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epaselect epa08432514 US President Donald J. Trump speaks to the media after attending the Republican Senate luncheon in the Hart Senate Office Building in Washington, DC, USA, 19 May 2020. Trump spoke about his taking the anti-malaria drug hydroxychloroquine and said that Democratic Speaker of the House Nancy Pelosi is 'a sick woman'.  EPA/JIM LO SCALZO

Bild: EPA

Europäer dürften noch länger nicht in die USA einreisen – G7 soll aber stattfinden



Ein Ende des Einreisestopps für Ausländer aus Europa in die USA ist nach Angaben des Weissen Hauses derzeit nicht absehbar. «Wir haben noch keinen Zeitplan dafür», sagte die Sprecherin des Weissen Hauses, Kayleigh McEnany, am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz.

Daran ändert offenbar auch die Überlegung von US-Präsident Donald Trump nichts, den diesjährigen G7-Gipfel möglicherweise doch als reales Treffen abzuhalten und die Staats- und Regierungschefs der sieben grossen Industrienationen in die USA einzuladen. «Wir hoffen auf jeden Fall, dass dies geschieht», sagte McEnany.

G7 trotz Einreisesperre?

Sieht so aus. Es wäre «völlig angemessen», wenn der G7-Gipfel nun doch in den USA abgehalten werde, auch wenn für normale Bürger noch immer Reisebeschränkungen bestünden, sagte McEnany. «Der Präsident will, dass wir mit der Wiedereröffnung anfangen. Reisebeschränkungen sind etwas, bei dem er sicherstellen will, dass das Leben der Amerikaner geschützt ist, bevor sie aufgehoben werden.» Und die Reisebeschränkungen hätten Leben gerettet.

Bei der Ankündigung Mitte März hatte Trump gesagt, dass die Regelung auf 30 Tage begrenzt sei. Mitte April machte er klar: Sie bleibt in Kraft, bis es den vom Coronavirus stark betroffenen Ländern in Europa besser gehe. Derzeit dürfen Reisende aus dem Schengenraum, Grossbritannien und Irland nicht in die USA einreisen. Es gibt einige Ausnahmen.

epa08308226 (FILE) - French President Emmanuel Macron (R) and US President Donald J. Trump (L) hug and pose as they hold a press conference on the closing day of the G7 summit in Biarritz, France, 26 August 2019 (Reissued 19 March 2020). According to reports, the 46th G7 summit, scheduled for 10 to 12 June 2020 in Camp David, Maryland, USA, will be cancelled and held as a teleconference instead to fight the spread of the COVID-19 coronavirus pandemic.  EPA/IAN LANGSDON *** Local Caption *** 55419056

Umarmungen wie im letzten Jahr gibt's dieses Mal wohl nicht. Bild: EPA

Wieso will Trump den Gipfel stattfinden lassen?

Der G7-Gipfel sollte ursprünglich Mitte Juni am Landsitz des Präsidenten in Camp David unweit von Washington stattfinden. Im März hatte die US-Regierung das Treffen der Staats- und Regierungschefs der sieben grossen Industrienationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt und stattdessen eine Videokonferenz angesetzt.

Am Mittwoch twitterte Trump völlig überraschend, da sich das Land von der Corona-Krise erhole, denke er darüber nach, die Zusammenkunft am ursprünglich geplanten Termin oder an einem «ähnlichen Datum» zu veranstalten. Dies wäre ein grossartiges Signal der Normalisierung, erklärte er. Die anderen Länder starteten auch bereits ihr Comeback.

Wie reagieren die G7?

Der US-Präsident ist 2020 Gastgeber des G7-Gipfels und konnte damit den Ort auswählen. Zu der «Gruppe der Sieben» gehören neben den USA Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Kanada und Japan. Bundeskanzlerin Angela Merkel liess offen, ob sie einer Einladung Trumps in die USA in wenigen Wochen folgen würde.

