Januar an sollen die Jets erste Aufklärungsmissionen über Syrien fliegen. Zudem begleitet eine deutsche Fregatte den französischen Flugzeugträger «Charles de Gaulle» als Geleitschutz auf dem Weg in den Persischen Golf.

Dass Washington trotz der Bereitstellung von Kampfflugzeugen und einer Fregatte weitere Forderungen stellt, setzt Berlin unter Druck. Bisher hat Verteidigungsministerin von der Leyen auf den Brief nicht geantwortet.

Am Wochenende hatte Merkel den deutschen Einsatz in Syrien erneut verteidigt. Berlin habe nicht zusehen können, «wie brutal und menschenverachtend die ‹IS›-Terroristen immer weiter vorrückten», sagte sie zwei Zeitungen. Merkel schloss dabei auch eine Kooperation mit syrischen Regierungstruppen aus. In Bezug auf Machthaber Baschar al-Assad sagte Merkel: «Eine Zukunft an der Spitze des Staats kann es für ihn nicht geben.» Trotzdem müssten «für eine politische Lösung des Konflikts alle Gruppen in Syrien miteinander sprechen». (aar/Reuters)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Olmabrotwurst 14.12.2015 06:21
    Highlight momentmal ist es nicht so in deutschland: das volk entscheidet doch ob es einen militärischen einsatz im ausland gibt oder etwa nicht? hab ich da mal was falsch verstanden?
    1 1 Melden
    • tinmar 14.12.2015 07:28
      Highlight nein, das parlament
      2 0 Melden
    • Ton 14.12.2015 07:54
      Highlight Direkte Demokratie wäre zu langsam für Krieg. ;)
      3 1 Melden

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