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FILE - In this Dec. 15, 2017 file photo, President Donald Trump, left, sits with Attorney General Jeff Sessions during the FBI National Academy graduation ceremony in Quantico, Va. Trump is still roiling about Sessions' decision to recuse himself from the Russia probe, an act of perceived disloyalty. Trump has repeatedly complained about his attorney general and took to Twitter again Wednesday, May 30, 2018, to voice regret about appointing Sessions. (AP Photo/Evan Vucci, File)

Behinderung der Justiz? Donald Trump forderte Jeff Sessions zur Einstellung der Mueller-Ermittlungen auf. Bild: AP/AP

Trump drückt in der Russland-Affäre den Panik-Knopf

Donald Trump fordert Justizminister Jeff Sessions auf, die Untersuchungen des Sonderermittlers Robert Mueller «unverzüglich» zu beenden. Die Nervosität im Umfeld des US-Präsidenten nimmt zu.



Hat sich Russland zugunsten von Donald Trump in die US-Wahl 2016 eingemischt? Gab es Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Moskau? Seit mehr als einem Jahr untersucht der frühere FBI-Direktor Robert Mueller als Sonderermittler die mögliche Russland-Connection. Trump hat seinen Ärger über die «Hexenjagd» wiederholt zum Ausdruck gebracht.

Nun hat der Präsident weiter an der Eskalationsschraube gedreht und so deutlich wie nie zuvor das Ende der Mueller-Ermittlungen gefordert. Am Mittwoch richtete er via sein Lieblingsmedium Twitter einen direkten Aufruf an Justizminister Jeff Sessions. Dieser solle «die manipulierte Hexenjagd unverzüglich stoppen, bevor sie unser Land weiter beschmutzt».

In seiner Tirade bezichtigte Trump den Sonderermittler – einen Republikaner – einmal mehr der Parteilichkeit. «17 wütende Demokraten» würden für Bob Mueller «die Drecksarbeit verrichten». Dies sei «eine Schande für die USA», wetterte Trump. Den Verdacht illegaler Moskau-Verbindungen seiner Entourage bezeichnete der Präsident erneut als «Schwindel».

Sessions ist nicht zuständig

Für CNN ist die «aussergewöhnliche Eskalation» ein Indiz für die wachsende Besorgnis bei Trump und seinen Mitarbeitern, dass Muellers Erkenntnisse «zutiefst schädlich» für den Präsidenten sein könnten. Demokratische Politiker bezeichneten die Aufforderung an Sessions als Behinderung der Justiz. Denn der Justizminister ist auch Generalstaatsanwalt und agiert als solcher unabhängig vom Weissen Haus.

Aus diesem Grund kann Donald Trump den Sonderermittler nicht selbst entlassen, sondern nur das Ministerium. Jeff Sessions ist für die Mueller-Ermittlungen aber gar nicht zuständig. Er hatte sich wegen nicht deklarierter Treffen mit dem damaligen russischen Botschafter für befangen erklärt und aus der Angelegenheit zurückgezogen. Die Oberaufsicht über die Ermittlungen führt sein Stellvertreter Rod Rosenstein. Er setzte Mueller im Mai 2017 ein.

Trump hat sich wiederholt beklagt, dass Sessions in den Ausstand getreten ist, und den ihm eigentlich treu ergebenen Republikaner deswegen öffentlich gedemütigt. Seine Aufforderung an ihn, die Ermittlungen zu beenden, lässt auf eine wachsende Unruhe, ja Panik schliessen. Das erstaunt nicht, denn in den letzten Tagen haben sich für Trump die schlechten Nachrichten gehäuft.

