International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa06847605 Italian Prime Minister Giuseppe Conte arrives for an European Council summit in Brussels, Belgium, 28 June 2018. EU countries' leaders meet on 28 and 29 June for a summit to discuss migration in general, the installation of asylum-seeker processing centers in northern Africa, and other security- and economy-related topics including Brexit.  EPA/NICOLAS LAMBERT

Giuseppe Conte: Der italienische Ministerpräsident blockierte am Donnerstagabend die Verhandlungen.  Bild: EPA/EPA

Bootsflüchtlinge sollen zurück nach Afrika – Italien macht in Brüssel Druck auf EU-Partner



Die 28 EU-Staats- und Regierungschefs haben am Donnerstagabend über eine neue Ausrichtung der EU-Asylpolitik diskutiert. Um hierbei ein Druckmittel in der Hand zu haben, blockierte Italien offenbar erste Gipfelbeschlüsse zu Verteidigung und Handel.

Neu sollen Bootsflüchtlinge, die im Mittelmeer aufgegriffen werden, nach Nordafrika zurückgeschickt und in Sammellager untergebracht werden. Darüber diskutieren die 28 EU-Chefs.

Nach Angaben der EU-Aussenbeauftragten Federica Mogherini wurde in den vergangenen Tagen mit dem Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und der Organisation für Migration IOM dazu ein Konzept entwickelt. Sie habe dafür direkt mit UNHCR-Chef Filippo Grandi und IOM-Generaldirektor William Swing zusammengearbeitet, sagte Mogherini.

EU-Ratspräsident Donald Tusk verteidigte diese geplante Verschärfung der EU-Migrationspolitik: «Wenn wir uns darauf nicht einigen, sehen wir einige wirklich harte Vorschläge von wirklich harten Typen.» Die Alternative zu einem verstärkten EU-Aussengrenzschutz und Flüchtlingszentren wären «chaotisch voranschreitende Grenzschliessungen» innerhalb der EU, sagte Tusk.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sieht mit der neuen Ausrichtung eine «Trendwende in der Flüchtlings- und Migrationspolitik». Auch er spricht sich für Sammellager - im EU-Jargon Anlandeplattformen genannt - aus. «Es entzieht den Schleppern die Geschäftsgrundlage. Es kann dazu führen, dass wir endlich das Ertrinken im Meer beenden, weil sich die Menschen gar nicht mehr auf den Weg machen, und es beendet die Überforderung in Mitteleuropa.»

Austrian Chancellor Sebastian Kurz arrives for an EPP party meeting ahead of an EU summit in Brussels, Thursday, June 28, 2018. European Union leaders meet for a two-day summit to address the political crisis over migration and discuss how to proceed on the Brexit negotiations. (AP Photo/Geert Vanden Wijngaert)

Sebastian Kurz: Der österreichische Kanzler setzt sich für Aufnahmezentren in Nordafrika ein. Bild: AP/AP

Merkel zuhause unter Druck

Zwar wurde von einigen EU-Staaten wie Ungarn, Polen oder Tschechien schon länger eine härtere Gangart in der EU-Asylpolitik gefordert, doch den Ausschlag für mehr Härte hatten Deutschland und Italien gegeben.

So kann sich neu auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel Sammellager für Migranten in nordafrikanischen Ländern vorstellen, was bis vor kurzem nicht der Fall war. Gleichzeitig forderte sie aber: «Man muss mit den Ländern sprechen. Wir müssen die Bedürfnisse dieser Länder in Betracht ziehen.» Es sei in der Migration viel erreicht worden. Jetzt gehe es darum, bei den Ländern Nordafrikas ähnlich wie beim EU-Türkei-Deal vorzugehen.

epa06847277 German Chancellor Angela Merkel arrives for an European Council summit in Brussels, Belgium, 28 June 2018. EU countries' leaders meet on 28 and 29 June for a summit to discuss migration in general, the installation of asylum-seeker processing centers in northern Africa, and other security- and economy-related topics including Brexit.  EPA/VIRGINIA MAYO / POOL

Angela Merkel am Donnerstag in Brüssel. Bild: EPA/AP POOL

Grund für ihren Meinungswechsel ist der Druck ihrer konservativeren Schwesterpartei CSU. Innenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Kanzlerin Merkel (CDU) gedroht, gegen ihren Willen bestimmte Flüchtlinge an der deutschen Grenze abzuweisen. Er will damit die sogenannte Sekundärmigration - die Weiterreise registrierter Flüchtlinge innerhalb der EU - bekämpfen.

