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epaselect epa05749998 General view of the border between the US states of Texas; New Mexico (L) and Ciudad Juarez, Mexico (R), on 25 January 2017. US President Donald J. Trump said on 25 January that the construction of the wall at the Mexican border wil start 'in months' and that the planning will start 'immediately'.

Grenzzaun zwischen den USA und Mexiko: Links liegen die US-Bundesstaaten Texas und New Mexico, rechts liegt das mexikanische Ciudad Juarez.  Bild: EPA/EFE

Die Pläne konkretisieren sich: Trumps Mauer soll schön werden – aber nur auf der US-Seite

Im Wahlkampf versprach Trump, eine Mauer zu bauen. Nun nehmen diese Pläne konkrete Züge an. Sicher ist: Es wird teuer. 



Die US-Regierung hat ihre Ausschreibung für den Bau einer Grenzmauer zu Mexiko konkretisiert. Sie soll «imposant», zwischen 18 und 30 Fuss (5,40 bis 9,10 Meter) hoch und für Menschen unüberwindbar sein, heisst es in den Anforderungen des Ministeriums für Innere Sicherheit. 

Auch zum Aussehen wurden Angaben gemacht: Auf der US-Seite soll das Bauwerk «ästhetisch ansprechend» sein und farblich soll es sich der Umgebung anpassen. Wie die Mauer auf der mexikanischen Seite auszusehen hat, dazu macht das Ministerium keine Angaben. 

Ein Teil der Mauer soll aus Zement gebaut werden, ein zweiter Teil mit anderen Materialien. Die Grenzbefestigung soll bis in mindestens 1,80 Meter Tiefe Tunnelbauten unter der Mauer hindurch unmöglich machen.

Konkret wird gefordert, es müsse mindestens 60 Minuten dauern, die Mauer mit einer Axt, einem Vorschlaghammer, Hammer und Meissel, batteriebetriebenen Werkzeugen oder einem Schweissgerät so zu durchbrechen, dass ein mehr als 30 Zentimeter grosses Loch entsteht.

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

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Die Grenze zwischen Mexiko und den USA
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700 interessierte Bau-Unternehmen

Die rund 700 interessierten Firmen haben bis zum 29. März Zeit, um Vorschläge einzureichen. Die Bau-Unternehmen sollen zehn Meter breite Mauerstücke zu Vorführungszwecken aufstellen, aufgrund denen die Aufträge vergeben werden.  

Vieles am Projekt ist noch unklar. Zum Beispiel, wo genau die Mauer verlaufen soll: An einzelnen Abschnitten drohen Rechtsstreitigkeiten um notwendige Landenteignungen. Ein 120 Kilometer langer Teilabschnitt geht etwa durch das Gebiet des Indianerstamms Tohono O'odham, der die Mauer klar ablehnt.

Eine grosse Frage ist auch die Finanzierung der Mauer ...

Eigentlich will US-Präsident Donald Trump, dass Mexiko für die Kosten aufkommt, womöglich auch indirekt, zum Beispiel über neue Strafzölle oder eine Besteuerung von Überweisungen von in den USA lebenden Mexikanern in die Heimat. Doch vorerst sieht es so aus, als ob die USA das Portemonnaie öffnen müssten. 

Im Haushaltsentwurf der US-Regierung für 2017 und 2018 sind bisher insgesamt 4,3 Milliarden Dollar für die Mauer vorgesehen. Ein Zaun, der Fussgänger aufhält, würde gemäss amtlichen Schätzungen pro Meile 6,5 Millionen Dollar kosten. Eine Sperre für Fahrzeuge wäre 1,8 Millionen Dollar pro Meile teuer.

Schätzungen des Heimatschutzministeriums gehen von bis zu 21 Milliarden Dollar an Kosten aus. Trump hat zu den Gesamtkosten unterschiedliche Angaben gemacht. Er sprach mal von vier, mal von acht, mal von zwölf Milliarden Dollar.

Ob jemals Geld fliessen wird, ist indes fraglich. Demokraten und sogar einige Republikaner haben die Mauer als unnütz und überflüssig bezeichnet. (cma/sda/dpa)

Die Mauern dieser Erde

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Die Mauern dieser Erde
quelle: ap / jockel finck
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