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epa05553019 Karl-Theodor zu Guttenberg, former German minister and current chairman and founder of corporate advisory and investment firm Spitzberg Partners, attends the conference 'When I think about Germany. Germany 2025 - did we manage it?' of the Alfred-Herrhausen society, in Berlin, Germany, 23 September 2016. The think-tank conference focusses on migration and integration.  EPA/MAURIZIO GAMBARINI

Karl-Theodor zu Guttenberg ist wieder auf der politischen Bühne.  Bild: EPA/DPA

Plagiator Guttenberg ist wieder da – er legt los mit einem gar nicht so originellen Witz

Sechs Jahre ist die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg her. Jetzt hat sich der Ex-Verteidigungsminister im CSU-Wahlkampf dazu geäussert - und die alte Debatte mit einem vermeintlich originellen Witz wiederbelebt.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat sich sechs Jahre nach seiner Plagiatsaffäre noch einmal reumütig gezeigt, sieht das Thema aber als endgültig abgeschlossen an. «Ich habe alle Konsequenzen ertragen», sagte der 45-Jährige bei seinem ersten Wahlkampfauftritt für die CSU im oberfränkischen Kulmbach. «Aber ich darf auch nach so langer Zeit für mich sagen, jetzt ist auch mal irgendwann gut.»

Auf die Affäre um seine Dissertation, die in Teilen abgeschrieben war, ging Guttenberg nicht direkt ein. Er sprach aber von einem «absolut selbst verursachten» Fehler und von «Spott und Häme», die er abbekommen habe. Zugleich kokettierte er mit dem Thema: Er stehe bewusst vor und nicht hinter dem Rednerpult, sagte der einstige CSU-Hoffnungsträger vor 1200 Zuhörern in der vollbesetzten Stadthalle. Er wolle nicht Gefahr laufen, eine «abgeschriebene Rede» vorzutragen.

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Der Saal ist begeistert: So poltert Guttenberg bei seinem Comeback. Video: streamable

Dann kam er allerdings auf Gerhard Schröder und dessen geplanten Job beim russischen Staatskonzern Rosneft zu sprechen. Guttenberg nannte den Altkanzler «Gazprom-Gerd» und sagte: «Alte Liebe Rosneft nicht.»

Das klang nach einem originellen Wortwitz - und kam manchem doch sehr bekannt vor. Am 17. August druckte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» auf ihrer Titelseite einen Artikel über das Dreiecksverhältnis von Schröder, der SPD und Russlands Präsident Wladimir Putin. Überschrift: «Alte Liebe rosneft nicht.»

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Unklar ist, ob Guttenberg selbst auf den Wortwitz kam, oder ob er die «FAZ»-Titelseite kannte. Sebastian Reuter, Redakteur vom Dienst bei Faz.net, schrieb dazu via Twitter: «Einmal Plagiator, immer Plagiator.»

Guttenberg war nach der Plagiatsaffäre 2011 von allen politischen Ämtern zurückgetreten und in die USA gezogen. Als Wahlkämpfer für die CSU will er in den kommenden Wochen mehrere Termine in Bayern absolvieren. Speziell in seiner Heimat Oberfranken habe er auch in «dunklen Stunden» viel Zuspruch erfahren, sagte er.

aev/aar/dpa

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    Alle Leser-Kommentare
  • TheBean 31.08.2017 13:42
    Highlight Highlight Was hätte er denn sonst sagen sollen?

    "Alte Liebe rosneft nicht Klammer auf FAZ Komma 2017 Klammer zu"
    • exeswiss 31.08.2017 21:44
      Highlight Highlight sich selber was ausdenken?
  • Rabbi Jussuf 31.08.2017 12:44
    Highlight Highlight Plagiator?
    Guttenberg hat doch nicht abgeschrieben!
    Das haben andere für ihn getan.
    Er wusste doch selbst nicht einmal, was in seiner Doktorarbeit stand!
  • N. Y. P. D. 31.08.2017 12:17
    Highlight Highlight Also, im Ernst. Das ist doch unmöglich Karl-Theodor zu Guttenberg auf dem Bild. Ich schätze den Mann auf dem Bild zwischen 50 - 55 Jahren.

    Nein, natürlich ist es der Karl-Theodor von und zu Guttenberg. Er ist einfach in den 6 zurückliegenden Jahren ein klein wenig älter geworden.
    • karl_e 31.08.2017 15:32
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