Aus Kreisen des Pariser Élyséepalastes verlautete, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron willens sei, nach Camp David zu reisen, falls die Gesundheitsbedingungen es erlaubten. Auch Kanadas Premier Justin Trudeau zeigte sich offen für eine Diskussion über ein persönliches Treffen in den USA.

Was steckt dahinter?

Trump versucht seit Wochen, in der Corona-Pandemie Zuversicht zu verbreiten, und stellt seit längerem eine schnelle Erholung des Landes von der Krise in Aussicht. Die USA sind von der Corona-Pandemie schwer getroffen - in absoluten Zahlen sogar weltweit am stärksten. Mehr als 1.5 Millionen Infektionen sind nachgewiesen und mehr als 92 000 Menschen gestorben.

epa08434776 People wearing face masks walk on Rodeo Drive past shops amid the coronavirus pandemic, in Beverly Hills, USA, 20 May 2020. Retail shops in California are allowed to be open for curbside pickup.  EPA/ETIENNE LAURENT

Langsam kehrt die Normalität zurück. Bild: EPA

Nimmt Trump immer noch Hydroxychloroquine?

Vor zwei Wochen hatte es zwei Infektionen im direkten Umfeld des Präsidenten im Weissen Haus gegeben. Trump hatte am Montag verkündet, er nehme das Malaria-Medikament Hydroxychloroquine ein, um sich gegen das Coronavirus zu schützen. Am Mittwoch sagte er im Weissen Haus, die Behandlung ende in ein oder zwei Tagen.

Die Vermutung liegt nahe, dass die Einnahme im direkten Zusammenhang mit den Infektionen eines Bediensteten im Weissen Haus und der Pressesprecherin von Vizepräsident Mike Pence stand. Es gibt allerdings keine belastbaren Beweise einer Wirksamkeit gegen die Erkrankung Covid-19. Ende April warnte die US-Lebensmittel- und Arzneibehörde (FDA), das Mittel erhöhe das Risiko lebensgefährlicher Herzrhythmus-Störungen.

Wie ist die Lage in den USA?

Infolge der rasanten Ausbreitung der Pandemie hatten die meisten US-Bundesstaaten strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt. Das öffentliche Leben kam so in weiten Teilen zum Erliegen und stürzte die Wirtschaft des Landes in eine schwere Krise. Inzwischen haben die Staaten diverse Lockerungen der Corona-Beschränkungen auf den Weg gebracht. Experten zufolge ist die Krise aber keineswegs überstanden.

(sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sam Regarde 21.05.2020 17:45
    Highlight Highlight Also so ganz ehrlich - ich habe wenig Lust, ins Land des orangen Javeltrinkers zu reisen. Demzufolge ist mir das Einreiseverbot so ziemlich wurscht. Aber bitte andere Ansichten und Reisepläne in Ehren. - wie sagte er doch? WHAT DO YOU RISK? Also, eine Runde Chloroquinine für alle!
  • Ökonometriker 21.05.2020 16:45
    Highlight Highlight Das dämlichste ist, dass man hier die Gesetze entlang derart riesiger Gebiete erlässt. Man müsste die jeweiligen Corona-Herde isolieren - nicht ganze Völker.
  • Koshka60 21.05.2020 15:25
    Highlight Highlight Wer will denn schon zur Zeit in die USA reisen (ausser man hat wichtige Verpflichtungen)?
  • rodolofo 21.05.2020 14:09
    Highlight Highlight Danke für den zusätzlichen Grund, die USA als Reiseland zu meiden.
    Aber eigentlich hätte es diesen nicht mal gebraucht...
  • ricardo 21.05.2020 12:12
    Highlight Highlight Das ist doch überhaupt kein Problem, liebe Kayleigh. Verwehrt uns Europäern die Einreise doch noch für ein Weilchen. So laufen wir hier weniger Gefahr, dass USA-Reisende den Virus wieder aus dem Hotspot einschleppen, wenn sie wieder zurückkehren.
  • Samba 21.05.2020 12:04
    Highlight Highlight Etwa so, wie wenn sich der Häftling die Zelle von innen verriegeln würde.
  • TanookiStormtrooper 21.05.2020 11:49
    Highlight Highlight In das Coronanest USA würde ich jetzt auch nicht freiwillig einreisen. Andersrum sollten unsere Lockdown-Bemühungen auch nicht in den Wind geschossen werden, indem wir US-Virenschleudern einreisen lassen. 🤷‍♂️
  • Varanasi 21.05.2020 11:34
    Highlight Highlight


