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Rüstet Nordkorea bereits ab, wie Trump behauptet? US-Insider sagen: Nein



In US-Regierungskreisen ist der Darstellung von Präsident Donald Trump widersprochen worden, Nordkorea habe mit der Zerstörung von Raketenanlagen begonnen und bereits die «totale Denuklearisierung» eingeleitet.

Trump sagte am Donnerstag während einer Kabinettssitzung zum Raketenprogramm: «Sie haben bereits eine ihrer grossen Test-Anlagen gesprengt, tatsächlich sind es vier ihrer grossen Test-Anlagen.» Die «grosse Sache» sei allerdings die «totale Denuklearisierung, die bereits stattfindet».

epa06828513 US President Donald J. Trump speaks with the media before meeting with members of his administration in the Cabinet Room of the White House Washington, DC, USA 21 June 2018. Trump spoke about his immigration policies, as well as about North Korea.  EPA/JIM LO SCALZO

Donald Trump am Donnerstag, rechts neben ihm Verteidigungsminister James Mattis Bild: EPA/EPA

Aus mit Geheimdienst-Informationen vertrauten US-Kreisen verlautete dagegen, es habe seit dem Treffen von Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un am 12. Juni keine neuen Abbau-Aktivitäten gegeben. Eine Stellungnahme des Präsidialamts dazu lag nicht vor.

Trump düpiert Verteidigungsminister

US-Verteidigungsminister James Mattis hatte am Mittwoch erklärt, ihm seien keine Schritte bekannt, die Nordkorea seit dem Treffen in Richtung einer Denuklearisierung unternommen habe.

Der Prozess stehe offensichtlich noch am Anfang, die Verhandlungen über die Einzelheiten hätten noch nicht begonnen, sagte er Journalisten. «Ich würde das zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwarten», erklärte er zur atomaren Abrüstung.

Mattis sass am Donnerstag bei der Kabinettssitzung neben Trump. Das Verteidigungsministerium antwortete zunächst nicht auf eine Bitte um eine Stellungnahme.

Süd- und Nordkorea sprechen über neue Familientreffen

Unterdessen haben Süd- und Nordkorea im Zuge ihrer Annäherung Gespräche über neue Begegnungen zwischen Familien aufgenommen, die durch den Korea-Krieg (1950-53) auseinandergerissen worden waren.

In this photo provided by South Korea Unification Ministry, South Korean Red Cross President Park Kyung-seo, second from left, shakes hands with his North Korean counterpart Pak Yong Il during a meeting at Diamond Mountain resort in North Korea, Friday, June 22, 2018. North and South Korean officials met Friday for talks on resuming reunions of families divided by the 1950-53 Korean War as the rivals boost reconciliation amid a diplomatic push to resolve the North Korean nuclear crisis. (South Korea Unification Ministry via AP)

Die südkoreanische Delegation links, die Nordkoreaner rechts. Bild: AP/South Korea Unification Ministry

Unterhändler beider Seiten kamen dazu am Freitag in einem Erholungsgebiet am Kumgang-Gebirge an der nordkoreanischen Ostküste zusammen, wie südkoreanische Sender berichteten.

Die Gespräche über neue Familientreffen und andere humanitäre Fragen sind Teil der Vereinbarungen, die Südkoreas Präsident Moon Jae In und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un bei ihrem Gipfeltreffen Ende April getroffen hatten.

Einer gemeinsamen Erklärung der beiden zufolge sollen neue Familientreffen um den Befreiungstag am 15. August stattfinden. Zuletzt fanden solche kurzfristigen Familien-Wiedersehen im Oktober 2015 statt.

