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FILE - This combination of two file photos shows U.S. President Donald Trump, left, speaking during a roundtable discussion on tax cuts in Cleveland, Ohio, May 5, 2018 and North Korean leader Kim Jong Un, right, talking with South Korean President Moon Jae-in in Panmunjom, South Korea, April 27, 2018. U.S. Secretary of State Mike Pompeo arrived in North Korea on Wednesday, May 9, 2018, to finalize details of a planned summit between President Donald Trump and North Korea leader Kim Jong Un. (AP Photo/Manuel Balce Ceneta, Korea Summit Press Pool via AP, File)

Beim historischen Gipfel soll es um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm gehen. Bild: AP/AP, Korea Summit Press Pool

Trump verrät, wo und wann er den «kleinen Raketenmann» treffen will

Das Treffen zwischen Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un wird am 12. Juni in Singapur stattfinden. Das schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter.



US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un nähern sich mit demonstrativer Zuversicht ihrem historischen Gipfeltreffen. Trump gab auf Twitter bekannt, dass das Treffen am 12. Juni in Singapur stattfinden wird. «Wir werden beide versuchen, es zu etwas Besonderem für den Weltfrieden zu machen», schreibt Trump.

Noch vor wenigen Monaten hatte Trump den Nordkoreaner als «kleinen Raketenmann» beschimpft und geprahlt, sein Atomknopf sei «viel grösser und mächtiger». Nun sagt Trump, es gebe eine wirklich gute Chance, das Treffen zu einem Erfolg zu machen.

Der Gipfel der beiden Politiker gilt als historisch. Noch nie hat sich ein amtierender US-Präsident mit der Führung des kommunistischen Nordkoreas getroffen. 2009 war Ex-Präsident Bill Clinton im Auftrag der Regierung von US-Präsident Barack Obama nach Pjöngjang gereist.

Kim sieht in dem Gipfel laut Staatsmedien eine historische Chance. Die Freilassung dreier in Nordkorea festgehaltener Amerikaner ebnete der Zusammenkunft weiter den Weg.

Trump inszenierte die Ankunft der Männer in der Nacht zum Donnerstag als einen Triumph. Mit seiner Frau Melania begrüsste er die drei und holte sie auf dem Luftwaffenstützpunkt Andrews bei Washington persönlich aus ihrem Flugzeug.

President Donald Trump and first lady Melania Trump greet former North Korean detainees Kim Dong Chul, second right, Tony Kim, center, and Kim Hak Song, behind Tony Kim, upon their arrival, Thursday, May 10, 2018, at Andrews Air Force Base, Md. The three Korean-Americans were greeted by Trump beneath a giant American flag after they returned to the mainland U.S. early Thursday. (AP Photo/Alex Brandon)

Bild: AP/AP

«Wir wollen Kim Jong Un danken, der sich diesen drei unglaublichen Menschen gegenüber wirklich ausgezeichnet verhalten hat», sagte Trump. Ihre Freilassung sei ein Zeichen von Kims gutem Willen vor dem geplanten Gipfel.

Atomwaffenfreies Korea

Washington fordert von der kommunistischen Führung in Pjöngjang den dauerhaften Verzicht auf Atomwaffen. Trump sagte: «Mein grösster Stolz wird es sein, wenn wir die ganze (koreanische) Halbinsel atomwaffenfrei machen.» Kim sei verhandlungsbereit und wolle sein Land nun in die «reale Welt» führen.

Die nach ein bis drei Jahren Haft freigelassenen Männer – Kim Dong Chul, Tony Kim und Kim Hak Song – waren US-Angaben zufolge bei guter Gesundheit. Aussenminister Mike Pompeo hatte sie nach politischen Gesprächen in Nordkorea mitgebracht.

Aus Pjöngjang hiess es, Kim und Pompeo hätten mit Blick auf den Gipfel über «praktische Dinge» gesprochen und dabei einen für beide Seiten «befriedigenden Konsens» erzielt.

Glücklich über Freilassung

Einer der Freigelassenen, Kim Dong Chul, sagte nach der Ankunft laut einem Übersetzer: «Es ist wie ein Traum. Wir sind sehr glücklich.» Er habe in Gefangenschaft viel Zwangsarbeit leisten müssen, sei aber bei Krankheit auch behandelt worden.

