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epa06017264 (FILE) - A combo file picture showing US President Donald J. Trump (L) participating in a town hall meeting on the business climate in the United States, in the Eisenhower Executive Office Building at the White House complex in Washington, DC, USA, 04 April 2017, and FBI Director James Comey (R) testifying before the Senate Judiciary Committee hearing on 'Oversight of the Federal Bureau of Investigation.' on Capitol Hill in Washington, DC, USA, 03 May 2017. According to media reports 08 June 2017, fired FBI chief Comey testified before Congress at a hearing that the White House claims that the FBI was 'poorly led' were ' lies, plain and simple'.  EPA/MICHAEL REYNOLDS/SHAWN THEW

Trump (l.) und Ex-FBI-Chef Comey haben das Heu definitiv nicht mehr auf der gleichen Bühne.  Bild: MICHAEL REYNOLDS/SHAWN THEW/EPA/KEYSTONE

Trump legt nach – und wirft Ex-FBI-Chef Comey Feigheit vor



Im Streit um die Aussage von Ex-FBI-Chef James Comey zur Russland-Affäre hat US-Präsident Donald Trump nachgelegt. Per Twitter-Botschaft bezichtigte er den von ihm entlassenen Bundespolizeichef am Sonntag der Feigheit. Justizminister Jeff Sessions kündigte derweil an, sich am Dienstag im Geheimdienstausschuss des Senats äussern zu wollen.

«Ich denke, dass die Leaks von James Comey eine noch viel grössere Bedeutung bekommen, als alle sich jemals vorstellen konnten», schrieb Trump am Sonntag im Kurzbotschaftendienst Twitter. «Vollkommen illegal? Sehr 'feige!'»

Trump bezog sich auf Äusserungen Comeys vom Donnerstag bei einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des Senats. Comey hatte Trump dabei schwer belastet.

Der Ex-FBI-Chef warf Trump vor dem Ausschuss Lügen und Diffamierungen vor. Unter Eid schilderte er detailreich, wie er sich vom Präsidenten wegen der Ermittlungen zu den Russland-Kontakten von Trump-Mitarbeitern unter Druck gesetzt fühlte.

«Angesichts der Berichte über Comeys jüngste Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats ist es wichtig, dass ich die Gelegenheit habe, mich zu der Angelegenheit zu äussern.»

US-Justizminister Jeff Sessions

Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in den Präsidentschaftswahlkampf zugunsten Trumps vor. Moskau dementiert dies entschieden.

Viele offene Fragen

Bezugnehmend auf Comeys Aussage gab Justizminister Sessions am Samstag bekannt, sich selbst äussern zu wollen. «Angesichts der Berichte über Comeys jüngste Aussage vor dem Geheimdienstausschuss des Senats ist es wichtig, dass ich die Gelegenheit habe, mich zu der Angelegenheit zu äussern», erklärte Sessions.

Der Minister werde «viele Fragen» beantworten müssen, sagte der demokratische Senator Patrick Leahy. Die Ausschussmitglieder seien begierig auf die Antworten Sessions' zu seiner Rolle, die er bei Comeys Entlassung gespielt habe. Trump hatte den FBI-Direktor Anfang Mai völlig überraschend entlassen.

Auch schon wieder ein Weilchen her:
100 Tage Trump in 90 Bildern

Zunächst hiess es damals, Trump habe damit auf eine Empfehlung des Justizministeriums reagiert, das Comey schwere Verfehlungen im Umgang mit der E-Mail-Affäre von Trumps Wahlkampfrivalin Hillary Clinton anlastete. Wenig später nannte Trump selbst allerdings unter anderem die FBI-Untersuchung zu möglichen illegalen Verbindungen seines Wahlkampfteams nach Moskau als Grund für den Rauswurf Comeys.

Zuletzt sorgten in Washington Medienberichte über angebliche Auseinandersetzungen zwischen Trump und Sessions für Wirbel. Dabei soll Sessions Trump auch seinen Rücktritt angeboten haben. Vor einigen Tagen lehnte das Weisse Haus es ab, auf die Frage zu antworten, ob der Justizminister noch das Vertrauen des Präsidenten geniesse.

