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Donald Trumps Präsidentschaft war bislang eine ziemliche Zangengeburt.
Donald Trumps Präsidentschaft war bislang eine ziemliche Zangengeburt.Bild: AP/AP

«Ich bin Präsident! Kann man das glauben?» Sechs Monate Trump in Zahlen und Zitaten

20.07.2017, 12:2221.07.2017, 10:07

Ein halbes Jahr ist Donald Trump als US-Präsident im Amt. Manchen kommt es vor wie eine halbe Ewigkeit. Bislang wurden alle Hoffnungen enttäuscht, der schrille New Yorker Immobilienmogul würde sich mit der Zeit mässigen. Eine Bilanz seiner ersten sechs Monate in Zahlen und Zitaten:

38,3 Prozent

So hoch (oder tief) ist die Zustimmung zu Trumps Politik gemäss CNN im Durchschnitt verschiedener Umfragen. Deutlich besser sieht es für den Republikaner in jenen Wahlbezirken aus, in denen er 2016 gewonnen hat. Dort wird er von 50 Prozent der Befragten positiv beurteilt. Wo er Mitt Romney, den republikanischen Kandidaten 2012, um mehr als 20 Prozent übertroffen hat, sind es sogar 56 Prozent. Die Hardcore-Fans halten also noch immer zu Trump.

«Ich bin davon überzeugt, dass die ersten 100 Tage meiner Regierung die ziemlich erfolgreichsten in der Geschichte unseres Landes waren.» 
 Donald Trump am 28. April in seiner wöchentlichen Videoansprache.

42

So viele Gesetze hat Trump in seinem ersten halben Jahr unterschrieben, immerhin. Darunter befindet sich eines, das die Rechte von Whistleblowern stärkt. Weniger erfreulich ist die Bilanz, wenn man die Tragweite der Gesetze beurteilt. Kein einziges wirklich bedeutendes Vorhaben konnte bislang verabschiedet werden. Zuletzt erlitten die Republikaner im Kongress zum wiederholten Mal Schiffbruch beim Versuch, die Gesundheitsreform Obamacare rückgängig zu machen.

«Niemand wusste, dass Gesundheitspolitik so kompliziert sein könnte.»
Donald Trump am 27. Februar in Washington vor Gouverneuren.

2

Trumps Devise lautet «America first». Allerdings haben sich die USA in seiner Amtszeit «erst» aus zwei internationalen Abkommen zurückgezogen. Kurz nach seiner Vereidigung erklärte Trump per Dekret den Rückzug der USA aus der Transpazifischen Partnerschaft (TPP), einem Freihandelsabkommen mit mehreren Staaten Asiens und Ozeaniens. Für viel Kritik sorgte der Anfang Juni angekündigte Ausstieg aus dem Pariser Klimaabkommen.

«Ich wurde gewählt, um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten, nicht die von Paris.»
 Trump am 1. Juni in seiner Rede zum US-Rückzug aus dem Pariser Klimaabkommen. Worauf der Bürgermeister von Pittsburgh twitterte, er wolle das Abkommen einhalten.

59

So viele Sekunden hat Trump die Hand des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron geschüttelt, zumindest so weit man das laut CNN beurteilen kann. Die beiden sind sich schon wiederholt begegnet. Für Aufsehen sorgte der kräftige Händedruck beim ersten Treffen am NATO-Gipfel in Brüssel. Die letzte Begegnung am französischen Nationalfeiertag verlief bereits wesentlich entspannter.

40

Bild: AP/AP

So viele Tage hat der Präsident bislang auf Golfplätzen verbracht, die seinen Namen tragen. 21 seiner bisher 26 Wochenenden verbrachte er nicht im Weissen Haus oder in Camp David, dem Landsitz der US-Präsidenten, sondern in Trump-Residenzen. Besonders häufig weilte er in seinem Luxusresort Mar-a-Lago in Palm Beach (Florida).

«Schaut, wie mit mir in letzter Zeit umgegangen wird – besonders von den Medien. (...) Kein Politiker in der Geschichte wurde schlimmer oder unfairer behandelt.»
Donald Trump am 17. Mai vor Kadetten in Connecticut.

100 Tage Trump in 90 Bildern

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100 Tage Trump in 90 Bildern
quelle: ap/ap / andrew harnik
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So viele Kilometer der Mauer an der US-Südgrenze wurden bislang gebaut und von Mexiko bezahlt. Das Weisse Haus verlangt vom Kongress 1,6 Milliarden Dollar für den Baubeginn. Ob das Geld bewilligt wird, steht in den Sternen. An eine Finanzierung durch Mexiko, die er im Wahlkampf versprochen hat, scheint Trump selber nicht mehr zu glauben.

«Wir denken darüber nach, die Mauer als Solarmauer zu bauen, so dass sie sich selbst finanziert.»
Donald Trump am 21. Juni in einer Rede in Iowa.

1

So viele FBI-Chefs hat Donald Trump bislang gefeuert (James Comey). Und so viele Sonderermittler wurden eingesetzt, um Kontakte seines Wahlkampfteams mit russischen Regierungskreisen zu untersuchen (Robert Mueller). Trump möchte die Russland-Affäre so schnell wie möglich loswerden, doch sie verfolgt ihn weiterhin, zuletzt mit der Enthüllung, dass sein ältester Sohn Donald Trump junior sich im Wahlkampf mit einer russischen Anwältin getroffen hat, die ihm angeblich belastendes Material über Hillary Clinton liefern wollte.

«Das Ganze ist eine Hexenjagd. Es gibt keine Absprachen – nicht zwischen mir selbst, meinem Team und Russland. Keine.»
Trump am 18. Mai in Washington.

Best Of Trump

Video: watson

Vielleicht bringt ja diese Aussage seine bisherige Amtszeit am besten auf den Punkt:

«Ich bin Präsident! Kann man das glauben?»
Donald Trump am 4. Mai in Washington.
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