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dpatopbilder - 19.09.2018, Nordrhein-Westfalen, Kerpen: Notaerzte versorgen einen Mann, der von einem Baumhaus im Hambacher Forst gefallen ist. Der Mann ist waehrend der Raeumungsarbeiten von einem Baumhaus gefallen. (KEYSTONE/DPA/Christophe Gateau)

Im Hambacher Forst ist ein Journalist von einem Baum gestürzt.  Bild: dpa

Bei Protest: Journalist stürzt im Hambacher Forst von Baum und stirbt



Im Hambacher Forst in Nordrhein-Westfalen ist ein Journalist bei einem Sturz aus 15 Metern Höhe ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher vor Ort. Der Mann sei durch eine Hängebrücke gebrochen, als er von einem Baumhaus in ein anderes laufen wollte. 

Der Sturz stand offenbar nicht unmittelbar in Zusammenhang mit einer polizeilichen Räumung. 

Der Protest im Hambacher Forst

Der Hambacher Forst im Bundesland Nordrhein-Westfalen war in den vergangenen Monaten zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen den Abbau von Braunkohle für Stromerzeugung geworden. Ein Teil des zwischen Aachen und Köln gelegenen Waldgebiets ist seit geraumer Zeit von Klimaaktivisten besetzt. Der Energiekonzern RWE will ab Mitte Oktober einen weiteren Teil des Waldes roden, um seinen angrenzenden Braunkohletagebau zu erweitern.

Seit etwa einer Woche räumen deshalb mehrere Polizei-Hundertschaften das besetzte Gebiet auf Anordnung der Landesregierung. Sie sollten die restlichen rund 50 Baumhäuser und ihre bis dahin etwa 100 im Fort lebenden Aktivisten entfernen. 

Der NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hat die Räumung am Abend nach dem Unfall vorerst stoppen lassen.

(tam/sg/sda)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • So en Ueli 21.09.2018 11:15
    Highlight Highlight Wenn man den Wald wieder aufforstet, sollte das Problem etwas verkleinert sein. Aber es ist so oder so Mist, wenn man einfach so einen Wald rodet, nur um Ressourcen zu gewinnen. Weder die Politik noch die Wirtschaft haben kapiert, wie Umweltschutz wirklich funktioniert.
  • Echo der Zeit 20.09.2018 21:39
    Highlight Highlight Guter Doku zum Thema -
    Play Icon
  • Skip Bo 20.09.2018 09:32
    Highlight Highlight Die Braunkohlenutzung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Atomausstieg. Die Bevölkerung will verständlicherweise permanent mit Strom versorgt werden, aber will verständlicherweise keine Nachteile aus der Produktion. Da die Erneuerbaren immer noch erhebliche Nachteile betreffend Speicherung haben, wird uns dieser Widerspruch noch Jahre, wenn nicht Jahrzehnte, beschäftigen.
    Der Unfall hat vor Allem mit der amateurhaften Bauweise der Baumhüttenbauer zu tun, "Betreten auf eigene Gefahr".
    • Die Redaktion 20.09.2018 10:55
      Highlight Highlight @Skip Bo

