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Ein Screenshot der Datenbank. Unter anderem war auch Merkel davon betroffen. screenshot

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum gigantischen «Hackerangriff» in Deutschland

Unbekannte Kriminelle haben grosse Mengen an privaten Daten und Adressen von Politikern und Prominenten veröffentlicht: Was wir bislang wissen.



Ein Artikel von

T-Online

Update: Wie Spiegel Online zurecht festhält, macht es nur bedingt Sinn, von «einem Hackerangriff» zu sprechen. Weder stammten die Daten aus nur einem einzigen grossen Angriff, noch aus einer Quelle, noch sei die Veröffentlichung an sich ein klassischer Hackerangriff.

Damit zur ursprünglichen Story:

Wer ist betroffen?

Es gibt mehrere Dokumente und Listen, einzeln für Parteien und für Prominente. Auch deren Mitarbeiter, Angehörige und Kontakte finden sich in den Listen. Auffällig ist: Es gibt keine Liste zur AfD, obwohl die Daten bis in den Oktober 2018 reichen. Zudem sind viele der betroffenen Prominenten als Stimmen gegen Rechts offensiv aufgetreten, zum Beispiel Jan Böhmermann und bekannte YouTuber.

So detailliert sind die Dateien

Zum Teil wurden von Politikern oder dem Chef der Deutschen Umwelthilfe «nur» deren Handynummern oder E-Mail-Adressen veröffentlicht. Von vielen Betroffenen sind aber auch Scans der Personalausweise, Zeugnisse, Verträge mit Versorgern und sehr private Chats zu lesen. Veröffentlicht wurden vielfach auch Daten von Familienangehörigen, zum Teil auch von Kindern.

Buntes Potpourri

Die Daten stammen nach Experteneinschätzung nicht aus einer einzigen Quelle. Es sei ein Potpourri an Material aus verschiedenen Hacks, sagte der renommierte Karlsruher IT-Sicherheitsexperte Christoph Fischer der Nachrichtenagentur dpa. «Da hat jemand offenbar mit viel Fleissarbeit versucht, Mail-Accounts zu öffnen», so Fischer. Die erste Vermutung, dass ein zentraler Mail-Server des Bundestags geknackt wurde, habe sich nicht bestätigt. «Da steckt eindeutig Fleissarbeit hinter.» 

Sind die Daten korrekt?

Das ist noch unklar. Es können eine Mischung sowohl authentische als auch gefälschte Daten sein. Der SPD-Abgeordnete Florian Post sagte, ein Teil der Daten von ihm sei echt, andere seien eine Fälschung. 

Wie wurden sie verbreitet?

Am Donnerstagabend wurden aus dem Account von YouTuber Simon Unge Links zu den Dateien verbreitet. Er hat zwei Millionen Follower auf Twitter. Er ahnte die Brisanz offenbar nicht, als er ein Video veröffentlichte «Ich wurde gehackt». In seinem Account fanden sich die Links zu den Dokumenten der Parteien, ein Foto mit der Böhmermann-Adresse. 

epa07261368 A close-up view of the Twitter account 'G0d' (@_0rbit) in Berlin, Germany, 04 January 2019. Reports on 04 January 2019 state personal data of hundreds of German politicians have been hacked and posted online. The data includes credit card information, private chats and contact information. The only party whose members have not seen their private information posted online is the German far-right AfD party. The data was reportedly shared via the pictured Twitter account prior to Christmas 2018. The account has been suspended in the meantime.  EPA/CLEMENS BILAN

Auf dem mittlerweile gelöschten Twitter-Account wurden die Leaks verbreitet. Bild: EPA/EPA

Wer steckt dahinter?

Der Account Unges wurde von einem Nutzer übernommen, der seit Jahren vor allem YouTuber gehackt hat. In einem inzwischen gesperrten Twitter-Account hatte er in Adventskalender-Form Daten verbreitet. Allerdings war der Account offenbar auf privat gestellt: Niemand nahm Notiz davon – bis der Account wieder auf «öffentlich» umgestellt wurde. Es ist also gut möglich, dass der Twitter-Account erst vor kurzem für andere Nutzer sichtbar wurde.

Unges Video

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Video: YouTube/ungespielt

Der Video-Blogger Thomas Niemicz, intensiver Kenner der YouTube-Szene, glaubt, dass es eine Einzelperson ist, der es in erster Linie um Aufmerksamkeit geht.

Die Links zu den Dokumenten finden sich in einem Twitter-Account und in einem Blog, der mit dem Account verknüpft ist. 

