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Diese brisanten Fragen will Mueller Trump stellen – der findet das gar nicht lustig

Der Sonderermittler in der Russlandaffäre, Robert Mueller, hat laut «New York Times» einen Fragenkatalog an Trumps Anwälte übermittelt. Darin fragt er den US-Präsidenten auch nach Tweets und Dinner-Gesprächen.



Der Leak

US-Sonderermittler Robert Mueller hat im Zusammenhang mit seinen Untersuchungen zur Russlandaffäre einem knappen vier Dutzend Fragen an Präsident Donald Trump. Das berichtet die «New York Times» («NYT») und beruft sich dabei auf einen Fragenkatalog, den Muellers Team an Trumps Anwälte übermittelt haben soll und den die Zeitung in vollem Umfang veröffentlichte.

Was Mueller will

Mueller leitet die Ermittlungen zur Einmischung Russlands in die US-Präsidentschaftswahl 2016 und untersucht auch eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Moskau und dem Wahlkampfteam von Trump. Mit seinen 44 Fragen an den US-Präsidenten, so die «NYT», wolle Mueller nun vor allem mehr über Trumps Beziehungen zu Russland erfahren und inwiefern er die Untersuchungen zur Affäre womöglich beeinflusste.

FILE - In this June 21, 2017, file photo. fFormer FBI Director Robert Mueller, the special counsel probing Russian interference in the 2016 election, arrives on Capitol Hill for a closed door meeting before the Senate Judiciary Committee in Washington. Martin and Jane Raskin, added last week to President Donald Trump’s legal team is described by those who know them as experienced, skilled and humble, a striking counterpoint to some of the other attorneys who have represented him over the last year. The Raskin's are joining the legal team at a critical phase in special counsel Robert Mueller’s investigation as Trump weighs whether to sit for an interview with prosecutors. (AP Photo/Andrew Harnik, File)

Bild: AP/AP

Moskau bestreitet, sich in die US-Wahl eingemischt zu haben. Trump sagt seit Monaten, es habe keine Zusammenarbeit gegeben, und nennt Muellers Ermittlungen regelmässig eine «Hexenjagd». Weder Vertreter von Trumps Anwaltsteam noch Mitarbeiter von Mueller wollten sich laut «NYT» zu dem Fragenkatalog äussern. Die Zeitung bekam ihn eigenen Angaben zufolge von einer Quelle ausserhalb des Anwaltteams.

Mueller wolle mehr darüber herausfinden, wie Trump denkt, was seine Motivation hinter einigen seiner kämpferischsten Tweets war und wie seine Beziehung zu engen Mitarbeitern aussieht, heisst es in dem Zeitungsartikel. Konkret geht es beispielsweise um die Entlassungen von Ex-FBI-Chef James Comey und Trumps ehemaligem Sicherheitsberater Michael Flynn.

Die Fragen

Einige der Fragen an Trump lauten dem Bericht zufolge:

Der Fragenkatalog liefere den bisher detailliertesten Einblick in die Mueller-Ermittlungen, schreibt die Zeitung. Es gibt nur wenige Informationen zur Arbeitsweise des Sonderermittlers, Mueller meidet öffentliche Auftritte oder Interviews (mehr zum «Phantom von Washington» lesen Sie hier).

Eine mögliche Befragung Trumps durch Mueller ist seit Wochen Thema. Trump zeigte sich mal selbstbewusst und kündigte an, er wolle unter Eid aussagen. Ein anderes Mal rieten ihm seine Anwälte ab - sie fürchten, Trump könne sich belasten.

So reagiert Trump

Nichts Neues von da: US-Präsident Donald Trump wettert unmittelbar nach der Publikation des NYT-Artikels über alles, was nicht niet- und nagelfest ist.

In einem ersten Tweet regt er sich über die geleakten Fragen auf, um dann festzuhalten, dass Russland darin gar nicht vorkomme.

Und zum Schluss kommt die gute alte Hexenjagd zum Zug.

Was das jetzt bedeutet

Die veröffentlichten Fragen zeigen, dass Sonderermittler Mueller seine Ermittlungen erheblich ausgebaut hat, wie CNN analysiert. Und dass er denkt, dass Trump einiges zu erklären hat. Mueller folgt dem Geldfluss und der - auch dies wird in den Fragen deutlich - führt ihn über Trumps Anwalt Michael Cohen zu Trumps Immobiliengeschäften in Russland.

