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Barack Obama will pro Barrel Öl zehn Dollar Steuern abzapfen



US-Präsident Barack Obama hat mit dem Vorschlag für eine Steuer auf Öl in ein Wespennest gestochen. Führende Republikaner und Vertreter der Ölindustrie kündigten umgehend Widerstand gegen die Steuer an, die zehn Dollar pro Barrel Öl betragen soll.

President Barack Obama speaks in the East Room of the White House, in Washington, Thursday, Feb. 4, 2016, during a ceremony to honor the 2015 NBA Champion Golden State Warriors basketball team. (AP Photo/Carolyn Kaster)

Umweltverträglichen Personenverkehr fördern: US-Präsident Barack Obama.
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Die Steuer solle von den Ölfirmen eingezogen werden, die diese aber an die Kunden weiterreichen könnten, teilte das Weisse Haus am Donnerstag mit. Mit den Einnahmen – geschätzte 20 Milliarden Dollar pro Jahr – möchte Obama einen umweltverträglichen Personenverkehr in den USA fördern.

Zu lange schon gebe es zwar breite Unterstützung für Investitionen in innovative und expansive Verkehrspolitik, hiess es weiter. Dies sei aber nicht begleitet worden von einem langfristigen Finanzierungsplan. Der Vorschlag soll am Dienstag als Teil des Haushaltsplanes für 2017 offiziell vorgestellt werden.

«Es ist nicht besonders sinnvoll, in einer solchen Situation der Branche zusätzliche Kosten aufzubürden.»

Sprecher der US-Ölbranche

Die Steuer soll die US-Bevölkerung aus Klimaschutzgründen aber auch zum sparsamen Umgang mit dem Rohstoff bringen, der derzeit so billig ist wie seit Jahren nicht.

Wenig Chancen

Viele Chancen, seinen Vorstoss durch den von den Republikanern dominierten Kongress zu bringen, hat Obama indes nicht. Die Republikaner verfügen dort über eine komfortable Mehrheit, zudem gelten höhere Benzinpreise nicht eben als populär.

Ein Sprecher der Independent Petroleum Association of America (IPAA) verwies auf die Gewinneinbrüche bei den Energie-Konzernen wegen des niedrigen Ölpreises. «Es ist nicht besonders sinnvoll, in einer solchen Situation der Branche zusätzliche Kosten aufzubürden.»

Am Öl-Markt spielte Obamas Vorschlag keine Rolle. Der Preis für ein Barrel US-Öl lag nach der Ankündigung unverändert bei etwa 31,70 Dollar. Auch die Aktien von einheimischen Öl-Produzenten wie Continental Resources bewegten sich kaum. (kad/sda/afp/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 08.02.2016 02:13
    Highlight Highlight das wäre wirtschaftlicher selbstmord. dann sind auf einem schlag hundertausende ingenieure bei fraking und deepwater rigs arbeitslos. bei einem normalen ölpreis würde man dies mit der marge auffangen können, aber nicht jetzt, wenn das us öl grösstenteils defizitär ist. und zu den steuern: es spielt keine rolle, wenn den staat besteuert. bezahlen tut es der kunde via merpreis oder der produzent via tieferen margen nach ökonomischen prinzipien (elastizitäten) und nicht nach dem willen von politikern oder stimmbürgern.
  • Repplyfire 05.02.2016 13:25
    Highlight Highlight Gute Idee! Wenn das Geld dann für umweltschonende Infrastrukturprojekte ausgegeben werden soll, gewinnen die Bürger doppelt. A) besserer Umweltschutz, B) Jobs werden generiert und als Nebeneffekt zum teureren Treibstoff wird vehementer in neue Technologien investiert, was wieder zu neuen Jobs und Innovationen führt.

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