      Atomendlager werden uns noch tausende Jahre beschäftigen, besonders da es noch keine wirklichen gibt.
    • Skip Bo 20.09.2018 12:16
      Highlight Highlight Brot, völlig richtig. Problem: Es existiert bereits zu lagernder Atommüll. Auch wenn von heute auf Morgen sämtliche AKW abgestellt würden, muss die ganze Lagerinfrastruktur erstellt, finanziert und betreut werden.
      Von mir aus brauchts keine AKW und Braunkohle (bin im Notfall autark), aber die Bevölkerung benötigt eine Grundversorgung von Strom, woher auch immer.
  • Die Redaktion 19.09.2018 22:15
    Highlight Highlight Pha, wer will schon Wälder, wenn er stattdessen so tolle Löcher haben kann.
    • RandyRant 20.09.2018 23:51
      Highlight Highlight 19.09.2018 22:15 - dunkel, windstill. Woher soll denn dein Strom kommen um hier solche Kommentare zu schreiben? ;)
  • The Origin Gra 19.09.2018 21:29
    Highlight Highlight Danke RWE 😡🤬
    • RandyRant 20.09.2018 23:51
      Highlight Highlight Danke linke Regierung die dem Abbau zugestimmt hat ;)
  • Domino 19.09.2018 20:51
    Highlight Highlight Grüne Energie braucht eben eine teure Doppelstruktur. Da die AKW abgeschaltet sind brauchts eben Kohle. Merkels Energiewende ging voll nach hinten los: mehr CO2 und doppelte Energiekosten, Verschandelung der Umwelt und kein Ende ist in Sicht.
    • Die Redaktion 20.09.2018 10:55
      Highlight Highlight Und nun mal zum Thema Endlager...
    • RandyRant 20.09.2018 23:54
      Highlight Highlight Ja ob jetzt die letzten Abfälle in x-tausend Jahren ungefährlich sind oder in x-tausend Jahre minus ein paar Jährchen wegen dem übereilten Atomkraftausstieg Deutschlands machts wohl aus, liebes Bauernbrot ;)
    • Domino 21.09.2018 08:47
      Highlight Highlight Mit Generation 4 AKW kann man ein Grossteil der Abfälle weiterverwerten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nino F. 19.09.2018 19:34
    Highlight Highlight Bei Ökoaktivisten in einem Baum (Hambacher Forst): Spezialeinsatzkommando, es gibt Tote.
    Bei Nazi-Mob auf Menschenjagd (Chemnitz): Eine Handvoll desinteressierter Provinzpolizisten.
    • Eine_win_ig 19.09.2018 20:35
      Highlight Highlight Schade, wenn man nicht weiss, was ein SEK ist und einfach Begriffe rumschleudert um zu polemisieren.

      Sie helfen den Umständen, dass in Chemnitz z.B. Infos vom Staatsschutz an die AfD ging nicht. Mit solchen undifferenzierten Falschaussagen untergraben Sie jegliche berechtigten Argumente und liefern AfD-Befüroirtern nur Munition für Ihre Kampagnen...
    • Echo der Zeit 19.09.2018 20:54
      Highlight Highlight Absolut - der Staat hat die Räumung eingeleitet. RWE beteiligt sich zwar mit Ordnungsdienst - doch das ganze geht auf kosten der Landes Regierung.
    • Nino F. 20.09.2018 00:38
      Highlight Highlight Wikipedia: SEK (Spezialeinsatzkommando) ist für "Terrorismusbekämpfung, Geiselbefreiung und Zugriffe ausgebildet [und] mit den SWAT-Teams der US-amerikanischen Polizei vergleichbar." Der deutsche Staat bietet also zur Sicherung der Interessen des RWE-Konzerns das SEK auf, während die Polizei von den rechten Menschenjagden in Chemnitz «überrascht» wurde und die Nazis gewähren liess. Wie sie selbst sagen, es scheint eine Zusammenarbeit zwischen Teilen der Polizei und den Rechten zu geben. Das ist ein unerträglicher Zustand, gegen den man Stellung beziehen muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MiezeLucy 19.09.2018 19:29
    Highlight Highlight Ich komme aus NRW, Kohle hat dort schon rein geschichtlich einen enormen Stellenwert.
    Was ich nicht verstehe ist, die Zeit der Kohle ist schon laaaaaange abgelaufen. Statt Steuergelder in Polizei (-gewalt) zu investieren, könnte man doch in Umschulungen, erneuerbare Energie etc. Investieren. Auch wenn es aus verschiedenen Töpfen kommt. Umdenken braucht halt viel Mut und Zeit, tragisch, wenn dabei auch noch Menschenleben riskiert wird,ob direkt oder indirekt!!
  • DerSimu 19.09.2018 19:10
    Highlight Highlight Denkt einfach dran, die Polizei macht nur ihren Job. Es sind nicht die Polizisten, die entscheiden, ob dort jetzt gerodet wird. Ich denke sogar die meisten finden die Idee selber beschissen.
    • Pius C. Bünzli 19.09.2018 20:26
      Highlight Highlight Jeder sucht sich seinen Arbeitgeber selbst aus..
    • TJ Müller 19.09.2018 22:36
      Highlight Highlight Niemand wird gezwungen Polizist zu sein!
    • Silent_Revolution 20.09.2018 01:51
      Highlight Highlight In der Position des Gehorsamen konnte man sich schon immer schön aus der Verantwortung ziehen, was?!