Es ist davon auszugehen, dass diese Fragen nicht alle sind, die Mueller dem US-Präsidenten stellen will.

Die Reaktion Trump lässt darauf schliessen, dass er «den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht», wie die New York Times schreibt. Denn alles dreht sich darin um die Russland-Connection, die Trump offenbar nicht zu erkennen vermag.

(aeg/spon/aar/Reuters)

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18
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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • roger.schmid 01.05.2018 20:53
    Highlight Highlight Interessanter Kommentar von tyt dazu, bezüglich der seltsamen Reaktion von Trump:


    Play Icon
    22 4 Melden
  • malu 64 01.05.2018 20:52
    Highlight Highlight Hoffentlich werden die Geschäfte der Trump Organisation aufgedeckt. Wie Steuern optimiert werden, Subventionen bezogen werden, Geld gewaschen wird!
    Der späte als Präsident!
    34 4 Melden
  • Butzdi 01.05.2018 20:46
    Highlight Highlight Es gab bisher 2 Parteien die die Fragen kannten: Team Mueller die sie den Anwälten von Team Trump telefonisch mitteilte und entsprechend Team Trump.

    Hinweise:
    - die Fragen sind holprig geschrieben und enthalten Kontextfehler
    - Team Mueller ist akribisch organisiert und hat noch nie etwas geleaked
    - Team Trump muss immer wieder neu aufgestellt werden, weil Leute gehen, angeklagt oder gefeuert werden
    - Trump schreit rum, dass geleaked wurde

    Frage:
    - wer von den beiden Parteien hat die Fragen geleaked?
    - qui bono

    Auflösung:
    —> der Leaker ist Team Trump
    37 7 Melden
  • Gawayn 01.05.2018 19:09
    Highlight Highlight Das kann es doch nur in den USA geben.

    Da soll ein Präsi Fragen womöglich unter Eid beantworten
    Und kennt alle Fragen schon im Voraus?

    Ich frage mich was diese Anhörung dann überhaupt soll.

    Besser können sich Trumps Haie äh Pardon, Anwälte gar nicht vorbereiten.

    Nicht vorstellbar das die derart inkompetent wären, nicht für jede Frage eine wasserdichte Antwort zu kreieren, wenn sie die Fragen schon im Voraus kennen...
    18 8 Melden
    • Vanessa_2107 01.05.2018 20:34
      Highlight Highlight Trumps Aufmerksamkeitsspanne ist ja nur seeehr kurz, wie will der ein solches Interview durchstehen? Allerdings hätte sich der Laveri schon nach der 3 Frage um Kopf und Kragen verplappert, da er sich nicht mehr erinnern kann, welche Lüge er Mueller bei der ersten Frage aufgetischt hat. Ich glaube er will und wird gar nicht aussagen, er muss eine riesengrosse Angst haben.
      34 3 Melden
    • wasps 01.05.2018 20:41
      Highlight Highlight Der Mueller ist ja nicht doof. Da sind bestimmt Fangfragen dabei. Immerhin ist er sehr gut dokumentiert, dem Fixer sei Dank (Cohen 😜)
      17 3 Melden
  • Vanessa_2107 01.05.2018 18:37
    Highlight Highlight Hier sind alle 44 Fragen aufgeführt:

    http://ir.net/news/politics/128367/mueller-44-questions-trump/
    37 0 Melden
  • Redly 01.05.2018 18:09
    Highlight Highlight Robert Müller, der sehr vertrauenswürdige Ex-FBI Chef, der damals die ‚Beweise‘ von Iraks Massenvernichtungswaffen mit-erfand...
    Play Icon


    ...sucht nach über einem Jahr weiter nach Beweisen zu Trumpel. Langsam wird’s unglaubwürdig und langweilig.
    21 112 Melden
    • balzercomp 02.05.2018 12:47
      Highlight Highlight Was hat das FBI mit dem Auslandsgeheimdienst CIA zu tun?
      1 1 Melden
  • Gregor Hast 01.05.2018 17:58
    Highlight Highlight Herr Müller und seine Kumpanen haben bis jetzt nichts Aussergewöhnliches herausgefunden und werden auch in Zukunft nichts herausfinden. Ausserdem kennt irgendwer von euch die Geschichte der 3 Siebe von Sokrates?
    10 121 Melden
    • FrancoL 01.05.2018 18:54
      Highlight Highlight Nein kenne die Geschichte nicht, aber es genügt viele Ihrer Kommentare gelesen zu haben um zu wissen auf welchem Auge Sie blind sind.
      99 8 Melden
    • Ueli der Knecht 01.05.2018 19:15
      Highlight Highlight Jop... die kenne ich.