Die Cohen-Bombe

So will sein ehemaliger persönlicher Anwalt Michael Cohen offenbar mit Robert Mueller zusammenarbeiten. Und aussagen, dass Donald Trump im Vorfeld über das konspirative Treffen seines Sohnes Don jr. mit einer russischen Anwältin im New Yorker Trump Tower Bescheid gewusst und dieses genehmigt hatte, wie CNN mit Berufung auf «informierte Quellen» berichtete.

epa06773767 Michael Cohen (C), President Donald Trump's personal attorney leaves following a hearing at United States Federal Court in New York, New York, USA, 30 May 2018. Cohen, who is being investigated for possible bank fraud, wire fraud and campaign finance violations, is in a legal battle over what information seized from his office can be used by federal investigators.  EPA/JUSTIN LANE

Michael Cohen will offenbar gegen seinen Ex-Chef aussagen. Bild: EPA/EPA

Die Begegnung fand im Juni 2016 statt. Die Anwältin Natalia Weselnizkaja soll belastendes Material über Trumps Rivalin Hillary Clinton angeboten, am Ende aber nicht geliefert haben. Michael Cohen soll laut Medienberichten dabei gewesen sein, als Donald Trump grünes Licht für das Treffen gegeben habe.

Das wäre hochgradig brisant, denn eine ausländische Einmischung in US-Wahlen ist strafbar. Cohen besitzt laut CNN keinen Beleg für seine Behauptung, etwa in Form einer Audioaufnahme, er sei aber zu einer entsprechenden Aussage bereit. Trump selbst reagierte wie gewohnt auf Twitter: «Ich wusste NICHT von dem Treffen mit meinem Sohn, Don Jr..»

Zu Michael Cohen ist der Präsident längst auf Distanz gegangen. Dabei war der New Yorker Anwalt einst sein «Mann fürs Grobe», der ihm mit unzimperlichen Methoden in juristischen Angelegenheiten den Rücken frei gehalten hat. Nun wendet er sich offenbar gegen seinen früheren Boss. Cohens Insiderwissen dürfte für Robert Mueller von grösstem Interesse sein.

Der Manafort-Prozess

Ein weiteres Problem für Trump ist der Prozess gegen seinen zeitweiligen Wahlkampfleiter Paul Manafort wegen mutmasslichen Steuer- und Bankenbetrugs. Er begann am Dienstag in Alexandria bei Washington. Das Verfahren bezieht sich auf Manaforts Lobbyistentätigkeit vor seinem Eintritt ins Trump-Team. Er arbeitete damals für prorussische Politiker in der Ukraine.

FILE - In this May 23, 2018 file photo, Paul Manafort, President Donald Trump's former campaign chairman, leaves the Federal District Court after a hearing, in Washington. Manafort is scheduled to go to trial Tuesday, July 31 in Alexandria, Virginia, on charges relating to money laundering stemming from a Ukrainian political consulting, giving the public its most detailed glimpse of evidence gathered by special prosecutor Robert Mueller. ( AP Photo/Jose Luis Magana, File)

Paul Manafort steht seit Dienstag vor Gericht. Bild: AP/FR159526 AP

Erst die Mueller-Ermittlungen aber brachten die Deals ans Licht. In den US-Medien wird spekuliert, dass der frühere FBI-Chef mit der Anklage vor allem darauf abzielt, Manafort zur Aussage über die Russland-Kontakte von Trumps Wahlkampfteam zu bringen. Doch nur schon eine Verurteilung im aktuellen Verfahren wäre für Mueller ein Erfolg und eine Rechtfertigung seiner Arbeit.

Wie gross die Nervosität in Trumps Umfeld ist, zeigt ein Interview seines Anwalts Rudy Giuliani mit CNN vom Montag. Dabei behauptete der frühere New Yorker Bürgermeister, er sei sich «nicht sicher», ob eine Absprache (englisch Collusion) mit Russland eine Straftat sei. Dies treffe auf die russischen Hackerangriffe auf die Demokraten zu, doch «der Präsident hat nicht gehackt».

