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Ecuador's President Rafael Correa (top) hugs Lenin Moreno, candidate of the ruling PAIS Alliance Party, at the Hotel Colon during the presidential election in Quito, Ecuador February 19, 2017. REUTERS/Mariana Bazo

Der Präsident (oben) und sein möglicher Nachfolger: Correa herzt Moreno. Bild: MARIANA BAZO/REUTERS

Lenín könnte neuer Präsident in Ecuador werden – muss aber wohl zuerst in die Stichwahl



Bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador fällt die endgültige Entscheidung aller Voraussicht nach erst in einer Stichwahl. Der Sozialist Lenín Moreno liegt Teilergebnissen zufolge in der ersten Runde am Sonntag in Führung. Für einen Wahlsieg reicht es aber nicht.

Moreno holte rund 38 Prozent der Stimmen, sein Rivale Guillermo Lasso kam auf knapp 30 Prozent, wie die Wahlkommission mitteilte. Für einen Wahlsieg gleich in der ersten Runde sind jedoch mindestens 40 Prozent der Stimmen nötig sowie ein Abstand von mindestens zehn Prozentpunkten vor dem Zweitplatzierten. Die Teilergebnisse basierten auf rund der Hälfte der ausgezählten Stimmen.

Seit Überfall querschnittsgelähmt

Lenín Moreno, der im März 64 Jahre alt wird, gehört der linksgerichteten Regierungspartei Alianza País an. Er war als Favorit ins Rennen um das Präsidentenamt gegangen. Der grösste Rivale des seit einem Überfall querschnittsgelähmten Moreno ist der konservative Oppositionsführer und Ex-Wirtschaftsminister Lasso. Der 61-Jährige kündigte Steuersenkungen und einen Kampf gegen Korruption an.

Termin für eine mögliche Stichwahl ist der 2. April. Rund 12,8 Millionen Wahlberechtigte waren aufgerufen, unter acht Kandidaten den Nachfolger von Staatschef Rafael Correa zu bestimmen. Dieser tritt nach zehn Jahren im Amt ab. Parallel wurde am Sonntag eine neue Nationalversammlung gewählt.

Zu früh erschienen

Dumm gelaufen für Patricio Zuquilanda, einen von acht Kandidaten bei der Präsidentschaftswahl in Ecuador: Begleitet von mehreren Anhängern erschien der Politiker am Sonntag um Punkt 08.00 Uhr bei seinem Wahllokal - aber der zuständige Wahlleiter war noch nicht da. Zuquilanda von der Partei Sociedad Patriótica konnte seine Stimme nicht abgeben. Er bekam aber ein Zertifikat, dass er in dem Lokal in Cumbaya, 20 Minuten von der Hauptstadt Quito entfernt, erschienen ist - als Beleg für die Erfüllung der Wahlpflicht. Für 18- bis 65-Jährige gilt in Ecuador Wahlpflicht, zudem herrscht vor und während der Wahl Alkoholverbot, damit mit klarem Kopf gewählt wird.

Unter Correa hat sich die Lage in dem Andenstaat stabilisiert, Ecuador ist moderner geworden, die soziale Ungerechtigkeit hat sich verringert. Dies gelang Correa mit Hilfe der Öleinnahmen, die aber aufgrund des gefallenen Ölpreises zuletzt stark zurückgegangen sind. (kad/sda/afp)

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