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epa06286171 Secretary General of the right-wing Austrian Freedom Party (FPOe) Herbert Kickl speaks during a press conference at the party headquarters in Vienna, Austria, 24 October 2017. Austrian Foreign Minister and leader of the Austrian Peoples' Party (OeVP), Sebastian Kurz announced his plans to start coalition negotiations for a new Austrian government with the FPOe.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Seine Cousine hat politisch das Heu nicht auf der gleichen Bühne: der neue Innenminister Herbert Kickl (FPÖ). Bild: EPA/EPA

«Gfrastsackln»: So kritisiert seine Cousine den neuen FPÖ-Innenminister auf Facebook

20.12.17, 11:10 20.12.17, 12:47


Er ist die umstrittenste Personalie der neuen schwarz-blauen österreichischen Regierung aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ: Neuer Innenminister wird Herbert Kickl, der bisherige Generalsekretär der FPÖ. Er hat den Ruf eines Hardliners, was Asyl- und Ausländerfragen angeht.

Als Generalsekretär übernahm er die Rolle des Scharfmachers und gilt als Kopf hinter FPÖ-Wahlslogans wie «Deutsch, statt nix verstehen», «Daham statt Islam» oder «Mehr Mut für unser Wiener Blut». Als Innenminister ist Kickl nicht nur für die Asylpolitik zuständig. Ihm ist zukünftig auch der Verfassungsschutz unterstellt, der unter anderem für die Überwachung der rechtsextremen Szene verantwortlich ist.

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Zum neuen Amt erhielt Herbert Kickl reihum Gratulationen – nicht nur von Parteikollegen. Auch aus dem Familienkreis gab es Glückwünsche. In einem Facebook-Post meldete sich seine Cousine, die 47-jährige Informatikerin und Autorin Daniela Kickl.

Der Beitrag beginnt, wie man es bei einem Glückwunsch erwartet: «Heute bist du endlich, als Erster in unserer Familie, zum Minister unserer schönen Alpenrepublik angelobt worden. Goa net schlecht! Gratulation jedenfalls, wir sind alle sehr stolz auf Dich.» 

Doch schnell wird Daniela Kickls Ton kritisch und geht in der Folge mit dem Weltbild ihres Cousins und seiner Partei hart ins Gericht: «Ich bin auch nicht pingelig, ich verstehe nur manche Sachen nicht. Gut, dass Ihr immer für alles Ungemach die Ausländer verantwortlich macht, das wissen eh alle. Völlig zu Recht freilich, sackeln uns diese Gfrastsackln (in etwa: Schlawiner, bösartiger Mensch, Anm. d. Red.) doch förmlich aus. Und die paar ausländischen Krankenschwestern und Busfahrer, Pflegerinnen und Ärzte, Putzfrauen und Automechaniker – auf die können ma eh eigentlich auch noch verzichten.»

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In der Folge will sie von Herbert Kickl wissen, wie der von der FPÖ oft beschworene «kleine Mann» vom schwarz-blauen Regierungsprogramm profitieren werde – und kritisiert verschiedene Reformvorhaben des neuen Kabinetts, etwa beim Mietrecht oder beim Arbeitslosengeld.

Der Beitrag wurde bisher über 5000 Mal geteilt und erhielt mehr als 14'000 Likes. Wie Der Standard aus Wien schreibt, ist bisher nicht bekannt, ob Herbert Kickl auf die «Glückwünsche» seiner Cousine reagiert hat. (cbe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Angelo C. 20.12.2017 20:08
    Highlight Es ist davon auszugehen, dass weder die verbal etwas unbedarfte Cousine, noch blosse 14'000 likes in FB auch nur ansatzweise einen relevanten Einfluss auf die breit durch das Volk abgestützte und mehrheitlich mitgetragene Regierungskoalition und deren künftige Beschlüsse haben wird 🤔.

    Kaum also auch nur einer Meldung wert...
    43 6 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 21:55
      Highlight Süsser Versuch.
      Die Cousine hat ihre MEinung kundgetan. Nicht mehr und nicht weniger. Auch in der österreichischen Verfassung ist die MEinungsäusserungsfreiheit vorgesehen, auch wenn das gewissen Kreisen nicht passt!
      Aber generell ist es schön, dass es Frauen (und Männer) gibt, die gegen die braune Suppe aufstehen und Klartext reden!
      Du kannst ja mal anfangen gegen ihre Aussage zu argumentieren... was tut denn die FPÖ fürs Volk?
      9 13 Melden
    • Angelo C. 20.12.2017 23:41
      Highlight Wie hat schon Gorbatschow 1989 zu deinesgleichen gesagt : "Wer zu spät kommt, bestraft das Leben!"

      Und da sich die meisten Sozis auf Grund der an den Völkern vorbeipolitiserenden Zukunftsvorstellungen nicht nur europaweit auf dem Rückzug befinden (es sei denn man spiele die Karte Venezuela), werden Regierungen wie in Oesterreich, Polen, Ungarn, wohl auch Tschechien und die Slowakei nun fest etabliert sein und die Zukunft ihrer Nationen planen.

      Andere könnten folgen - und Deutschland hat auf längere Sicht keine handlungsfähige Regierung, solange man die Forderungen der CSU nicht erfüllt.
      22 2 Melden
    • Fabio74 21.12.2017 16:18
      Highlight Gorbatschows Zitat zu missbrauchen um eine braune Regierung zu legitimieren ist nur noch ekelhaft. Eine Verhöhnung der Opfer der Nazidiktatur!!
      D hat eine handlungsfähige Regierung dir geschäftsführemd amtet bis die neue vereidigt ist. Diese Regierung hat auch im Bundestag die Mehrheit. Insofern ist deine Aussage eine Lüge.
      2 12 Melden
  • äti 20.12.2017 12:52
    Highlight Wer wollte jetzt Mauern bauen? Und gegen was schon wieder? War die SVP wirklich so weitsichtig, als sie die Grenzen nach A verstärken wollte? Sachen gibts.
    9 30 Melden
  • flying kid 20.12.2017 12:32
    Highlight Da ist wohl eine auf den Erfolg des anderen neidisch.
    35 41 Melden
    • Sandro Lightwood 20.12.2017 16:16
      Highlight Wieso siehst du das so?
      8 17 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 21:56
      Highlight warum sollte sie auf den kleinen Göbbels neidisch sein?
      So tief kann kein Mensch mit Anstand sinken
      6 17 Melden
  • Fabio74 20.12.2017 11:58
    Highlight Wie schön gibt es noch solche Cousinen in Österreich. Bravo!
    79 82 Melden
  • Posersalami 20.12.2017 11:40
    Highlight Grandios


    Gut auf den Punkt gebracht. Dass der Hetzer nicht darauf reagiert war ja auch von Anfang an klar.
    89 85 Melden

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