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27.08.2018, Sachsen, Chemnitz: Polizisten stehen in der Innenstadt am Karl-Marx-Monument bei einer Kundgebung der rechten Szene, um ein Aufeinanderprallen von rechten und linken Gruppen zu verhindern. Nach einem Streit war in der Nacht zu Sonntag in der Innenstadt ein 35-jaehriger Mann erstochen worden. Die Tat war Anlass für spontane Demonstrationen, bei denen es auch zu Jagdszenen und Gewaltausbruechen kam. (KEYSTONE/DPA/Jan Woitas)

Polizisten stehen in der Chemnitzer Innenstadt am Karl-Marx-Monument bei einer Kundgebung der rechten Szene, um ein Aufeinanderprallen von rechten und linken Gruppen zu verhindern. Bild: dpa

Hitlergrüsse und mehrere Verletzte: Der Rassisten-Aufmarsch in Chemnitz im Überblick

28.08.18, 02:30 28.08.18, 10:08


Was ist geschehen?

Bei Protesten tausender rechter und linker Demonstranten in der Chemnitzer Innenstadt sind am Montagabend mindestens sechs Menschen verletzt worden. Aus beiden Lagern wurden Feuerwerkskörper und Gegenstände geworfen.

Laut Polizei wurden am späten Abend zudem vier Teilnehmer der rechten Demonstration Pro Chemnitz bei der Abreise durch 15 bis 20 Angreifer verletzt. Teilnehmer berichteten von einer aggressiven Stimmung. Zur Schwere der Verletzungen wurden keine Angaben gemacht, doch zwei Personen mussten ins Spital gebracht werden.

Mehr Einzelheiten zu den Vorfällen und den Liveticker findest du hier:

Wie kam es dazu?

Anlass des Protestes und einer Gegendemonstration waren gewalttätige Ausschreitungen am Wochenende am Rande des Stadtfestes in Chemnitz. Dieses war nach einem Tötungsdelikt abgebrochen worden: Ein 35 Jahre alter Deutscher war durch Messerstiche getötet worden, zwei weitere Menschen erlitten schwere Verletzungen. Gegen einen 23 alten Syrer und einen 22 Jahre alten Mann aus dem Irak wurde am Montag Haftbefehl wegen Totschlages erlassen.

Die Bluttat wurde Auslöser für fremdenfeindliche Ausschreitungen in der Stadt bereits am Sonntag. Nach einer von der AfD organisierten Spontankundgebung mit rund 100 Teilnehmern zogen am Sonntagnachmittag dann rund 800 Menschen durch die Innenstadt. Dazu aufgerufen hatte eine rechtsextreme Hooligangruppe. Die Situation hatte sich hochgeschaukelt, auch befeuert durch Gerüchte in den sozialen Netzwerken.

Polizisten wurden mit Flaschen und Steinen beworfen. Videos im Internet zeigten, wie Migranten angegriffen und «regelrecht gejagt» wurden.

5000 «Pro Chemnitz»-Teilnehmer

Nach einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks MDR nahmen an der Demonstration der rechten Bürgerbewegung Pro Chemnitz am Montag etwa 5000 Menschen teil. Auch mehrere hundert linke Gegendemonstranten zogen durch die Stadt, wie ein AFP-Reporter berichtete.

epa06977355 Right wing protesters gesture towards police in riot gear as they gather at the place where a man was stabbed in the night of the 25 August 2018, in Chemnitz, Germany, 27 August 2018. A 35-year-old man reportedly was stabbed and died shortly after what police described as a 'scuffle between members of different nationalities' at a city festival. The incident kept police and the city government busy since then as there were several spontaneous marches of hundreds of right-wing supporters in Chemnitz.  EPA/FILIP SINGER

Rechte Demonstranten am Montag in Chemnitz.  Bild: EPA/EPA

Zwischenfälle an der Demo

Teilnehmer berichteten von einer aggressiven Stimmung. Wegen mehrerer Vermummungen hielt die Polizei den Zug der rechten Bürgerbewegung Pro Chemnitz an, wie sie weiter mitteilte. Einige Neonazis haben zudem den Hitlergruss gezeigt haben – zum Teil direkt vor den Beamten.

