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Merkel muss jetzt gegen Schulz in den Ring – und das dürfte ihr gar nicht passen

Schulz statt Gabriel, damit hatte sie nicht gerechnet: Angela Merkel bekommt einen anderen SPD-Herausforderer als erwartet. Oder als von ihr erhofft. Einfacher wird es für die Kanzlerin nun nämlich nicht.

Philipp Wittrock



epa05746964 (FILE) - The file picture dated 25 June 2015 shows then European Parliament President Martin Schulz (L) and German Chancellor Angela Merkel (R) at the European heads of state and governments summit at the EU Council headquarters in Brussels, Belgium. According to media reports on 24 January 2017, Martin Schulz has been suggested to run as the Social Democrats candidate for German chancellor instead of the Leader of the Social Democratic Party of Germany (SPD) and Vice Chancellor Sigmar Gabriel. Schulz is meant to challenge conservative Chancellor Angela Merkel in the September 2017 election.  EPA/JULIEN WARNAND

Duell ums Kanzleramt: Schulz und Merkel. Bild: JULIEN WARNAND/EPA/KEYSTONE

Ein Artikel von

Spiegel Online

Es spricht das wahrscheinlich künftige Staatsoberhaupt, und kaum einer hört zu. Als Frank-Walter Steinmeier sich am Dienstagnachmittag in der Unionsfraktion noch einmal offiziell als neuer Bundespräsident empfiehlt, blicken die Abgeordneten von CDU und CSU lieber auf ihre Mobiltelefone, tuscheln aufgeregt miteinander.

Kurz vor Beginn der Sitzung gab es erste Meldungen, jetzt macht die Nachricht die Runde: Sigmar Gabriel will nicht Kanzlerkandidat der SPD werden. Stattdessen soll Martin Schulz, bis vor ein paar Tagen EU-Parlamentspräsident, den Parteivorsitz der Sozialdemokraten übernehmen und Angela Merkel herausfordern. Just während Steinmeier bei der Union spricht, erklärt Gabriel vor der SPD-Fraktion seine Entscheidung. Der Saal liegt nur ein paar Meter neben dem der Union.

epa05747043 (FILE) - The file picture dated 05 June 2016 shows Sigmar Gabriel, German economy minister and leader of Germany's Social Democratic Party (SPD), delivering a speech in Berlin, Germany. According to media reports on 24 January 2017, Martin Schulz has been suggested to run as the Social Democrats candidate for German chancellor instead of the Leader of the Social Democratic Party of Germany (SPD) and Vice Chancellor Sigmar Gabriel. Schulz is meant to challenge conservative Chancellor Angela Merkel in the September 2017 election.  EPA/MAURIZIO GAMBARINI  GERMANY OUT *** Local Caption *** 52804725

Sigmar Gabriel. Bild: EPA/DPA

Angela Merkel ist zu diesem Zeitpunkt natürlich auch im Bilde. Anmerken lässt sie sich in der Fraktionssitzung zunächst nichts, wirklich aufmerksam scheint aber auch sie Steinmeier nicht zu lauschen: Pausenlos tippt sie in ihr Handy, so berichten es Teilnehmer der Sitzung.

Was bedeutet das jetzt? Diese Frage bewegt die Kanzlerin. Ihre erste Einschätzung wird bereits feststehen: Einfacher als gegen Gabriel wird der Wahlkampf gegen Martin Schulz nicht.

Merkel kennt die Zahlen. Ihr Vizekanzler ist in der Bevölkerung lange nicht so populär wie sie. Schulz dagegen hatte sie in den Beliebtheitsranglisten zuletzt zum Teil sogar eingeholt. Nimmt man die persönlichen Umfragewerte als Grundlage, lässt sich daraus nur schlussfolgern: Schulz hat bessere Chancen gegen Merkel als Gabriel. So hat es nicht nur Gabriel für sich bewertet - so haben sie das auch in der Unionsspitze in den vergangenen Wochen immer schon gesehen.