      Wer die Idee beschissen findet, einen riesigen Wald für Braunkohle zu roden hat in keinster Weise Anteil daran, die Proteste zu unterdrücken.

      Und bestimmt steht er nicht in voller Montur an vorderster Front für den Kampf eines Grosskonzernes und führt friedliche Aktivisten in Handschellen ab.

      Nein, nicht Polizisten entscheiden, aber sie ermöglichen die Rodung.
      Kein Mensch mit Rückgrat und Stolz führt Befehle ohne eigene Überzeugung aus.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Benji Spike Bodmer 19.09.2018 18:46
    Highlight Highlight "ihre bis dahin etwa 100 im Fort lebenden Aktivisten."

    Ich wusste nicht, dass sie sogar Palisaden hochgezogen haben ;)
  • Juliet Bravo 19.09.2018 18:44
    Highlight Highlight Braunkohle ist sicher nicht die Energieform der Zukunft. Der Abbau (Tagebau) verschlingt Land und der Wirkungsgrad ist ziemlich besch... eiden. Sie wächst nicht nach und verdreckt die Luft.
    • Bosshard Matthias 20.09.2018 07:50
      Highlight Highlight Super Kommentar so werden für Windkraftanlagen Seltene Erden benötigt für die Photovoltaik Gallium, Tellur, Germanium und Indium, für die Hybrid- und Elektrofahrzeuge Seltene Erden, Lithium, und Kobalt, für Industriekatalysatoren Platin Gruppen Metalle und Seltene Erden was denkst du machen diese Bergwerke wohl kaum Naturschutz und für die Lithium aus Sole werden ganze Landschaften zur Monokultur weit schlimmer wie Kohleabbau da riesige Flächen benötigt werden Tierarten sterben aus aber wie immer aus den Augen aus dem Sinn sind ja nur andere Länder die geplündert und ruiniert werden.
  • Mario Conconi 19.09.2018 18:40
    Highlight Highlight Dieslefahrverbote in Grossstädten, aber den Wald abholzen für Braunkohle....Unglaubwürdiger kann Klimaschutz und Politik nicht sein!!!

    Deutschland ein Drittweltland im Herzen Europas!!!
  • Echo der Zeit 19.09.2018 17:35
    Highlight Highlight Völlig GaGa was die Polizei da macht - man könnte ganz einfach anfangen den Wald zu Roden - einfach um die Baumhütten Rum - das würde ohne Probleme gehen, einfach mit Sicherheitsabstand - die würden aufgeben aus Frustration. Die Aktion der Polizei wird unglaublich viel Kosten - der Staat wird Zahlen - Entweder ist die Polizei unterlastet oder macht das aus Spass, vielleicht aber einfach nur Blöd.
    • Peldar 19.09.2018 18:06
      Highlight Highlight Man könnte auch einfach nicht roden...
    • Echo der Zeit 19.09.2018 18:26
      Highlight Highlight Das wäre Natürlich das Beste - auf Fragen von Journalisten wieso man denn Braunkohle Abbau noch fördert - Ja Staatlich unterstützt, denn die Firma die dort Braunkohle fördern möchte, hat nicht interveniert - die ganze übertriebene Polizeiaktion wurde vom Staat indiziert und wird Finanziert - Verantwortliche konnten keine Plausible Antworten geben. Die Bevölkerung unterstützt die Wald Besetzer (nicht gerade denn schwarzen Block), die Leiden schon Lange unter dem Braunkohle Abbau.
    • w'ever 19.09.2018 18:47
      Highlight Highlight @echo
      abgesehen davon, dass ich es nicht in ordnung finde den wald zu roden, kann man nicht einfach um die besetzte fläche herum roden, weil die aktivisten auch unterirdische tunnels angelegt haben
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