Seit dem frühen Abend hatte die Polizei versucht, ein Aufeinanderprallen von rechten und linken Gruppen zu verhindern. Die rechte Szene hatte am Karl-Marx-Monument eine Kundgebung mit einem Aufzug durch die Innenstadt beantragt. Am Monument wurde ein Transparent mit dem Spruch «Deitsch un' frei woll'n mer sei» des Dichters Anton Günther (1876-1937) angebracht.

Gut eine Stunde vorher hatten zahlreiche Menschen gegen rechte Gewalt demonstriert, nur wenige Meter vom rechten Lager getrennt. Nach dieser Kundgebung im Stadtpark von Chemnitz drängten Hunderte Demonstranten in Richtung der Kundgebung der rechten Szene auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Dort skandierten sie Parolen wie «Nationalismus raus aus den Köpfen» und «Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda».

Polizei war nicht Herr der Lage

Nachdem sich die beiden Demonstrationen am Montagabend aufgelöst hatten, räumte ein Polizeisprecher Personalmangel in den eigenen Reihen ein. Man habe mit einigen Hundert Teilnehmern gerechnet und sich entsprechend vorbereitet, aber nicht mit einer solchen Teilnehmerzahl, sagte er auf Anfrage der Nachrichtenagentur DPA. «Der Einsatz verlief nicht störungsfrei.»

Nach Einschätzung der Polizei am Abend konnte eine Eskalation und ein Aufeinandertreffen der beiden Lager nur mit Mühe verhindert werden. Die Polizei hatte auch Wasserwerfer aufgefahren. Allerdings musste davon kein Gebrauch gemacht werden.

Noch am Nachmittag hatte Polizeipräsidentin Sonja Penzel versichert, es seien ausreichend Kräfte angefordert worden. Es werde nicht zugelassen, dass Chaoten die Stadt vereinnahmen, sagte sie.

Am Nachmittag klang alles noch anders.

Was sagt die Politik dazu?

Bereits im Vorfeld hatten deutsche Politiker die Eskalation scharf kritisiert. «In Deutschland ist kein Platz für Selbstjustiz, für Gruppen, die auf den Strassen Hass verbreiten wollen, für Intoleranz und für Extremismus», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagnachmittag in Berlin.

«Solche Zusammenrottungen, Hetzjagden auf Menschen anderen Aussehens, anderer Herkunft, oder der Versuch, Hass auf den Strassen zu verbreiten, das nehmen wir nicht hin, das hat bei uns in unseren Städten keinen Platz, und das kann ich für die Bundesregierung sagen, dass wir das auf das Schärfste verurteilen», betonte Seibert.

Auch die rechtspopulistische AfD hatte sich von der Gewalt distanziert. Ihre Spontandemonstration habe «nichts, aber auch gar nichts, mit den anschliessend stattgefundenen Jagdszenen in der Stadt zu tun» gehabt, erklärte der sächsische Parteichef Jörg Urban.

Österreichs konservativer Bundeskanzler Sebastian Kurz, der mit der rechtspopulistischen FPÖ regiert, schrieb am Montagabend auf Twitter: «Ich bin erschrocken über die neo-nazistischen Ausschreitungen in Chemnitz. Vorfälle wie diese sind auf das Schärfste zu verurteilen!» (sda/dpa/afp)

Aktuelle Polizeibilder:

Mit Liebe und Humor gegen Nazi-Schmierereien

Video: srf

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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dan2016 28.08.2018 14:25
    Highlight ich kann nachvollziehen, dass etliche Beiträge gelöscht wurden. Ich verstehe auch, dass es das letzte Mittel ist. Trotzdem, es ist schade für die Community. Und zumindest könnte man das Problem teilweise damit lösen:
    1. den anderen Teilnehmern zugang zu sämtlichen Beiträgen von mir öffnen, damit diese mich nicht isoliert anhand eines vielleicht ungeschickten Beitrages beurteilen müssen (und antworten müssen)
    2. Beiträge von alten (nicht chronisch unter der Gürtellinie argumentierenden) Teilnehmern stehen lassen, da wäre vermutlich eine Diskussion nämlich sinnvoll....
    3 1 Melden
    • dickmo 28.08.2018 14:40
      Highlight @dan2016: 1. Mit Ihrem Nickname sollten ihre Kommentare eigentlich googlebar sein, sodass niemand Sie anhand eines isolierten Beitrages beurteilen muss. 2. Kommentare, die neofaschistisches AfD-Vokabular beinhalten filtern wir ab nächster Woche automatisch aus. Das übernehmen wir nicht. Ansonsten gilt: Zum Thema der Geschichte kommentieren, nicht ausfällig werden, keine Beleidigungen an andere User, pauschale Medienkritik oder Verschwörungstheorien. Vielen Dank!
      7 10 Melden
    • dan2016 28.08.2018 15:02
      Highlight @dickmo, danke für die rasche Antwort (und nicht dass ich jemals zensuriert wurde - ich gehöre definitive nicht zu denen, die neofaschistisches Vokabular verwenden.
      Danke für den Tip mit 'googlebar.' Habe nicht so gesucht, sondern mit Klick auf den Nickname (wie es beim Standard.at, dem FRUEHER zweitbesten Forum funktioniert)
      1 1 Melden
  • Rhabarber 28.08.2018 11:42
    Highlight "Vorfälle wie diese sind auf das Schärfste zu verurteilen." ... So so ... Wenn das mal keine Lippenbekenntnisse von Rechtsparteien sind. Sobald die Macht gesichert ist, werden solche Vorfälle wieder Normalität sein. Der Blick zurück in die Geschichte zeigt, wie es geht.
    12 11 Melden
  • Ritiker K. 28.08.2018 11:35
    Highlight Nur ein subjektiver Eindruck, da auch fast nur Bilder von den rechten Demonstranten sichtbar sind. Ich sehe keine Frauen.
    9 5 Melden
  • Waedliman 28.08.2018 11:21
    Highlight Es gibt Menschen im Osten, die sich seit der Wende als Opfer sehen. Wendeopfer, Arbeitslosigkeitsopfer, Verdrängungsopfer durch besser ausgebildete Menschen vor allem aus dem Westen und eben auch durch Migranten, die ihnen "die Arbeitsplätze wegnehmen", was Quatsch ist, zumal es im Osten Deutschlands kaum Migranten gibt. Die Menschen sind frustriert und aufgrund der Zustände in der DDR auch gewöhnt gewesen, dass man ihnen alles in den Hintern schiebt. Dieses Anspruchsdenken wurde an die Kinder weitergegeben. Wir brauchen eine weitere Generation, damit sich was ändert.
    13 7 Melden
  • Chanich das ändere? 28.08.2018 10:37
    Highlight Wenn zwei sich streiten, freut sich der dritte.

    Die Systematik hinter den Demos und Gegendemos macht mir grosse Sorgen. Denn weder die eine noch die andere Seite scheint zu merken, dass sie sich instrumentalisieren lassen. Der Feind sind nicht "die anderen".

    Mit "teile und herrsche" ist schon mancher an Macht gekommen. Selten zum Vorteil der Gesellschaft. Und es passiert - aber keiner merkt's, weil sie sich einreden lassen, "die anderen" seien die Bösen.

    Den Kampf "links gegen rechts" können wir nur verlieren. Gewinnen wird ihn jemand anderes, mit naturgemäss nicht so netten Absichten.
    8 13 Melden
    • peeti 28.08.2018 11:18
      Highlight Hier gibts kein "links gegen rechts". Wenn unschuldige Bürgerinnen und Bürger auf offener Strasse aufgrund einer möglicherweise ausländischen Herkunft verfolgt werden, ist die gesamte Gesellschaft in der Pflicht. Da gibt es kein Dazwischen. Entweder man heisst das gut und sympathisiert mit nazistischem Gedankengut oder man spricht sich dagegen aus.
      21 14 Melden
    • Heinz Schmid 28.08.2018 11:50
      Highlight @peeti Ein wahres Wort!
      Man ist nicht links, wenn man nicht rechtsextrem ist.
      13 2 Melden
    • Chanich das ändere? 28.08.2018 12:13
      Highlight "links gegen rechts" steht stellvertretend für wer auch immer gegen wer auch immer...

      Es ist richtig, die ganze Gesellschaft ist in der Pflicht, weil durch solche Konflikte stets auch die ganze Gesellschaft verliert.

      Dennoch ist es eben genau brandgefährlich, wenn man postuliert, es gäbe kein "dazwischen". Genau dadurch werden die Leute in die Extreme gezwungen.

