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Blackwater USA founder Erik Prince testifies on Capitol Hill in Washington, Tuesday, Oct. 2, 2007, before the House Oversight Committee hearing examining the mission and performance of the private military contractor Blackwater in Iraq and Afghanistan. (AP Photos/Susan Walsh)

2007 erschien Erik Prince wegen der Schiesserei in Bagdad vor dem Kongress. Bild: AP

Blackwater-Gründer muss wegen Trumps Russland-Connection aussagen



In den Ermittlungen über mögliche Kontakte von US-Präsident Donald Trump zu russischen Regierungskreisen taucht eine schillernde Figur auf. Erik Prince, Gründer der Sicherheitsfirma Blackwater, muss am Donnerstag vor dem Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses aussagen. Er hatte im Januar auf den Seychellen einen russischen Geschäftsmann getroffen.

Die Begegnung sei vom Kronprinzen des Emirats Abu Dhabi eingefädelt worden, berichtet CNN. Thema sei die Einrichtung eines geheimen Kommunikationskanals zwischen Trump und dem Kreml gewesen, lautet der Verdacht. Erik Prince spielte das Treffen im August auf CNN herunter. Er habe mit «einem Fondsmanager» gesprochen, und zwar ausschliesslich über persönliche Geschäfte. Die Begegnung habe «vermutlich nicht länger als ein Bier» gedauert.

Am Mittwoch liess er durch einen Sprecher ausrichten, das Treffen habe «nichts mit Präsident Trump» zu tun gehabt. Das Weisse Haus teilte mit, es habe «keine Kenntnis» davon. Bei dem Russen, den Prince auf den Seychellen traf, soll es sich gemäss der Enthüllungsplattform The Intercept nicht um irgend einen Geschäftsmann gehandelt haben, sondern um Kirill Dmitriew, den CEO eines russischen Staatsfonds. Er soll zum Umfeld von Präsident Wladimir Putin gehören.

250'000 Dollar für Trump

Erik Prince hat offiziell nie für Donald Trump gearbeitet. Er bewegte sich jedoch wiederholt in seinem Umfeld und soll als informeller Berater in aussenpolitischen Fragen gedient haben. Für Trumps Wahlkampf spendete er 250'000 Dollar. Laut CNN nahm er an der Siegesfeier in der Wahlnacht teil. Seine Schwester Betsy DeVos wurde von Trump zur Erziehungsministerin ernannt.

Im Sommer erarbeitete Prince im Auftrag des damaligen Chefstrategen Steve Bannon und von Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eine Afghanistan-Strategie. Darin schlug er vor, die US-Soldaten durch private Sicherheitsleute zu ersetzen. Die Idee stiess im Pentagon und bei Trumps Sicherheitsberater Herbert McMaster auf Ablehnung, weshalb sie nicht weiterverfolgt wurde.

Das erstaunt wenig, denn mit privaten Sicherheitsfirmen haben die USA nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Mitarbeiter des von Erik Prince gegründeten Unternehmens Blackwater hatten 2007 bei einer Schiesserei in Bagdad 14 unbewaffnete irakische Zivilisten getötet. 2010 verkaufte Prince die Firma, die nach mehreren Umbenennungen heute Academi heisst.

Private Polizei für Libyen

Allerdings ist Erik Prince nach wie vor in dem Business tätig. In einem Interview mit der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» schlug er die Gründung einer privaten Polizeitruppe in Libyen vor. Diese solle Migranten aus Afrika aufhalten, internieren und in ihre Heimat zurückführen. Dieser Plan sei «humaner und professioneller» als die Bemühungen der EU, die Migration über das Mittelmeer zu stoppen, meinte Prince.

Ausserdem erwägt Erik Prince laut US-Medien den Einstieg in die Politik. Er prüfe eine Kandidatur für den US-Senat im Bundesstaat Wyoming. Dabei würde er den republikanischen Amtsinhaber John Barrasso herausfordern. Prince wäre demnach Teil der Strategie von Steve Bannon, jene Republikaner im Senat anzugreifen, die nach seiner Meinung zu wenig linientreu sind.

Vorerst aber muss sich der umstrittene Sicherheitsunternehmer vor dem Kongress äussern. Die Anhörung am Donnerstag findet hinter verschlossenen Türen statt. Später soll jedoch laut CNN eine Abschrift veröffentlicht werden.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeyben 30.11.2017 15:32
    Highlight Highlight Diese penetrante (mediale) Suche nach irgendeinem US-Bürger, der Trump kennt und mit einem Russen mal ein Geschäft gemacht hat zeugt von Beweislosigkeit ja gar von fehlenden Anhaltspunkten. Den Stein ins Rollen brachte Hillary Clinton die “Russiagate Beweise” für die Geheimdienste erstellen ließ.
    • Zeyben 30.11.2017 19:00
      Highlight Highlight Ist so auch wenn es hier einige nicht glauben wollen oder können.
  • Snowy 30.11.2017 15:11
    Highlight Highlight Also nochmals zusammengefasst:

    - Der Gründer von Blackwater war militärstrategischer Berater von Trump.

    - In dieser Funktion schlägt er vor Soldaten und Polizisten durch Private zu ersetzen. (No Joke!)

    - Seine Schwester Betsy deVos leitet die Behörde für Bildung und Erziehung. Das ist übrigens diese sympathische Frau: dhttps
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    Keine weiteren Fragen.
    • Citation Needed 30.11.2017 17:23
      Highlight Highlight Das soll Betsy sein? Die sieht anders aus und ist jünger.
    • Snowy 30.11.2017 17:34
      Highlight Highlight Anmerkung: Sehe gerade, dass mein Bild (Screenshot von Youtube) von Betsy de Vos unvorteilhaft ist. Es ging mir natürlich nicht um ihr Aussehen sondern um die Inhalte (resp die nicht vorhandenen Inhalte).
      So will sie die das elitäre Bildungssystem in den USA weiter privatisieren und damit die Ungleichheit weiter fördern.
      Ach ja: Und sie hat keine Ahnung von Pädagogik und Erziehungswesen.
    • Snowy 30.11.2017 17:39
      Highlight Highlight Ouups: Merke gerade habe den falschen Link geteilt. Das hier ist Betsy de Vos:
      Play Icon


      Die andere Fehlbesetzung ist Kathleen Hartnett (Umweltministerin) welche nicht weiss welche Gase hauptsächlich für den Klimawandel verantwortlich sind. AUch dieser Video ist das pure Grauen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • pun 30.11.2017 14:02
    Highlight Highlight "Darin schlug er vor, die US-Soldaten durch private Sicherheitsleute zu ersetzen."

    Nooo shiit? Der Gründer der grössten Söldnerfirma schlägt vor, Söldner statt Soldaten einzusetzen? 😅😅 Das hätte ich den Herren Bannon und Kushner auch bedeutend billiger sagen können, zu blöd habe ich einen funktionierenden moralischen Kompass und ein Rückgrat. 😅

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