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epa05135908 (FILE) A file picture dated 09 October 2015 shows Frauke Petry, Speaker of the right-wing populist political party Alternative for Germany (AfD, Alternative fuer Deutschland), speaking about refugee and migration policies during a press conference in Berlin, Germany. The head of the anti-migrant AfD party, Frauke Petry, told local media on 30 January 2016, that border security officials should use their guns to fire at migrants who try to enter the country illegally. 'We need comprehensive controls so that there are no longer so many unregistered migrants entering via Austria,' Petry told the newspaper Mannheimer Morgen. Police officers must prevent illegal immigration, 'making use of their guns as a last resort. Just as the law says.' Petry's comments have attracted criticism from the center-left and pro-migrant parties. Nonetheless, her party's increasingly radical stance on the migrant crisis has proven popular among many voters dismayed by Germany's chaotic handling of the huge influx in arrivals, which saw 1.1 million asylum seekers enter Germany last year.  EPA/BERND VON JUTRCZENKA

Frauke Petry soll im Privatjet nach Russland geflogen sein. Bild: EPA/DPA

Nächster Skandal bei der AfD: Russen sollen Politiker im Privatjet eingeflogen haben



Eine Delegation aus drei AfD-Politikern soll im Jahr 2017 auf Kosten Russlands in einem Privatjet nach Moskau gereist sein. Dies berichtete die «Frankfurter Allgemeine Zeitung».

Den Flug bestätigten zwei Teilnehmer der Reise, der Europaabgeordnete Marcus Pretzell und der Vorsitzende des AfD-Satzungsausschusses Julian Flak. Auch die frühere AfD-Vorsitzende Frauke Petry sei bei der Reise dabei gewesen. Laut des Berichts habe sie sich aber nicht zu den Vorwürfen geässert.

Der Flug im Privatjet habe rund 30'000 Franken gekostet. Nach Angaben der «FAZ» sei dies der erste bekanntgewordene Fall einer Zahlung dieser Grösse aus Russland an die AfD.

Schon im Frühjahr 2017 hatte es in AfD-Kreisen Gerüchte über eine teure Flugreise gegeben. Erst nach den Stellungnahmen von Pretzel und Flak gibt es nun einen Beleg für die Geldgeber. Pretzel sagte, die Abgeordneten seien nicht im Parteiauftrag in Moskau gewesen.

Der Vorfall könnte zum Problem werden

Die Politiker hätten die Kostenübernahme aus russischen Quellen an ihre Parlamentsverwaltungen in Brüssel und Sachsen melden müssen. Dies sei aber nicht geschehen. Weiter heisst es in dem Bericht, dass es sich zudem um eine illegale Parteispende aus dem Ausland handeln könnte. Dies wäre der Fall, wenn die Übernahme der Flugkosten eine Einnahme im Sinne des Parteigesetzes sei.

Eine Erklärung, wer genau aus Russland die Kosten übernommen hatte, gab es zunächst nicht. 

Sowohl der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), als auch der Grünen-Abgeordnete Omid Nouripour forderten weitere Aufklärung von Seiten der AfD: «Für welchen Landtags- oder auch Bundestagsabgeordneten würde ein russischer Geldgeber ein Privatflugzeug chartern und dafür 30'000 Franken zahlen?»

Petry sei offenbar als «unterstützenswerte Person angesehen» worden, sagte Röttgen der FAZ.

«Damit ist die AfD der verlängerte Arm Putins im deutschen Parlament.»

Omid Nouripour

Laut Omid Nouripour sei es das erste Mal, dass sich eine bisher nur angenommene Verbindung zur AfD nachweisen lasse. Das sei fatal und schockierend: «Damit ist die AfD der verlängerte Arm Putins im deutschen Parlament.»

Auch der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland kritisierte den Vorfall laut «AZ: «Den geldwerten Vorteil, den Petry, Pretzell und Flak augenscheinlich angenommen haben, wurde beim Bundesvorstand nicht angezeigt. Wir werden uns schnellstmöglich um Aufklärung in dieser Sache bemühen.»

(watson.de)