      Wollen wir aber die Gesellschaft zum Gewinner machen, gibt es NUR den Mittelweg. Nur ein miteinander statt gegeneinander bringt uns weiter.

      Wenn die Gesellschaft weiter geteilt wird, wird unsere Zukunft jemand anderes bestimmen.
      3 2 Melden
    • peeti 28.08.2018 12:42
      Highlight Nein. Gegen Neonazis und Rechtsextremismus zu sein hat nichts Extremes. Es gibt keinen Mittelweg à la so schlimm sind die nicht, wir müssen mit denen diskutieren etc. Genau diese Menschen teilen die Gesellschaft, weshalb wir uns alle dagegen wehren müssen (es spielt auch keine Rolle, wenn dabei Linksextreme mitmache).
      7 4 Melden
    • Chanich das ändere? 28.08.2018 13:50
      Highlight @peeti
      Ich habe nirgends geschrieben, dass Neonazis oder Rechtsextremismus "nicht so schlimm" seien. Es ist schlimm und soll sich nicht weiter verbreiten!

      Nur lässt sich das aber nicht eindämmen, indem die Gegenbewegung denen allein die Schuld fürs Teilen der Gesellschaft zuschieben will und selber dann aber das gleiche tut.

      Machtkämpfe, egal ob zwischen links/rechts, gut/böse, oben/unten etc. etc. haben die Gesellschaft noch nie weiter gebracht.

      Im Dialog, mit Anstand und Respekt, auch vor Andersdenkenden, könnten aber durchaus tragbare Lösungen entstehen. Hand bieten statt Steine werfen!
      1 2 Melden
    • Heinz Schmid 28.08.2018 17:21
      Highlight @Chanich das ändere? Falsch.

      Sie, ich und jeder vernünftige Mensch hat diesen Leuten entgegenstehen.
      Jedes mal wenn die Ewiggestrigen auflaufen sollten 10 mal mehr Menschen daneben stehen, um zu zeigen, wer wirklich das Volk ist.

      Stattdessen wird verharmlost und relativiert. "Die Linken auch" unterstellt einerseits, dass alles was nicht rechts, links ist. Andererseits, dass hier irgendetwas gleichzusetzen ist.

      In Realität stehen aber die einen für ethnische Säuberungen und Medienkontrolle ein. Die anderen nicht. Ganz einfach!
      4 1 Melden
  • Bündn0r 28.08.2018 10:24
    Highlight Ich frage mich, ob diese Gruppe hauptsächlich aus Neonazis, Faschos... (nenn den Abschaum wie fu willst) besteht oder ob sie das gleiche Problem haben wie die Linke mit dem Schwarzem Block/Antifa (auch für diese Deppen gibt es genügend Namen): Gewalttätige Idioten, die die eigentlich löbliche Demo nutzen um Krawall zu machen und das Anliegen der Demo in den Hintergrund drängen.
    Leider werden in solchen Fällen fast ausschlieslich die Chaoten gezeigt.
    (Gemässigte) Rechte Meinungen sind wichtig für die politische Ausgewogenheit, rechte Demos grundsätzlich erstrebenswert. Jedoch ohne die Glatzen.
    29 17 Melden
    • j0nas 28.08.2018 10:41
      Highlight Was soll denn an dieser Demo bitte löblich sein?
      15 16 Melden
    • peeti 28.08.2018 11:25
      Highlight Das war aber keine gemässigte rechte Demo. Hier wurde gezielt und massiv im rechtsextremen Milieu mobilisiert. Wer auf eine solche Veranstaltung geht und das Gefühl hat, es gehe der Mehrheit nur darum, seinen Missmut bspw. über eine fehlgeleitete Migrationspolitik kundzutun, ist völlig naiv.
      14 12 Melden
  • Waedliman 28.08.2018 10:18
    Highlight Es ist beschämend, was manche hier von sich geben. Wenn ein einzelner eine Straftat begeht, muss diese von Seiten des Staates geahndet werden. Wenn es eine grössere Gruppe von gewaltbereiten Migranten gibt, muss dies klar thematisiert werden dürfen. Was aber absolut indiskutabel ist, ist dass ein Mob sich losmacht und das Gesetz in die Hände nimmt. Und es ist richtig, dass dies entsprechend geahndet wird. Der Verfassungsschutz sollte sich dieser Menschen annehmen und sie beobachten, wie auch Salafisten und Besucher radikaler Moscheen.
    23 8 Melden
    • koks 28.08.2018 11:19
      Highlight Waedliman, die Haltung der Deutschen Classe politique ist absehbar (ist übrigens bereits auch im Tagi so nachlesbar): Die Nationalität bzw Kulturkreis tut nichts zur Sache (bitte nicht verallgemeinern), dafür ists ein Männerproblem (bitte verallgemeinern).
      Und dass das Mordopfer auch ein Mann war - tja, er wurde ja von seinesgleichen getötet. Männer sind eh selbst schuld, wenn sie Opfer von Gewalttaten werden.
      WTF
      12 8 Melden
  • Saab93 28.08.2018 10:10
    Highlight Und was ist jetzt richtig??
    3 10 Melden
    • Waedliman 28.08.2018 10:53
      Highlight Die drei betroffenen Personen sind Deutsche. Mehr sagt der Artikel nicht. Was soll daran nicht richtig sein? Über den oder die Täter wird nichts gesagt, weil wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt nichts bekannt war.
      14 5 Melden
  • Nicht Klaus Zaugg 28.08.2018 10:02
    Highlight Treffen sich irgendwo 100 Linke, fährt die Polizei 10 Wasserwerfer und Hunderschaften an Polizisten auf. Schaut einer in die falsche Richtung, wird er mit Pfefferspray ruhiggestellt und festgenommen. Stehen zwei am falschen Ort, wird der Wasserwerfer eingesetzt.