Der Nixon-Vergleich

Experten halten diese Rechtsinterpretation für zumindest eigenwillig. Und mit seiner Aufforderung an Jeff Sessions, die Ermittlungen zu beenden, hat sich Trump auf heikles Terrain begeben. Sie erinnert an das «Samstagabend-Massaker» vom Oktober 1973. Präsident Richard Nixon hatte das Justizministerium damals aufgefordert, den Sonderermittler zur Watergate-Abhöraffäre zu feuern.

FILE - In this Oct. 19, 1973, file photo special Watergate prosecutor Archibald Cox talks to media outside the U.S. District Court in Washington after ousted White House counsel John W. Dean III pleaded guilty to conspiring to obstruct the Watergate investigation. Materials released by the Nixon Presidential Library on Tuesday, June 23, 2009, show aides trying to head off a U.S. constitutional crisis and save a presidency after Nixon fired Cox on Oct. 20, 1973, and forced out the two top Justice Department officials shortly after Cox voiced his objections to a proposed Watergate tapes compromise and said he planed to ask the federal courts to act on President Richard Nixon's

Der auf Richard Nixons Anordnung gefeuerte Sonderermittler Archibald Cox. Bild: AP

Justizminister Elliot Richardson und sein Vize William Ruckelshaus lehnten dies nacheinander ab und traten zurück. Erst die Nummer drei in der Hierarchie erfüllte Nixons Forderung und entliess Sonderermittler Archibald Cox. Heute gilt dieser Schritt als Anfang vom Ende von Nixons Präsidentschaft, denn damit wurde der Watergate-Skandal endgültig zum nationalen Politikum.

Es wäre verfrüht, im Fall von Donald Trump ähnliches zu erwarten. Denn keine der in die Russland-Affäre involvierten Figuren kann als besonders vertrauenswürdig eingestuft werden. Und bislang steht Aussage gegen Aussage. Umso mehr rückt die Frage ins Zentrum, ob sich Trump selber von Mueller befragen lässt. Ein Entscheid in dieser Frage steht laut Rudy Giuliani noch aus.

Die Sexaffären

Weiteres juristisches Ungemach droht dem Präsidenten derweil von anderer Seite. Es geht um seine mutmasslichen Sexaffären. Michael Avenatti, der umtriebige Anwalt der Pornodarstellerin Stormy Daniels, behauptete letzte Woche auf Twitter, er vertrete noch drei weitere Frauen, die für ihr Schweigen über angebliche sexuelle Beziehungen zu Trump bezahlt worden seien.

Stormy Daniels packt über ihre Affäre mit Trump aus

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Video: srf

In der vergangenen Woche war bereits der Mitschnitt eines Gesprächs zwischen Trump und Michael Cohen publiziert worden, in dem es um eine mögliche Schweigegeldzahlung an das frühere «Playboy»-Model Karen McDougal ging. Cohen hatte das Gespräch heimlich aufgezeichnet. Eine «Smoking Gun» ist auch das nicht. Aber Trump hat allen Grund, zunehmend nervös zu sein.

(Mit Material von SDA)

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    Alle Leser-Kommentare
  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 02.08.2018 23:57
    Highlight Highlight Vermutlich testet er gerade die Reaktionen aus...
  • reconquista's creed 02.08.2018 23:18
    Highlight Highlight Er wendet sich an Sessions, der aber in Ausstand treten musste...
    Mann, der Typ würde auch die REGA anrufen wenn sein Haus brennen würde.
    Man kann von Obama halten was man will, er konnte aber wenigstens auf 5 zählen und solche einfachen Sachverhalte begreiffen!
  • Verschwörer 02.08.2018 22:15
    Highlight Highlight Toller "und absolut neutral verfasster" Text. Danke!
    Aber was bringt euch das jammern?
    Jetzt sitzt halt eine ganz spezielle Persönlichkeit in der Braunen Hütte.
    Immerhin versucht er, mit all seiner Inkompetentz, die Lage etwas südlich von uns zu entschärfen. Halt nicht wie die suveräne Killerie mit Bomben.
    Oder Obamas friedensnobellpreis würdigen Drohnen! Er machts mit einer Salve Tweets. Und die geben nur Kopfschmerzen. Also egal was kommt, besser wirds nicht. Doch lieber ein Trumpel und Friede als eine Schlange und Krieg.
    Somit bin ich froh über eine allfällige Einmischung russlands.