«Schämen Sie sich» - Politiker explodiert bei Curios Rede

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Edwin Schaltegger 24.05.2018 15:41
    Highlight Highlight @Raembe: Nach ihrer Interpretation würde das ja heissen, dass 13% aller deutschen Wähler Nationalsozialisten = "Nazis" sind.
    Die AfD wird von ihren Gegnern konsequent in die
    "braune Ecke" gestellt. Dies entspricht einfach nicht der
    Realität.
  • Waedliman 23.05.2018 11:08
    Highlight Highlight Und es wird weiterhin Fans der russischen Politik geben, die das alles für Fake News halten und glauben, dass die Russen eigentlich den Weltfrieden wollen ;-)
  • Edwin Schaltegger 22.05.2018 10:54
    Highlight Highlight Mit allen möglichen und unmöglichen Mitteln versuchen die bei den Wahlen gescheiterten Regierungsparteien die AfD zu diskreditieren. Es ist ein Witz, dass die SP nach einer solchen Wahlschlappe in der deutschen Regierung sitzt und gut dotierte Ministerposten besetzt. 13% der deutsche Wähler die AfD wählten, fühlen sich doch "beschissen". Im deutschen Politsystem ist der "Wurm" drin.
    • manhunt 22.05.2018 11:51
      Highlight Highlight wieso ist es ein witz, dass die spd mit 20,5% neben der union mit 33% in der regierung sitzt? da ist die afd mit ihren 12,6% immer noch abgeschlagen, eine klare mehrheit der deutschen hat sich eben NICHT für die afd entschieden.
    • Raembe 22.05.2018 12:42
      Highlight Highlight *SPD
      SP ist ne Schweizer Partei.
      Die SPD besitzt 18% und ist im Gegensatz zur AFD Kompromissfähig.

      Btw. Die AFD wollte ne Oppositionspartei sein und das ist sie nun...
    • swisskiss 22.05.2018 12:49
      Highlight Highlight Edwin: Richtig erkannt! Aber das ist nicht das Thema.
      Die Diskreditierung in diesem Fall machen die (ex) Beteiligten der AfD schon selbst.

      Den Medien einen Vorwurf zu machen, dass solch ein Fall aufgedeckt und verbreitet wird,ist gelinde gesagt absurd und ignoriert den Auftrag der Medien zur Informationspflicht.

      Du ganz persönlich konstruierst hier eine böse Absicht der Presse mit dementsprechender Empörung.

      Es wirkt ein wenig tragisch, wenn Du richtigerweise die Ignorierung der AfD Wähler durch die Deutsche Politik beklagst und gleichzeitig mit solch einem Kommentar die Erklärung lieferst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zarzis 22.05.2018 10:12
    Highlight Highlight Na als CDU würde ich jetzt nicht so auf diesen Fall aufspringen. Wurde doch gerade gestern berichtet, dass die CDU - FDP von der Waffenschmide Henkel - Koch Bestechungsgelder Kassierten um Waffenexporte zu Vereinfachen.
    Dagegen ist der AFD Flug noch ne kleine sache. Aber es zeigt sich halt, alle Politiker sind Bestächlich. Nur warum sollte man Linke Kaufen, wenn man fürs selbe Geld 2 Bürgerlicher, bekommt?
  • rodolofo 22.05.2018 07:06
    Highlight Highlight Das wundert mich jetzt überhaupt nicht.
    Dass Russland im "Westen" 5.Kolonnen unterstützt, die ein autoritäres, Rechtsnationalistisches "Demokratur"-Modell etablieren sollen, das sich dann in das "Ost-Imperium" eingliedern soll, als Wiederauferstehung des "Ostblocks", ist schon lange kein Geheimnis mehr.
    Paradoxerweise beobachten wir eine "Internationalisierung Nationalistischer Bewegungen", was eigentlich ein Widerspruch ist.
    Aber das ganze Leben ist widersprüchlich!
    Fehlt nur noch die "Nationalisierung Internationalistischer Bewegungen"...
    Ach ja, die gibt es ja bereits: Die Öko-Fundis!
    • el heinzo 22.05.2018 09:34
      Highlight Highlight Mitten auf die Zwölf, rodolofo! 😄👍🏼
    • Factfinder 22.05.2018 21:16
      Highlight Highlight Also sind die Bewegungen unlogisch, weil diejenigen die ihnen Labels wie "Nationalistisch" verpassen unlogische Dinge erzählen wie "internationalisierung nationalistischer Bewegungen"?
      Dass die Bewegungen ganz simpel nicht so nationalist sind wie es gewisse Warnschreier gerne behaupten, scheint keine Option zu sein? Obwohl die einzig logische?
    • el heinzo 23.05.2018 12:48
      Highlight Highlight @Factfinder „Flat Earth Theory“. Auch etwas für dich? Du magst es ja gerne zweidimensional.
    Weitere Antworten anzeigen

«Die AfD plant den Staatsstreich» – eine Aussteigerin packt aus

Franziska Schreiber war vier Jahre lang Mitglied der AfD. Zuerst als Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, dann als Mitglied im Bundesvorstand. Kurz vor den Bundestagswahlen im Herbst 2017 trat die 27-Jährige aus der Partei aus. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie vor ihrer ehemaligen Partei warnt.

Frau Schreiber, wenn Sie noch in der AfD wären, und wenn die AfD stärkste Partei wäre in Deutschland, könnte ich dann dieses Interview mit Ihnen noch führen?Franziska Schreiber: Nein, könnten Sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass Sie dann als Journalist in Deutschland gar keine Lizenz mehr hätten. Sie sind, in der Sprache der AfD-Funktionäre, Schreiberling eines «linksrotgrün versifften Mediums», das man um jeden Preis eindämmen müsste. Die Medienlandschaft würde gesäubert, wer …

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