Kurz droht mit Gegenmassnahmen

Merkel hofft nun auf ausreichend Fortschritte beim EU-Gipfel, um den Asylstreit von CDU und CSU entschärfen und einen Bruch der Regierung verhindern zu können.

Doch die Sekundärmigration ist im Entwurf der Gipfelerklärung nur kurz angerissen: Sie sei gefährlich für das europäische Asylsystem und das Abkommen von Schengen, und alle EU-Staaten sollten dem entgegenwirken. Ob dies der CSU reichen wird, muss sich zeigen.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz drohte am EU-Gipfel für den Fall eines deutschen Alleingangs bei der Zurückweisung von Flüchtlingen an der Grenze mit Gegenmassnahmen. «Wenn Deutschland hier Massnahmen setzt, dann werden wir selbstverständlich die gleichen Massnahmen an unseren Grenzen setzen, um Schaden von der Republik Österreich abzuwenden», sagte er. Das würden dann notgedrungen Handlungen an der Grenze zu Deutschland sein.

Rom will Zugeständnisse

Weiterer Druck kommt auch aus Italien. So hatte Rom Rettungsschiffen mit mehreren hundert Flüchtlingen den Zugang zu italienischen Häfen verweigert.

Am Gipfel sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte, er wünsche sich nicht Worte, sondern Taten. Im Verlauf des Gipfeltreffens hiess es dann aus italienischen Regierungskreisen, das Land werde kein grünes Licht zu Gipfelbeschlüssen jeglicher Art geben, solange es «keine Vereinbarung zu allem» einschliesslich der Migration gebe.

Bereits im Vorfeld hatte Conte via Kurznachrichtendienst Twitter mit dem Veto seines Landes gedroht, sollte Italien keine Unterstützung beim Umgang mit Flüchtlingen bekommen. Konkret will Rom die Frage beantwortet haben, wie die EU künftig mit privaten Rettungsschiffen umgeht.

Ungarns Regierungschef Viktor Orban, der von manchen Medien bereits zum Sieger im seit 2015 schwelenden Flüchtlingsstreit mit Merkel erklärt wird, verteidigte seine strikte Haltung in der Migration. Die Menschen verlangen laut Orban zwei Dinge: Die Einwanderung zu stoppen und jene, die hier sind, zurückzubringen. (cma/sda/dpa/apa/afp/reu)

Das könnte dich auch interessieren:

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Knatsch im Bundesrat? Das zähe Ringen um die Schlüsseldepartemente

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt die Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Tausende Menschen stranden zwischen Algerien und dem Niger

Play Icon

Video: srf

Abonniere unseren Newsletter

44
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Me, my shelf and I 29.06.2018 19:14
    Highlight Highlight Wenn ich die Kommentare hier durchlese, habe ich das Gefühl, dass sich die reiche Schweizer Gesellschaft braun anmalt:

    Organisationen, die für Menschenrechte kämpfen, werden als Verbrecher bezeichnet.

    Es wird direkt verlangt, dass die Leute in den überfüllten Booten stecken, die mit hoher Wahrscheinlichkeit untergehen werden, nicht gerettet werden, weil sie sich nicht in akuter Seenot befinden.

    Es wird direkt verlangt, Leute in ein Land rückzuführen, wo sie auf Märkten verkauft werden.

    Flüchtlinge werden als Erpresser bezeichnet.

    Und all diese Aussagen werden von der Masse gefeiert.
  • Enzasa 29.06.2018 04:41
    Highlight Highlight In welcher grauenvollen Welt leben wir eigentlich?

    NGOs werden als Verbrecher bezeichnet.

    Menschen sollen ruhig im
    Mittelmeer ertrinken, das wirkt abschreckend.