    • reconquista's creed 02.08.2018 23:04
      Highlight Highlight Die von ihnen beschriebene Traumwelt wäre wünschenswert, exisitert aber leider nicht.
      Trump tweetet nicht nur, er macht leider auch verherrende Politik und zünselt und bombt weitaus mehr als Obama.
      Ein Blick hinter die Twittershow wäre angesagt.
    • HabbyHab 03.08.2018 05:11
      Highlight Highlight Trump und Frieden.. haha genau.
    • MeineMeinung 03.08.2018 09:22
      Highlight Highlight Liess mal nach, was mit der Zahl der Dronenangriffe passiert ist, seit Trump POTUS ist. Ja genau, sie hat zugenommen. Trump provoziert auch was das Zeugs hält. (z.B. verlegung der Botschaft) Und wie war das noch gleich mit Venezuela?
      Aber jaja....Trump will Frieden....muss schön sein in deiner Traumwelt
  • Mova 02.08.2018 21:31
    Highlight Highlight Es ist gar nichts passiert. Mr. Trump schreibt im Stundentakt irgendwelche Tweets. Relax
  • Fischra 02.08.2018 20:01
    Highlight Highlight An dem Tag wo auskommt das die Russen Trump unterstützt hnd er davon gewusst, dann fällt das Kartenhaus auseinander. Hoffen wir auf ein Ende dieses Trump Alptraumes 😊
  • Mguli 02.08.2018 19:23
    Highlight Highlight Entlich einer von der Presse und ihren Gläubiger nicht der Bückling macht! Trump macht das bis jetzt sehr gut und die linken und die Presse reiben sich verwundert die Augen!
    • swisskiss 02.08.2018 20:52
      Highlight Highlight Huaw: Wenn Du Dich schon als glühender Verehrer Trumps darstellst, wäre es doch zielführend, dass Du das böse Gerücht Lügen strafst, dass alle wahren Trump Fans nicht die hellsten Lichter am Sternenhimmel sind.
      Es wäre doch eine tolle Gelegenheit all den linken Trump Hatern zu beweisen, dass man mit guten Argumenten die Arbeit Trumps bewundern kann.

      Also mein Guter. Beweis, dass es Fakten gibt, die für Trump sprechen und Du diese auch sinnvoll vortragen kannst.

      Sonst würde ich nicht mehr zuviele Kommentare verfassen, denn es könnte der Eindruck entstehen, das Du nur ein simpler Schwafli bist
    • TheDude10 02.08.2018 20:59
      Highlight Highlight Was genau macht Trump gut?
    • roger.schmid 02.08.2018 21:01
      Highlight Highlight Die meisten reiben sich verwundert die Augen aufgrund der Tatsache, dass so viele auf einen derart plumpen Scharlatan hereinfallen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gondeli 02.08.2018 19:19
    Highlight Highlight Trump bashing, round 1298!
    Die Mueller's haben eh nix in der Hand... Sonst wär schon längstens was geschehen. Und falls doch, wirds trotzdem nicht zum impeachment kommen.
    • Mr. Malik 02.08.2018 22:40
      Highlight Highlight Follow your leader.. oder so...

