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President Donald Trump pauses as he speaks during a meeting with steel and aluminum executives in the Cabinet Room of the White House, Thursday, March 1, 2018, in Washington. From left, John Ferriola of Nucor, Trump, and Dave Burritt of U.S. Steel Corporation. (AP Photo/Evan Vucci)

Präsident Donald Trump während einem Meeting mit Vertretern der US Stahl-Gesellschaft John Ferriola (links) und Dave Burritt. Bild: AP/AP

EU kündigt Vergeltungsmassnahmen gegen Trumps Strafzölle an



Die von US-Präsident angekündigten Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumimport könnten einen Handelskrieg auslösen. Die EU jedenfalls kündigte bereits Vergeltungsmassnahmen an.

«Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch unfaire Massnahmen getroffen wird, die Tausende europäische Arbeitsplätze gefährden», kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstagabend in Brüssel an.

Die EU bedauere diesen US-Entscheid sehr. Die Kommission werde in den kommenden Tagen einen Vorschlag mit Gegenmassnahmen präsentieren, im Einklang mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO). Damit solle die Situation wieder ausgeglichen werden, sagte Juncker als Reaktion auf eine Ankündigung Trumps vom gleichen Tag.

Der US-Präsident hatte erklärt, in der nächsten Woche Strafzölle für Stahl- und Aluminiumimporte verhängen zu wollen. Diese sollen 25 Prozent für Stahl und zehn Prozent für Aluminium betragen.

«Wir werden neue Jobs bekommen und pulsierende Unternehmen», sagte Trump. Die Stahl-Politik ist elementarer Teil der «America First»-Politik der Trump-Administration. Die Zölle sollen für «eine lange Zeitspanne» gelten.

Es gehe darum, die heimische Produktion vor ausländischer Billigkonkurrenz zu schützen, sagte Trump bei einem Treffen mit US-Branchenvertretern. Einzelheiten zu den Strafzöllen nannte Trump nicht. So blieb unklar, ob diese sich generell gegen sämtliche Stahl- und Aluminiumexporte richten oder bestimmte Handelspartner davon ausgenommen werden sollen.

Besonders im Visier hat Trump China. Dieses überschwemmt aufgrund einer gigantischen Überproduktion an Stahl und Aluminium den Weltmarkt mit Billigexporten. Pauschale Strafzölle könnten aber auch Länder wie Deutschland treffen.

Drei Optionen

Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Präsidenten zuvor einen Katalog mit drei Handlungsoptionen vorgelegt. Dieser sah vor, entweder Strafzölle für alle Länder einzuführen oder höhere Zölle für einige Länder.

Dritte Option wäre der Verzicht auf Zölle, stattdessen eine Quotenregelung gewesen. Ross war in seiner Untersuchung zu dem Ergebnis gekommen, dass das Thema Fragen der Nationalen Sicherheit berühre.

Trump hatte bereits am Donnerstagmorgen (Ortszeit) via Twitter noch einmal seine Meinung zum Thema deutlich gemacht. «Unsere Stahl- und Aluminiumbranche sowie viele andere wurden jahrzehntelang durch unfairen Handel und schlechte Politik mit vielen Ländern der Welt dezimiert», schrieb Trump.

Bei einer kurzfristig einberufenen Expertenrunde mit Stahl-Unternehmern sagte Trump am Donnerstag in Washington, die USA würden aus anderen Ländern mit massivem Dumping unter Druck gesetzt. «Es bringt unsere Unternehmen um.»

«Schlechte Deals»

Die USA seien auch in diesem Bereich extrem unfair behandelt worden. Vertreter der Stahlindustrie äusserten sich in einer Gesprächsrunde mit Trump angetan und begeistert von der Ankündigung Trumps.

«Ich mache den anderen Ländern keinen Vorwurf», sagte Trump. Sie hätten sich im Rahmen der beschlossenen Deals verhalten. «Wer diese Deals abgeschlossen hat, sollte sich schämen», sagte Trump an die Adresse früherer US-Regierungen. (sda/dpa/reu/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fischra 02.03.2018 00:42
    Highlight Highlight Dieser Schuss wird einmal mehr nach hinten losgehen. Hat er das gefühl dass dies die Amerikanische Wirtschaft zulässt? Die grossen Verarbeiter in den USA werden riesige Verluste haben da die Preise fixiert sind und nicht innert Wochenfrist angepasst werden können. Anderseits wird die Exportindustrie der Amis ebenfalls mit Strafzöllen der andern Wirtschaftsmächte belegt. Ja da hat Doni wieder mal genau nach seinem IQ gehandelt. Übrigens wurden viele seiner Metallkonstruktionen wegen des Preises aus China importiert. Aber jetzt ist er ja Präsi und darf den grossen Retter spielen.
  • Jonasn 01.03.2018 23:22
    Highlight Highlight Ich weiß von meinem Bruder, der in dem Bereich tätig ist, dass amerikanischer stahl und auch Aluminium Guss qualitativ ziemlich mies ist. Die Autoindustrie in den USA wird sich gewaltig umschauen, wenn diese Zölle Wirklichkeit werden...
  • Gurgelhals 01.03.2018 23:12
    Highlight Highlight Bush hatte damals 2002 auch mal so eine Nummer abgezogen. Die EU hat daraufhin ihrerseits Strafzölle auf US-Exportprodukte erhoben — und zwar auf Produkte, die mehrheitlich in Swing States produziert wurden: Orangen aus Florida, Autos aus Michigan, usw. Die Bush-Regierung hat daraufhin die Übung vorzeitig wieder abgeblasen. Fazit: Lol.

