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Russische Hacker sind offenbar in deutsches Regierungsnetz eingedrungen

Ausländische Hacker haben offenbar das bislang als sicher geltende Datennetzwerk der deutschen Regierung infiltriert. Laut einem Bericht führt die Spur der Angreifer nach Russland.

28.02.18, 17:24 28.02.18, 17:48


FILE - In this May 4, 2017 file photo, a soldier on his way to the Defence Ministry in Berlin, Germany.  Germany’s dpa news agency reports that a Russian-backed hacker group has infiltrated the German government’s secure computer networks. Dpa cited unnamed security sources Wednesday, Feb. 28, 2018 saying the group APT28 hacked into Germany’s foreign and defense ministries, and that it managed to steal data. (Michael Kappeler/dpa via AP)

Angegriffen: Das deutsche Verteidigungsministerium. Bild: AP/dpa

Ausländische Hacker sind nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA in das bislang als sicher geltende Datennetzwerk des der deutschen Bundes- und der Sicherheitsbehörden eingedrungen. Es sei Schadsoftware eingeschleust worden, auch Daten seien erbeutet worden.

Cyberspione der russischen Gruppe «APT28» hätten erfolgreich das deutsche Aussen- und das Verteidigungsministerium angegriffen, hiess es in Sicherheitskreisen am Mittwoch. Die Attacke sei von Sicherheitsbehörden im Dezember erkannt worden. Der Angriff sei da schon möglicherweise ein ganzes Jahr gelaufen.

Hinter «APT28» vermuten zahlreiche Computerfachleute auch russische Regierungsstellen. Auch der Angriff auf das Parlament in Berlin im Jahr 2015 geht nach Erkenntnissen von Ermittlern auf das Konto dieser Gruppe.

Mit dem Hackerangriff sei das Datennetz der Bundesverwaltung (IVBB) infiltriert worden, heisst es in den Kreisen. Seit Dezember bemühen sich die Behörden herauszufinden, wie tief die Hacker in das Regierungsnetz eingedrungen sind. Sollte das gesamte Datennetz des Bundes betroffen sein, käme dies einem «Super-Gau» gleich, dem «grössten anzunehmenden Unfall», sagte ein Sicherheitsexperte.

Die Ermittlungen werden vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und dem für Spionageabwehr zuständigen Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) geführt. Auch der Bundesnachrichtendienst ist als Auslandsgeheimdienst eingebunden.

Indizien, aber keine Beweise

Das IVBB ist die besonders gegen Cyber-Angriffe geschützte Kommunikationsplattform der Bundesverwaltung. Nutzer sind das Kanzleramt und Ministerien, Bundesrechnungshof sowie Sicherheitsbehörden in Berlin, Bonn und an weiteren Standorten, aber auch das Parlament.

Handfeste Beweise, dass es sich bei «APT28» um eine vom russischen Staat gelenkte Hacker-Gruppe handelt, sind wie fast immer in solchen Fällen schwierig. Es gibt aber Indizien dafür. Dies sind vor allem die angegriffenen Ziele und die verwendeten Server, von denen aus die Angriffe geführt werden.

So waren frühere Attacken von «APT28» gegen die Nato sowie Regierungsstellen und Journalisten in Osteuropa und im Kaukasus gerichtet - attraktive Ziele für russische Geheimdienstler. Die Abkürzung APT steht für Advanced Persistent Threat (etwa: fortgeschrittene andauernde Bedrohung).

Täglich Hack-Angriffe

Vor der Bundestagswahl hatten Politiker und der Verfassungsschutz befürchtet, dass vertrauliche Daten aus dem Bundestag-Hack im Wahlkampf auf Enthüllungsplattformen wie Wikileaks auftauchen könnten. Eine Veröffentlichungswelle zur Manipulation der Wahl war aber ausgeblieben.

Die Bundesregierung registriert nach eigenen Angaben pro Tag etwa 20 hochspezialisierte Hacker-Angriffe auf ihre Computer. Einer pro Woche habe einen nachrichtendienstlichen Hintergrund, erklärte die Regierung in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Zudem gebe es immer wieder Hinweise, dass russische Spione Mitarbeiter von Bundestagsabgeordneten anwerben wollten. (sda/dpa)

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Brikne, 20.7.2017
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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Raphael Stein 28.02.2018 21:34
    Highlight Grundsätzlich führen alle Spuren immer nach Russland. Es gibt nur eine digitale Supermacht. Und das ist Russland. Glaubt mir, nur Russland hat die IT Spezialisten die alles, aber auch wirklich alles hacken können.
    21 17 Melden
  • Madmessie 28.02.2018 21:02
    Highlight Bitte lass uns alles digitalisieren. Alles ist dann vieeel einfacher und auch total sicher.
    30 1 Melden
  • Döst 28.02.2018 19:24
    Highlight "Sicheres" E-voting in der Schweiz lässt grüssen
    25 2 Melden
  • reconquista's creed 28.02.2018 18:52
    Highlight Kommen nun wiederum die Kommentare, bei denen reflexartig und unkritisch jeder Artikel bezüglich Russland als Lüge bezeichnet wird - damit begründet, dass Kritik an Russland reflexartig und unkritisch sei?
    19 17 Melden
  • Uli404 28.02.2018 18:51
    Highlight Wenn die Spur nach Russland führt, warens wohl eher nicht die Russen. Ich denke mal die wissen wie man falsche Spuren legt.
    19 9 Melden
  • Rerruf 28.02.2018 18:41
    Highlight Das können nicht die Russen sein.Die machen sowas nicht!....Sagt Trump!!! Fake
    8 12 Melden
  • Eye of the tiger 28.02.2018 18:26
    Highlight Jemand muss ja das Land vernünftig regieren solange die Deutschen keine brauchbare Regierung zusammen bilden können. 👻
    15 3 Melden
  • Freilos 28.02.2018 17:42
    Highlight Wahnsinn... Die wahrscheinlich grösste Gefahr für alle Europäischen Länder neben dem Terrorismus sind wohl die Cyberattacken.
    Was für ein Interesse hat Russland um beispielsweise Deutschland zu destabilisieren?
    7 8 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 28.02.2018 21:16
      Highlight Deutschland hat sich mit der GroKo selber destabilisiert, resp mit dem rumschulzen. Naja vielleicht ist der Super Martin auch ein russischer Spion... ;)
      10 7 Melden
    • Uli404 01.03.2018 05:16
      Highlight Cyberattacken sind wie Terrorangriffe äusserst erfolgreich wenn man sie seinem Lieblingsfeind in die Schuhe schieben kann, um weitere Sanktionen an der Heimfront zu legitimieren.
      Das macht man nun schon bald 2 Jahrzehnte so und die Mehrheit fällt immer noch drauf rein.
      4 1 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 28.02.2018 17:38
    Highlight Titanic bist du es? 😉
    24 27 Melden
    • reconquista's creed 28.02.2018 18:49
      Highlight Lustig. Leute, die reflexartig und unkritisch jeden Artikel bezüglich Russland als Lüge abstrafen, begründen dies damit, dass Kritik an Russland reflexartig und unkritisch sei.
      15 16 Melden

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