International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Die neunjährige Elina verkauft in Edmonton Kekse. Bild: zvg

9-Jährige verkauft Cookies vor Cannabis-Shop – rate mal, wie schnell sie keine mehr hatte



Diese Geschäftsidee war Gold wert: Die neunjährige Elina verkaufte vor dem kürzlich eröffneten Cannabis-Shop im kanadischen Edmonton Kekse. Ihre 30 Packungen verkaufte sie innerhalb 45 Minuten, und verdiente so für die Pfadfinderinnen 120 Dollar.

Ihrem Vater kam die Idee vor ein paar Monaten, als eine Lockerung der kanadischen Drogenpolitik beschlossen wurde. Also ergriffen sie die Gelegenheit beim Schopf, als am Mittwoch landesweit Cannabis vollständig legalisiert wurde und Shops eröffneten.

Mit einem Leiterwagen postierte sie sich vor dem Shop und bot ihre Ware an. Selbst Autofahrer hielten an, um Kekse zu kaufen. 

Bei einem Interview auf dem Sender CTVNews erzählten die kleine Pfadfinderin und ihr Vater von der Aktion. Die Neunjährige meinte, es sei lustig gewesen und die Leute seien sehr freundlich gewesen. Dazu lieferte sie einen Witz:

«Why did the cookie go to the doctor? – 'Cause it was feeling crummy.»

Wieso ging der Keks zum Doktor? Weil er sich mies (crummy von crumb, Krümel) fühlte.

So macht man kanadische Cookies

Play Icon

Video: watson/Emily Engkent

Währenddessen geht den Cannabis-Shops die Ware aus

Nach der Legalisierung des Cannabisverkaufs in Kanada hat die grosse Nachfrage vereinzelt zu Lieferengpässen geführt. In den Provinzen Neufundland und Saskatchewan sowie im arktischen Territorium Nunavut wurde am Donnerstag von zu Ende gehenden Vorräten berichtet.

Das Cannabis-Portal der Regierung von Ontario warnte Online-Kunden vor Wartezeiten von bis zu fünf Tagen. Vor vielen Marihuana-Geschäften des Landes bildeten sich auch am zweiten Tag nach der Legalisierung lange Schlangen.

Unter den Wartenden vor einem Geschäft in Montreal war auch der 30-jährige Alexandre, der am Mittwoch bereits vergebens angestanden hatte. Nach sieben Stunden Wartezeit sei er um 21.00 Uhr (Ortszeit) abgewiesen worden. Die Polizei löste die wartende Menschenmenge auf – ohne Zwischenfälle. «Es war die Hölle, es war kalt», sagte Alexandre. «Wir hatten aber trotzdem Spass», fügte er hinzu.

Besitz mit Beschränkungen

Kanada hatte am Mittwoch als weltweit zweites Land nach Uruguay vollständig den Verkauf von Cannabis legalisiert. Kanadischen Staatsbürgern ab 18 Jahren – in manchen Bundesstaaten liegt die Altersgrenze bei 19 Jahren – ist es seitdem erlaubt, per Bestellung oder in autorisierten Geschäften ein Gramm Haschisch für etwa zehn kanadische Dollar zu kaufen. Der persönliche Besitz ist auf 30 Gramm beschränkt.

In Kanadas bevölkerungsreichster Provinz Ontario wurden in den ersten Stunden nach der Legalisierung am Mittwoch rund 38'000 Bestellungen im Wert von etwa 750'000 kanadischen Dollar entgegengenommen. Der Umfang gehe weit über die Erwartungen hinaus, erklärte die Regierung der Provinz Quebec, die 42'000 Bestellungen verzeichnete. (jaw/sda/afp)

Kanada wird zum neuen Kifferparadies

Play Icon

Video: srf

Mehr zum Thema

Cannabis-Versuche in der Schweiz: Das musst du als Kiffer jetzt wissen

Link to Article

Gleiche Regeln für Cannabis und Schnaps: So will ein BDP-Bauer das Kiffen legalisieren

Link to Article

Wenn der Bundesrat über farbige Einhörner spricht, dann geht es um CBD-Gras

Link to Article

Kalifornien erlaubt den Marihuana-Konsum – jeder fünfte Ami kann jetzt legal Gras kaufen

Link to Article

Werbung für «illegale Drogen» – Facebook sperrt Kiffer-Post der GLP

Link to Article

«Gute Menschen rauchen kein Marihuana» – Beendet Trump den Gras-Boom?

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

9
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • oh snap 19.10.2018 14:38
    Highlight Highlight Genau die Story gabs doch vor ein paar Jahren schon?!
  • Qahira 19.10.2018 14:10
    Highlight Highlight This kid is going places!
  • Hallo.darfiohmalwassägä 19.10.2018 10:52
    Highlight Highlight Ein gramm haschisch darf man kaufe? Und 30g mit sich tragen.

    Ist ja logisch das man da grosse schlagen vor den läden hast. Oder hab ich das falsch verstanden?
    • Favez 19.10.2018 17:46
      Highlight Highlight Die Provinzen haben verschiedene Regeln. In Quebec zum Beispiel dürfen max. 30g gekauft werden und man darf max. 150g zuhause haben.
      Die Leute stehen an, weil es noch nicht genug legales Cannabis gibt für alle. Wobei man überall auch online bestellen kann.
  • Matrixx 19.10.2018 09:11
    Highlight Highlight Muss eine schöne Enttäuschung gewesen sein, als die erwartete Wirkung der Kekse nicht eintraf...
    • hiob 19.10.2018 09:28
      Highlight Highlight glaube es ging eher darum, den kifferhunger zu stillen und nicht noch higher zu werden. ich werde kanada wohl bald auch mal einen besuch abstatten. scheinen vernünftige leute zu sein.
    • blobb 19.10.2018 09:34
      Highlight Highlight Kifferhunger? ;)
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 19.10.2018 09:53
      Highlight Highlight ...
      User Image
    Weitere Antworten anzeigen

Wie wär's mit einem Treffen von Putin und «Individuum 1»? Muellers neue heisse Spur

Aus den Ermittlungen zur Russland-Affäre rund um US-Präsident Donald Trump ist ein weiteres brisantes Verdachtsmoment ans Licht gekommen: Nach Angaben von Sonderermittler Robert Mueller nahmen russische Staatsbürger bereits in einer Frühphase des US-Präsidentschaftswahlkampfs Kontakt zu Trumps Umfeld auf.

Dabei stützt sich Mueller auf Aussagen von Trumps früherem Anwalt Michael Cohen. Er habe im November 2015 mit einem Russen gesprochen, der angeboten habe, ein «politisches» Zusammenwirken …

Artikel lesen
Link to Article