DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
WikiLeaks founder Julian Assange makes a speech from the balcony of the Ecuadorian Embassy, in central London, Britain February 5, 2016.       REUTERS/Peter Nicholls/Files

Julian Assange geht auf Donald Trump los. Bild: PETER NICHOLLS/REUTERS

Kehrtwende von Assange? Wikileaks will Trumps Steuererklärung sehen



US-Präsident Donald Trump hat nicht die Absicht, seine Steuerunterlagen zu veröffentlichen. Dies sagte seine Topberaterin Kellyanne Conway im Interview mit dem Fernsehsender ABC. Damit weicht Trump markant von Wahlkampf-Äusserungen ab. Damals hatte er eine andauernde Steuerprüfung als Grund für seine Weigerung angeführt, seine Steuererklärungen offenzulegen.

Die Enthüllungsplattform Wikileaks will sich damit nicht abfinden. Sie hat potenzielle Whistleblower via Twitter aufgerufen, Trumps Steuerunterlagen publik zu machen. In einem weiteren Tweet betonte Wikileaks, der Bruch von Trumps Wahlversprechen sei «noch unbegründeter als Clintons Verschleierung ihrer Goldman-Sachs-Transkripte». Dies bezieht sich auf die Abschriften von drei hoch bezahlten Reden, die Trumps Rivalin im Präsidentschaftswahlkampf vor Vertretern der Investmentbank gehalten hat.

Im Wahlkampf hatte Wikileaks diese Transkripte sowie zahlreiche gehackte E-Mails veröffentlicht und damit Hillary Clinton geschadet. Nach Auffassung der US-Geheimdienste stand die russische Regierung hinter den Hacker-Angriffen. Sie habe das Ziel verfolgt, Donald Trump im Wahlkampf zu unterstützen. Wikileaks-Gründer Julian Assange stritt dies ab, er machte aber nie einen Hehl aus seiner Verachtung für Clinton.

Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass sich Wikileaks nun gegen den neuen Präsidenten zu wenden scheint. Beobachter hatten spekuliert, Assange erhoffe sich durch die für Clinton schädlichen Enthüllungen Vorteile für sich selbst. Er verschanzt sich seit bald fünf Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London, weil er eine Auslieferung an die USA fürchtet.

abspielen

Kellyanne Conway begründet die Nicht-Veröffentlichung der Steuerunterlagen. Video: YouTube/Just Random Stuff 2016

Ob der Australier dieses Asyl noch lange geniessen kann, ist unklar. Ecuadors linker Präsident Rafael Correa wird im Frühling aus dem Amt scheiden. Letzte Woche hat Assange sich zudem von seinem Versprechen distanziert, im Falle einer Begnadigung von Wikileaks-Informantin Chelsea Manning einer Auslieferung zuzustimmen.

Mit der Aufforderung an Donald Trump befindet sich Wikileaks im Einklang mit der Mehrheit der US-Bevölkerung. Gemäss einer «Washington Post»/ABC-Umfrage meinen 74 Prozent der Amerikaner, dass der milliardenschwere Ex-Immobilienunternehmer seine Steuerunterlagen veröffentlichen sollte.

Dies steht im Widerspruch zu Conways Behauptung im ABC-Interview, wonach die Angelegenheit die Bürger gar nicht interessiere. Inzwischen hat die Beraterin ihre Aussage ein wenig relativiert. Auf Anraten von Steuerberatern und Anwälten würden die Unterlagen derzeit nicht veröffentlicht. Conway liess damit offen, ob Trump sie nach Abschluss der Steuerprüfung publizieren wird. (pbl/sda)

Frauen gegen Trump

1 / 30
Frauen gegen Trump
quelle: ap/ap / jae c. hong
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Das könnte dich auch interessieren:

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Urteil gegen Ex-Polizist wegen Tötung George Floyds

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Donald Trump will im August wieder ins Weisse Haus einziehen

Der Ex-Präsident ist überzeugt, dass im Bundesstaat Arizona der angebliche Wahlbetrug endgültig aufgedeckt wird.

Maggie Haberman ist eine der bekanntesten Politjournalistinnen in den USA. Vor der «New York Times» arbeitete sie für die Boulevard-Zeitung «New York Post». Damals berichtete sie regelmässig über Trump und seinen Clan. Daher gilt sie als eine der am besten informierten Journalisten in Sachen Trump.

Kürzlich hat Haberman folgenden Tweet veröffentlicht: «Trump hat einigen Leuten erzählt, dass er bis August wieder im Präsidenten-Amt sein werde.»

Die gleiche These verbreitet auch Sidney Powell, die …

Artikel lesen
Link zum Artikel