    Studien haben anschliessend nachgewiesen, dass die Aktion überwiegend negative Auswirkungen auf den US Arbeitsmarkt hatte. Nachzulesen hier: http://bit.ly/2GRlYPB

    Aber dieses mal wird's bestimmt klappen mit dem strohdummen Pleitier am Steuer :-D
  • Zeyben 01.03.2018 23:11
    Highlight Highlight Na da habt ihr eure USA der ihr blindlings in völkerrechtliche Verbrechen folgt. Die schert sich einen Dreck um seine Bündnispartner. Das hat die Geschichte immer wieder gezeigt. Wie werden jetzt die hiesigen Pentagonmedien sich positionieren? Ist man immer noch voll auf der Imperialistenschiene? Oder wie wird Loyalität nun gelebt?
    • SemperFi 02.03.2018 09:18
      Highlight Highlight @Zeyben: Nur weil Sie nicht differenzieren können, heisst das noch lange nicht, dass das andere nicht tun. Man kann durchaus Russland kritisieren ohne ein Blinder Ami-Fan zu sein.
    • Zeyben 02.03.2018 12:32
      Highlight Highlight Ja man kann aber warum soll man das tun, wenn die USA in einen weiteren fatalen Weltkrieg steuern? Die Verhältnismässigkeit die sie hier verlangen (wer denken Sie dass Sie hier sind?) bringen Sie überhaupt nicht mit auf dem Weg. Nennen Sie mir konkret Anhaltspunkte wo Russland den Westen bedroht.
    • SemperFi 02.03.2018 13:26
      Highlight Highlight @Zeyben: Wo habe ich was verlangt? Legen Sie mir nicht Worte in den Mund. Allein schon Ihr letzter Satz zeigt, dass es Ihnen nur um Polemik geht und nicht um sachliche Diskussion. Die Ankündigung Russlands neue Atomwaffen zu entwickeln, die Annexion der Krim, die Stationierung von Raketen in Kaliningrad oder die Aufstellung einer militaristischen „Putinjugend“mögen für Sie vaterländische Folklore sein, für mich sind es Warnsignale. Und - ich fühle mich nicht verpflichtet, die Warnsignale die es auf ÜS-Seite gibt aufzuzählen, nur um Ihrem Mimimi vorzubeugen. Sie haben nach Russland gefragt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Adumdum 01.03.2018 23:06
    Highlight Highlight Nicht international konkurrenzfähige Unternehmen und Branchen zu schützen damit diese weiter konkurrenzunfähig wachsen ist eine ganz tolle Zukunftsstrategie 😊 auch die inländischen Kunden der nun überteuerten minderwertigen Produkte werden es ihm danken... Way to go America! Not.
  • MasterPain 01.03.2018 23:00
    Highlight Highlight «... oder bestimmte Handelspartner davon ausgenommen werden sollen.»

    Logisch, die mit denen Trump persönlich Geschäfte macht 😂 Die Trumpidioten würden‘s selbst dann noch nicht schnallen.
  • Alnothur 01.03.2018 21:58
    Highlight Highlight Ja, jetzt bekommt die EU mal ihr eigenes Gift zu schmecken.
    • Alnothur 02.03.2018 08:41
      Highlight Highlight Die Blitzer dürfen gerne auch Argumente bringen - oder ist das "Es kann nicht sein, was nicht sein darf, darum blitze ich mal"?
  • ströfzgi 01.03.2018 20:29
    Highlight Highlight "So blieb unklar, ob diese sich generell gegen sämtliche Stahl- und Aluminiumexporte richten oder bestimmte Handelspartner davon ausgenommen werden sollen."

    Sind wohl IMporte gemeint, nicht?

    Wird China halt Strafzölle von 50% auf US-Produkte einführen um die heimische Industrie zu schützen. Bin ICH zu einfach gestrickt, oder ER? 🤔

  • Beat Galli 01.03.2018 19:59
    Highlight Highlight Hatten wir dies nicht schon einmal.
    Marode US Unternehmen hatten aufgrund Mangelnder Inovationskraft kein Chancen auf dem Weltmarkt.

    Ich hoffe die unzäligen schlechten Deals mit den Amis werden dann auch überlegt.
  • Scaros_2 01.03.2018 18:54
    Highlight Highlight Ja mach du nur fein deine Wirtschaft kaputt.
    • farbarch1 01.03.2018 22:28
      Highlight Highlight Die ist wohl schon kaputt in Bereich der Schwerindustrie. Wie bei uns.
    • ChiliForever 01.03.2018 23:05
      Highlight Highlight Jetzt dürfte Schwerindustrie im klassischen Sinne auch nicht die Zukunftsindustrie sein, die es aufzubauen gilt...

      Außerdem ist die Endlichkeit der Ressourcen absehbar. Insofern würde ich mich als Ami ja freuen, billigen Stahl aus China zu bekommen und meine eigenen Eisenquellen schonen zu können für später.
      Aber vielleicht schaue ich dabei ein wenig zu sehr auf die Zukunft ... ?
    • Posersalami 02.03.2018 02:25
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