      Michael Flynn, Paul Manafort, Richard Gates und George Papadopoulos.. sagt dir nichts?
      Haben sich schuldig bekannt...
      Deine Aussage zu Mueller ist Diskussionslos falsch..
      Das ignoriert man gerne, passt nicht ins selbstgebastelte Weltbild, oder?
  • Mguli 02.08.2018 19:10
    Highlight Highlight Trump macht das sehr gut! Endlich einer der nicht immer nach der Pfeife der Presse tanzt und deren Bewunderer!! Ist schon erbärmlich wie einseitig hier Diskutiert wird, alle haben sich lieb und klopfen einander auf die Schulter „der böse Trump“ Seid ihr alle so eifersüchtig? Wenn einer kommt und schonungslos aufdeckt was die Realität ist und Erfolg hat damit.
    • Fabio74 02.08.2018 19:21
      Highlight Highlight auf was soll man denn eifersüchtig sein? Dass der arme mit goldenem Löffel geboren wurde? Dass der Erbe eines Imperiums sich als gescheiterter Geschäftsmann mit mehrfach Konkursen einen Namen gemacht hat? Dass er in TV-Show rumdümpelte?
    • swisskiss 02.08.2018 19:51
      Highlight Highlight Huaw: Es besorgt mich nicht, dass man ein Fan von Trump ist. Man kann durchaus konservative und liberale Elemente in seiner Politik erkennen, die esonders für die Wirtschaft positiv sind.

      Besorgniserregend sind Deine Sichtweise und Argumente! Sowas mit Eifersucht zu begründen und sein Handeln als realistisch zu betrachten, ist so absurd, dass diese Wahrnehmungsverzerrung psychisch bedingt sein muss, denn selbst der dümmste Mensch, merkt nach 2 Jahren, was bei Trump schief läuft.
    • Jason84 02.08.2018 19:54
      Highlight Highlight Was deckt er denn auf? Den Klimawandel gibts nicht? Protektionismus ist super? Steuererleichterungen für die reichsten der reichen sind toll? Deregulierung dern Finanzmärkte ist Perfektion? Das sind echt super Tatsachen die er da aufdeckt. Ehrlich...
    Weitere Antworten anzeigen
  • cal1ban 02.08.2018 19:08
    Highlight Highlight Der einzige Weg Trump aus dem Amt zu jagen, ist die nächste Wahl. Eine Amtsenthebung würde einen Sturm auslösen. Trump hat sicher auch Material über seine politischen Gegner gesammelt.
    • Jaklar 03.08.2018 06:10
      Highlight Highlight Wenn er abgewählt wird, dann werden sie wahlbetrug schreien. Man kann in den usa nicht davon ausgehen, dass die wähler dort den durchblick haben.
  • Ottomane 02.08.2018 19:06
    Highlight Highlight Der Herr Blunschi wieder. Wie der Herr Löpfe. Was die beiden Herren alles über Trump(el) wissen..ich bleibe dabei...der wird wieder gewählt ;)
    • swisskiss 02.08.2018 22:15
      Highlight Highlight Ottomane: Wenn im November die Dems die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewinnen, ist es vorbei mit trumpscher Herrlichkeit. Dann wird kein Gesetz, keine Nomination oder Amtsberufung mehr durch das Parlament kommen, Dann wird Trump wie Obama mit einer Opposition regieren müssen, die faktisch eine Machteinschränkung des Präsidenten bedeutet. In dieser Situation wie bisher, als der starke Macher auftreten zu wollen, ist unmöglich. Wie diese "Schwächung" bei der republikanischen Anhängerschaft ankommt, wird sich weisen und hilft mit Sicherheit nicht für eine Wiederwahl.
  • rodolofo 02.08.2018 18:39
    Highlight Highlight Sobald Trump spürt, dass er gar nicht mehr leugnen muss, wird er einfach sagen:
    "Meine Russischen Freunde haben mir dabei geholfen, die Hexe Hillary loszuwerden. Ist doch Alles bestens!"
    Im Moment spürt Trump aber, dass es sich nicht so gut macht, mit Putin-Russland, dem Erz-Rivalen, zusammenzuspannen.
    Wir befinden uns in einem Schwebe-Zustand.
    Entweder kehrt die USA zu einigermassen demokratischen und rechtmässigen Verhältnissen zurück, oder die USA wird eine von Rechtsextremen und Rechtsnationale beherrschte Diktatur (ähnlich, wie Russland).
    • Slavoj Žižek 02.08.2018 19:22
      Highlight Highlight Im Gegenteil

