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In Säure aufgelöst und in Kanalisation geschüttet – das geschah mit Khashoggis Leiche

epa07119167 A man holds a picture of Jamal Khashoggi during the demonstration in front of Saudi Arabian consulate in Istanbul, Turkey, 25 October 2018. Turkish President Erdogan addressed the parliament on the case of Saudi journalist Jamaal Khashoggi on 23 October 2018, media reported that he said that Turkish investigators have strong evidence that Khashoggi's death was planned, and demanded that the whereabouts of the dead journalist's body be revealed and the suspects face trial in Turkey. Saudi Arabian official media on 19 October reported that journalists Jamal Khashoggi died as a result of a physical altercation inside the kingdom's consulate in Istanbul, where he was last seen entering on 02 October for routine paperwork. On 24 October, Mohammed bin Salman spoke of the killing of Khashoggi for the first time, describing it as 'a heinous crime that cannot be justified', and that Saudi Arabia and Turkey will work together to punish all culprits.  EPA/ERDEM SAHIN

Bild: EPA/EPA



Die Leiche des saudiarabischen Journalisten Jamal Khashoggi ist einem türkischen Medienbericht zufolge in Säure aufgelöst und in die Kanalisation geschüttet worden. Wie die regierungsnahe Zeitung «Sabah» am Samstag berichtete, wurden in Proben aus der Abwasserleitung der Residenz des saudiarabischen Konsuls in Istanbul Spuren von Säure gefunden.

Die türkischen Ermittler vermuteten daher, dass die verflüssigte Leiche über die Kanalisation entsorgt wurde.

Der Kritiker des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman war am 2. Oktober in das Istanbuler Konsulat Saudi-Arabiens gegangen, um ein Dokument für seine Heirat abzuholen. Khashoggi kam danach nicht mehr heraus und blieb verschwunden.

Unter internationalem Druck gab Saudi-Arabien nach wochenlangen Dementis die Tötung des 60-jährigen «Washington Post»-Kolumnisten zu. Bisher ist aber ungeklärt, was mit der Leiche Khashoggis geschah.

Ende Oktober hatte die Istanbuler Staatsanwaltschaft erklärt, Khashoggi sei unmittelbar nach Betreten des Konsulats erwürgt und seine Leiche dann zerstückelt und beseitigt worden. Der türkische Präsidentenberater Yasin Aktay hatte vergangene Woche gesagt, die zerstückelte Leiche sei mit Säure zersetzt worden, um alle Spuren zu verwischen. (wst/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • B-Arche 10.11.2018 21:42
    Highlight Highlight Konsequenzen für Saudi Arabien? Keine. Alle sind sie abhängig von deren Geld und Firmenbeteiligungen und dem Erdöl. Aber aus Iran den grössten Feind des Westens machen....
  • äti 10.11.2018 17:01
    Highlight Highlight Säure? Da brauchts aber viel davon. Und Zeit auch.
    • TomTomZH 10.11.2018 19:52
      Highlight Highlight Es gibt auch Hochkonzentrierte Säure, in der deine Hand nach 15 Sekunden nicht mehr da ist, wo sie mal war
  • _stefan 10.11.2018 14:02
    Highlight Highlight Diese Agenten versuchten einen perfekten Mörd durchzuführen. Vergassen aber, dass dieser Mensch vermisst werden wird und sein Termin auf dem Konsulat anderen Leuten bekannt war.

    Das schlimmste daran: Die ganze Welt schaut zu und vergisst die Geschichte nach paar Wochen, als wäre es ein SRF-Tatort gewesen. Hauptsache es können teure Waffen nach Saudi-Arabien verkauft werden ...
    • Saraina 10.11.2018 15:37
      Highlight Highlight Es war doch sonnenklar, dass er vermisst werden würde, und dass man im Konsulat nach ihm suchen würde. Eher hat man ihn derart offensichtlich getötet um allen anderen Dissidenten im Ausland klar zu machen, dass sie nirgens sicher sind. Ohne Leiche und Täter wird es auch keine Verhandlung und keine Verurteilung geben. Zudem ist Saudi-Arabien nicht nur wegen der Waffenkäufe tabu, sondern weil es für Israel und die USA zwecks Eindämmung des Iran unabdingbar ist.
  • Troll Watson 10.11.2018 13:53
    Highlight Highlight Ich habe zwar keine Ahnung wer genau das war, oder wieso der ins Visier von solchen Leuten geriet, jedoch wird das ganze immer Fragwürdiger.
    Schlagzeilen wie "Seine AppleWatch hat alles aufgezeichnet", "Leiche wurde zersägt", "Wurde erwürgt"...
    Woher kamen so schnell so detaillierte Informationen? Gab es irgendwo einen Livestream?
    • Gummibär 10.11.2018 16:36
      Highlight Highlight Ganz sicher hat der nationale Geheimdienst MIT Abhörwanzen in allen Konsulaten - hauptsächlich um abzufolgen, mit wem türkische Staatsangehörige was diskutieren.
      Die Polizei wird auch wissen, wo und wieviel Farbe und Säure besorgt wurde.
      Die Vernichtung der Leiche zusätzlich ein Verbrechen unter der Schariah Gesetzgebung, welche auch Kremation verbietet
    • Saraina 10.11.2018 19:12
      Highlight Highlight Who cares about Scharia in den Kreisen. Interessanter wäre die Frage: wussten die Türken, dass die Ermordung von Khashoggi geplant war, und namen sie diese in Kauf? Oder gingen sie davon aus, dass er nach Saudi-Arabien entführt werden sollte, und hätten in dem Fall eingegriffen?
    • Saraina 10.11.2018 23:31
      Highlight Highlight Eben, und die Türkei beteuert auch, dass sie Beweise dafür hat, dass der Mord von hoher Stelle geplant war. Das bedeutet aber, dass sie von dem Plan wusste, und möglicherweise die US-Geheimdienste auch. Khashoggi und MbS scheinen beide nicht derart beliebt zu sein.
  • roger_dodger 10.11.2018 13:18
    Highlight Highlight Tja Amerika und EU, wo bleiben jetzt die Sanktionen? Wäre das Russen oder Syrer gewesen wäre das schon lange passiert.
    • no-Name 10.11.2018 14:32
      Highlight Highlight Naaa.... Einzelfall! Die Saudis sind ja sonst für ihr funktionierendes Rechtssystem, ihre liberale Weltanschauung und politische und diplomatische Offenheit bekannt!