    Hunger und Not auf der Welt werden als nicht existent deklariert.

    Kriege werden ignoriert.

    Nur der eigene Wohlstand muss geschützt werden, mit allen Mitteln.

    Nein, ich halte es für falsch, alle Flüchtlinge aufzunehmen!
    Ich finde es richtig die Augen zu öffnen und die Fluchtursachen zu beseitigen.
    • mogad 29.06.2018 11:29
      Highlight Highlight Nein, Menschen sollen nicht im Mittelmeer ertrinken, sie sollen einfach nicht mehr in die Gummiboote der Schlepper steigen. Sie tun es aber, weil sie wissen, dass sie gerettet und nach Europa gebracht werden. Ist das nicht eine Art Nötigung?
    • Me, my shelf and I 29.06.2018 16:06
      Highlight Highlight Nein ist es nicht, Graustufe Rot, diese Leute tun dies aus Verzweiflung. Sie werden genötigt dies zu tun, durch die miserablen Umstände.
      Wir ach so armen Europäer haben die Kapazitäten locker. Da von Nötigung zu sprechen ist äusserst arrogant.
    • dding (@ sahra) 29.06.2018 18:26
      Highlight Highlight Nein wir haben nantürlich nicht die "Kapazität locker" um hundert Milionen Afrikaner hier aufzunehmen.
      ist ja klar.
      Ausserdem migrieren wohl die wenigsten, weil sie tatsächlich bedroht sind. Siehe all die jungen Eritreer hier.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sowhat 28.06.2018 23:29
    Highlight Highlight Ohoh immer mit der Ruhe, nur weil sie einen solchen Vorschlag nicht ablehnt, knickt sie nicht ein. Und sie scheint auch die einzige zu sein, die daran denkt, dass das die Länder in denen diese Auffangstellen sein sollen, evtl auch interessiert.
    Passt bitte eure Wortwahl den Gegebenheiten an. Titel müssen nicht zwingend populistisch sein um angeklickt zu werden.
    • sowhat 29.06.2018 09:46
      Highlight Highlight :) Danke
  • Oh Dae-su 28.06.2018 23:00
    Highlight Highlight Ich frage mich ja, wie man solche Zentren in Afrika realisieren will. Bis jetzt habe ich noch von keiner Afrikanischen Regierung gehört, dass sie bereit wäre ein solches Zentrum in ihren Landesgrenzen zu dulden.
    • mogad 29.06.2018 11:34
      Highlight Highlight Wurde denn schon darüber verhandelt? Und wenn ja mit dem nötigen Druck? Und was wäre wenn die korrupten Regierungen sagen würden: o.k. wir machen diese Lager, aber dann ist Schluss mit billigen Lizenzen für das Plündern unserer Boden- und Meeresschätze?
  • brudi 28.06.2018 22:49
    Highlight Highlight Flüchtlinge werden in solchen Asylzentren direkt um Asyl in Europa ersuchen können. Wieso noch der Umweg über die Seerettung? Mit dieser Massnahme wird der Zustrom von Migranten noch vereinfacht und ungefährlicher. Alle wissen doch von den dutzenden Millionen Menschen, die gen Norden wandern wollen? Diese selbstherrlichen Wiederwahlpolitiker gehen mir aufs Frühstücksei.
  • aglio e olio 28.06.2018 22:14
    Highlight Highlight Orban: «Um die europäische Demokratie wiederherzustellen, müssen wir in diese Richtung gehen. Ich hoffe, dass dies heute passieren wird.»

    Ähm, war es nicht er, der in Ungarn die Grundwerte der europäschen Demokratien durch den Wolf gedreht hat?