FILE PHOTO: Martin Schulz, Socialist candidate for European Commission president of Germany's Social Democratic Party (SPD), gestures before a press briefing after Sunday's European Parliament election in Berlin May 26, 2014.    REUTERS/Thomas Peter/Files

Martin Schulz. Bild: THOMAS PETER/REUTERS

Nach aussen demonstrierte man Gelassenheit, nach dem Motto: Uns doch egal, mit wem die SPD gegen uns verliert. Intern aber rechneten sie in CDU und CSU damit - oder besser: sie hofften, dass Gabriel bei der Spitzenkandidatur diesmal zugreift und Schulz Steinmeier im Auswärtigen Amt nachfolgen würde. «Wir werden jetzt weder in Panik noch in Depression verfallen», kommentiert CDU-Vize Thomas Strobl am Dienstag als einer der ersten die Überraschung beim Koalitionspartner.

Die Strategen im Konrad-Adenauer-Haus und in der Fraktionsspitze werden sich nun neu überlegen müssen, wie Schulz in Schach zu halten ist. Generalsekretär Peter Tauber gibt sich erst einmal zurückhaltend:

Das Überraschungsmoment ist jetzt klar auf Seiten der SPD. Gabriels Befreiungsschlag kann der Partei einen Motivationsschub verpassen. Schlägt sich dieser auch in den noch immer katastrophalen Umfragewerten nieder, und verringern die Sozialdemokraten kurzfristig den Abstand zur Union, könnte das auch im Unionslager für Nervosität sorgen.

epaselect epa05744625 German Chancellor Angela Merkel (R) gestures in front of a hand mirror during the reception of the members of the Homburger Carnival Club at the Chancellery in Berlin, Germany, 23 January 2017. Merkel greeted members of the German Carnival Association of various federal states ahead of the carnival celebrations in the country in February 2017.  EPA/FELIPE TRUEBA

Angela Merkel. Bild: FELIPE TRUEBA/EPA/KEYSTONE

Und das in einer sensiblen Phase: Merkel kann sich der Unterstützung der eigenen Leute seit der Flüchtlingskrise nicht mehr zu hundert Prozent sicher sein. Zwar hatten sich die Unionswerte gerade langsam wieder der 40-Prozentmarke angenähert, für Anfang Februar ist zudem eine Versöhnungsklausur mit der CSU angesetzt. Kleine Rückschläge aber können grosse Auswirkungen haben.

Klare Kante gegen die Grosse Koalition

Merkel muss damit rechnen, dass Schulz im Wahlkampf deutlich klarere Kante gegen sie zeigen wird, als Gabriel es je hätte tun können. Zum einen ist er nicht in die Kabinettsdisziplin eingebunden, zum anderen verkörpert er nicht die Grosse Koalition der vergangenen Jahre. Genau damit begründet Gabriel nun unter anderem seinen Verzicht. Mit anderen Worten: Die SPD will keine neue GroKo. Genau diesen Kurs wird Schulz nun im Wahlkampf vorgeben müssen. Das könnte den Wahlkampf spannender machen, weil die Alternativen deutlicher werden.

Für Merkel macht es die Angelegenheit komplizierter: Sie wird sich nicht so einfach auf ihre ewige Rückzugsoption Grosse Koalition berufen können. Gabriel wäre mit einem Anti-GroKo-Kurs jedenfalls weniger glaubwürdig gewesen.

Schulz' Kandidatur mag unterm Strich überraschend kommen, ein Unbekannter ist er für Merkel nicht. Sie kennt ihn als Mann des klaren Wortes, ihr ist bewusst, dass er ein guter Wahlkämpfer sein wird. Jahrelang hat sie mit ihm auf europäischer Bühne eng mit dem EU-Parlamentspräsidenten zusammengearbeitet. Als Mr. Europa sahen daher auch viele Christdemokraten in ihm die ideale Besetzung als Aussenminister.