    Treffen sich 1000 Rechte, sind da zu wenig Polizisten und rechtswidriges Verhalten wird nicht geahndet..

    hmmm... 🤔
    16 25 Melden
    • Steriouser 28.08.2018 11:25
      Highlight Von den 1000 Rechten Demonstranten, wie viele von denen sind Polizisten oder arbeiten für der deutsche Staat?
      8 11 Melden
  • Thecaptainsolo 28.08.2018 10:00
    Highlight Immer noch brandaktuell...
    6 3 Melden
  • ThomasHiller 28.08.2018 09:58
    Highlight «Deitsch un' frei woll'n mer sei»
    Die wollen nicht frei sein im Sinne eines freien Miteinanders. Für die bedeutet "Freiheit" nur, daß sie andere, Andersdenkende, Andersgläubige oder sonst wie Andere beleidigen und bepöbeln dürfen. Nur, wenn jemand das auch nur andeutungsweise mit denen macht, reagieren sie stehts sehr schmallippig und schnell beleidigt.
    Deshalb ist die Diskussion mit solchen Menschen auch sehr schwierig, sind Argumenten nur stark eingeschränkt zugänglich.
    10 14 Melden
  • DerDeutsche 28.08.2018 09:46
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • Hierundjetzt 28.08.2018 09:56
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • demokrit 28.08.2018 09:29
    Highlight Dieser Anfang vom Ende des deutschen Sommermärchens war von Anfang an abzusehen. Die Lunte dazu wurde von Frau Merkel gelegt. Der Syrer Bassam Tibi hat bereits früh genug vor der Anfälligkeit für Ideologien und vor allem dem konsensfreien Wesen der Deutschen gewarnt. In der dortigen Presse wurde er aber schon bald mundtot gemacht. Hoffen wir, dass auch Volksvertreterinnen wie Frau Sommaruga in Zukunft wieder vermehrt das Wohl der eigenen Bevölkerung im Blick haben, statt dasjenige von nicht einmal identifizierten Drittstaatlern ständig höher zu gewichten.
    156 55 Melden
    • peeti 28.08.2018 10:17
      Highlight Eine halbe Million Zugewanderte 2017, eine Messerstecherei 2018 und demokrit und andere Hutbürger drehen durch.
      Niemand redet davon, dass die aktuelle Migration einfach wäre. Aber auch nicht, dass das Wohl der eigenen Bevölkerung unbedeutend ist. Aber jetzt auf die Strasse gehen und mit gefährlicher Selbstjustiz Jagd auf ausländisch aussehnde BürgerInnen machen geht ja mal gar nicht.
      16 24 Melden
    • Besorgter Bürger 28.08.2018 17:27
      Highlight Ich traue meinen Augen nicht, wenn ich Deinen Kommentar lese. Also Merkel ist offenbar für alles Schuld. Die Rechtsextremen sind willenlose Puppen.
      4 6 Melden
  • dding (@ sahra) 28.08.2018 09:23
    Highlight Der Gegenseite wird das Recht abgesprochen, eine Meinung zu haben.
    Deshalb wird auch der Fokus auf die Rechtsextremen gelegt.