    Leider bekommen solche Leute in den europäischen Ländern immer mehr Aufwind. Einen interessanten Artikel dazu gibt es bei der gedruckten Konkurrenz.

    https://www.woz.ch/1826/rechtsbuergerliche-in-europa/die-achse-der-willigen-und-die-autoritaere-wende
    • mogad 29.06.2018 11:39
      Highlight Highlight Andere Sichtweise: Orban hat mit dem raschen Schliessen der Balkonroute verhindert, dass noch eine Million Leute kommen. Nachher konnten sich die andern EU-Länder zurücklehnen und über den hartherzigen Autokraten Orban schimpfen.
    • aglio e olio 29.06.2018 12:07
      Highlight Highlight G. Rot, ich kann den Zusammenhang zu meinem Kommentar nicht erkennen. Erklärst du es mir bitte?
    • Enzasa 29.06.2018 19:26
      Highlight Highlight In Ungarn wurden viele Flüchtlinge angeschrien, im Ungewissen gelassen, eingeschüchtert, eingesperrt oder gewalttätig angegangen.
      Das ist einer Demokratie nicht würdig!
      Dann hetzte und hetzt Orban gegen Muslime obwohl es auch viele christliche Flüchtlinge gibt.
      Außerdem verweigert er sich, Konstruktiv an den Lösungen zu diesem Thema mit zu arbeiten.
      Jemand der Demokratie einschränkt, hat eigentlich in der EU nichts zu suchen.
  • aglio e olio 28.06.2018 22:01
    Highlight Highlight Ich vermisse einen Hinweis auf das, was mit den Menschen geschehen soll, wenn sie in den Sammellagern gesammelt wurden.
    Werden sie dann nach Europa verteilt oder hofft man, dass sie sich wieder auf den Rückweg machen? Oder werden die Lager nur grösser?
    Man muss ja wohl davon ausgehen, dass weiterhin Menschen kommen. Sie sind ja nicht zum Spass unterwegs.

  • Asmodeus 28.06.2018 21:20
    Highlight Highlight Den Rassisten und Nationalisten den Arm zum ausreißen gereicht.
    • mogad 29.06.2018 11:47
      Highlight Highlight Glauben Sie immer noch, dass Leute, die den Schutz der Aussengrenze, sprich ein Ende der grenzenlosen Zuwanderung aus Afrika verlangen Nationalisten und Rassisten sind? Dann muss ich mich wohl auch zu denen zählen. Aber ich würde niemanden im Meer ertrinken lassen oder jemandem den Arm ausreissen. Aber ev. möchten Sie ja jenen, denen Sie Rassismus unterstellen einen Arm ausreissen. Wäre das Ihre Art für eine gerechtere Welt zu kämpfen?
    • Enzasa 29.06.2018 19:38
      Highlight Highlight Graustufe rot
      Asmodeus will garantiert keine grenzenlose Zuwanderung.
      Ich auch n i c h t. Ich kenne auch niemanden der es will.
      Während du auf Abschottung setzt.

      Wünsche ich mir Veränderungen vor Ort.

      Auch ich empfinde auf Abschottung setzen als rassistisch, denn die da unten in Afrika haben hier nichts zu suchen und wenn unsere Konzerne dafür sorgen dass, die Bauern dort reihenweise enteignet werden oder Kinder in Bergwerken sterben, weil sie für uns Rohstoffe schürfen, dann stellen wir uns blind und taub.
      Warum schweigen wir?
  • simiimi 28.06.2018 20:09
    Highlight Highlight War ja klar, denn was Angie richtig gut kann, ist sich nach dem Wind richten um die eigene Haut zu retten.
  • FrancoL 28.06.2018 18:20
    Highlight Highlight Wer denkt dass die Schlepper-Mafia dann nicht einen neuen Einnahmezweig sucht, der ist wohl mehr als nur blauäugig.

    Folgt man etwas den Kennern der Szene sehen diese etliche Probleme in den Aufnahmezentren ausserhalb der EU, diese gehen von den rechtlichen Rahmenbedingungen bis hin zur Sabotage dieser Zentren durch eben diese Schlepper-Mafia.
    Dazu kommt der Kosten und der Zeitfaktor, der alles andere als einfach zu lösen ist.

    Es ist ein möglicher Weg, der wohl als erstes zum Ziel hat das Problem so weit weg von Europa zu halten.