Seoul hofft darüber hinaus, dass regelmässige Treffen zwischen getrennten Familien ermöglicht werden. Wie der Sender KBS berichtete, wollte die südkoreanische Delegation bei den Gesprächen auch einen Briefwechsel zwischen den betroffenen Familien und Heimatbesuche vorschlagen.  (sda/reu/dpa/mlu)

Der Handschlag, der in die Geschichte eingeht

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gregor Hast 22.06.2018 21:23
    Highlight Highlight Muss denn Kim sein gesamtes Arsenal binnen weniger Tagen abgebaut haben?! Ausserdem soll die neue Freundschaft zwischen Nordkorea und den USA auf keine Fälle abgebaut werden. Aus diesem Grund wäre es nicht hilfreich Pjongjang zu einer schnellen Abrüstung zu bewegen. So wie es Zeit braucht die US - Soldaten zwischen der Süd- und Nordkoreanischen Grenze wieder in die USA zurückzuholen.
    • swisskiss 23.06.2018 00:41
      Highlight Highlight Gregor Hast: Es geht lediglich um die Behauptung Trumps, dass NK mit der Denukliarisierung begonnen hat, was nachweislich falsch ist und nicht nur von Insidern, sondern offizielle Feststellung des Verteidigungsministeriums ist. Genauso die Behauptung Trumps, dass das Dokument zum Singapur Treffen mehr ist, als eine unverbindliche Absichterklärung.

      Ist ja schön, wenn Trump mit solchen Aussagen seine Basis beeindrucken kann. Aendert aber nichts am Fakt, dass sich Trump wieder mal mit haltlosen Behauptungen ins rechte Licht rücken will. Nennt sich Show.
    • Gregor Hast 24.06.2018 12:47
      Highlight Highlight Ich sehe, du redest hier von der selbst ernannten Elite. Die möchte sich ständig ins rechte Licht rücken, nicht Herr Trump!
  • swisskiss 22.06.2018 11:12
    Highlight Highlight Natürlich sträubt sich Kim seine Trümpfe aus der Hand zu geben! Verhandlungen mit den USA ist nur mit handfestem Druck möglich und erfolgreich.

    Dzu kommt, dass die USA momentan in einen veritablen Wirtschaftskrieg mit China schlittern und der grosse Beschützer Nordkoreas, die momentane Situation weidlich ausnutzt, um Trump nicht nur zu Zugeständnissen in Sicherheitsfragen zu bewegen, ( Der Verzicht auf gemeinsame Manöver mit SK, war eine von China eingebrachte Forderung Kims) sondern es wird ein Zurückkrebsen der USA bei Strafzöllen gebeben bevor substantielle Gespräche stattfinden werden.
  • Butzdi 22.06.2018 10:11
    Highlight Highlight Nordkorea rüstet nur in Trumps Kopf ab. De fakto gabs in Singapur nur die PR Show zur Unterzeichnung eines schwabbligen Dokuments ohne Ziele und Termine. Das einzig Konkrete ist, dass die USA ihre ‘wargames’ mit SK aufgeben. So much winning...
    • Gregor Hast 22.06.2018 21:26
      Highlight Highlight Warum soll das kein Erfolg sein? Irgendwann werden alle an Trump zurückdenken, und er wird als Friedensstifter in die Geschichtsbücher eingehen. Oder ist es besser, wenn Süd- und Nordkorea nicht aufeinander zu gehen und zwischen den verschiedenen Parteien weiterhin Kriegsgeschrei geschürt wird?
    • reconquista's creed 23.06.2018 12:53
      Highlight Highlight Ja klar, Nordkorea, Südkorea und China haben natürlich keinerlei Eigeninteresse. Alles, wirklich alles in Korea, ja in Asien, ja auf der ganzen Welt passiert nur weil Trump es so will.
      Eigentlich ein Chuck Norris, Maga...
      🤔🙈🙈
  • reconquista's creed 22.06.2018 08:01
    Highlight Highlight Wirtschaftsförderer Trump will jetzt auch der Medienbranche unter die Arme greifen, indem er an jedem Tag mindestens eine Schlagzeile erfindet.
    Auch eine Idee...

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