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War er gar kein Genie? Frühere Schule Trumps versteckte seine Noten



President Donald Trump talks to children in  Jane Jones fourth grade class during a tour of Saint Andrew Catholic School, Friday, March 3, 2017, in Orlando, Fla. (AP Photo/Alex Brandon)

Trump und die Schule – wohl keine Liebesbeziehung. Bild: AP/AP

Eine früher von Donald Trump besuchte US-Schule hat einem Zeitungsbericht zufolge dessen Noten vor der Öffentlichkeit verborgen. Dies sei einige Jahre vor Trumps Einzug ins Weisse Haus aufgrund von Druck aus dessen Umfeld geschehen, berichtete am Dienstag die «Washington Post» unter Berufung auf frühere Leiter der New York Military Academy.

Der US-Präsident hat wiederholt behauptet, er sei ein erstklassiger Schüler gewesen, und sich selbst als «Genie» bezeichnet. Bereits Trumps früherer Anwalt Michael Cohen sagte allerdings vergangene Woche im Kongress aus, er habe früher auf Trumps Anweisung dessen früheren Schulen mit Klagen gedroht, sollten sie dessen Noten publik machen.

Der ehemalige Direktor der privaten New York Military Academy, Evan Jones, sagte nun der «Washington Post», dass sein damaliger Oberaufseher im Jahr 2011 «in Panik» wegen der Trump-Akte zu ihm gekommen sei.

Sein Vorgesetzter Jeffrey Coverdale habe ihm damals berichtet, dass prominente und wohlhabende frühere Schüler, die zu Trumps Freundeskreis zählten, dessen Akte ausgehändigt haben wollten – um sie geheim zu halten.

Coverdale selber bestätigte dem Blatt, dass damals Mitglieder des Schulkuratoriums von ihm die Übergabe der Trump-Akte verlangt hätten. Er habe dies allerdings verweigert.

Nach eigener Schilderung brachte Coverdale die Unterlagen jedoch an einen anderen Ort auf dem Schulgelände, von wo aus sie nicht an die Öffentlichkeit hätten gelangen können. Dies sei das einzige Mal gewesen, dass er eine Schülerakte verlegt habe.

Die Schule war seinerzeit unter Druck geraten, die Trump-Noten zu veröffentlichen – weil der Immobilienmogul den damaligen Präsidenten Barack Obama aufgefordert hatte, seine Schulunterlagen publik zu machen. Trump bezeichnete Obama damals als «fürchterlichen Schüler» – ohne dies zu belegen.

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Trump besuchte die Military Academy im ländlichen Cornwall rund hundert Kilometer nördlich von New York fünf Jahre lang. Er war damals im Teenager-Alter. Nach eigener Schilderung wurde Trump von seinen Eltern an die Internatsschule geschickt, weil sie der Meinung gewesen seien, er brauche mehr Disziplin. Die New York Military Academy gehört nicht zur US-Armee, ist aber in Verhaltenskodex und Abläufen nach militärischem Vorbild organisiert.

Trump berichtete der «Washington Post» während des Wahlkampfs 2016, dass es ihm unter dem militärischen System «sehr gut ergangen» sei. Er sei «einer der Top-Leute» an der Schule gewesen. Der Armee trat Trump allerdings nie bei. Wegen der Diagnose von Knochenspornen in den Füssen kam er darum herum, zum Kriegseinsatz in Vietnam eingezogen zu werden. (aeg/sda/afp)

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