      "Robert Mueller’s disapproval rating is at its highest point since Morning Consult and Politico began tracking the Special Counsel,”

      https://www.politico.com/story/2018/06/13/mueller-investigation-trump-poll-643491
    • rodolofo 02.08.2018 20:37
      Highlight Highlight @ empty
      So wie ich gelesen habe, sei eine Mehrheit von Republikanern gegen Mueller, was ja eigentlich nicht erstaunlich ist.
    • swisskiss 02.08.2018 22:20
      Highlight Highlight 〰️ empty: Im gleichen Artikel, weiter unten:

      "The latest poll also has bad news for the president. Forty-eight percent of voters believe Trump has attempted to impede or obstruct the Russia investigation, up from 44 percent who offered the same view in early February."
    Weitere Antworten anzeigen
  • maricana 02.08.2018 18:14
    Highlight Highlight Warum gibt es auf Watson noch immer keinen "Trump weg damit Knopf" wie bei der Fussball WM?
    • bendr 02.08.2018 18:32
      Highlight Highlight Ach, wie fantastisch doppeldeutig das doch wäre!
  • Herbert Anneler 02.08.2018 18:00
    Highlight Highlight Wer ein reines Gewissen hat, würde Muellers Untersuchungen begrüssen und fördern. Trump tut das Gegenteil. Weshalb wohl?
  • Vanessa_2107 02.08.2018 17:39
    Highlight Highlight Ja, jedesmal denkt man wieder, jetzt, jetzt, wirklich.....es reicht, aber Teflon Donnie kommt wieder heil aus der Situation heraus. Hoffentlich stimmt das Sprichwort "Der Krug geht zum Brunnen bis er bricht"... meine Zuversicht hält sich momentan in Grenzen...😟😟.
    • crapunsel 02.08.2018 18:11
      Highlight Highlight teflon donnie 😂 leider ist der krug sehr dick. oder zumindest ist er geschickt genug, sich jedesmal durch die sich-zuziehende-schlinge noch durch zu mogeln... teflon donnie halt. wir werden sehen was geschieht. oder eben - nichts.
    • swisskiss 02.08.2018 22:30
      Highlight Highlight Vanessa_2107; Ich bin sicher, der Krug hätte sich schon lange übergeben wenn er könnte, bei dem Mist mit dem er täglich von Donnie gefüllt wird.