    Ich habe das ungute Gefühl, dass hier ergelstert über ein paar Idioten die den H-Gruss machen, berichtet wird, um den eigentlichen AUSLÖSER der Demo totzuschweigen.
    🤔
    82 63 Melden
    • Fendant Rüpel 28.08.2018 10:05
      Highlight Die anderen 4500 Demoteilnehmer (ohne die Neonazi-Deppen) interessieren die Leute/ Medien halt nicht, ist viel einfacher alle alls Nazis abzustemplen alls die Beweggründe wiederzugeben um aufzuzeigen das gehörig etwas schief läuft in der Politik.
      22 11 Melden
    • Blitzableiter 28.08.2018 10:14
      Highlight Sag mir warum es eigentlich nie eine Demo gibt wenn ein Deutscher Psychopath einen Mord begeht oder ein Deutscher vergewaltiger sein unwesen getrieben hat? Es kann nicht sein dass weil zwei Flüchtlinge einen Mord begehen, gleich ne Demo gegen Migranten initialisiert wird-auf dem sogar auf offener Strasse Friedliche Ausländer angefeindet werden. Das ist nichts anderes als ein Vorwand um Rassismus zu legitimieren.
      21 19 Melden
    • Fendant Rüpel 28.08.2018 11:13
      Highlight Wenn es vermehrt zu Übergriffen von "Deutschen" auf "Ausländer" kommt, haben auch die das Recht zu demonstrieren, da habe ich absolut nichts dagegen denn auch dort ist es an der Pficht der Politik etwas dagegen zu unternehmen.
      9 6 Melden
    • Fabio74 29.08.2018 07:36
      Highlight Der Auslöser ist dumpfer primitiver Hass des braunen Pöbels, deren Mitläufer bis zu den Naziverstehern hier drin
      1 3 Melden
  • Asmodeus 28.08.2018 09:17
    Highlight Entfernt. Bitte bleibe beim Thema. Danke, die Redaktion.
    • Garp 28.08.2018 10:04
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • Peter Silie (1) 28.08.2018 10:10
      Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Guy Incognito 28.08.2018 09:12
    Highlight Die Leserbeiträge hier sind ein klar organisierter Versuch von Meinungsbeeinflussung. Der Vorfall in Chemnitz ist eine Sache der Polizei und Justiz. Dass danach per Social Media ein rechter Mob organisiert wurde, muss ebenfalls verfolgt werden, genauso wie alle vom Mob begangenen Straftaten! Das wirklich interessante wäre herauszufinden welche Gruppen oder Organisationen hinter solchen Aktionen stecken, denn ich vermute die Organisatoren des Mobs sind genau die gleichen, die das ganze auf Facebook und in Onlinekommentaren Medial ausschlachten und damit ihre Anhängerschaft bedienen.
    46 26 Melden
    • Thinktrue 28.08.2018 12:19
      Highlight Genau! Und die Messerstecher?
      6 3 Melden
    • Guy Incognito 28.08.2018 12:44
      Highlight Wie gesagt, eine Sache der Polizei und Justiz.
      6 5 Melden
  • Skater88 28.08.2018 08:56
    Highlight Die Deutschen haben nach meiner Meinung sehr lange die grösser werdende rechte Szene ignoriert. Immer mehr Flüchtlinge akzeptiert, also Ihre Arbeit in der EU gemacht, und somit diese "Diskussion" angeheizt. Es kommt wie es immer kommt in solchen Situationen.
    Jemand der gut mit Worten, schürt die Angst gegen das Fremde. Wutbürger und andere beginnen zu folgen, es entsteht eine Bewegung. Polizisten welche offen sympathisieren oder durch Nichteingreifen dies dulden machen die Situation nicht einfacher.