Nun kommt es anders.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beobachter24 26.01.2017 14:30
    Highlight Highlight "Merkel muss jetzt gegen Schulz in den Ring – und das dürfte ihr gar nicht passen"

    Sorry, aber das halte ich für eine Nebelpetarde.
    Die stecken schon längst unter einer Decke.

    Entweder Merkel wird nochmals Kanzlerin und Schulz übernimmt das "Äussere" oder die "Verteidigung", oder Schulz wird selber Kanzler.
    Letzteres halte ich für den einzig spannenden Fall: Falls die SPD "siegt" und wirklich den Kanzler stellen darf, dann wird Mutti abtreten. Die Frage wäre dann, wer von der CDU einen der wichtigen Minister-Posten übernehmen soll.
    1 0 Melden
  • Peter Rohr 25.01.2017 07:06
    Highlight Highlight Ein hoch auf unsere Kanzlerette…beste Worthülsen-Expertin ever !!!
    3 2 Melden
  • Spooky 25.01.2017 03:38
    Highlight Highlight Dieses Daumen-Zeitfinger Zeichen hat Schulz von Trump geklaut.
    0 2 Melden
    • Spooky 25.01.2017 07:41
      Highlight Highlight Hallo Watson
      Ich habe nicht Zeitfinger geschrieben, sondern Zeigfinger.

      Werdet nicht fies, Watson!
      0 5 Melden
  • Domino 25.01.2017 03:15
    Highlight Highlight Ich hoffe die AFD stellt Alice Weidel oder Nicolaus Fest auf. Petry, Höcke und Gauland sind nicht Mehrheitsfähig.
    1 4 Melden
    • grünezecke #fcksvpafd 25.01.2017 09:31
      Highlight Highlight die afd ist nicht mehrheitsfähig!
      3 3 Melden
  • SVARTGARD 25.01.2017 00:29
    Highlight Highlight .
    User ImagePlay Icon
    3 1 Melden
    • Peter Rohr 25.01.2017 07:47
      Highlight Highlight putzig
      1 1 Melden
  • Donald 24.01.2017 23:54
    Highlight Highlight Ich mag zwar seine Meinung nicht (auch nicht seinen German Weirdo Look). Aber er ist wohl einer der ehrlichsten Politiker.
    10 11 Melden
    • Peter Rohr 25.01.2017 07:07
      Highlight Highlight Also verstellen tut der sich nicht, ob man ihn nun mag oder nicht…und wer mag ihn schon.
      0 3 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:02
      Highlight Highlight Rohr@ Ich!
      2 0 Melden
  • Majoras Maske 24.01.2017 23:02
    Highlight Highlight Ich fand Merkel hat gut und vernünftig regiert, aber besonders auf dem europäischen Parkett zu viel ausgesessen. Von daher bin ich froh, dass sie mit "Mister Europa" einen guten Konkurrenten bekommt und denke schon, dass Schulz für Deutschland und Europa ein besserer Kanzler wäre.
    Und für die Demokratie ist es auch gut, wenn der Wahlkampf nicht nur auf AfD gegen "die Etablierten" fokussiert.
    13 10 Melden
    • FrancoL 25.01.2017 00:04
      Highlight Highlight Gehe mit Dir einig, mit der Einschränkung dass die SPD in einen zu tiefen Loch sitzt und Schulz da nur wenige Prozente zusätzlich beisteuern wird.
      8 3 Melden
    • Majoras Maske 25.01.2017 01:10
      Highlight Highlight Die SPD schwächelt, ja. Und das ist auch absolut selber verschuldet. Wenn sie denken, dass nur ein neues Gesicht reicht, dann werden sie grandios scheitern.