      Das ist einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen!

      Russland, Syrirn, China und allen voran Kuba sind ja für ihr Kriegstreiben bekannt! Da kann man kein Auge zu drücken.

      Aner die Saudis... ach, jeder macht mal kleine Fehler!

      *ironie-off*

      (Warum kann ich bei dem Thema NUR noch ironisch kommentieren?!? 🤷🏽‍♂️
    • Alienus 10.11.2018 20:14
      Highlight Highlight Tja, und wo bleibt die Schweiz?
    • Snowy 10.11.2018 20:43
      Highlight Highlight @Echo: Wie wahr ...‘ (leider)!
  • no-Name 10.11.2018 13:14
    Highlight Highlight Und da so ein Vorgehen weder Planung noch Erfahrung oder Vorsatz voraussetzt, noch die daran beteiligten Personen von ausgeprägter Kaltblütigkeit sein müssen und auch jeder der so was zum ersten mal miterlebt, das alles natürlich locker wegsteckt und danach normal weiterlebt, kann davon ausgegangen werden, dass dies eine Verkettung unglücklicher Umstände war....

    *ironie-aus*
  • Muselbert Qrate 10.11.2018 12:55
    Highlight Highlight Ist die sauberste Variante
  • wir-2 10.11.2018 12:53
    Highlight Highlight Abwarten, die Türkei steht jetzt nicht gerade für fundierte Pressemitteilungen. Der ganze Fall wird wahrscheinlich eh erst in 25 Jahren richtig aufgedeckt werden.
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 10.11.2018 12:04
    Highlight Highlight Mit diesem "Verschwinden" erhöhen sich die Leiden der Angehörigen beträchtlich da man sich nicht mehr richtig Verabschieden kann.
    • Thurgauo 10.11.2018 12:31
      Highlight Highlight Naja, ich denke besser als gar nicht zu wissen was mit der Leiche passiert ist... Aber ja, schrecklich!
    • Flötist 10.11.2018 13:03
      Highlight Highlight Das sich verabschieden von einer Leiche ist eine sehr persönliche Sache. Ich benötige das 0 und viele andere auch. Daher ist es vermessen zu behaupten, dass sich das Leiden der angehörigen erhöht. Lieber Wissen dass er getötet wirde, als Jahrelang sich zu sorgen wo er denn ist. Denn genau das war der Plan der Saudis.
    • honesty_is_the_key 10.11.2018 15:57
      Highlight Highlight Ich bin ganz deiner Meinung The Origin Gra. Sich nicht verabschieden zu können, den Leichnam nicht sehen zu dürfen, nicht genau zu wissen was wo wie genau passiert ist mit dem geliebten Menschen, das muss es einfach nochmals so viel brutaer machen als es eh schon ist.

Überwachungsvideo zeigt: So haben die Saudis Khashoggis Kleider verschwinden lassen

Im Fall Kashoggi vergeht zurzeit kein Tag ohne neue Entwicklungen. Heute haben die türkischen Behörden ein Video veröffentlicht, welches darauf schliessen lässt, wie die Kleidung des getöteten Journalisten entsorgt wurde. Im Zentrum der Aufnahmen steht ein gewisser Mustafa al-Madani.

Und das ist auf dem Video zu sehen:

Um etwa 11 Uhr betritt ein Mann das saudische Konsulat in Istanbul. Laut türkischen Sicherheitskreisen heisst er Mustafa al-Madani und ist Teil eines 15-köpfigen Teams, …

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