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In this photo released by the state-run Saudi Press Agency, Saudi Crown Prince Mohammed bin Salman, left, speaks to his father, King Salman, right, at a meeting of the Gulf Cooperation Council in Riyadh, Saudi Arabia, Sunday, Dec. 9, 2018. Leaders of Gulf Arab countries, including those boycotting Qatar, met on Sunday in Saudi Arabia's capital for a regional summit, a gathering that Qatar's ruling emir choose not to attend amid the dispute. (Saudi Press Agency via AP)

Kronprinz Mohammed bin Salman spricht mit König Salman bin Abdulaziz. Bild: AP/Saudi Press Agency

Fall Khashoggi: Saudi-Arabien will Verdächtige nicht ausliefern



Im Fall des ermordeten saudischen Regierungskritikers Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien eine Auslieferung von zwei hohen Beamten aus dem Umfeld des Kronprinzen Mohammed bin Salman ausgeschlossen.

Der saudische Aussenminister Adel al-Dschubair sagte am Sonntag, sein Land werde die Gesuchten nicht überstellen, wie der saudische Sender Al-Arabija online berichtete. «Wir liefern unsere Bürger nicht aus.»

Die Türkei hatte Anfang Dezember gegen Saud al-Kahtani, einen engen Vertrauten des Prinzen, und den Ex-Geheimdienst-Vizechef Ahmed al-Asiri Haftbefehle erlassen. Khashoggi war am 2. Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet worden.

Den Haftbefehlen zufolge, aus denen die türkische Nachrichtenagentur Anadolu zitierte, wirft die Staatsanwaltschaft den beiden prominenten Beamten «geplanten und vorsätzlichen Mord» vor. Auch von «Folter» ist die Rede. Die Männer seien unter denjenigen gewesen, die den Mord in Saudi-Arabien geplant hätten.

Politischer Schachzug

Die Fahndungs- und Haftbefehle wurden allerdings eher als ein politischer Schachzug bewertet, um den Druck auf Saudi-Arabien aufrecht zu erhalten, als ein aussichtsreiches juristisches Manöver.

Saudi-Arabien hat einen eigenen Prozess angestrengt, in dem angeblich elf Menschen angeklagt wurden und fünf nach dem Willen der Staatsanwaltschaft hingerichtet werden sollen.

Die Türkei und Saudi-Arabien sind Rivalen in der Region. Ausserdem nimmt es die türkische Regierung Riad übel, das Verschwinden des Regierungskritikers in der Türkei orchestriert zu haben. (sda/dpa)

Die Chronologie des Falls Khashoggi

Fall Khashoggi: Ein Mord mit politischen Konzequenzen

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • qolume 09.12.2018 23:30
    Highlight Highlight Die Schweiz liefert eigene Staatsangehörige übrigens auch nicht aus. Just sayin'
  • Fischra 09.12.2018 23:24
    Highlight Highlight Wer hätte etwas anderes erwartet. Die burschen haben schon neue namen und leben weiter wie früher. Offiziell wurden sie hingerichtet und der Prinz weiss immer noch von nichts. Das Öl fliesst und die Waffen werden geliefert. Eigentlich ist schon alles vergessen. Erdi kriegt sein Schweigegeld und bis auf Kashoggi haben alle etwas davon. Eigentllich unvorstellbar.
  • TanookiStormtrooper 09.12.2018 22:37
    Highlight Highlight Saudi Arabien liefert auch keine Verdächtigen im Fall 9/11 aus. Alles wie gehabt, Hauptsache das Öl fliesst.
  • rodolofo 09.12.2018 22:37
    Highlight Highlight Wie in "Der Tiger von Eschnapur".
  • niklausb 09.12.2018 22:35
    Highlight Highlight Das ist jetzt aber keine geosse Überaschung
  • mukeleven 09.12.2018 22:31
    Highlight Highlight ok. da werden jetzt einfach vom prinzen 5 bauernopfer gesucht und im wille der staatsanwaltschaft enthauptet und gut ist?
    wow - er sollte doch macron besser zuhören - aber der ist ja auch busy gerade...
  • Nelson Muntz 09.12.2018 22:30
    Highlight Highlight Die Türken soll zuerst mal diesen Herrn an die Schweiz ausliefern... der wird seit 1993 geschützt.

    https://www.nzz.ch/schweiz/wie-tuerkische-botschaftsangestellte-1993-in-bern-einen-kurdischen-demonstranten-erschossen-und-niemand-dafuer-belangt-wurde-ld.1395644
    Benutzer Bild
  • drjayvargas 09.12.2018 22:28
    Highlight Highlight Na sowas aber auch.

Versteckt der saudische Kronprinz das teuerste Gemälde der Welt auf seiner Jacht?

Das teuerste Gemälde der Welt – das Leonardo da Vinci zugeschriebene Bild «Salvator Mundi» – könnte sich auf einer Luxusjacht des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman befinden. Dies schrieb der Kunsthändler Kenny Schachter am Montag auf der Internetseite «Artnet.com».

Demnach wurde das im November 2017 für die Rekordsumme von 450 Millionen Dollar versteigerte Jesus-Gemälde in einer nächtlichen Aktion in ein Flugzeug des mächtigen Thronfolgers und dann zur Luxusjacht «Serene» gebracht.

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