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Staubsauger-Gangs haben 159'000 Franken aus Londons Parkuhren gesaugt

Toni Lukic / watson.de



London taxi drivers block the traffic during their two-hour protest on Oxford Street in London, Tuesday, April 21, 2015.  The protest Tuesday was organized by the United Cabbies Group over issues including illegal minicab touting and threats to regulations.  (AP Photo/Matt Dunham)

Bild: AP/AP

London ist eine der spannendsten Metropolen überhaupt. Leider ist die Stadt auch unglaublich teuer. Immer wieder hört man Schreckensgeschichten von emigrierenden Briten, die in Schuhkarton-grossen Behausungen am Londoner Stadtrand wohnten, weil die Preise in der Stadt viel zu hoch sind.

Ein Indikator sind etwa Parkgebühren in der Londoner Innenstadt. Im noblen «Royal Borough of Kensington and Chelsea» westlich vom Hyde Park kostet eine Stunde Parken bis zu 4.90 Pfund (6.50 Franken).

Bild

Wo viel Geld ist, da ist auch Kriminalität. Und da in den Parkuhren in Kensington und Chelsea richtig viel Geld steckt, sind sie auch Ziel der organisierten Londoner Kriminalität geworden.

Wie der Verwaltungsrat mitteilte, habe der Bezirk im letzten Jahr etwa 120'000 Pfund (etwa 159'000 Franken) verloren, indem Gangs systematisch Parkuhren ausraubten. Dabei wählen sie eine sehr kreative Methode: Sie bohren ein Loch in die Parkuhren und saugen mit einem Staubsauger die Münzen mit dem Konterfei der Queen einfach aus.

«Wir müssen uns mit Gangs auseinandersetzen, die die Strassen scannen und die Maschinen zerstören, um das Cash herauszusaugen», erzählt ein Sprecher der Verwaltung gegenüber Sky News.

Die Parkuhren-Gangs nutzen allerdings auch etwas primitivere Methoden, um an die Münzen zu kommen. So benutzen sie auch gerne mal einen Vorschlaghammer oder fahren einfach mit einem Auto in die Groschengräber, um sie aus den Angeln zu heben.

epa06984357 A doorman uses a leaf blower to clean the space in front of super cars parked outside a hotel in Park Lane in London, Britain, 30 August 2018. August in known as the 'Super Car Season' during which wealthy Middle Easterns bring the exclusive and luxurious super cars to the British capital.  EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Bild: EPA/EPA

Der Sprecher erklärt, dass die Beute direkt in die organisierte Kriminalität fliesse: «Wir wissen auch durch die lokale Polizei, dass dies die Kriminalität in London finanziert, von Drogenhandel möglicherweise bis hin zu Gewaltverbrechen.»

Der Bezirk sinniert nun darüber, wie man die Staubsauger-Räuber zur Strecke bringen soll. Die Antwort: Indem man das Parkticket-System ins 21. Jahrhundert holt und auf Bezahlmethoden in bar verzichtet. «Dass Kraftfahrer nicht mehr mit Cash zahlen würden, wäre eine Möglichkeit, dieses Problem anzugehen», sagt der Sprecher.

Allerdings bleiben die britischen Fahrer in Sachen Zahlungsmethoden ziemlich oldschool. In einer Umfrage der Automobile Association (vergleichbar mit dem ADAC) sagten 70 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer, dass sie weniger wahrscheinlich einen Parkplatz nutzen würden, für den man nur über das Handy zahlen könnte.

So wie es aussieht, werden also die Staubsauger-Banden weiterhin ihr Unwesen treiben können.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schluch 01.03.2019 09:00
    Highlight Highlight Und mit dem Münz finanzieren sich die Banden den Drogenhandel. Lustiges Businessmodell. Oder lustiger Pozileisprecher.
  • Korrekt 01.03.2019 08:27
    Highlight Highlight Wau 6.50 in der Stunde. Das habe ich also in Basel und Zürich auch schon bezahlt.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 01.03.2019 08:17
    Highlight Highlight Haha, im Land des Dyson. Geht wohl erst seit den starken Kabellosen.
  • Menel 01.03.2019 07:01
    Highlight Highlight Bei so Geschichten würde mich immer interessieren, wie die Leute auf die Idee kamen. 😂
  • Murspi 28.02.2019 20:56
    Highlight Highlight Auf diese Idee wäre ich wahrscheinlich nie gekommen, muss sagen sehr kreativ, obwohl so simpel :D
    Naja wegen 160'000 im Jahr sonen Aufstand machen, tönt irgendwie nach nem gesuchten Grund für die Umstellung. Und die wird irgendwann kommen, ob wir wollen oder nicht.
    • Bits_and_More 01.03.2019 07:27
      Highlight Highlight Gebe dir bei den 160k für eine Stadt wie London recht.

      Der Schäden an den Parkuhren wird wohl einiges Grösser sein.
  • geistfrei 28.02.2019 20:54
    Highlight Highlight Stellt sich nur die Frage, wieso die Briten ihre Parkuhren mit Franken füttern... 🙄
  • niklausb 28.02.2019 20:44
    Highlight Highlight Und das im Land von CCTV
  • Äffli 28.02.2019 20:30
    Highlight Highlight Müssen echt gute Staubsauger sein. Wo kriegt man die?
    • niklausb 01.03.2019 12:47
      Highlight Highlight Das ist doch im Dyson Mutterland
  • swisskiss 28.02.2019 19:47
    Highlight Highlight Das Staubsaugerproblem wurde erkannt und schon gelöst.

    Dyson zieht nach Singapur um...
  • Todesstern 28.02.2019 18:36
    Highlight Highlight Geil, darauf muss man auch mal kommen 😁
  • SJ_California 28.02.2019 18:20
    Highlight Highlight Man müsste nur einen Rabatt oder tiefere Gebühren für Handyzahlende einführen. Übers Portemonnaie funktioniert‘s meistens. Sieht man beispielsweise an den 5 Rappen fürs Plastiksäckli
    • woezzl 28.02.2019 23:21
      Highlight Highlight Ja du schwiizer
  • infomann 28.02.2019 18:09
    Highlight Highlight Genau solche Aktionen beschleunigen den Prozess um auf elektronische Parkuhren umzusteigen.
    Bargeld ist eben nicht immer wahres, mindestens nicht für alle... grins
  • MilfLover 28.02.2019 17:55
    Highlight Highlight Aha, aber solche Gebühren zu verlangen ist nicht kriminell.
  • Mugendai 28.02.2019 17:53
    Highlight Highlight Sofort Staubsauger regulieren! Bedürfnisnachweis und Aufbewahrungskontrollen! Ausserdem sollten nur noch Staubsauger zugelassen werden, die von der Leistung her keine Münzen aufsaugen können. Niemand braucht so starke Staubsauger. Man kann dem Putzen auch mit manuellen Schaufeln und Besen nachkommen, niemand braucht vollautomatische Putzmaschinen. Wer schon so einen starken Staubsauger hat, soll ihn nachregistrieren. Niemand wird also entstaubsaugert. Im Fünfjahresrhythmus wird die Gesetzgebung dann angepasst. So und nur so kann man dem Staubsaugermissbrauch durch Kriminelle beikommen!

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