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Gesellschaft & Politik

Messerangriff in Belfast schockt Briten – Angst vor Krawall

Members of the Police Service of Northern Ireland secure the area around the scene of a stabbing in North Belfast, Tuesday, June 9, 2026. (AP Photo/Peter Morrison)
Britain Northern Ireland Stabbing
Polizisten sichern den Tatort im Norden von Belfast.Bild: keystone

Blutiger Messerangriff in Belfast schockt Briten – Angst vor Krawall

09.06.2026, 18:4809.06.2026, 19:29

Ein blutige Messerattacke mit einem Schwerverletzten in der nordirischen Hauptstadt Belfast hat erneut Ängste vor rassistischen Ausschreitungen im Vereinigten Königreich entfacht.

Wie die nordirische Polizei mitteilte, wurde ein zwischen 30 und 40 Jahren alter Mann wegen des Verdachts auf versuchte Tötung festgenommen. Das Opfer, ein Mann im Alter zwischen 40 und 50 Jahren, wurde der Mitteilung zufolge mit schweren Verletzungen im Gesicht, den Augen und am Rücken in ein Krankenhaus gebracht. Der Vorfall ereignete sich am Montagabend.

Der mutmassliche Täter stammt demnach aus dem Sudan – was Befürchtungen weckte, der Vorfall könne als Anlass für rassistisch motivierte Krawalle genommen werden. Grossbritanniens bekanntester Rechtsextremist Tommy Robinson teilte bereits Protestaufrufe für das ganze Land.

Polizei bittet, blutiges Video nicht zu teilen

In einem Video, das im Netz kursiert, ist zu sehen, wie ein Angreifer mit einem Messer mitten auf einer Strasse auf einem blutüberströmten Mann sitzt und diesen mit einem Messer traktiert. Zwischendurch hebt er das Messer in die Höhe und ruft etwas. Nach einer Weile wagen sich mehrere Männer in die Nähe und versuchen den Angreifer von seinem Opfer zu trennen.

Die Polizei bat darum, das Video nicht zu verbreiten. Nordirlands Polizeichef Jon Boutcher rief die Menschen auf, sich nicht durch Social Media aufstacheln zu lassen und die Ermittler ihre Arbeit machen zu lassen. Es gebe bislang keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund, hiess es in der Mitteilung der Polizei.

Warnung vor Ausschreitungen

Der britische Premierminister Keir Starmer verurteilte die Tat aufs Schärfste. «Der furchtbare Angriff in Belfast ist widerwärtig. Ich habe absolut keine Toleranz für entsetzliche Szenen der Gewalt wie diese auf unseren Strassen», so Starmer auf der Plattform X. Nordirische Politiker äusserten sich ähnlich und warnten vor Ausschreitungen. Grossbritannien war im Sommer 2024 von heftigen rassistisch motivierten Ausschreitungen erschüttert worden.

Erst in der vergangenen Woche kam es in der südenglischen Stadt Southampton zu Krawallen am Rande eines Protests. Auslöser war die Veröffentlichung von Body-Cam-Aufnahmen, die einen krassen Polizeifehler nach der tödlichen Messerattacke eines Manns aus der Sikh-Gemeinschaft auf den Studenten Henry Nowak zeigten. Statt den Mörder festzunehmen, der sich als Opfer eines rassistischen Übergriffs darstellte, hatten die Polizisten dem sterbenden Nowak Handschellen angelegt. (sda/dpa)

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AkitasWithAloha
09.06.2026 19:13registriert Oktober 2025
Ist ja logisch angst vor rechten demos. Statt Ursachen anzugehen
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Luders Pee
09.06.2026 18:55registriert Dezember 2024
Die Öffentlichkeit soll solche Aufnahmen durchaus sehen. Die Leute müssen auch emotional verstehen, was hier abläuft, um informiert zu entscheiden, was sie etwa mit ihrer Wählerstimme verursachen oder zumindest fahrlässig in Kauf nehmen.
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Dave Hawtin
09.06.2026 19:06registriert Dezember 2021
Entweder LINKE begreifen jetzt langsam, dass es so nicht weiter gehen kann und sehen endlich ein, dass ein radikaler Kurswechsel nötig ist, inkl Massenremigration eines JEDEN EINZELNEN Straftäters oder in 10 Jahren ist Europa wieder da, wo es vor 100 Jahren war.

Es liegt an den LINKEN endlich zur Vernunft zu kommen und das zu unterstüzten, das jetzt noch die rechte Parteien sagen. 10 Zahn Jahren, werden die aktuell rechten Parteien das kleinste Problem in Europa sein und das muss verhindert werden. Darum, kommt endlich zur Vernunft.
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