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Google soll 5 Milliarden Dollar zahlen – darum nimmt die EU Android aufs Korn

Laut Medienberichten kassiert der Internet-Konzern heute wegen seines Handy-Betriebssystems die «bisher höchste Kartellstrafe» in Europa.



Update: Die EU-Kommission verhängt gegen Google Bloomberg zufolge eine Strafe von 4,3 Milliarden Euro, bzw. rund 5 Milliarden Dollar. Das berichtet die Nachrichtenagentur unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person am Mittwoch.

Die EU-Kommission hat inzwischen informiert.

Die ursprüngliche Meldung:

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager lässt Google nicht vom Haken: Nach einer ersten Rekordstrafe soll der Internet-Konzern im Verfahren um das mobile Betriebssystem Android noch einmal deutlich mehr bezahlen müssen.

Die EU-Kommission wolle Google am Mittwoch die nächste Rekord-Wettbewerbsstrafe aufbrummen, schreibt die «Financial Times». Die Geldbusse werde die gut 2,4 Milliarden Euro aus dem Verfahren um die Shopping-Suche im vergangenen Jahr «erheblich übersteigen». Das war die bisher höchste Kartellstrafe aus Brüssel für ein einzelnes Unternehmen gewesen.

European Union Commissioner for Competition Margrethe Vestager speaks during a media conference at EU headquarters in Brussels on Tuesday, June 27, 2017. The European Union's competition watchdog has fined internet giant Google over its online shopping service. (AP Photo/Virginia Mayo)

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Bild: AP/AP

Neben der neuen Multimilliarden-Strafe wolle die Kommission Änderungen an Googles Geschäftsmodell bei Android durchsetzen, berichtete das Nachrichtenportal Politico.eu in der Nacht auf Mittwoch unter Berufung auf informierte Personen.

Die Kommission hatte das Android-Verfahren im April 2015 aufgenommen und dem Internet-Riesen ein Jahr später den Missbrauch einer marktbeherrschenden Position vorgeworfen.

Google und der Mutterkonzern Alphabet weisen die Vorwürfe zurück.

Android wird bei Google entwickelt, ist kostenlos für Geräte-Hersteller und kann von ihnen abgewandelt werden. Aber es gibt Einschränkungen, was zentrale Google-Apps betrifft.

Unfair gegen Marktteilnehmer?

Die Kommission stört sich unter anderem daran, dass Hersteller von Android-Smartphones, die Google-Dienste einbinden wollen, immer ein komplettes Paket aus elf Apps des Internet-Konzerns auf die Geräte bringen müssen. So kämen zum Beispiel auch Googles Browser Chrome und die Google-Suche auf die Geräte, selbst wenn ein Hersteller zum Beispiel nur die App-Plattform Play Store installieren wollen würde. Google kontert, ein Mindestangebot an Apps sei nötig, weil Nutzer Google-Dienste sonst nicht vernünftig einsetzen könnten.

Alles in allem sieht die Kommission in dem Vorgehen des Konzerns einen Versuch, die Marktposition seiner Online-Angebote auf Mobil-Geräten auf unfaire Weise gegen andere Dienste-Anbieter abzusichern.

Android hat beim Smartphone-Absatz einen weltweiten Marktanteil von über 80 Prozent. Das einzige relevante andere Mobil-Betriebssystem ist die iOS-Plattform von Apples iPhones. Konkurrenz-Systeme wie Microsofts Windows Phone oder die Blackberry-Software hatten den Wettbewerb verloren.

(dsc/sda/dpa)

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43Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Edwin Schaltegger 18.07.2018 13:11
    Highlight Highlight Man bekommt immer mehr den Eindruck, dass es der EU nur ums "Kasse machen" geht. Wenn Google ihr Android Operating System als kostenlose Open Source zur Verfügung stellt darf man erwarten, dass gewisse proprietäre Google Apps mitbenutzt werden müssen. Google investiert schliesslich hunderte von Mio. US $ in die Entwicklung ihres Android Betriebssystems. Es gibt z.B. einen deutschen Unternehmenssoftware-Riesen bei dem von der DB bis zur Basissoftware alles proprietär ist und der Kunde völlig abhängig ist. Apple und Microsoft sind auch völlig proprietäre Software-Anbieter.
  • Roterriese 18.07.2018 09:12
    Highlight Highlight Jetzt wo England als Nettozahler weg fällt, muss die EU halt neue Nettozahler finden.

