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18-Jähriger verkauft 259 falsche Goldbarren an deutsche Sparkasse – und keiner merkt's



Es klingt wie eine Geschichte aus einem schlechten Krimi – wobei sie selbst für das zu unglaubwürdig scheint. Abgespielt hat sie sich in Göttingen in Deutschland, Hauptakteur ist ein 18-jähriger Realschulabgänger. Dieser kaufte sich im Jahr 2016 über das Internet hunderte falsche Goldbarren, wie das Newsportal HAZ berichtet.

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Die falschen Goldbarren sahen täuschend echt aus. bild: shutterstock

Das geht ganz einfach. Auf Ebay gibt es eine Reihe von Anbietern, die Metallbarren aus Kupfer, Messing oder Wolfram mit einer hauchdünnen Goldschicht überziehen und den Barren somit täuschend echt aussehen lassen, zumindest für das Laienauge – müsste man eigentlich meinen.

Vom Falschgold täuschen liess sich allerdings auch die Sparkasse in Göttingen. Nicht nur einmal. Nicht nur zweimal. Immer wieder erklärte sie sich bereit, die «Goldbarren» vom jungen Mann abzukaufen.

Ganze elf Mal gelang dem 18-Jährigen die Täuschung. Insgesamt verkauft er dabei 259 Barren und bekam dafür 300'984 Euro ausbezahlt. Woher der Mann das Gold hatte und wieso er immer wieder mit Nachschub antanzte, wunderte bei der Sparkasse anscheinend niemanden. Im Gegenteil: Man habe ihn sogar angerufen und gefragt, ob er nicht noch mehr besitze. 

Gold liess sich einfach abkratzen

Erst als auch die Mutter des jungen Mannes versuchte, falsches Gold zu verkaufen, fliegt alles auf. Nicht etwa, weil die Sparkasse Verdacht auf Falschgold schöpfte, sondern weil Ermittlungen wegen Geldwäscherei eingeleitet wurden. Dieser Verdacht bestätigte sich zwar nicht, die falschen Goldbarren flogen nun aber auf.

Dass die Sparkasse die Täuschung nicht früher bemerkt hatte, löst bei der Justiz nur Kopfschütteln aus. Es wäre nämlich ganz einfach gewesen, die Metallblöcke zu entlarven. Man musste nur leicht an den Barren kratzen und schon trat das andere Metall zum Vorschein. Dies wurde während des Prozesses demonstriert. 

Das Verfahren ist laut dem Richter momentan aber ausgesetzt, da erst noch im Detail recherchiert werden müsse, was den Schaden angeht. Schliesslich habe die Sparkasse ja ein kleines bisschen Gold – die Beschichtung der Barren – erhalten. Ausserdem konnten noch 183'000 Euro beim Täter sichergestellt werden.

Die Sparkasse selbst verhält sich während des Prozesses relativ kleinlaut. Einen Teil des Goldes habe man nämlich bereits weiterverkauft, beispielsweise an die Nord/LB und nach Baden-Württemberg. Ein weiterer Teil ist als vermeintliches Echtgold eingeschmolzen worden. (doz)

Dein Abfall ist Gold wert

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Video: srf/SDA SRF

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28Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • "Das Universum" formerly known as lilie 18.08.2018 07:29
    Highlight Highlight Da wundert sich selbst der Laie ab so viel Dummheit. 🤔🤣

    Die abgebildeten "Goldbarren" hätte aber selbst der dümmste Bankangestellte als Fälschung erkannt. Auf dem Shutterstock-Bild ist vermutlich nicht einmal eine Goldlegierung zu sehen...

    Echte Goldbarren (und gefälschte mit Goldbeschichtung) haben eine etwas andere Färbung:

    https://www.goldbarren.de/goldbarren-groessen/goldbarren-herstellung/

    Das sieht hingegen eher nach diesem "geschmackvollen" Türstopper aus Hartkunststoff aus, garantiert goldfrei 🤣:

    https://www.geheimshop.de/goldbarren-tuerstopper
  • mAJORtOM95 18.08.2018 01:03
    Highlight Highlight Gold hat einen viel viel niedrigeren Schmelzpunkt als Wolfram. Spätestens beim Einschmelzen hätten die Barren auffliegen sollen...
  • mad_aleister 17.08.2018 23:40
    Highlight Highlight was für ein alchemist... wunderbare geschichte. mags dem typen gönnen! 😊
  • nick11 17.08.2018 21:55
    Highlight Highlight Ein Kollege von mir hat auch mal eine gefälschte Hunderternote aus einem Postomat gekriegt. Und zwar so offensichtlich, die war nicht mal sauber zugeschnitten, und hatte teilweise weisse Ränder.
    Scheinbar wurde die am Schalter benutzt und von da ohne Kontrolle in den Automaten gepackt.
  • bintang 17.08.2018 20:40
    Highlight Highlight Anscheinend gilt das GWG nur in der Schweiz. Wenn ich am Schalter 10000.- einzahlen muss ich ein Formular ausfüllen.
  • Roman Stanger 17.08.2018 19:59
    Highlight Highlight Es gibt mehrere Sparkassen in Göttingen welche war es genau? Ich muss nämlich unbedingt noch ein paar 300-Franken-Noten in Euro tauschen ...
  • Jimmy :D 17.08.2018 19:44
    Highlight Highlight Soll noch einer sagen Realschüler seien doof...