Sessions war bereits zu Beginn seiner Amtszeit in die Bredouille geraten, weil er während seines Nominierungsverfahrens im Senat unter Eid zwei Treffen mit dem russischen Botschafter unerwähnt gelassen hatte. Er erklärte sich in der Russland-Affäre daher selbst für befangen; das Justizministerium ernannte Mitte Mai den früheren FBI-Chef Robert Mueller zum Sonderermittler in dem Fall.

«Zu 100 Prozent» bereit

Trump hatte bereits am Freitag bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus auf die Aussage Comeys reagiert. Er sei zu «100 Prozent» bereit, unter Eid auszusagen, sagte Trump. Er wäre froh, wenn er Sonderermittler Mueller seine Version der Dinge darlegen könnte, sagte der US-Präsident.

Comeys Aussagen deutete er so, dass sie ihn in der Russland-Affäre entlasteten. Demnach habe es keine illegale «Absprache» mit Moskau und keine «Behinderung» der Justiz gegeben. (sda/afp)

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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Denk-mal 12.06.2017 07:46
    Highlight Highlight Wer Obama genau anschaut, der sieht, dass der auf den Stockzähnen lacht und denkt: "Wenn du wüsstest was ich weiss, was du nicht nicht einmal von dir weisst...":-)
  • WilliMu 11.06.2017 23:02
    Highlight Highlight Der Trump wirft dem Comey Feigheit vor. Er hat wohl jedes Mass verloren. Er ist es, der jeden, der ihm zu nahe tritt, der Lüge bezichtigt. Und jetzt kommt er mit Feigheit!
    Ich erinnere mich an den Londoner Bürgermeister Khan, den Trump völlig falsch bezichtigte. Und an den angeblichen Waffendeal mit den Saudis, der sich in Luft aufgelöst hat. Der Trump ist ein Angeber, wie es noch nie einen gegeben hat. Ich glaube, er selber glaubt seine Flunkereien selber. Er muss wohl unglaublich dumm sein.
    Und solch ein Pimpf will jetzt dem Comey Feigheit vorwerfen? Ich freue mich auf das folgende Hickhack.
  • Grundi72 11.06.2017 19:31
    Highlight Highlight Es sieht ganz nach einem Sieg und einer Entlastung für Trump aus.

    Womit fahren die Medien wohl danach auf?
    • Datsyuk * 11.06.2017 20:57
      Highlight Highlight Ja, bestimmt...
    • Sapere Aude 11.06.2017 21:19
      Highlight Highlight Momentan steht es Aussage gegen Aussage. Und wenn es um Glaubwürdigkeit geht, zieht Trump den kürzeren, so viele Male wurde er mein Lügen erwischt.

      Btw. so sind die Audioaufnahmen Trumps, die ihn angeblich entlasten sollten?
    • Matthias Studer 11.06.2017 21:23
      Highlight Highlight Am Schluss ist wichtig was der Sonderermittler rausfindet und nicht der Senatsausschuss.

      Nur wird die Ermittlungen nicht öffentlich durchgeführt.

      Zumal der Senatsausschuss eh eine Frace ist, da von den Reps nur die Fragen gestellt werden, die ihrem Präsident nicht gefährlich werden können.
  • Sophia 11.06.2017 17:30
    Highlight Highlight Es geht zu, wie im Kindergarten! Mama, der hat aber auch...!
    Mein Gott, vom wem werden die Amis regiert!
    "Oh! thus be it ever, when freemen shall stand
    Between their loved homes and the war's desolation!
    Blest with victory and peace, may the heaven-rescued land
    Praise the Power that hath made and preserved us a nation.
    Then conquer we must, when our cause it is just,
    And this be our motto: "In God is our trust."
    Oder auch nicht!

Brisanter Bericht: Trump wollte Migranten in die Beine schiessen lassen

Donald Trump: Seine Mauer zu Mexiko ist sein Herzensprojekt. Weil er zunächst kein Geld dafür bekommen hatte, rief er sogar den nationalen Notstand aus.

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