      Die Königsfrage wird aber sein, ob die AfD auf Kosten der Linkspartei gewinnt oder auf Kosten der CDU und wie viel es sein wird.
      Und natürlich kann sich der Wahlkampf in viele Richtungen entwickeln. Vielleicht kommen ja wieder Flüchtlinge, das Resultat von Frankreich könnte auch einen Einfluss haben oder genau so gut Trumps Politik (und das meine ich nicht so, als würde das nur die AfD antreiben).
      3 0 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:00
      Highlight Highlight Gut, Maske, das hoffe ich auch. Das wäre die AfD auch gar nicht wert! Es genügt, wenn sich die beiden Merkel und Schulz wirklich hart und fair bekämpfen! So, dass die AfD überhaupt nie genannt noch deren Themen aufgenommen werden. Die Flüchtlingspolitik sollte ein Thema sein, mehr jedoch das Thema Sicherheit. Es sollten einleuchtende Slogans entwickelt werden, wieviele Moslems friedlich sind, wieviele Kriminell. Der Anteil krimineller Moslems in Deutschland liegt bei 0.04%!! Dafür brauchen wir keine AfD, selbst wenn sie noch brüllt, wir hören gar nicht hin!
      4 1 Melden
  • Sophia 24.01.2017 22:35
    Highlight Highlight Respekt vor Gabriel! Der Schulz ist mir vom Wahlkampf gegen den Junker um das Präsidentenamt der EU-Kommision bekannt. Zu verbindlich aber fair! Ich hoffe jetzt aber auf einen lebhafteren, harten Wahlkampf zwischen ihm und Merkel, in dem die Populisten einfach gar nicht mehr wahrgenommen werden und nicht ins Parlament kommen. Für mich sind die Deutschen so wie so die gefestigsten Demokraten Europas und Deutschland Europas Seele. (Ja, ja, ihr Patrioten, natürlich die Schweiz ausgenommen!)
    17 10 Melden
  • sowhat 24.01.2017 21:11
    Highlight Highlight Es ist alles andere als eine Überraschung, die Union wird sich mit diesem Szenario längst ausseinander gesetzt haben. Und Merkel wohl erst recht.
    15 3 Melden
  • Peter Rohr 24.01.2017 21:01
    Highlight Highlight Im Grunde ist es ja bumbl wer von den Beiden Kanzler spielt--….
    9 10 Melden
  • SVARTGARD 24.01.2017 20:58
    Highlight Highlight Dat macht meine geliebte Angela😂🍺
    7 7 Melden
  • FrancoL 24.01.2017 20:08
    Highlight Highlight Ich gehe davon aus, dass Schulz für die SPD einige Prozentpunkte mehr herausholen wird, aber mehr als 3-4% werden es wohl nicht sein. So wird die SPD auf einer (zu) tiefen Stufe sich einpendeln.
    Die Frage ist woher kommen diese Prozente und da scheint Merkel und die CDU diesen Verlust zu fürchten. Würde das zutreffen dann könnet die AfD von einer zusätzlich geschwächten CDU profitieren.
    Doch letztendlich dürfte es auch mit Schulz wieder zu einer grossen Koalition kommen, auch wenn Schulz diese nicht im Vordergrund sieht. Viele Alternativen gibt es in Deutschland zur Zeit nicht.
    9 4 Melden
    • Amboss 25.01.2017 09:07
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Schulz ist sicher nicht derjenige, der die Massen mitreisst.
      Aber er ist trotz Formschwäche der CDU und Frau Merkel chancenlos auf das Kanzleramt.

      Und da die AfD selber immer wieder dafür sorgt, dass sie für die grosse Masse unwählbar ist und Grüne, FDP und auch Linkspartei sich im Dauertief befinden, wird es auf Jahrehinaus "GroKo" heissen.