    Es wäre schon lange an der Zeit zu handeln.
    57 54 Melden
    • dding (@ sahra) 28.08.2018 09:17
      Highlight Wie denn?
      5 24 Melden
    • Skater88 28.08.2018 12:06
      Highlight dding: Bspw. könnte man damit anfangen geltende Gesetze auch durchzusetzen. Entschlossen gegen beide Seiten auch durchgreifen.
      Verfahren beschleunigen. Hausdurchsuchungen durchführen, extremisten überwachen.
      Asyl"probleme" aufklären statt verdrängen, Eingliederungen erleichtern, Wirtschaft stärken.... mal als Ansätze
      5 0 Melden
  • stabiler 28.08.2018 08:53
    Highlight Schon bemerkenswert, dass - schaut man sich die wenig distinguierten Herren der "Pro Chemnitz"-Demo an - letztlich zwei Drittel der Verletzten auf das Konto der Gegendemonstranten gehen.
    82 48 Melden
  • Iko5566 28.08.2018 08:49
    Highlight Wie die rechtspopulistischen Politiker sich empören ist doch lächerlich. Dank ihrer Retorik ist es doch soweit gekommen, dass der Hitlergruss wieder auf der Strasse gezeigt wird. Hass und Rechte Hetze und Gewalt wird surch sie legitimiert. Sich dies einzugestehen ist sicherlich hart, würde aber wenigstens ein wenig Grösse und Verstand beweisen.
    196 169 Melden
    • Asmodeus 28.08.2018 09:14
      Highlight Und gleichzeitig gibt die CSU in Bayern bekannt, daß man sich eine Koalition mit der AFD vorstellen könne.
      28 15 Melden
    • Sheldon 28.08.2018 10:28
      Highlight Optimistisch gesehen: Nun bietet sich eine reelle Chance für die AfD, sich nach rechts abzugrenzen und eine staatstragende rechtsbürgerliche Partei zu werden. Pessimistisch gesehen, wäre sie danach wahrscheinlich nur noch eine unbedeutende Splittergruppe.
      7 3 Melden
    • dickmo 28.08.2018 10:55
      Highlight Entfernt. Bitte bleibe beim Thema. Danke, die Redaktion.
  • tinted 28.08.2018 08:03
    Highlight Wäre es doch damals und heute so geschehen.
    38 27 Melden
  • c-bra 28.08.2018 08:00
    Highlight Die Geschichte lehrt uns, dass wir aus der Geschichte nichts lernen.

    104 25 Melden
    • Ruggedman 28.08.2018 10:05
      Highlight Das ist leider eine Tatsache. Die Menschheit lernt nichts aber auch gar nichts aus vergangenen Fehlern. So kann und wird sich die Geschichte immer wiederholen.
      3 1 Melden
    • Peter Silie (1) 28.08.2018 11:30
      Highlight @ Ruggedman: "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich." (Mark Twain)
      4 1 Melden
  • rodolofo 28.08.2018 07:59
    Highlight Die Politische Radikalisierung geht weiter.
    Und "die Feinen Herren der Mitte-Elite", sorgen dafür , dass "Die da Oben" immer unverschämter absahnen können, während "Die da Unten" aufeinander losgehen, wie wild gewordene Raubtiere.
    Dabei sind "Die da Unten" eigentlich Hamster, die in Hamster-Rädern laufen.
    Eingesperrt in Käfige, nagen sie in den Nächten an Gitterstäben und träumen tagsüber davon, wie sie irgendwann ein kleines Loch heraus genagt haben werden. Dann werden sie sich ihre Hamsterbacken vollstopfen mit Esswaren und endlich abhauen!
    Unter irgendeinen Schrank in der Wohnung...
    39 32 Melden
    • koks 28.08.2018 09:15
      Highlight @rodolfo, wieder mal gegen Männer hetzen? Deutschland wird seit Jahren von einer Frau und vielen Ministerinnen geführt.
      22 24 Melden
    • dan2016 28.08.2018 09:16
      Highlight nun, solange die da unten denken, sie kämpfen gegen die da oben, indem sie die da weiter unten bekämpfen, werden die da unten noch mehr verlieren.
      22 8 Melden
  • Sämi P. aus E. 28.08.2018 07:55
    Highlight In diesem Artikel wurden nur Tweets und Medienmitteilungen von linken und der Polizei eingebunden soweit ich dies gesehen habe.
    Es würde mich Interessieren was die Gegenseitige für Meinungen zur aktuellen Situation vertritt.
    Gibt es diese überhaupt?
    108 57 Melden
    • Asmodeus 28.08.2018 09:15
      Highlight Die Gegenseite dankt der Polizei.