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren neben einzelnen US-Bürgern auch immer wieder Südkoreaner und andere Ausländer festgenommen, in der Regel wegen des Vorwurfs «feindseliger Handlungen». Die Betroffenen spielten vor allem als potenzielle Trümpfe bei bevorstehenden Verhandlungen eine Rolle.

(sda/dpa)

Hoffentlich hat Kim dieses Video gesehen? Trumps gefürchteter Handschlag

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33Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • amore 10.05.2018 22:54
    Highlight Highlight Singapur? Ich meine gelesen zu haben, dass Kim nur mit dem Zug reise. Er habe Flugangst. Das wird eine umständliche Zugreise geben.
    • Stan_the_man 11.05.2018 00:41
      Highlight Highlight Das war sein Vorgänger.
  • Mischa Müller 10.05.2018 22:30
    Highlight Highlight Ist also Tatsache, dass Trump Formale Logik, oder Parallaxen im Bewustsein etc. so gut wie gar nicht kennt? Hört sich alles klein wenig nach einem endlosen Band an "Binären Denken" an... hihi.
  • Francis Begbie 10.05.2018 18:39
    Highlight Highlight Wenn die zwei 🤬 den Friedensnobelpreis erhalten, dann hat der etwa soviel Wert wie der diesjährige Literaturnobelpreis...

    Es wäre eine Schande für das norwegische Parlament den zwei Faschisten den Preis zu überreichen.
    • Alnothur 11.05.2018 00:23
      Highlight Highlight Hahaha! Der Friedensnobelpreis hat schon lange keinen Wert mehr...
  • Scaros_2 10.05.2018 17:55
    Highlight Highlight Gott sei dank ned in der schweiz
    • Flötist 10.05.2018 18:42
      Highlight Highlight Warum nicht? Dü würdest ihnen nicht begegnen, sie treffen sich sowieso und es würde das diplomatische Ansehen der Schweiz weltweit erhöhen. Klingt ein bisschen, als du ob du einfach ein bisschen rumjammern möchtest.
  • Fischra 10.05.2018 17:53
    Highlight Highlight Wenn Trump und ein Diktator sich treffen dann gibt es schon ergebnisse. Diese werden wir wohl nicht erfahren da sie unseriös und eigennütz sind. Wichtig ist in erster Linie das Nord und Südkorea zusammenfinden und der Kriegszustand beendet wird. Hoffen wir auf das Gute.
  • Nelson Muntz 10.05.2018 17:38
    Highlight Highlight Und somit dürfte wohl auch geklärt sein, wer den Friedensnobelpreis erhalten wird 🤦🏻‍♂️
    • Klaus07 10.05.2018 18:18
      Highlight Highlight Kim yong-un?
    • Baba 10.05.2018 19:18
      Highlight Highlight 😨😨😨
    • Vanessa_2107 10.05.2018 20:12
      Highlight Highlight Sicher nicht Trumpel, eher der Südkoranische
      mit dem Chinesischen Präsidenten zusammmen. Trump trifft sich eh nicht des Friedens willen, er will wieder auf der Weltbühne glänzen und in die Geschichte eingehen und vor allem, von seinen Schwierigkeiten ablenken.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sintho 10.05.2018 17:33
    Highlight Highlight Kennt man eigtl. den Grund für Kims plötzlichen Sinneswandel? Bin noch etwas skeptisch.
    • penetranz 10.05.2018 18:33
      Highlight Highlight Er hat seine grosse Bombe fertig und kann jetzt auf Augenhöhe verhandeln. Dazu muss er keine Angst mehr haben vom Ausland angegriffen/gestürzt zu werden.
    • Schlange12 10.05.2018 19:51
      Highlight Highlight Eher China hat seinen Support runtergeschraubt und hat Kim gesagt das er sich bemühen soll. Denn China kann und will nich alles wegen Nordkorea erdulden. Also Sanktionen, Flüchtlinge bei Kriegsfall und wirtschaftliche Handelsbeschränkungen zwischen Nordkorea und China und China und der trdtlichen Welt.
    • DrFisch 10.05.2018 21:07
      Highlight Highlight Ich denke, es geht nicht um einen Sinneswandel, sondern um einen langfristigen und ausgeklügelten Plan. Kim hat sein Ziel längst erreicht und Nordkorea zur Atommacht gemacht. Nicht, um einen Krieg loszutreten, den er niemals gewinnen kann, sondern um sich Respekt zu sichern und damit eine Ausgangslage zu schaffen, die Nordkorea in Friedensverhandlungen auf Augenhöhe mit den 'grossen' Nationen bringt. Ausserdem konnte Kim keinen besseren Zeitpunk wählen. Trump braucht unbedingt Erfolge, ist abgelenkt von vielen anderen Dingen und hat keine Erfahrung in aussenpolitischen Angelegenheiten. GG
    Weitere Antworten anzeigen
  • cal1ban 10.05.2018 17:32
    Highlight Highlight Es heisst, der nordkoreanische Diktator Kim bereite sich minutiös auf das Treffen mit dem US-Präsidenten vor. Und Trump?

