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Trump Combo Tingeltangel Bob

Der eine ist (für manche) eine Witzfigur, der andere stammt aus einer Comic-Serie: Donald Trump und Tingeltangel Bob. Bild: Keystone/Youtube/watson

Ex-«Simpsons»-Autor entlarvt die irre Strategie von Trumps Verteidiger



Es ist mittlerweile ein popkultureller Witz: Quasi jedes politische oder kulturelle Grossereignis wurde von den gelben Figuren einer Cartoon-Serie vorhergesagt. Die Rede ist natürlich von den «Simpsons» und der Tatsache, dass die fiktive Kult-Serie in der Vergangenheit tatsächlich immer wieder reale Ereignisse vorwegzunehmen schien.

Nun hat Bill Oakley, Serienautor und Filmproduzent, auf eine weitere kuriose Parallele aufmerksam gemacht. Oakley schrieb für die «Simpsons» mehrere Folgen der siebten und achten Staffel. Eine «Simpsons»-Szene mit dem berüchtigten Tingeltangel Bob erinnert ihn an das Vorgehen der Verteidiger von US-Präsident Donald Trump.

Donald Trump und die Ukraine-Affäre

Trump wird vorgeworfen, den ukrainischen Präsidenten um eine Einmischung in den US-Wahlkampf gebeten zu haben. Der US-Präsident hielt Militärhilfe in Wert von Hunderten Millionen von Dollar zurück, dafür sollte die Ukraine gegen seinen Rivalen Joe Biden und dessen Sohn Hunter wegen Korruption ermitteln. Amtsmissbrauch, sagen die US-Demokraten und wollen Trump des Amtes entheben.

Nun ist bekannt: Militärhilfe für die Ukraine wurde zurückgehalten. Trump bat seinen ukrainischen Amtskollegen tatsächlich um Ermittlungen. Die Sache scheint eindeutig?

Natürlich nicht, geht man nach den Republikanern und den anderen Verteidigern von Donald Trump. Und hier kommt Tingeltangel Bob ins Spiel.

Das irre Argument der Trump-Apologeten – geklaut von den «Simpsons»?

Denn ein häufig genanntes Argument der Trump-Apologeten lautet: Trumps Versuch, die Ukraine zu erpressen, sei nicht erfolgreich gewesen.

«Versuchte Bestechung» sei kein Vergehen, das eine Amtsenthebung nach sich ziehen müsse, sagte etwa die Trump-Freundin Laura Ingraham in ihrer Sendung auf Fox News.

«Um ein Quidproquo (Leistung und Gegenleistung, Anm.) zu erhalten, müssen beide Seiten etwas eintauschen», sagt der republikanische Abgeordnete John Ratcliffe. «Aber ohne quo gibt es kein Quidproquo.» Er spielt darauf an, dass die Ukraine schliesslich keine Ermittlungen gegen die Bidens ausgerufen hätten, Trumps mutmasslicher Erpressungsversuch also gescheitert sei.

Der Ex-«Simpsons»-Autor Bill Oakley nennt das in einem Gastbeitrag für die «Washington Post» die «Tingeltangel Bob»-Verteidigung – und zeigt damit, wie absurd die Verteidigungsstrategie der Republikaner ist.

In der fünften Folge der sechsten Staffel sitzt jener Tingeltangel Bob, der Ex-Sidekick von Krusty dem Clown, wegen versuchten Mordes an Bart im Gefängnis und mokiert sich:

«Verurteilt wegen eines Verbrechens, das ich nicht einmal vollbracht habe. Hah! Versuchter Mord? Also ehrlich gesagt, was ist das? Vergeben sie einen Nobelpreis für versuchte Chemie? Tun sie das?»

Hier seht ihr die «Simpsons»-Szene:

abspielen

Video: YouTube/The Max Power Way

Die Bürger von Springfield seien vielleicht Dummerchen, schreibt Oakley weiter, aber in der echten Welt dürfte dieses Argument doch nicht Bestand haben? «Es ist schwer zu glauben, dass die ‹Tingeltangel-Bob›-Verteidigung von Trump langlebig sein wird, da sie nicht einmal der geringsten Prüfung standhält», schreibt Oakley. «Es ist buchstäblich ein Witz.»

Noch aber halten die Republikaner zu Donald Trump. Weil sie auch die Mehrheit im Senat, der zweiten, für die Amtsenthebung entscheidenden Kammer des US-Kongresses, haben, ist eine Amtsenthebung fast unmöglich. Die Republikaner müssen nur weiter ihren Präsidenten verteidigen, mögen die Argumente auch noch so absurd erscheinen.

(ll, watson.de)

Die Geschichte der «Simpsons»

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Jo Blocher 17.11.2019 06:35
    Highlight Highlight In jedem westlichen Land ist versuchte Erpressung ein Strafdelikt! Aber für Trump, dem notorischen Lügner, natürlich nicht😂😂😂
  • G. 17.11.2019 00:48
    Highlight Highlight Mannomann

    Geistige Umnachtung pur...

    Im Mittelalter des Europa warens die Christen, die die geistige Umnachtung der Bevölkerung einläuteten.

    Im 21. Jahrhundert ists die Amerikanische Regierung mit ihren Schlammschlachten und absolutestem BS auf Stufe POTUS.

    Ach ja, die Chinesische Regierung mit ihrem totalitären Überwachungsstaat auf Stufe George Orwell 1984 wollen wir nicht vergessen.

    Welcome on Earth!

  • Gawayn 16.11.2019 22:31
    Highlight Highlight Man kann sicher nicht behaupten, das Trumpel nichts getan hätte.