      Chancen für die SPD, aus diesem Jammertal rauszukommen sehe ich nur darin, wenn sie endlich auf Länderebene Rot-Rot-Grün wagt, wo dies möglich ist.
      Dies könnte durchaus auch national Ausstrahlung haben.
      1 1 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:15
      Highlight Highlight Ich nehme einmal an, dass es die CDU schafft, auf der rechten Seite Positionen zu besetzen, damit dort die AfD nicht profitieren kann. So, wie ich die Stimmung in der CDU ausmache, sind da längst schon Erkenntnisse angekommen und auch die nötigen Leute, die das umsetzen. Die CDU und auch die SPD haben im Gegensatz zur AfD genügend Intellektuelle, die einen gescheiten Wahlkampf lancieren können, da bin ganz sicher! Gescheit beinhaltet auch Raffinesse und Taktik, welche von den Frustierten und Enttäuschten auch verstanden wird. Gescheit eben!
      2 0 Melden
    • FrancoL 25.01.2017 12:57
      Highlight Highlight @Amboss; Ich staune (positiv) ab Deiner völlig richtigen Aussage:
      "Chancen für die SPD, aus diesem Jammertal rauszukommen sehe ich nur darin, wenn sie endlich auf Länderebene Rot-Rot-Grün wagt, wo dies möglich ist.
      Dies könnte durchaus auch national Ausstrahlung haben."
      Diese Aussage könnte man so zusammenfassen: Wenn die SPD wieder ihre Kernthemen mit denen die ihnen am nächsten sind auf ihre Agenda nimmt, könnte sie aus dem Jammertal kommen, sehe ich auch so.
      1 0 Melden
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  • Siebenstein 24.01.2017 19:08
    Highlight Highlight Jetzt, da sich die SPD unerwarteterweise vom Chaschperli Gabriel lösen konnte hat das deutsche Volk tatsächlich die Qual der Wahl...wer hätte es gedacht...
    6 15 Melden
  • Oberon 24.01.2017 19:05
    Highlight Highlight Dann wird die Wahl doch noch hoch interessant.
    Obwohl ich ein klarer Fan von Frau Merkel bin ist Herr Schulz eine echte Alternative für die deutschen Wähler.
    Die Frage ist nur wieweit ihm die pro EU Haltung schaden könnte.
    16 15 Melden
    • phreko 24.01.2017 22:58
      Highlight Highlight Europa ist und bleibt ein muss. ÜZerfällt die EU, dann bricht das blanke Chaos aus. Und sowieso, Deutschland ist der grösste Profiteur des Euros und der billigen und anderswo ausgebildeten Arbeitskräfte, da ist die Merkel etwa gleich pro EU, und dies aus ganz kühl rationalen Gründen.
      6 5 Melden
    • Sophia 25.01.2017 11:23
      Highlight Highlight phrego@ Das sehe ich auch so, es gibt zur EU keine Alternative!
      Aber dass die Deutschen alleine vom Euro profitieren ist nicht richtig. Ein Bsp.: Spanien, da liefen die Leute weg und suchten bei uns und überall im Norden Arbeit. Dann kam die EU und Spanien hatte 2008 noch 8% Arbeitslose, so wenig wie seit 30 Jahren nicht. Die spanische Börse galt als die überragende Anlageklasse. Dann kam eine rechte Regierung, die den Immobilienmarkt bis zum Platzen aufblies und alles ging vor die Hunde. In Italien der Berlusconi, in Griecheland das Chaos und die Korruption! Und an allem ist der Euro Schuld?
      4 0 Melden
    • Amboss 27.01.2017 08:46
      Highlight Highlight @Sophia: Ist das dein Ernst? Eine bürgerliche Regierung hätte die spanische Immobilienblase verursacht? Sorry, darüber kann ich nur lachen.
      Verursacht hat das ganze der Euro - und zwar an den 8% Arbeitslosen wie auch die Immobilienblase.
      Wegen dem Euro waren die Zinsen so billig wie nie verschulden lohnte sich (ist ja durch alle Eurostaaten abgesichert). Auf Pump wurde dann gebaut wie wild (deshalb tiefe Arbeitslosigkeit) - bis das ganze platzte.
      Das ganze war völlig unkontrollierbar - gut möglich, dass die Regierung das ganze noch angefeuert hat - aber sicher nicht verursacht.
      0 1 Melden
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