    Michael Wolff:Dieses Treffen wird nie stattfinden.

    Das stammt aus dem Interview mit Michael Wolff, welches am 08.04.2018 hier publiziert wurde.
  • FrancoL 10.05.2018 17:24
    Highlight Highlight Trump:
    «Mein grösster Stolz wird es sein, wenn wir die ganze (koreanische) Halbinsel atomwaffenfrei machen.» Kim sei verhandlungsbereit und wolle sein Land nun in die «reale Welt» führen."

    Ja gibt es denn in der realen Welt nicht gerade etliche Länder mit Atomwaffen? Und weil Kim verhandlungsbereit ist und nun in der realen Welt unterwegs ist weiss er bestens dass man mit einem Atomprogramm im Rücken ernster genommen wird, in der realen Welt.
  • bullygoal45 10.05.2018 17:19
    Highlight Highlight „We will both try to make it a very special moment for World Peace!“

    „Noch“ keines Nobelpreises würdig - aber seine Einstellung dazu passt. Gute Arbeit für einen der immernoch als total unfähig hingestellt wird! 👏🏻

    Vielleicht werden wir in 20 Jahren unseren Kindern erzählen das Korea ein Mal gespalten war und ein bösen Atomdiktator hatte ☀️ Dies änderte sich zu Zeiten Trumps. 🌱
    • FrancoL 10.05.2018 18:01
      Highlight Highlight Man kann auch den falschen Player auf der Liste haben, dass hat dann nichts mehr mit Geschichte zu tun. Ich würde einem das Dreieck Nordkorea, Südkorea und China etwas mehr ins Licht rücken.
    • Klaus07 10.05.2018 19:31
      Highlight Highlight Eine laute Minderheit? Trumps Zustimmungswerte liegen bei 40% und tiefer. Schön wenn man 60% und mehr als Minderheit bezeichnen kann.
      Andere Frage, von welchen Erfolgen sprechen Sie? Wie naiv muss man sein zu glauben, das der Sinneswandel von Kim Yong-un durch die Kriegsretorik von Trump eingeleitet wurde. Kim hat in Gegensatz zu Trump eine Strategie!
    • Vanessa_2107 10.05.2018 20:11
      Highlight Highlight Bullygoal45 Halleluja Trump und Ihnen werden Flügel wachsen 😇
    Weitere Antworten anzeigen
  • meine senf 10.05.2018 17:14
    Highlight Highlight Sie können dann ja Frisuren- und Diät- und Foltermethoden-Tipps austauschen.

    Wahrscheinlich hat Kim gemerkt, dass er für weitaus grösseren Schrecken sorgt und dem Erzfeind einen grösseren Schaden anrichtet, wenn er das Ego von Trump aufbläht als mit seinen ewigen Drohungen.
    • meine senf 10.05.2018 20:24
      Highlight Highlight Zu ergänzen ist natürlich noch, dass es langfristig trotzdem nicht schlecht wäre, wenn es Gespräche gibt. Vielleicht schaffen es Dick und Doof auf ihre spezielle Art ja wirklich, einen Konflikt zu mindern, was zuvor all die Gescheiten nicht schafften.

      Schade ist nur, dass Trump das mit dem Iran insgesamt schon wieder mehr als zunichte machte.
  • abishot 10.05.2018 16:58
    Highlight Highlight Dicker und dumm trifft dick und dümmer.. juduhui
  • rodolofo 10.05.2018 16:53
    Highlight Highlight Zwei Monster-Babies treffen sich bald und haben schon eine monströse Vorfreude...
    Am liebsten spielen sie mit Raketen:
    "Tsiiiiif! Chchchchsch Bummm!"
    • FrancoL 10.05.2018 17:18
      Highlight Highlight Finde ich entscheiden zu negativ gefärbt. Es ist immerhin ein Schritt und wir sollte nicht in populistischer Art und Weise das Kind schon mit den Bad ausschütten.

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