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«Make France Great Again»: Trump giftet (auf absurde Weise) gegen Macron 

13.11.2018, 16:1813.11.2018, 16:43
Trump und Macron beim Treffen im Élysée-Palast: Läuft. 
Trump und Macron beim Treffen im Élysée-Palast: Läuft. 
Bild: AP/AP

US-Präsident Donald Trump hat mal wieder ein kleines Twitter-Feuerwerk gezündet. Nach einem Besuch in Paris ist er immer noch nicht nicht einverstanden mit Emmanuel Macrons Idee von «einer wahren europäischen Armee». Die hatte der französische Präsident im Rahmen von Gedenkveranstaltungen zum 100-jährigen Kriegsende in einem Interview gefordert. 

Später sagte er ausserdem, Europa müsse sich verteidigen «mit Blick auf China, auf Russland und sogar auf die USA».

Die deutsche SPD-Chefin Andrea Nahles, CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel haben sich inzwischen ebenfalls für die Gründung einer solchen Armee ausgesprochen. «Wir sollten an der Vision arbeiten, eines Tages auch eine echte europäische Armee zu schaffen», sagte Merkel am Dienstag in einer Rede im EU-Parlament. Donald Trump war schon vergangene Woche nicht begeistert von der Idee. Jetzt musste er seinem Unmut offenbar noch einmal Luft machen. 

«Es war Deutschland im Ersten und Zweiten Weltkrieg»

Man müsse sich nicht gegen die USA wappnen, schreibt Trump. Es war ja immerhin Deutschland, im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Die Franzosen hätten schon Deutsch gelernt in Paris. Und wieder fordert er: Zahlt für die NATO. Oder nicht. 

Dann wechselt Trump plötzlich das Thema. Was den Handel anbelange, Frankreich produziere exzellenten Wein. Die USA aber auch. Nur, so Trump, erhöben die Franzosen im Gegensatz zu den USA hohe Zölle auf ihren Wein. Nicht fair! 

Und wenn er schon mal dabei ist, kann Trump auch gleich noch ein bisschen Macrons Legitimität als Präsident anzweifeln. Nur 26 Prozent der Franzosen seien mit ihm zufrieden. Wahrscheinlich meint er diese Zahl: Etwa 100 Tage nach Macrons Wahl gaben etwa 36 Prozent der Franzosen an, mit Macron zufrieden zu sein. Tatsächlich kein Wahnsinnsergebnis, aber immerhin zehn Prozentpunkte mehr. 

Offenbar findet der US-Präsident, dass auch Frankreich endlich mal ein Staatsoberhaupt im Trump-Format bräuchte. Es gebe kein nationalistischeres Land als Frankreich – und das zu Recht. 

Und eines konnte Trump nicht auf sich sitzen lassen: Der US-Präsident stand vergangene Woche in der Kritik, weil er einen Besuch beim Amerikanischen Soldatenfriedhof Aisne-Marne wegen schlechten Wetters abgesagt hatte. Der Helikopter habe im Regen nicht abheben können. Und es habe keine andere Möglichkeit gegeben, den Friedhof zu erreichen. 

Andere Staatsoberhäupter schafften es auf wundersame Weise zum Friedhof. Und auch ein Sicherheitspräsident von Ex-US-Präsident Obama fand Trumps Ausrede nicht überzeugend. 

(tam)

Macron lud zur Techno-Party vor dem Élysée-Palast ein

Video: srf/SDA SRF
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