(t-online.de/law)

Hacker finden Schwachstelle im Schweizer E-Voting-System

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Video: srf

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 05.01.2019 13:08
    Highlight Highlight Ihr solltet mal die Beiträge bei 20min sehen.
    Der grösste Teil der User freut sich darüber dass Böhmermanns Familie zur Zielscheibe gemacht wurde.
    Tja, Faschismus lebt auch in der Schweiz.
    Und er wird immer offener gelebt.
  • Tatwort 04.01.2019 16:41
    Highlight Highlight Das wichtigste Wort hier ist tatsächlich "Fleissarbeit". Das Ganze sieht nicht nach einem "Hack" aus, sondern nach einem Datensammler, der viel Zeit hat.
  • Triple A 04.01.2019 16:22
    Highlight Highlight Jahrzehntelang sprach man davon, dass man die Schweiz nicht mit einer Armee schützen müsse, sondern mit Informatikern. Lange wusste man aber nicht genau wovor. Nun wissen wir es!
    • 7immi 04.01.2019 19:40
      Highlight Highlight @AAA
      Da es ja keine konventionell geführte Kriege gibt und auch Naturkatastrophen mit dem Klimawandel eher abnehmend sind und auch andere Bedrohungen wie Terrorismus oder Seuchen immer weniger werden... oder nicht?
      Das Problem ist, dass die Internetkriminalität eine zusätzliche Gefahr ist für ein technologisiertes Land wie die Schweiz, die die anderen Gefahren und Bedrohungen nicht ersetzt.
  • Muselbert Qrate 04.01.2019 16:20
    Highlight Highlight Hoffentlich kann man mit den Daten auch den einen oder anderen dieser Politiker überführen!
    • Asmodeus 04.01.2019 16:31
      Highlight Highlight Die AFD wurde ja eben nicht gehackt :)
    • Sauäschnörrli 04.01.2019 17:05
      Highlight Highlight Wegen illegaler Parteispenden? Die sind doch eben genau nicht dabei.
    • Roterriese 05.01.2019 18:30
      Highlight Highlight Doxxing gegen die AfD geschieht tag täglich und niemand regt sich auf. Jetzt hats halt mal die andere Seite getroffen
    Weitere Antworten anzeigen
  • AquaeHelveticae 04.01.2019 16:02
    Highlight Highlight Sachen gibts in diesem Neuland...
  • Turi 04.01.2019 15:42
    Highlight Highlight Das waren sicher die Russen oder die AfD oder Le Pen oder Trump. Ich shwör.
    • Asmodeus 04.01.2019 16:15
      Highlight Highlight Bei Kommentaren wie Deinem würde ich ja manchmal gerne einen Blick auf den Watson-Server werfen aus welchem IP-Range gepostet wurde.

      :)
  • _stefan 04.01.2019 14:22
    Highlight Highlight Unge beginnt das Jahr 2019 mit #PolitikUndProminenzIstGift ;-D
  • Bläsnkufo 04.01.2019 13:57
    Highlight Highlight Im Geschäft eine Firewall und alles doppelt und dreifach geschützt & zu Hause nur den Internetanschluss. Am besten mit öffentlichem WLAN.
    • bärn 04.01.2019 15:48
      Highlight Highlight ich vermute da sind nicht wirklich grosse kenntnisse vorhanden....
    • Supermonkey 04.01.2019 16:16
      Highlight Highlight Dann kommt eine phishing attacke bei welcher du reinfällst und alles war für die katz 😂
  • Switch_On 04.01.2019 13:55
    Highlight Highlight Da kommt mir gleich wieder das Zitat von Eric Schmidt in den Sinn: "Das Internet ist die erste Erfindung der Menschheit, die sie selbst nicht mehr versteht. Das größte anarchistische Experiment, das es jemals gegeben hat."
    • efrain 04.01.2019 14:20
      Highlight Highlight Das stimmt doch nicht. Genau genommen versteht Otto Normalverbraucher auch nicht, wie ein Radio oder ein Fotoapparat funktioniert. Nur sind diese Dinge so weit verbreitet und alt, dass wir ihre Funktionsweise für selbstverständlich halten.
  • Scaros_2 04.01.2019 13:43
    Highlight Highlight Einmal mehr zeigt sich, dass man schlicht nicht sicher ist vor solchen Leuten.

    Aber krass finde ich, dass diese Hacks teils vor Weihnachten etc. stattgefunden haben und die IT hinter den Politikern nichts gemerkt haben. Das sollte zu denken geben. Wirklich, das sollte zu denken geben.
    • Blitzmagnet 04.01.2019 13:47
      Highlight Highlight Ein guter Hack ist unsichtbar und fliegt erst auf, wenn die Daten rauskommen.
      - Liebe Grüsse, Ihre IT Security.
    • Alex_Steiner 04.01.2019 14:05
      Highlight Highlight Was soll daran jetzt speziell sein? Werbe Firmen haben auch Datenbanken mit allen Adressen + Tel. Nummern. Der Rest ist einfach öffentlich zugängliche Socialmedia zeug.

      Personalausweis & Chatverlauf hat er von etwa 15 Leuten...
    • Nik G. 04.01.2019 14:12
      Highlight Highlight Was genau hat Weihnachten damit zu tun? Der Hack ist vermutlich sehr professionell durchgeführt worden, dazu kommt, dass die grösste Schwachstelle 60 cm vor dem Bildschirm sitzt.
    Weitere Antworten anzeigen

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