    Ich bin mehr als skeptisch, lasse mich aber gerne belehren.
    • G. Schmidt 28.06.2018 20:24
      Highlight Highlight Das Kriminelle weitermachen ist klar. Das nun aber NGOs sich zum Handlager der Schlepper machen ist nun endlich vorbei...
    • FrancoL 28.06.2018 21:03
      Highlight Highlight @G.Schnmidt; Das Problem ist dass die Kriminellen mit ihrer schier unendlichen Energie jedes Vor Ort Lager zu meinem Minenfeld machen und um so mehr den Zugang zu den Lagern abgrasen. Aber klar Hauptsache man hat seiner Ideologie etwas Luft gemacht und die NGO's angegriffen. Es ist doch immer schön zu sehen wie man die kleineren Probleme über die riesigen Probleme Stülpen mag.
      Eine etwas kindliche Haltung oder ein Zeichen der fehlenden Wertung.
    • DomKi 28.06.2018 21:46
      Highlight Highlight Und ohne dich die Todesfälle kann man so auch reduzieren. Zudem wenn sich dann mal rumspricht kann es ja sein dass sich weniger Flüchtlinge auf den Weg machen. Interessant wäre noch zu wissen wie viele Menschen nur schon innerhalb Afrikas sterben die sich auf einen s so mühevollen Weg machen. Von wem spricht ja keiner. Denn es sind ja Schwarzafrikaner und die kommen von weiter her aus nur Nordafrika.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Domino 28.06.2018 17:48
    Highlight Highlight Merkel sollte abdanken. Sie flattert wie ne Fahne im Wind. Schon gestern sind die CDUler im Bundestag ihr in den Rücken gefallen um sich neu zu positionieren. Der Finanzminister Scholz SPD wollte Kanzlequalitäten zeigen und war dann am Abend im öffentlichen Rechtlichen.

    Zu Fall gebrach hat sie eigentlich Kurz, der die CSU unterstützte und ne Grenzschliessung probte mit dem Bundesheer und Polizei. Er ist der neue selbstbewusste Angelpunkt der europäischen Politik.

    Mit der verlorenen WM wird die Stimmung in DE noch mehr kippen. Ich gebe Merkel noch einen Monat.
    • AdiB 29.06.2018 10:36
      Highlight Highlight jaja, der sebastian kurz und seine partei haben ihre wiederwahl eh schon vermasselt. den kurz loben nur noch richtige rassisten, weil auslönder für jene dass wichtigste thema ist. der rest in österreich macht jetzt die faust im sack. kurz hat es tatsächlich geschaft die 60 stunden woche einzuführen. 12 stunden am tag ohne lohnerhöhungen oder ausgleich. denkst du so macht man sich freund im land. deshalb will ich diese person nicht ernst nehmen und jeder der ihn lobt hat einen an der waffel.
  • Raphael Stein 28.06.2018 16:50
    Highlight Highlight Ich lese die Schlagzeile. Das genügt mir völlig.

    Die EU exportiert subentionierte Lebensmittel nach Afrika.
    Die Bauern dort unten können zu diesen Preisen nicht mitbieten. Und flüchten vom Land in Gettostädte.

    Abgesehen davon, wird sinnlos Erdöl für die Produktion und den Transport dieser Lebensmittel verschwendet.

    Jetzt finde mir einer den Fehler, dann folge er der Geldspur und wo landen wir?



    • D(r)ummer 28.06.2018 20:16
      Highlight Highlight Mindestens in Europa, Amerika und Asien.

    • Sarkasmusdetektor 28.06.2018 21:11
      Highlight Highlight Es geht viel eher z.B. um subventioniertes Milchpulver, das billiger ist als Milch von afrikanischen Kühen. Und weil der Markt der Milchlobby immer noch nicht reicht, soll jetzt auch vermehrt nach Asien exportiert werden.
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 28.06.2018 22:31
      Highlight Highlight @axantas Willst du die einfach vernichten? Wir essen so etwas nicht. Die Praktik verursacht zwar Probleme, aber immerhin wird es gegessen und viele Menschen geben einen grossen Teil ihres Einkommens für Essen aus und wohl froh über günstige Lebensmittel.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pafeld 28.06.2018 16:35
    Highlight Highlight Merkel knickt nicht. Die ist nur so biegbar wie eh und jeh.

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Josef Fischbacher. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus …

Artikel lesen
Link to Article