      Aber solange geht der Krug brav zum Brunnen, um den Sumpf zu füllen, den Trump angeblich austrocknen wollte.
    • Vanessa_2107 02.08.2018 23:41
      Highlight Highlight @Swisskiss was mir auch immer wieder die Sprache verschlägt, wie man ihn alles tun und sagen lässt und keiner (seiner Republikanerfreunde) wagt den Mund zu öffnen oder nur diejenigen, die nicht zur Neuwahl antreten. Ein normaler Mensch sieht doch, wie er das Land spaltet. Es ist ihnen egal wie er lügt (in den 558 Tagen s.Amtsantritt hat er 4229 falsche od. irreführende Angaben gemacht, 7,6 Behauptungen/Tag). Seine Fans müssen in einer Art Traum sein. So Vieles wird NACH Trump zu reparieren sein. Er wird in die Geschichte eingehen, aber sicher nicht positiv.
  • Raphael Stein 02.08.2018 17:33
    Highlight Highlight Lieber den Panik- statt den roten Kopf.
    • Pana 02.08.2018 18:11
      Highlight Highlight Ich wage mal zu behaupten, dass diese beiden Knöpfe jedesmal näher beieinander liegen..
    • Raphael Stein 02.08.2018 22:37
      Highlight Highlight zu nahe für solche Menschen wir T.
  • Toto 02.08.2018 16:56
    Highlight Highlight Ready for impeachment...
    • Politikinteressierter 02.08.2018 18:05
      Highlight Highlight Nur wenn die Reps einsehen, dass Ihnen der Typ viel mehr schadet als nützt. Mann kann ihn nicht im Wahlkampf mehrmals als "unfit for office" bezeichnen und dann nicht alles menschenmögliche für seine Demission machen. Bin der selben Meinung wie Joe Scarborough (ehemaliger Abgeordneter der Republikaner). Er sagt vor einigen Monaten im TV "Wenn die Reps sich nicht gegen Trump erheben, werden sie noch Jahre danach dafür büssen.
  • Vertigo 02.08.2018 16:54
    Highlight Highlight Leider wird nichts in der Lage sein, Trump zu Fall zu bringen, solange im Congress eine Mehrheit von Republikanern herrscht, die allesamt weder Rückgrat noch einen Hauch von Moral besitzen.
    • Pana 02.08.2018 18:13
      Highlight Highlight Richtig. Deshalb sind die Midterm Wahlen im November so wichtig. Die Verhältnisse können sich bessern. Ausserdem, nicht alle Republikaner halten 100% zu Trump. Jede Stimme / Sitz zählt.
    • Vertigo 03.08.2018 13:36
      Highlight Highlight Pana, genau! Es ist durchaus realistisch dass sich das aktuelle Verhältnis zu Gunsten der Demokraten verschiebt, dass es tatsächlich zu einer demokratischen Mehrheit kommt ist leider nicht so sicher wie es viele schon zu sehen glauben
  • Ohniznachtisbett 02.08.2018 16:38
    Highlight Highlight Können nicht von nun an alle Artikel zu diesem Thema von Blunschi statt von Löpfe kommen. Viel weniger reisserisch, viel sachlicher und nicht immer dieses "jetzt ist er gleich weg" Dieser Artikel ist sehr gut gemacht und informiert ohne unnötige Polemik.
    • Tan Long 02.08.2018 17:20
      Highlight Highlight Blunschi for President?
    • Vanessa_2107 02.08.2018 17:20
      Highlight Highlight @Ohni...oh bitte, lasst doch mal Herrn Löpfe in Ruhe, er macht das genauso gut wie Herr Blunschi. Sonst gibts nichts zu Motzen!?
    • Tan Long 02.08.2018 17:27
      Highlight Highlight Sind beide ehrlich, dass ist das Wichtigste.
  • My Senf 02.08.2018 16:36
    Highlight Highlight Ach ja übrigens

    Trump ist immer noch Präsident...
    • swisskiss 02.08.2018 17:45
      Highlight Highlight My Senf: Uebrigens, kennst Du den armen Kerl, der von der Klippe fiel und im Flug nach unten die schöne Aussicht bewunderte?
    • Moelal 02.08.2018 17:45
      Highlight Highlight Leider
    • Klaus07 02.08.2018 18:07
      Highlight Highlight Bis zu den Midterms wird nicht viel passieren, verlieren die Reps dann den Senat oder das Repräsentantenhaus, kann es sehr schnell gehen. Die Zeichen für Trump stehen auf Sturm.
  • Basswow 02.08.2018 16:30
    Highlight Highlight Daumendrück, dass der werte Herr endlich in die Wüste geschickt wird...👍🏽👍🏽👍🏽
    • Sharetee 02.08.2018 20:54
      Highlight Highlight Was nachkommt ist nicht besser, leider.
  • Linus Luchs 02.08.2018 16:20
    Highlight Highlight Trumps "Imperium" ist durch seine Zusammenarbeit mit der russischen Unterwelt entstanden. Eigentlich ist schon sehr viel darüber bekannt. Aber offenbar braucht Robert Mueller noch ein paar handfeste Beweise. Hoffentlich hat er sie bald zusammen!
    Mehr dazu, was Trump mit Russland zu tun hat:
    https://secure.avaaz.org/campaign/de/shocking_truth_about_trump/
    • Politikinteressierter 02.08.2018 17:46
      Highlight Highlight Habe hier auch schon einen Link einer ZDF-Doku zu diesem Thema gepostet. Er hat mit der russichen Mafia zusammengearbeitet, nachdem ihm die amerikanischen Banken keine Kredite mehr gaben. Diese Beweise sollten doch schon längstens auf dem Tisch liegen oder nicht?
    • Juliet Bravo 02.08.2018 17:55
      Highlight Highlight
      Play Icon