    Ich sehe das Problem nicht, LineageOS kommt auch ohne Googledienste aus.
    • Pedro Salami 18.07.2018 12:23
      Highlight Highlight Richtig, leider dann halt nicht so komfortabel.
  • Madison Pierce 18.07.2018 08:52
    Highlight Highlight Google: Android ist kostenlos und Open Source. Jeder kann es verwenden und anpassen. Nur ihre Apps sind nicht Open Source und an Lizenzbedingungen gebunden (alle oder keine installieren).

    Apple: System nicht erwerbbar, Apps nur nach Freigabe von Apple installierbar, fremde Browser ganz verboten, kein Zugriff für Entwickler auf Dinge wie NFC.

    Und jetzt ist Google böse?

    (Damit will ich nicht sagen, Apple soll bestraft werden. Sie dürfen selbstverständlich das von Ihnen entwickelte System so verkaufen, wie sie möchten.)
    • Pedro Salami 18.07.2018 09:04
      Highlight Highlight “alle oder keine installieren“ stimmt nicht ganz, zumindest mit OpenGaps hat man die Wahl. Auf einer Custom-ROM kann man wählen welche GApps-Version man installieren will.
      https://opengapps.org/
    • Roterriese 18.07.2018 09:13
      Highlight Highlight Apple hat keine "marktbeherrschende" Stellung
    • Alnothur 18.07.2018 11:55
      Highlight Highlight OpenGApps ist aber rechtlich gesehen ein illegales Angebot. Google toleriert es, wohl weil es praktisch keine Bedeutung am Markt hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • saukaibli 18.07.2018 08:43
    Highlight Highlight Wieso wird eigentlich Apple nicht verklagt? Auch auf iOS sind haufenweise vorinstallierte Apps. Ausserdem gibt Apple sein Betriebssystem nicht mal für andere Anbieter frei - im Gegensatz zu Google - und sperrt teilweise aus irrwitzigen Gründen irgendwelche Apps, welche die eigenen konkurrieren. Ich habe langsam das Gefühl, die werte Frau Vestager hat einen Haufen Apple-Aktien irgendwo gehortet.
    • Alnothur 18.07.2018 09:14
      Highlight Highlight "Wieso wird eigentlich Apple nicht verklagt?"

      Marktmacht. Google hat massiv mehr Marktanteile.
    • The_Doctor 18.07.2018 09:43
      Highlight Highlight Weil es hier um Kartellrecht geht und Google im Bereich Smartphone OS eine marktbeherrschende Stellung hat. Apple ist weit davon entfernt und daher kartellrechtlich irrelevant (so lange sie nicht anderweitig dagegen verstossen, wie z.B. durch illegale Absprachen).
      Das hat nichts mit Aktienpaketen oder dergleichen zu tun. Es ist einfach geltendes Recht. Jeder kann sich politisch engagieren und versuchen, das zu ändern.
    • adf32 18.07.2018 10:06
      Highlight Highlight Der Unterschied ist eben, dass Android eine marktbeherrschende Stellung am Gesamtmarkt hat (80%), Apple nicht. Wenn Android auch nur 20% Marktanteil hätte, könnten sie damit machen, was sie wollen, ohne dass sich die EU meldet.
  • Silly_Carpet 18.07.2018 08:34
    Highlight Highlight Also gut, da darf man schon reklamieren. Mich störts jetzt nicht so fest. Aber Google dafür eine Geldstrafe aufbinden... find ich es bitzli übertrieben 🤷‍♂️
  • Nelson Muntz 18.07.2018 08:17
    Highlight Highlight Google ist wie ein Bösewicht in einem James-Bond-Film. Irgendwann werden sie die Weltherrschaft übernehmen wollen.
  • Bjoern Aeschlimann 18.07.2018 08:01
    Highlight Highlight Ich finde es ja gut und recht, was die Kommission da macht. Aber was wollen denn die Gerätehersteller?
    Android ist kostenlos und beinhaltet 11 Google Apps / Produkte. Wenn die Gerätehersteller Google für Android bezahlen würden, dann könnte ich die Straffe verstehen.
    Gratis Spotify kommt mit Werbung
    Gratis YouTube kommt mit Werbung
    Gratis Watson kommt mit Werbung
    Gratis Android kommt mit nützlichen Apps, Android/Google wird gebüsst?
  • p4trick 18.07.2018 07:42
    Highlight Highlight Also die EU will, dass Gerätehersteller Rosinen picken können.. aber die Schweiz darf nicht bei der EU?
    • Hierundjetzt 18.07.2018 08:16
      Highlight Highlight Wart ich erklär Dir kurz den Unterschied:

      Google: IT Firma, die auf 80% aller weltweit verkauften Handys nur ihre Produkte zulässt.

