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epa07586093 (FILE) - A Chinese woman walks next to a 'Google' brand name and logo, near the Google office in Beijing, China, 03 August 2018 (reissued 20 May 2019). According to media reports on 20 May 2019, the US based multinational technology company Google halted business with Huawei in the wake of the Trump administration adding the Chinese telecommunication company to a trade blacklist over national security concerns. Huawei will lose access to updates for the Android operating system.  EPA/ROMAN PILIPEY

Zu grosse Marktmacht: Die US-Demokraten wollen untersuchen, ob Techgiganten wie Google ihre Monopolstellungen ausnutzen oder wettbewerbsfeindliche Massnahmen ergriffen haben. Bild: EPA/EPA

US-Kongress will Google, Facebook und Co. an den Kragen



Die US-Demokraten im Abgeordnetenhaus wollen die Marktmacht der grossen Technologiefirmen wie Facebook, Google oder Amazon untersuchen lassen. Dies kündigte der Vorsitzende des Unterausschusses für Wettbewerb, David Cicilline, am Montag(Ortszeit) in Washington an.

«Eine kleine Zahl von marktbeherrschenden, unregulierten Plattformen hat eine aussergewöhnliche Macht über Online-Handel, -Kommunikation und -Informationen», hiess es zudem in einer am Montag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung beider Parteien im Justizausschuss des Repräsentantenhauses. Namen von Unternehmen wurden dabei nicht genannt.

Die Kurse von Technologieaktien reagierten umgehend mit Abschlägen. Die Aktien von Facebook und Alphabet verloren jeweils rund sieben Prozent, Amazon gaben 5.2 Prozent nach und Apple knapp zwei Prozent.

Bild

bild: google/screenshot

Die Untersuchung soll unter anderem herausfinden, ob die Unternehmen ihre Monopolstellungen ausnutzen oder wettbewerbsfeindliche Massnahmen ergriffen haben. In den USA macht sich parteiübergreifend ein Gefühl breit, dass bei Technologieriesen wie Apple oder Google zu viel Macht und Einfluss bei zu wenig Regulierung gebündelt sein könnte.

Damit steigt der politische Druck auf die Unternehmen, die auch in Europa massiv ins Auge der Wettbewerbshüter und Steuerbehörden geraten sind. Die Unternehmen müssen sich darauf gefasst machen, grössere Mengen von Dokumenten aushändigen zu müssen und Vertreter zu Anhörungen nach Washington schicken zu müssen.

Hohe Bussgelder

Vielen Politikern und Verbraucherschützern ist die marktbeherrschende Stellung der Internetfirmen und deren Praktiken schon lange ein Dorn im Auge. Wettbewerbshüter in Europa und den USA ermittelten in den vergangenen Jahren mehrfach gegen die Konzerne. Zuletzt verhängte die EU-Kommission etwa gegen Alphabet ein Bussgeld von 1.5 Milliarden Euro, weil das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung bei Online-Werbung missbraucht und Rivalen behindert haben soll.

Mit Blick auf Facebook hatte sich unter anderem Mitgründer Chris Hughes für eine Zerschlagung ausgesprochen. Seiner Ansicht nach sei der von seinem früheren Zimmergenosse Mark Zuckerberg geführte Technologiegigant zu mächtig geworden. Facebook wird von mehr als zwei Milliarden Menschen genutzt, mehrmals gab es Datenschutz-Pannen in Europa und den USA. (sda/dpa/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 04.06.2019 08:02
    Highlight Highlight "...wettbewerbsfeindliche Massnahmen ergriffen...", Trade-War anyone?
  • wolge 04.06.2019 06:09
    Highlight Highlight Na ob die ganzen Bussgelder auch ernsthaft wegen dem Vergehen an sich gesprochen werden? Geht wohl mehr um das Geld als um das Vergehen..
    • Midnight 04.06.2019 08:06
      Highlight Highlight Das Geld könnten die Behörden einfacher haben. Sie müssten nur die Steuerschlupflöcher schliessen.

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