      Hier eine sehenswerte ZDF Doku über Trumps Verbindungen.
    • Juliet Bravo 02.08.2018 18:35
      Highlight Highlight Ah - das war zeitgleich. Meinst du diese oben Politikinteressierter?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Paddiesli 02.08.2018 16:18
    Highlight Highlight Bei dieser offensichtlichen Panik-Reaktion konnte ich mir jetzt ein kleines, schadenfrohes Grinsen nicht verkneifen.
  • roger.schmid 02.08.2018 16:11
    Highlight Highlight "Trump selbst reagierte wie gewohnt auf Twitter: «Ich wusste NICHT von dem Treffen mit meinem Sohn, Don Jr..»"

    Ja klar, alle wichtigen Personen seines Wahlkampfteams und sein Sohn halten ein Meeting in seinem eigenen Trump-Tower ab und Trump war darüber nicht informiert.. Wer das glaubt, glaubt auch an den Osterhasen oder Infowars..
    • TanookiStormtrooper 02.08.2018 16:50
      Highlight Highlight
      Play Icon
    • Politikinteressierter 02.08.2018 17:51
      Highlight Highlight Haha hast du in diesem Fall auch John Oliver geschaut😁. Bitte vergleiche nicht den Osterhasen mit Alex Jones, der ist ein übler Verschwörungstheoretiker. (Pizzagate, Sandy Hooks nur Schauspieler, Charlotsville= False flage attack der Linken etc. etc.)
    • roger.schmid 02.08.2018 22:39
      Highlight Highlight John Oliver schau ich nicht. Der Typ ist mir einfach zu nervös-zappelig laut und die ewigen Abschweifungen und komischen Vergleiche, nur um eine Pointe bringen zu können (ganz ähnlich wie bei Family Guy) ist nicht so mein Ding. Ich finde der wird überschätzt. Colbert, Kimmel und Meyers sind mir da lieber.
      Ja, Jones ist ein sehr übler Typ. Ich zog den Vergleich nur bezüglich der Glaubwürdigkeit. Gibt ja hier bei den Kommentarschreibern auch solche die Infowars-Videos posten..
  • N. Y. P. D. 02.08.2018 16:01
    Highlight Highlight Geil !

    Mr President ist sturmreif geschossen.

    Denn sein Anwalt packt gerade aus. Die Kronzeugenregelung ist etwas vom Besten, das es in der Strafverfolgung gibt.

    Mr Mueller wird in die Geschichte eingehen.
    • rodman 02.08.2018 17:11
      Highlight Highlight Geil ! Freuen wir uns auf seinen Nachfolger: President elect Michael Pence ("I'm a Christian, a conservative and a republican - in that order!")
    • Vanessa_2107 02.08.2018 17:25
      Highlight Highlight @N.Y.P. Ich kann es kaum erwarten, diesen Mann endlich mal live zu sehen. So sehr hoffe ich, dass er viel mehr gefunden hat, als wir uns je erhofft haben.
    • N. Y. P. D. 02.08.2018 17:29
      Highlight Highlight Selbst wenn der Nachfolger noch schlimmer wäre. Wenn Trump gefällt wird, wäre das ein unglaublich starkes Signal an die Welt : Schaut her, der Rechtsstaat funktioniert noch !
    Weitere Antworten anzeigen

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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