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Ermittlungen gegen Trump-Anwalt Giuliani erheblich ausgeweitet



epa07872762 (FILE) - Former New York City Mayor, Rudy Giuliani, speaks during US Republican presidential candidate Donald Trump's election campaign event in Miami, Florida, USA, 16 September 2016 (reissued 27 September 2019). An impeachment inquiry against US President Donald J. Trump has been initiated following a whistleblower complaint over his dealings with Ukraine. The whistleblower alleges that Trump had demanded Ukrainian investigations into US Presidential candidate Joe Biden and his son Hunter Biden's business involvement in Ukraine, with Giuliani being a 'central figure in this effort'.  EPA/CRISTOBAL HERRERA *** Local Caption *** 53021712

Hände hoch: Rudy Giuliani. Bild: EPA

Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Trumps persönlichen Anwalt Rudy Giuliani sind einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erheblich ausgeweitet worden. Unter Berufung auf drei namentlich nicht genannte US-Offizielle hiess es, die Anklagebehörden prüften nun, ob Giuliani Gesetze zur Kampagnenfinanzierung verletzt hat und ob er sich als Beauftragter eines ausländischen Auftraggebers hätte registrieren lassen müssen.

Auch Anschuldigungen der Verschwörung und Bestechung seien nicht auszuschliessen. Unabhängig von den strafrechtlichen Ermittlungen seien Giulianis Aktivitäten darüber hinaus unter dem Gesichtspunkt der Spionageabwehr zu prüfen. «Ich wäre nicht überrascht, wenn er angeklagt würde», zitierte Bloomberg die ehemalige US-Staatsanwältin Mimi Rocah. Trumps Anwalt stecke «bis zu den Ohren in zwielichtigen Sachen».

Trumps superreiche Freunde

Giuliani hatte mit anderen Trump-Vertrauten in der Ukraine eine Art Schattendiplomatie orchestriert, die unter anderem zum Ziel hatte, kompromittierendes Material über Trumps demokratischen Rivalen Joe Biden zu Tage zu fördern. Dafür bediente sich Giuliani auch zweier Mittelsmänner, mit denen er umfangreich geschäftlich verbunden war. Beide sind derzeit angeklagt.

Sie sollen ausländische Gelder verdeckt an US-republikanische Politiker weitergeleitet haben, um politischen Einfluss zu kaufen. Auch Giuliani erhielt Hunderttausende Dollar von einem der Männer.

Frühere US-Botschafterin in der Ukraine sagt öffentlich aus

FILE - In this Oct. 11, 2019, file photo, former U.S. ambassador to Ukraine Marie Yovanovitch, arrives on Capitol Hill in Washington. The House impeachment panels are starting to release transcripts from their investigation. And in one of them, Yovanovitch says that Ukrainian officials warned her in advance that Rudy Giuliani and his allies were planning to

Marie Yovanovitch Bild: AP

In öffentlicher Sitzung des Geheimdienstausschusses sagt heute um 15 Uhr die ehemalige US-Botschafterin in der Ukraine aus, Marie Yovanovitch. Die Diplomatin gilt als wichtige Figur in der Ukraine-Affäre und wurde bereits hinter verschlossenen Türen von drei Ausschüssen der Kongresskammer befragt. Den öffentlichen Termin können Sie bei t-online.de im Livestream verfolgen.

Yovanovitch war auf Drängen Trumps vorzeitig von ihrem Posten als Botschafterin in Kiew abberufen worden, da sie offenbar Trumps persönlichen Zielen im weg stand. Sie sei im Mai wegen "unbegründeter und falscher Behauptungen von Menschen mit klar fragwürdigen Motiven" als Botschafterin abgezogen worden, hatte sie im Oktober in einer nicht öffentlichen Anhörung gesagt. Das ging aus dem später veröffentlichten Transkript der Anhörung hervor. (aeg/t-online)

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