    Hut ab dem jungen Mann^^
    • redeye70 18.08.2018 09:19
      Highlight Highlight Na ja, ein bisschen doof ist er eben doch. Erstens weil er es auf die krumme Tour versuchte und dank der Gier dabei auch noch aufflog.
    • Lichtblau550 19.08.2018 09:26
      Highlight Highlight Die Realschule in Deutschland entspricht unserer Sekundarschule (SEK 1). Wer bei uns in die Real geht, würde in DE die Hauptschule besuchen.
  • Hayek1902 17.08.2018 19:08
    Highlight Highlight Ich hoffe er war 17 zum zeitpunkt der Tat. Das war wahrscheinlich die gutgläubigste Bankfiliale ever.
  • Bababobo 17.08.2018 16:31
    Highlight Highlight Heureka
  • Maragia 17.08.2018 16:23
    Highlight Highlight Was waren das denn für Barren, wenn einer ungefäht nur 1'000 Euro Wert hat? So ein Goldbarren wiegt doch einige Kilos, und ein Kilo Gold ist (nach meinem letzten Stand) irgendwie 35'000 CHF wert! Waren das wirklich Barren oder sonst was?
    • ThomasHiller 17.08.2018 16:47
      Highlight Highlight Ich glaube, wenn du einen 1-kg-Barren verkaufst, werden die schon skeptisch... ;)
      Aber bei 10, 20 oder 50gr? Die sind schon mehr so handelsüblich.
    • dommen 17.08.2018 16:48
      Highlight Highlight "Barren" sagt nur etwas über die Form aus. Man kann auch Barren giessen, welche weniger als ein Kilo wiegen. Auf der Bank bekommt man sogar 1g Barren.
    • Sauäschnörrli 17.08.2018 16:53
      Highlight Highlight Goldbarren gibt es in verschiedenen Grössen.
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    Weitere Antworten anzeigen
  • Grave 17.08.2018 16:09
    Highlight Highlight Von mir aus gsehesn müsste man die sparkasse auch gleich für ihre dummheit und naivität bestrafen
  • Tomtom64 17.08.2018 16:08
    Highlight Highlight Kaum zu glauben. Vor allem macht stutzig, dass die Bank die Goldbarren ohne Belege für den Erwerb entgegennimmt. Es sei denn der Täter hatte einen Komplizen in der Bank Zudem hat sie die KYC-Regel eklatant verletzt.

    Da werden wohl einige Köpfe rollen.
    • redeye70 18.08.2018 09:22
      Highlight Highlight Mir scheint ohne Mithilfe so etwas eher unmöglich. Es gibt doch klare Richtlinien und ein Bankangestellter würde die nicht einfach so missachten. Könnte ja seinen Job kosten. Die Geschichte ist wohl noch nicht fertig erzählt.
  • sheshe 17.08.2018 16:08
    Highlight Highlight Die "Goldbarren" waren dem Verkaufspreis nach wohl eher "Goldunzen" (1'160.- / "Barren")
  • Shin Kami 17.08.2018 16:04
    Highlight Highlight Okay wie haben sie es geschafft es beim einschmelzen nicht zu bemerken? 😂
  • Flexon 17.08.2018 15:43
    Highlight Highlight Diese Geschichte, pures Gold.
  • Human 17.08.2018 15:30
    Highlight Highlight Die seriöse Sparkasse.. sehr vertrauenswürdig mol
  • what's on? 17.08.2018 15:28
    Highlight Highlight und somit hat es in meinem Goldring wohl auch etwas Blei - und in deiner Uhr auch!
  • Erlenhirschgeweih 17.08.2018 15:21
    Highlight Highlight Wenn tatsächlich nicht gemerkt beim einschmelzen, dann gibt es jetzt verunreinigtes Gold im Umlauf und der Schaden wird noch viel Grösser.
  • Demo78 17.08.2018 15:11
    Highlight Highlight 😂😂😂 nicht mal beim einschmelzen gemerkt😂😂😂 huch Atmen nicht vergessen
  • rauchzeichen 17.08.2018 15:07
    Highlight Highlight was für eine „goldige“ geschichte. versuch ich gleich auch mal ;)
  • DemonCore 17.08.2018 15:06
    Highlight Highlight Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen...

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