      Nazis die der Polizei danken sagt schon einiges.
      30 21 Melden
    • frnrsch 28.08.2018 09:30
      Highlight Du musst dich nur ein bisschen auf Facebook aufhalten und dir dort die patriotischen Schlagwörter der guten Deutschen durchlesen. Alles gutbürger die haben alle anscheinend eine ander Demo gesehen. Nur friedliche Bürger die sich für ihr Recht einsetzen. Erstaunlich...
      16 10 Melden
    • peeti 28.08.2018 10:09
      Highlight Deutsche Welle ist der staatliche Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland und Mitglied der ARD.
      Stephen Seibert ist Regierungssprecher der Bundesregierung.
      Sebastian Kurz ist Österreichischer Bundeskanzler, gilt als rechtskonservativ und regiert mit der FPÖ.
      3 2 Melden
    • Heinz Schmid 28.08.2018 11:47
      Highlight Sebastian Kurz ist konservativer.
      Steffen Seibert ist Regierungssprecher (CDU).
      Wenn Sie schon Lügenpresse skandieren wollen, könnte das weniger peinlich enden, wenn man den Artikel liest.
      4 2 Melden
  • Friction 28.08.2018 07:27
    Highlight «Ich bin erschrocken über die neo-nazistischen Ausschreitungen in Chemnitz. Vorfälle wie diese sind auf das Schärfste zu verurteilen!»

    Dann wachen Sie mal auf und suchen die Kausalitäten auch zu Ihrer Politik!
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    • ThomasHiller 28.08.2018 09:48
      Highlight Nur läßt sich gegen unbegründeten Hass schwerlich Politik machen.
      Wer seine Unzufriedenheit nur auf nicht-Argumente gründet, ist am Ende nicht mit etwas bestimmtern unzufrieden, sondern mit sich selbst.
      Da ist am Ende keine Kausalität vorhanden.
      14 12 Melden
  • flugsteig 28.08.2018 07:02
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • Asmodeus 28.08.2018 09:16
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    • koks 28.08.2018 09:19
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    • dan2016 28.08.2018 09:22
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    • äti 28.08.2018 09:34
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    • reconquista's creed 28.08.2018 09:36
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    • 's all good, man! 28.08.2018 09:46
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    • dä dingsbums 28.08.2018 09:47
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    • ThomasHiller 28.08.2018 09:51
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    • dan2016 28.08.2018 09:54
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    • Mira Bond 28.08.2018 09:55
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    • mrmikech 28.08.2018 10:00
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    • peeti 28.08.2018 10:03
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  • salamandre 28.08.2018 06:45
    Highlight Entfernt. Bitte bleibe beim Thema. Danke, die Redaktion.
    • tiger53 28.08.2018 09:10
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    • Raphael Stein 28.08.2018 09:19
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  • pamayer 28.08.2018 06:39
    Highlight Oh. Jetzt erschrecken sogar die Rechten...
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  • Yolo 28.08.2018 06:21
    Highlight Als rechtsextremistische Partei sich wundern, wenn rechtsextreme Demonstranten anreisen und ihr rechtsextremes Gedankengut frei ausleben. Was für ein Trauerspiel in Chemniz.
    61 38 Melden
  • Erdling.Nik 28.08.2018 05:59
    Highlight Nein, nicht nur ihr seid das Volk. Wir alle sind «das Volk».
    Es ist unglaublich, wie man solche Nazis mitten in Deutschland machen lässt.
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  • andybelle 28.08.2018 05:00
    Highlight Man könnte meinen, man habe nach dem zweiten Weltkrieg etwas gelernt😪
    39 38 Melden
    • dan2016 28.08.2018 09:24
      Highlight grad im Osten hat man nicht soviel gelernt, da es das Problem der anderen war (Österreich ist ja auch das erste Opfer gewesen)....
      13 1 Melden
    • ThomasHiller 28.08.2018 09:54
      Highlight Menschen lernen nur aus Schmerz und persönlichem Verlust.
      Ansonsten gäbe es keine Kriege mehr, keine Erdogans, Trumps, Putins, Höckes, Gaulands...
      12 6 Melden

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