    „Und die Reisebeschränkungen hätten Leben gerettet.„

    Ja, da muss ich ihm mal recht geben, nämlich das Leben derjenigen, die nicht in die USA einreisen durften.

  • Rene Goeckel 21.05.2020 11:15
    Highlight Highlight Mich juckt das garantiert nicht, solange der orange man an der Macht ist.
  • Töfflifahrer 21.05.2020 11:09
    Highlight Highlight Bitte Einreisen in den Schengenraum aus USA, Brasilien etc. für 14 Tage in Quarantäne.
  • JeyB 21.05.2020 09:33
    Highlight Highlight Hoffentlich lässt die EU keine Amis nach Europa. Würde ich schlimmer finden
  • Ouvrier 21.05.2020 09:21
    Highlight Highlight Europa und die Schweiz sollen gegen die USA auch eine Einreisesperre machen.
  • andy y 21.05.2020 09:20
    Highlight Highlight Ich glaube eher weniger das Europäer zeitnah in die USA einreisen wollen
  • Alteresel 21.05.2020 09:00
    Highlight Highlight Was dieser Typ alles grossartig findet! Vor allem und überhaupt und ausschliesslich sich. Es bleibt zu hoffen, dass die andern Mitglieder der G7 seine grossartige Idee für einen grossartigen Neuanfang nicht grossartig finden und auf der Videokonferenz bestehen. Sie müssen Trump einfach versprechen, dass er den grössten Bildschirm bekommt. Grossartige Idee!
  • Roro Hobbyrocker 21.05.2020 08:30
    Highlight Highlight Bitte EU in zwei Wochen ein Einreiseverbot für die USA da die Coronakrise nicht im Griff (bis Neuansteckung unter einer gewissen Zahl) Danke. Dies würde vielleicht ein paar Amerikanern helfen bei dem Gedanken, welche Partei sie Wählen sollen im Herbst.
    • Esmeralda Christen 21.05.2020 09:00
      Highlight Highlight @ Roro
      Tourismus, Gastgewerbe, Detailhandel, Fluggesellschaften und viele andere in diesen Branchen tätigen Menschen danken Ihnen für diese wohlüberlegte Analyse. Keine Schengener-Einreisen von den USA. Das bringt uns weiter und hilft unsere Arbeitsplätze zu erhalten.
    • c_meier 21.05.2020 10:44
      Highlight Highlight seit März dürfen in die meisten europäischen Länder nur noch deren Staatsbürger einreisen oder mit Arbeitsbewilligung.
      somit gilt ein Einreiseverbot in Europa bereits für us-bürger
  • Yogi Bär 21.05.2020 08:03
    Highlight Highlight Wer will denn schon freiwillig in die USA und sich anstecken lassen?
  • Alice36 21.05.2020 07:40
    Highlight Highlight Wann bitte kommt die Einreisesperre für Amerikaner? Trump's verantwortungsloser Umgang mit dem Virus ist beispiellos und führt zu einer unkontrollierten Pandemie Situation in den USA. Also wann werden wir beginnen unsere Grenzen und damit unsere Bevölkerung vor den Ami's zu schützen?
    • Koshka60 21.05.2020 15:26
      Highlight Highlight Gibt's doch schon

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