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epa05267859 A rescue worker volunteer looks at collapsed buildings in Pontejo, Manabi, Ecuador, 19 April 2016, as aftershocks hit the area following a 7.8 magnitude earthquake that rattled the country's coast on 16 April. According to reports on 19 April 2016, at least 480 people died in the disaster, with more than 4,000 injured and some 230 individuals listed as missing.  EPA/CHRISTIAN ESCOBAR MORA

Pontejo, Manabi bietet ein Bild der Zerstörung.  Bild: EPA/EFE

Erdbeben in Ecuador: Der lange Kampf nach der Katastrophe 

Die Zahl der Toten ist nach dem heftigen Erdbeben in Ecuador auf mehr als 500 gestiegen. Internationale Hilfe rollt an – während heftige Nachbeben die Krisenregion erschüttern.



Ein Artikel von

Spiegel Online

525 Tote, 4605 Verletzte und zahlreiche Vermisste: So lautet die vorläufige Bilanz nach dem Erdbeben, das Ecuador vor fünf Tagen mit einer Stärke von 7,8 heimgesucht hat.

Seitdem sind Experten aus 20 Ländern angereist, um den Menschen in Ecuador zu helfen – darunter Rettungskräfte, Feuerwehrleute und Ärzte, auch aus Deutschland.

Aussenminister Guillaume Long bedankte sich auf Twitter für die Hilfe aus aller Welt. «Wir freuen uns über all die Solidarität unserer Bruderländer. Einige Länder schicken Rettungskräfte. Das ist im Moment am wichtigsten.»

Long bekommt Unterstützung vom UNO-Nothilfekoordinator Stephen O'Brien, der mit ihm die Katastrophengebiete besuchen wird, um zu sehen, wie die Vereinten Nationen helfen können. Auch US-Präsident Barack Obama sagte seine Unterstützung zu. Man werde «alles tun, was möglich ist», sagte er dem ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa in einem Telefongespräch.

Während die Rettungs- und Aufräumarbeiten in vollem Gange sind, bebt die Erde unaufhörlich weiter. Am späten Dienstagabend gab es ein Nachbeben der Stärke 5,5 – eines von mehr als 400 seit dem grossen Beben vom Samstag.

«Schwarzer Sonntag» in Ecuador

Ergreifende Trauerszenen

Regierungsangaben zufolge werden noch mindestens 231 Menschen vermisst. Die Chance, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden, schwindet mit jedem Tag.

In der kleinen Stadt Montecristi, nahe der Hafenstadt Manta, wurden am Dienstag zwei Kinder begraben. Sie waren mit ihrer Mutter von dem Beben überrascht worden, als sie gerade Essen für die Schule einkauften. Die Trauerfeier wurde unter freiem Himmel unter einem Sonnensegel abgehalten – die örtliche katholische Kirche gilt als einsturzgefährdet.

Ergreifende Trauerszenen spielten sich im gesamten Krisengebiet ab. Den Bestattern an der Pazifikküste gehen bereits die Särge aus, sie werden jetzt aus dem Inland geliefert.

Dem Tod von der Schippe gesprungen

Doch es gibt auch Hoffnung: Allein sechs Überlebende wurden noch am Dienstag in Manta gefunden. Eine der guten Geschichten ist die von Pablo Cordova, der es 36 Stunden lang unter den Trümmern eines Hotels in Portoviejo aushielt.

Er trank seinen eigenen Urin und betete, dass das Mobilfunknetz wieder funktionieren möge, bevor sein Handy-Akku den Geist aufgebe. Am Montagnachmittag gelang es ihm, seine Frau anzurufen. Kurz darauf zogen ihn kolumbianische Helfer aus den Trümmern – da hatte die Ehefrau schon einen Sarg für ihn bestellt.

Das Beben der Stärke 7,8 hatte am Samstagabend vor allem einen rund 100 Kilometer breiten Küstenstreifen 200 Kilometer westlich der Hauptstadt Quito getroffen

Rund ein Drittel der Todesopfer kam aus der Küstenstadt Pedernales, die grösstenteils zerstört wurde. Auch die Städte Manta und Portoviejo wurden schwer beschädigt.

Laut Präsident Correa handelt es sich um die schlimmste Katastrophe in Ecuador seit dem Jahr 1949. Damals waren bei einem Erdbeben der Stärke 6,8 im Zentrum des Landes mehr als 5000 Menschen gestorben.

Das aktuelle Beben zerstörte geschätzt 1500 Gebäude, löste Schlammlawinen aus und machte etwa 20'000 Menschen obdachlos. Der Wiederaufbau werde nach ersten Schätzungen zwei bis drei Milliarden Dollar kosten, sagte Correa: «Das wird ein langer Kampf.»

518 der Opfer konnten bereits identifiziert und ihren Familien übergeben werden. Laut Staatsanwaltschaft befinden sich mindestens elf Ausländer unter den Toten – drei Kolumbianer, drei Kubaner, zwei Kanadier, sowie je ein Opfer aus der Dominikanischen Republik, Grossbritannien und Irland. (ala/dpa/AP)

Die schwersten Erdbeben seit 1900

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