      1. Ist es wahr? (richtig?)
      2. Ist es gut? (gerecht?)
      3. Ist es relevant? (nötig?)

      Für mich ein Hinweis für die zoroastrischen Einflüsse auf Platons Ideologie. Ex oriente lux.

      Herr Muller wurde aber nicht als Philosoph angestellt, Gregor, sondern als Inquisitor. Kennst du Umberto Ecos "Der Name der Rose"?
      48 3 Melden
    • reconquista's creed 01.05.2018 23:54
      Highlight Highlight Erstmals muss ich Ihnen Recht geben. Es wird kaum etwas Aussergewöhnliches aufgedeckt werden.
      Das Trump ein Krimineller mit halb- bis illegalen Geschäftspraktiken und einem dubuisen Umfeld ist, ist wohl auch dem Hinterletzten klar. Bei Mueller gehts nur darum, die Fakten und Beweise dazu zu sammeln und die entsprechenden Leute der Gerechtigkeit zuzuführen, sprich anzuklagen. Was nota bene bereits geschehen ist und weitergehen wird.
      17 1 Melden
  • N. Y. P. D. 01.05.2018 17:51
    Highlight Highlight Mr Mueller, thank you for your perseverance.

    User Image
    105 14 Melden
  • Pasch 01.05.2018 17:48
    Highlight Highlight PotusImmo.ru?? Sanktionen gegen ein Land zu verhängen indem man noch selbst eigene Geschäftsintressen hat. Well played! Das "Sir" lasse ich bewusst weg.
    6 23 Melden
  • Noblesse 01.05.2018 17:43
    Highlight Highlight Es ist zu hoffen, dass es für eine Amtsenthebung reicht. Ansonsten geht dieses "Theater" durch die Wiederwahl von Trump weiter. Ich hoffe, dass sie ihn aus dem Amt jagen und bei der nächsten Wahl eine gewiefte Frau wie die US-Botschafterin Haley oder eine Demokratin den Sprung schafft. Mal eine Frau in der USA an die Macht wäre doch das Ziel. Den langweiligen sorry "Männer-Scheiss" haben wir nun langsam gesehen! Bin übrigens auch ein Mann...
    103 32 Melden
    • zeromaster80 01.05.2018 19:41
      Highlight Highlight Mächtige Frauen sind gleich wie mächtige Männer. Und wenn Müller nichts gescheites vorbringt, haben Trumps Gegner seine Wiederwahl persönlich zu verantworten.
      12 8 Melden
    • Redly 02.05.2018 04:07
      Highlight Highlight @Noblesse: wie hältst du es allgemein so mit dem Respekt vor demokratischen Ergebnissen wenn nicht eigener Meinung entsprechend?
      Trump mag ein grosses Ärgernis sein. Der mangelnde Respekt vor der Wahl schadet langfristig der Demokratie mehr, als es Trump je kann.
      5 11 Melden

«Trump wird die Macht teilen müssen – und dann sterben»

Eine politische Analyse der etwas anderen Art: Martin Zoller kann anhand der Analyse der Aura eines Menschen seine Zukunft sehen. So hat er die Wahl von Donald Trump richtig vorausgesagt. Jetzt allerdings scheint sich das Blatt zu wenden: Die Demokraten werden gemäss Zoller die Midterms gewinnen – und Trump wird noch vor Ablauf seiner ersten Amtszeit sterben.

Sie haben die Wahl von Donald Trump vorausgesagt. Wie ist Ihnen das gelungen? Schon 2014 wusste ich, dass Hillary Clinton keine Chance haben wird. Ich sah im Sommer dieses Jahres einen Mann als kommenden Präsidenten. Als Trump von den Republikanern zum Präsidentschaftskandidat erkoren wurde, war mir klar, dass er auch gewählt werden wird. Ich habe das damals schon in verschiedenen TV-Interviews ausgeführt.

Wie kommen Sie zu solchen Aussagen? Machen Sie politische Analysen und verbinden diese …

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