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Die deutsche Regierung sieht keinen Anlass, die Gespräche um den Satire-Beitrag von «Extra3» mit der Türkei weiterzuführen. 

Erdowie, Erdowo, Erdono: Kein Gespräch mit Erdogan –Deutschland weist türkische Satire-Beschwerde zurück



Im Satire-Streit mit der Türkei sieht die deutsche Regierung keinen Anlass für weitere Gespräche. Die vorhandenen Gesprächskanäle seien genutzt worden, sagte Vize-Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Mittwoch in Berlin.

Die Regierung sehe daher «derzeit keinen weiteren Gesprächsbedarf», sagte sie auf die Frage, ob etwa die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ein direktes Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für notwendig halte.

Die Regierung habe ihre Haltung zur Presse- und Meinungsfreiheit «auf diplomatischem Wege» deutlich gemacht, sagte Wirtz. «Sendungen wie die beanstandete gehören für Deutschland selbstverständlich zur deutschen Medienlandschaft dazu.»

Die stellvertretende Aussenamtssprecherin Sawsan Chebli sagte dazu, Rechtsstaatlichkeit, die Unabhängigkeit der Justiz sowie die Medien- und Meinungsfreiheit seien «hohe Güter», die geschützt werden müssten. Das hätten der deutsche Botschafter in der Türkei, Martin Erdmann, sowie Staatssekretär Markus Ederer in Gesprächen mit ihren türkischen Kollegen deutlich gemacht.

Im Zentrum des Streits steht ein zweiminütiges Musikvideo aus der NDR-Satiresendung «Extra3» mit dem Titel «Erdowie, Erdowo, Erdogan». Neben der Einschränkung der Medienfreiheit werden dem türkischen Staatschef darin auch die Niederschlagung des Kurdenaufstands und ein hartes Vorgehen gegen Frauen vorgeworfen.

«Erdowie, Erdowo, Erdogan»

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YouTube/extra 3

Aus Empörung darüber bestellte die türkische Regierung Botschafter Erdmann ein. Einem türkischen Diplomaten zufolge verlangte Ankara sogar die Löschung des Beitrags. Dazu wollte sich Aussenamtssprecherin Chebli mit Verweis auf die Vertraulichkeit der Gespräche am Mittwoch nicht äussern. (sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 30.03.2016 16:48
    Highlight Highlight saubere haltung von deutschland. toll.
  • HansPeterMeier----Patriot. 30.03.2016 16:29
    Highlight Highlight Die Meinungsfreiheit darf nich beschnitten werden denn sie ist ein hundert hohes Gut.Es ist gut das man diesen Mann in die schranken weist.

    Es währe aber schön wenn man die Meinung der Gutmenschen samt Linken zum teil verbieten bzw. einschränken würde,denn ein Patriot darf nichts zum Vaterland sagen(sonst wird man ja gleich wegen Rassismus angeklagt)aber ein Linker Gutmensch darf sein Vaterland samt seinen Blutsverwandten veratten um ihre wirren Behauptungen samt Ideologen( Multi-Kulti Gesellschaft)durchzusetzen.

    Es lebe die Meinungsfreiheit.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 30.03.2016 19:13
      Highlight Highlight Jaja, ist klar, HansPeterMeier----Patriot.: Meinungsfreiheit für MEINE Meinung, aber nicht für DEINE Meinung. Das ist dann eben nur keine Meinungsfreiheit mehr.
    • AdiB 30.03.2016 19:46
      Highlight Highlight hahahaha...das ist wohl pure ironie? du wetterst hier gegen erdogan aber verlangst das gleiche wie er...
  • Linus Luchs 30.03.2016 16:24
    Highlight Highlight Ein pfefferscharfer Kommentar dazu von Patrik Etschmayer:
    http://www.news.ch/Erdowie+Erdowo+Erdowan/692482/detail.htm
  • Kibar Feyzo 30.03.2016 14:06
    Highlight Highlight Watson, ist das ein Versuch Erdogan auf euch aufmerksam zu machen um auch Viral zu gehen..?
    • stiberium 30.03.2016 16:02
      Highlight Highlight Geh mal auf www.google.ch. Suche News für Erdogan. Es scheint die ganze Welt hat den selben Plan. chch
  • Alex23 30.03.2016 13:55
    Highlight Highlight Medienkontrolle auch noch ausserhalb der Landesgrenzen?
    Ein Opfer des Grössenwahns, dieser Erdowahn. Offensichtlich ist ihm seine "Schlüsselrolle" bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise etwas in den Zylinder gestiegen.
    Immerhin hat er dafür gesorgt, dass der Clip noch schneller und weiter die Runde macht. Any publicity is good publicity.

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