International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Was lief zwischen der Deutschen Bank und Trump? US-Senatoren fordern Untersuchung



Die Demokraten im US-Senat haben die US-Notenbank Fed aufgefordert, die Beziehungen der Deutschen Bank zu Präsident Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner zu überprüfen.

Der ranghöchste Demokrat im Bankenausschuss des Senats, Sherrod Brown, und andere Senatoren schrieben am Donnerstag an die Fed, nach Medienberichten über verdächtige Geldflüsse an Firmen von Trump und Kushner müsse «gründlich» untersucht werden, ob die Deutsche Bank die US-Geldwäschevorschriften einhalte.

FILE - In this Oct. 1, 2018, file photo, White House senior adviser Jared Kushner, right, stands behind President Donald Trump, left, during a news conference as he announces a revamped North American free trade deal, in the Rose Garden of the White House in Washington. (AP Photo/Pablo Martinez Monsivais, File)

Was läuft auf ihren Konten bei der Deutschen Bank? Donald Trump und sein Schwiegersohn Jared Kushner. Bild: AP/AP

Die «New York Times» hatte im Mai unter Berufung auf aktuelle und ehemalige Mitarbeiter des Instituts berichtet, die US-Tochter der Deutschen Bank habe interne Berichte über verdächtige Geldflüsse auf Konten von Firmen von Kushner und aus dem Trump-Konzern zurückgehalten.

Dem Bericht zufolge hatte etwa im Sommer 2016 eine Kontrollsoftware bei Konten der Immobilienfirma Kushners ungewöhnliche Transaktionen nach Russland entdeckt. Die Bank habe aber entschieden, die Berichte nicht an das US-Finanzministerium weiterzuleiten. Die Bank dementierte den Vorwurf.

Die Senatoren von den oppositionellen Demokraten verwiesen in ihrem Brief auch auf frühere Gesetzesverstösse und Strafzahlungen der Deutschen Bank in den USA. Unterzeichnet hat den Brief auch die Senatorin Elizabeth Warren, die sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bewirbt und schon seit langem eine strengere Kontrolle des Finanzsektors fordert.

Verbindungen reichen Jahrzehnte zurück

Ein Sprecher der Fed erklärte, die Notenbank habe den Brief erhalten und werde darauf antworten. Ein Vertreter der Deutschen Bank wollte keine Stellungnahme abgeben.

Stimmrechtsberater lehnen die Entlastung der Führungsetage der Deutschen Bank ab. (Archivbild)

Lieh Trump laut Berichten mehr als zwei Milliarden Dollar: die Deutsche Bank. Bild: EPA

Die Verbindungen der Deutschen Bank zu Trump reichen rund zwei Jahrzehnte zurück. Nach der Serie von Pleiten, die der Immobilienmogul in den 90er Jahren mit seinen Casinos und Hotels in Atlantic City hingelegt hatte, machten die meisten grossen Banken einen Bogen um ihn. Die Deutsche Bank war hingegen bereit, ihm aus der Patsche zu helfen.

Sie lieh Trump laut US-Medienberichten insgesamt mehr als zwei Milliarden Dollar. Bei seinem Amtsantritt im Januar 2017 schuldete Trump der Deutschen Bank der «New York Times» zufolge noch mehr als 300 Millionen Dollar. Wieviel es heute noch sind, ist unklar. (sda/afp)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Diese Demokraten kandidieren gegen Trump

Das Wütende Trump-Baby fliegt wieder

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Linus Luchs 07.06.2019 07:49
    Highlight Highlight Trump - Deutsche Bank - Russland - Geldwäscherei. Die Indizien weisen stark in die Richtung, dass diese Elemente seit vielen Jahren zusammengehören. Deshalb versuchen der Präsident, Tochter Ivanka und Schwiegersohn Jared mit allen Mitteln zu verhindern, dass die Informationen bekannt werden, die bei der Deutschen Bank vorhanden sind. Diese Dokumente wären mit grösster Wahrscheinlichkeit die "smoking gun". Ein weiterer Artikel dazu aus der NZZ:
    https://www.nzz.ch/wirtschaft/wer-tatsaechlich-trumps-steuererklaerungen-sah-ein-team-der-deutschen-bank-ld.1479306
  • N. Y. P. 07.06.2019 07:28
    Highlight Highlight Ich frage mich gerade, ob Trump der erste kriminelle POTUS ist.

    Oder waren seine 44 Vorgänger - POTUSSE, POTUSSEN, POTUSSYS, POTTEN oder wie auch immer, so unschuldig wie ein neugeborenes Kind ?

    Man muss sich immer wieder vor Augen führen, dass Klein - Donald, seit er begonnen hat, Daddys Geld auszugeben, ständig in Dutzende Strafverfahren verwickelt ist/war.

    Wie konnte nur ein Krimineller Präsident der Vereinigten Staaten werden..
  • Rolf stühlinger (1) 07.06.2019 06:25
    Highlight Highlight Watson ihr werdet auch immer schludriger.
    Ihr hättet erwähnen müssen, das als trump in den usa keinerlei kredite mehr erhielt,weil sämtliche banken der usa ihn als nicht vertrauenswürdig einstuften, die deutsche bank ihm dieses geld trotzdem lieh. Desweiteren läuft ein gerrichtsprozess der deutschen bank gegen trump wegen dem restlichen geld das er nicht zurückzahlen will

Analyse

Trio infernal: Trump, Putin – und die Deutsche Bank

Der russische Geheimdienst hat in Afghanistan ein Kopfgeld auf amerikanische Soldaten ausgesetzt. Warum reagiert der US-Präsident nicht? Und welche Rolle spielt die Deutsche Bank?

Am vergangenen Freitag hat die «New York Times» einmal mehr eine News-Bombe platzen lassen: Gemäss einer streng vertraulichen Einschätzung sind die amerikanischen Geheimdienste zur Überzeugung gelangt, dass eine russische Spionageeinheit den Taliban ein Kopfgeld für getötete amerikanische Soldaten und andere Nato-Militärs versprochen hat.

Präsident Donald Trump soll bereits im März darüber informiert worden sein. In den vergangenen drei Jahren sind gegen 30 US-Soldaten getötet worden. Ob …

Artikel lesen
Link zum Artikel