    Es sind dem Land Hilfsgelder zugesprochen worden.

    Die hat er eigenmächtig zurück gehalten.
    Das nur aus selbstsüchtigen Gründen.

    Da ist Amtsmissbrauch vollendet und erwiesen.

    Und ja, diese Tat hat schwere Auswirkungen gehabt.
    Es gab Tote!
    • Asmodeus 17.11.2019 01:13
      Highlight Highlight Es war bloss keine Bestechung sondern Erpressung.

      Aber die USA nannte sowas schon immer Politik.
  • Arthur Philip Dent 16.11.2019 20:30
    Highlight Highlight Hm, von jetzt an klau ich immer im Laden... Wenn ich erwischt werde, muss ich das Zeug ja abgeben und war dann nicht erfolgreich... Versuchter Diebstahl sozusagen... 🤣
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 16.11.2019 20:12
    Highlight Highlight Ist doch logisch Simpsons wird seit 30 Jahren von dem Lieblingssender des Trumpels ausgestrahlt. Woher kommen wohl alle seine Taten?^^ Das euch das erst jetzt auffällt.. da kommt noch mehr wartet nur ab.
  • Kronrod 16.11.2019 20:07
    Highlight Highlight Naja, strafrechtlich macht es schon einen Unterschied, ob man etwas nur versucht hat, oder ob es auch gelungen ist. Wenn ich zB versucht habe, auf der Autobahn zu rasen, ich aber eine Panne hatte, bevor ich richtig Gas geben konnte, komme ich auch straffrei davon.
    • Magnum44 16.11.2019 22:28
      Highlight Highlight Das Gericht KANN die Strafe mildern. Das Beispiel ist zudem denkbar ungeeignet.
    • SkippyTheMagnificent 17.11.2019 01:01
      Highlight Highlight Wenn der Versuch einer Strafttat sich nur im Kopf abspielt, ist eine Anklage tatsächlich schwierig. Sobald dieser Gedanke aber nachweisbar auch versucht wird in die Tat umgesetzt zu werden, ist man strafbar dafür. Auch für den Versuch. Ob 1:1 oder gemindert, entscheidet das Gericht.
      Genau das gleiche läuft bei Trump, einfach ist das "Gericht" hier der Kongress und dann abschliessend der Senat.
      Was die Reps vergessen ist die Präzedenz, welche sie sich hier schaffen. Sie werden es noch bereuen, unabhängig von Trump!
    • Wiedergabe 17.11.2019 03:06
      Highlight Highlight Und wenn ich jemandem in den Kopf schiesse, aber er wie durch ein Wunder überlebt, wird dann die Strafe auch abgemindert oder die Anklage fallengelassen?
      So ein Quatsch!
      Der Typ wollte Biden fertigmachen und wurde erwischt, offensichtlich für Leute mit gesundem Menschenverstand.
      Die einzige offene Frage ist nur noch: gehören die republikanischen Senatoren auch zu dieser Bevölkerungsgruppe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 16.11.2019 19:25
    Highlight Highlight Die Reps sind zu Untertanen geworden.
  • Normi 16.11.2019 18:48
    Highlight Highlight Wollt ihr nicht mal Mike Shiva konsultieren und mit ihm Uriella Chanellen, so könnte man bestimmt mehr 1000% Beweise gegen Trump finden
    🤡🌍
    • max julen 16.11.2019 20:28
      Highlight Highlight normi, das maximum ist 100%!

      1000% braucht hier niemand! evtl. wenn du ing. mech. wärst (was niemand denkt) und du einen neuen verbrennungsmotor entwickelst!

      einfach so als info!
      und um deine integrität anzuzweifeln!
    • endless_spaghetti 16.11.2019 21:16
      Highlight Highlight Ehm was?...
    • swisskiss 16.11.2019 21:45
      Highlight Highlight Normi: Es ist entlarvend, dass man zu absurden Vergleichen greift, wenn man keine handfesten Arumente mehr zur Verfügung hat. Agumenum ad absurdum..Die wesentliche Frage ist nur, ob man herzhaft lachen soll, oder man dem Verbrecher solcher Zeilen das nötige Mitleid angedeihen lässt, oder ihn als das entlarvt, was er im Grundsatz ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Quacksalber 16.11.2019 18:44
    Highlight Highlight Nun Taylor hat auch ausgesagt, dass auf Seiten der Ukraine Laufend Tote im Donbass Konflikt gab. Die Verzögerung der Militärhilfe hatte also schon Auswirkungen.
  • Bambusbjörn aka Planet Escoria 16.11.2019 18:26
    Highlight Highlight Wenn Witze zur Realität werden......
    • Aussie 17.11.2019 12:25
      Highlight Highlight wenn die Realität ein Witz ist .....
  • Chrisbe 16.11.2019 18:18
    Highlight Highlight Homer währe zweifelsfrei eher geeignet als Donald..
    Weitere Antworten anzeigen

Greta Thunberg zur «Person of the Year» gekürt

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wurde vom US-amerikanischen «Time»-Magazin zur Person des Jahres gekürt. Damit ist sie die jüngste Person, die je mit diesem Titel gewürdigt wurde.

Zur Begründung erklärte das US-Nachrichtenmagazin am Mittwoch, der 16-Jährigen sei es gelungen, «Sorgen über den Planeten in eine weltweite Bewegung zu verwandeln, die einen globalen Wandel verlangt».

Edward Felsenthal, CEO und Chefredaktor des «Time»-Magazins, schrieb zu der Entscheidung auf Twitter:

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