      Schweiz: Relevante Volkswirtschaft, die bei sämtlichen Lebensaspekten seiner Einwohner (von Strom, Asyl über Banken bis Verteidigung) mit der EU verflochten ist.

      Nochmals:
      Text: IT Firma
      Wir: Volkswirtschaft

      ☺️
    • Bits_and_More 18.07.2018 09:06
      Highlight Highlight Naja, Google lässt auf Android auch andere Apps (Produkte) zu, selbst wenn diese direkte Konkurrenz sind.
      Nur müssen diese halt vom User installiert oder Gerätehersteller vorinstalliert werden.
    • Toerpe Zwerg 18.07.2018 09:08
      Highlight Highlight Google: IT Firma, die auf 80% aller weltweit verkauften Handys nur ihre Produkte zulässt.

      Fake news.
    Weitere Antworten anzeigen
  • cypcyphurra 18.07.2018 07:09
    Highlight Highlight Ich finde es grundsätzlich gut. Der User soll entscheiden können, ob er den Play Store und z.B. Maps benutzen möchte oder nur den Play Store. Ich finde die Wettbewerbskommission ist hier sehr konsequent. Bei Windows und dem IE damals hat sich auch niemand beschwert.
    • saukaibli 18.07.2018 08:39
      Highlight Highlight Ich fand schon die Geschichte mit dem IE und Windows bescheuert. Wieso soll ich bei einem Betriebssystem möglichst wenig Software dazubekommen? Wenn ich eine Linux-Disti installiere, habe ich bereits Browser, Office, Video/Audio Applikationen usw. installiert. Es steht mir ja immer noch frei, ob ich die dann benutzen will oder mir etwas anderes installiere.
    • JayPi 18.07.2018 08:57
      Highlight Highlight @Saukaibli: Bei Linux kannst du aber alle Applikationen entfernen oder eine Distribution herunterladen, die keine vorinstallierten Programme beinhaltet. Bei Windows war es damals nicht möglich den IE zu entfernen.
    • Alnothur 18.07.2018 09:17
      Highlight Highlight Linux hat keine dominierende Marktmacht. Es ging darum, dass Microsoft die Marktmacht ihres Betriebssystem ausnutzten, um weitere Software, also den IE, jedem zu installieren. Dasselbe hier mit Google und deren Apps/Dienste wie Google Drive.
  • zwan33 18.07.2018 06:15
    Highlight Highlight Uglaublich, es sind die Gerätehersteller, die wahre Bloatware auf die Geräter zaubern, aber es ist Google, das gebüsst wird. Eine Recherche im Play-Store hätte gezeigt, dass die Gapps zu den (für User) beliebtesten gehören. Sie werden sogar durch die meisten Custom-ROM-User nachträglich installiert. Anders als Apple, baut Google auch keine Hürden, um Ersatz-Apps zu programmieren.
    • bokl 18.07.2018 07:24
      Highlight Highlight "Sie werden sogar durch die meisten Custom-ROM-User nachträglich installiert."

      Ein Grund mehr die Apps nicht vorzuinstallieren. Sind ja so beliebt...

      Wie man sieht, funktioniert die Gehirnwäsche von Google wunderbar. Wer braucht schon Alternativen. Die netten Leute von Google haben für alles eine Lösung. Und erst noch "gratis"...

      Eigentlich müsste man noch einen Schritt weitergehen und es Konzernen verbieten in zu vielen Bereichen tätig zu sein.
    • dä dingsbums 18.07.2018 07:38
      Highlight Highlight Die Situation ist ähnlich wie beim Browserkrieg (Internet Explorer / Netscape).

      Eine marktbeherrschende Stellung, die genutzt wird, um dem Kunden zusätzliche eigene Services schmackhaft zu machen.

      Klar kann man statt Google Services andere Apps nutzen, die meisten werden aber aus Bequemlichkeit die vorinstallierten Apps nehmen.

      Genau so wie damals mit dem Internet Explorer.
    • Bjoern Aeschlimann 18.07.2018 07:52
      Highlight Highlight Kostenlos!
      Wenn die Hersteller nur ein Basis-Packet haben wollen, könnten die ja eine Gebühr bezahlen.
      Wieviel muss denn Apple bezahlen?
    Weitere Antworten anzeigen

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