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FILE -- In this  Thursday, March 10, 2016, file photo, Republican presidential candidate, businessman Donald Trump, speaks during the Republican presidential debate sponsored by CNN, Salem Media Group and the Washington Times at the University of Miami, in Coral Gables, Fla. A top security official in Dubai, Lt. Gen. Dhahi Khalfan Tamim, warned of a “clash of civilizations” if Donald Trump wins the U.S. general electiont in a post on Twitter Friday . In Thursday's debate, Trump refused to back away from his recent statement that

«Fake News!»: Trump und CNN sind erbitterte Gegner.  Bild: Wilfredo Lee/AP/KEYSTONE

Freudentanz im Oval Office – wie CNN in 5 Schritten in den Russen-Trump-Hammer lief

Super-GAU zur Unzeit für CNN. Wegen eines schludrig recherchierten Artikels feuert der Nachrichtensender drei Journalisten. FAKE NEWS! Donald Trump triumphiert. Und nun ist auch noch ein belastendes Undercover-Video aufgetaucht ...



CNN vs. Trump: Zank bis aufs Blut

Der News-Gigant und Donald Trump schiessen seit Monaten scharf gegeneinander: CNN-Chef Jeffrey A. Zucker hat enorme Ressourcen und Personal aufgeworfen, um mit Investigativ-Recherchen die Machenschaften im Weissen Haus unter die Lupe zu nehmen. Und natürlich mögliche Verstrickungen von Trump aufzudecken. Trump beschuldigte den Sender wiederholt, Fake News zu verbreiten und eine Hexenjagd gegen ihn zu betreiben. 

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Geköpfter Trump: Dieses Bild kostete CNN-Komikerin Griffin den Job.

Der Schuss der CNN-Mitarbeiter geht manchmal gehörig nach hinten los: CNN-Komikerin Kathy Griffin posierte Anfang Juni mit einem abgehackten Kopf des US-Präsidenten. Für viele ein zu krasser Scherz: Es folgte ein Shitstorm, der der 57-Jährigen den Job beim Nachrichtensender kostete und CNN viel Kritik einbrachte. 

Die Fail-Story

Der letzten Donnerstag auf cnn.com veröffentlichte Beitrag handelte von angeblichen Verbindungen eines Vertrauten von Donald Trump zu russischen Wertpapierfonds. Die drei renommierten CNN-Journalisten Thomas Frank, Lex Haris und Pulitzer-Preisträger Eric Lichtblau wollten bei Recherchen im Kongress festgestellt haben, dass der Hedgefond-Unternehmer Anthony Scaramucci, der Trumps Übergangsteam angehörte, Connections zu russischen Wertpapieren hat. 

In dem Bericht hatte es mit Verweis auf eine anonyme Quelle geheissen, dass der Geheimdienstausschuss des Senats mögliche Verbindungen zwischen dem Trump-Team und einem russischen Investmentfonds untersuche, der von der Staatsbank VEB kontrolliert werde. Die VEB ist wegen der russischen Annexion der Krim-Halbinsel von den USA wie von der EU mit Sanktionen belegt.

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Eric Lichtblau,Thomas Frank und Lex Harris (v.l.).

Doch die Vorwürfe waren nicht ausreichend belegt: CNN nahm die Story vom Netz und entschuldigte sich bei Scaramucci.

Was für ein Imageschaden! «Der Beitrag entsprach nicht den redaktionellen Standards», hiess es. Der Sender musste richtiggehend die Hosen runterlassen. Das blieb nicht ohne Folgen: CNN feuerte am Montag die drei Journalisten.  

Der Trump-Angriff

Trump nutzte nach dem Rückzug die Gunst der Stunde für einen Feldzug gegen CNN. «Was ist mit allen anderen erfundenen Storys! FAKE NEWS!», twitterte der US-Präsident.

Dann schob er eine pauschale Verurteilung aller klassischen US-Medien hinterher: «Sie haben Fake-News-CNN kalt erwischt, aber was ist mit NBC, CBS und ABC? Was ist mit den versagenden ‹New York Times› und ‹Washington Post›? Die sind alle Fake News!»

Die Tirade der Trump-Sprecherin

Das Weisse Haus bläst nach dem CNN-Fail zum Totalangriff auf die Medien: Sarah Huckabee Sanders, stellvertretende Pressechefin von Trump, attackierte in einer regelrechten Tirade die versammelten Pressevertreter erneut wegen «den stetigen Fake News», die sie gegen Trump veröffentlichten. «Wenn man den Medien nicht mehr vertrauen kann, ist dies gefährlich für Amerika», so Sanders.

Seit einem Jahr kämpfe man mit dem «Russland-Trump-Hoax», mit Geschichten, die manchmal «völlig ohne Quellen» entstünden. «Das frustriert Trump wirklich sehr. Amerika hat bessere Medien verdient», so Sandres. 

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Video: streamable

Ein Journalist konnte die Anschuldigungen nicht auf sich sitzen lassen. «Sie verunglimpfen alle Journalisten auf einmal, das geht nicht.»

Das explosive Undercover-Video

«Wir haben keinen Beweis, das meiste ist Bullshit.»

John Bonifield, CNN-Produzent

Nun kommt es möglicherweise knüppeldick für CNN: «Wir haben keinen richtig grossen Beweis in der Russland-Sache gegen Trump, das meiste ist Bullshit. Aber die Einschaltquoten sind hervorragend»: Das sagt CNN-Produzent John Bonifield in einem Undercover-Video, das der rechtslastige Politaktivist James O'Keefe am Montag publiziert hat. Der Präsident habe durchaus das Recht, von einer Hexenjagd zu sprechen, so Bonifield. 

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«Viel ist Bullshit»: CNN-Produzent John Bonifield. Video: YouTube/veritasvisuals

Nun ja, Ethik lerne man an der Journalistenschule, das sei sicher schön und gut. «Aber hier geht's ums Geschäft. Wir bringen das, was schlussendlich Geld abwirft.» Durchaus explosive Aussagen. Es ist noch völlig unklar, warum und mit wem genau Bonifield so offen über die angeblichen Praktiken von CNN gesprochen hat. 

(amü)

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